Die fliegende Spitex

2010 Unsere Kundin bestellt morgens per Telefon ihre Erkältungsmedikamente– und während ich am zusammensuchen bin, ruft sie nochmals an und sagt: „Die Spitex* kommt es abholen, aber lassen sie sie nicht so lange warten wie letztes Mal!“
Pharmama: „Was war denn letztes Mal?“
Kundin: „Da hat es 10 Minuten gedauert, bis sie es gehabt hat!“
Ich bin etwas verwundert, denn ich habe es ihr glaub das letztemal gegeben. Dass sie lange gewartet hätte, wäre mir nicht bewusst – aber ich sage: „Vielleicht hatten wir den Laden gerade voll? Da dauert es halt einen Moment …“
Kundin: „Nein, sie hat gesagt, sie mussten es hinten holen.“
Pharmama: „Schon möglich, denn da sind unsere Bestellungen. Aber im Normalfall dauert das nicht 10 Minuten …“
Kundin: „Wissen sie: das geht von meiner Zeit mit der Spitex ab, wenn das so lange dauert!“

Äh. Ja. Ich bitte mal um Entschuldigung (kann nicht schaden) aber irgendwie interessiert mich das jetzt doch.
Jedenfalls frage ich die Frau von der Spitex, als sie kommt denn, was genau das letztemal denn so lange gedauert hat.
Spitex-Frau: „Hat sie wirklich wegen dem angerufen?“
Pharmama: „Ja.“
Spitex Frau verdreht etwas die Augen und sagt: „Wissen sie, die will, dass ich fliege. Ich soll für sie in die Apotheke, dann Einkaufen, Wäsche abgeben und abholen … aber wenn ich nicht nach 10 Minuten wieder zurück bin, wird sie stinkig.“
Pharmama: „Dann war also kein Problem bei uns?“
Spitex-Frau: „Nein – und das habe ich auch nicht gesagt… „

In dem Moment läutet das Telefon – die Pharmaassistentin grad neben uns nimmt, es. Es ist wieder die Kundin.
Kundin: „Ist die Spitex jetzt bei ihnen?“
Pharmaassistentin: „Ja, die Frau ist grad hier… muss sie noch etwas mitnehmen?“
Kundin: „Nein. Ich wollte es nur wissen.“
Hängt auf.

Die Spitex und ich sehen uns an und diesmal verdrehen wir beide die Augen.

.

  • Die Spitex ist der Hauspflegedienst hier.

Fettnapf … und erwischt!

Die Kundin kommt mit einer Frage betreffend Inkontinenzeinlagen in die Drogerie.
Die Drogistin berät sie, dabei kommt das Gespräch auf die Schwangerschaft der Kundin. Die Kundin denkt (nicht zu Unrecht), dass sich das Problem im Verlauf der Schwangerschaft verschlimmern könnte.

Kundin: „Und dann noch der Bauch!“
Sagt die Drogistin mit Blick auf ihren (gut sichtbaren) Bauch: „Aber so ein Schwangerschafts-Bauch ist doch herzig.“
Kundin: Der Bauch ist aber noch nicht vom Kind – das ist erst ca. 2cm gross. Das hier (klopft drauf) ist mein eigener Ranzen!“

Oups.

Das ist nicht das, was der Arzt aufgeschrieben hat!

Eine empörte Kundin ruft an, nachdem sie kurz zuvor ein Rezept in der Apotheke eingelöst hat:

„Warum haben sie mir Prednison 5mg Tabletten mitgegeben? Der Arzt hat gesagt, ich soll 15mg täglich einnehmen!“

Apothekerin „Das ist richtig, schauen sie auf die Packung, da haben wir deutlich auf die Etikette geschrieben ‚3 Tabletten täglich’“ (3 x 5 = 15)

Kundin: „Aber das können sie doch nicht einfach machen, die 15mg Tabletten durch 5 mg Tabletten ersetzen!“

Apothekerin: „Es tut mir leid, aber es gibt keine 15mg Prednison Tabletten. Es gibt 5mg, 10mg, 20mg und 50mg“

Kundin: Aber, aber … warum schreibt der Doktor dann 15mg auf?“

….

Weil das die Dosierung ist, von der er will, dass sie sie nimmt.

Ein schlechtes Gefühl

Ich könnte es natürlich einfach nur abgeben und dann wäre die Sache für mich erledigt.
Aber irgendwie habe ich ein schlechtes Gefühl dabei.

Es handelt sich um ein Rezept für Triatec 2.5 vom Hausarzt des Patienten in der Dosierung 1 Tablette morgens. Und mein Problem damit ist, dass der Patient regelmässig von uns das Dosett gerichtet bekommt für (unter anderem) Triatec comp plus in einer anderen Dosierung, die erst letzthin wieder so bestätigt wurde bei Nachfrage im Spital, die ihm das zuerst verschrieben haben.

Der Patient selbst, den ich frage, ob etwas geändert hat, scheint wirklich keine Ahnung zu haben, was er nimmt und wie oft.
Jedenfalls sagt er jetzt: „Ich brauche den Rest nicht mehr, nur das hier.“

Hmmm.
Also telefoniere ich dem Arzt – der meint: „Der Patient hat mir das so angegeben. Wenn er normalerweise aber etwas anderes bekommt, geben sie ihm halt das.“
Pharmama: „Ja, aber wir richten normalerweise ein Dosett für ihn, mit dem und anderen Medikamenten. Verschrieben wurde ihm das vom Spital und die Dosierung, die sie auf dem Rezept haben ist auch nicht korrekt. Normal hat er nicht nur eine morgens, sondern morgens und abends eine und dazu noch ein Cholesterinsenker und ein anderes Herzmedikament.“
Arzt: „Ah – dann machen sie ihm doch das Dosett – mit den Dosierungen wie bisher. Und geben sie ihm doch einen Zettel mit, wo draufsteht, was er nimmt und in welcher Dosierung. Sagen sie ihm, ich habe gesagt, er soll das so nehmen – zu mir hat er Vertrauen.“
Ja, klar.

Patient: „Aber ich muss in die Ferien, könnten sie mir nicht die Packungen mitgeben?“
Pharmama: „Ah, – (nach der Episode oben habe ich damit Bedenken) wie lange gehen sie denn?“
Patient: „3 Wochen.“
Pharmama: „Gut, dann bringen sie mir ihr Dosett und ich richte ihnen noch 2 weitere, damit es reicht. Ihr Arzt hat gesagt, er möchte, dass sie die Medikamente so weiternehmen wie gehabt.“

Und so machen wir es dann. So bin ich zumindest einigermassen sicher, dass er die Medikamente richtig nimmt.

Das oben ist übrigens so ein Dosett, allerdings von einem anderen Kunden. Es wird gerade befüllt. Es gibt die Dosette in Wochenform – wo alle Tabletten in einer grossen unterteilten „Schachtel“ sind, oder wie oben unterteilt in die einzelnen Tage.

Aneinander vorbeigeredet

Kunde vor dem Deo-Regal: „Oh, sie haben noch so einen Mum-Deo. Die laufen nämlich aus!“

Pharmama: „Die laufen aus? Ist das jetzt schon bei mehreren passiert? Dann könnte ich das nämlich der Firma mitteilen. Vielleicht ist das ein Produktionsfehler.“

Kunde (schaut mich ganz seltsam an )… „Nein, sie laufen aus … es gibt sie nachher nicht mehr.“

Pharmama: „Oh, SO auslaufen, sie gehen also ausser Handel.“

Kunde:Genau.“ – sagt’s und nimmt den letzten Deo.

(Uups)

Funktioniert Viagra?

Telefon:

Kunde: „Funktioniert Viagra?“

Apothekerin: (leicht baff): „Schon, aber darüber sollten Sie vielleicht lieber mit ihrem Arzt reden …“

Kunde: Nun, ich hab da dieses mail bekommen über pflanzliches Viagra und Cialis …“

Apothekerin: (Denkt, toll, muss ich jetzt noch über Spam mails aufklären?): „Diese Internetseiten sind meist nicht seriös, wenn Sie wirklich Interesse an Viagra haben, reden Sie lieber mit ihrem Arzt.“

Kunde: „Aber ich wollte nur wissen, ob das auch wirkt…“

Apothekerin: „Ich kann ihnen wirklich keine Auskunft über ein Produkt geben das ich nicht kenne, das wahrscheinlich nicht einmal zugelassen ist und Substanzen enthält, die nicht getestet wurden. Und ich würde nie etwas derartiges im Internet bestellen.“

Kunde: „Na dann, DANKE FÜR GAR NICHTS!“ (hängt auf)

Oh, Bitte.

Quelle: letzte Spam-mail