Stammkundschaft

Der Kunde vor mir will ein Medikament von seinem Rezept wiederholen.

Nur ist es nirgends drauf.

Kunde: „Ich komme immer zu ihnen. Schauen Sie noch mal. Es ist sicher im Computer.“

Pharmama: „Sie haben bisher 3 verschiedene Medikamente bei uns bezogen. Das hier (was er gebracht hat) hatten sie noch nie bei  uns.“

Kunde: „Sicher habe ich das , ich … oh, Moment, das habe ich ja in der xy Apotheke geholt.“

….

Ich liebe Stammkunden, habe ich das schon mal gesagt?

Zuviel Info

Kundin: „Ich hätte gerne das hier.“ (legt eine Engelstatue auf den Ladentisch)

Drogistin: Danke. Das macht –“

Kundin: „Sie brauchen nicht zu wissen, wo das Geld dafür herkommt!“

Drogistin: „Oh, ok, also es kostet …“

Kundin: „Ich bekomme IV.“

Drogistin: „Es kostet fünfund…“

Kundin: „Und es geht sie überhaupt nichts an, warum!“

Drogistin: „Fünfunddrei…“

Kundin: „Ich hatte einen Unfall und hab mir das Bein gebrochen.“

Drogistin: …

Kundin: „Möchten sie wissen, warum ich das kaufe?“

Drogistin: „Äh, nein, das ist schon ok.“

Kundin:Weil ich Engel sammle!“


Ausser Handel

Manchmal schreiben die Ärzte etwas auf, das es nicht mehr gibt. Freundlicherweise rufen wir dann dem Arzt an mit einer Empfehlung für den Ersatz des Produktes. Wenn wir Zeit haben und der Arzt ist z.B. nicht da, faxen wir die Info auch manchmal, dann kann er sagen, ob er das so will oder nicht.

Kein Problem mit den meisten Ärzten, manche sind auch ganz froh um den Service … bis auf den der gross auf den Fax schrieb:

„NEIN!!!“ und als Erklärung untendran: „Pharmazeuten sollten keine Medizin praktizieren ….“

Oh, Bitte! – was mache ich denn den ganzen Tag?

Wechselgeldbetrüger

Scheinbar kommen mehr Gauner heraus, je näher es an Weihnachten geht.

Nach einem mail des lokalen Apothekervereins waren wir schon vorgewarnt, aber letzte Woche hatten wir einen ziemlich typischen Fall:

Die Kundin kommt, kauft etwas günstiges ein, sie zahlt – meine Kollegin gibt das Rückgeld heraus, die Kundin dreht sich um. Meine Kollegin versorgt das Geld und schliesst die Kasse. In dem Moment dreht sich die Kundin wieder zurück und sagt: „Ich habe aber mit einer Hunderter-Note bezahlt. Sie haben mir nur auf 50 herausgegeben!“

Die Kollegin ist vollkommen überrascht, ist aber sicher, eine Fünfzigernote in die Kasse versorgt zu haben, darum leistet sie Widerstand: „Nein, ich bin sicher, es war eine 50er Note!“

Darauf wechselt die Kundin die Sprache – auf einmal kann sie kein Deutsch mehr, nur noch englisch und redet schnell, wobei sie mit ihrem Portemonnaie fuchtelt auf sie ein.

Das ist der Punkt, wo man mich zu Hilfe holt.

Beide erzählen mir ihre Geschichte – ich erkläre der Kundin ruhig, dass ich das jetzt so nicht entscheiden kann – aber Morgen früh, wenn die Kasse gemacht wird, sieht man schnell, ob 50 Franken zuviel drin sind. Sie soll mir ihren Namen angeben und morgen noch mals vorbeikommen.

Die Kundin ruft immer noch aus, meint sie sei nur jetzt hier und wohne nicht in der Nähe, sei nur auf der Durchreise … ich bleibe hart. Wenn sie mir ihre Adresse angibt, kann ich es ja gegebenenfalls schicken.

Will sie aber auch nicht.

Dieser Trickbetrug funktioniert mit Täuschung und dem Überaschungseffekt. Viele lassen sich dazu drängen das Geld zu geben.

Man kann sich dagegen zu Wehr setzen, indem man sich immer genau merkt, was gegeben wurde oder es sogar so auf dem Kassabon eingibt. Ist der Verkauf abgeschlossen, darf man sich nicht bedrängen lassen, das oben ist eine gute Variante, Zeit zu gewinnen.

Übrigens: nein, es war nicht zuviel Geld in der Kasse … und die „Kundin“ ist auch nicht wieder aufgetaucht.

Allergisch gegen ..

Wenn wir für einen Patienten ein Dossier eröffnen (weil wir ein Medikament auf Rezept abgeben), stellen wir immer ein paar Fragen: nach Vorerkrankungen, anderen Medikamenten und Allergien.

Einmal fragte ich ein kleines Mädchen (Kinder fragt man am besten auch direkt, im Notfall ist ja Mama oder Papa da und antwortet):

„Bist Du Allergisch gegen irgendetwas?“

Die Antwort?

„Ja, gegen meinen kleinen Bruder!“

Belauscht

Münster, in einer Apotheke.

Kundin: “Ich bräuchte etwas gegen einen Furunkel.
Apotheker: “Da würde ich Ihnen eine Zugsalbe empfehlen.”
Kundin: “Ne! Im Internet stand was anderes.”
Apotheker (setzt an): “Ich weiß natürlich nicht…”
Kundin: “So drei Salben.”
Apotheker (setzt neu an): “Ich weiß natürlich nicht was sie im Internet gelesen haben, aber…”
Kundin (wutentbrannt): “Na wenn Sie nichts wissen, dann probiere ich es eben woanders!!!”

Die Kundin stürmt aus der Apotheke

Gefunden bei www.belauscht.de

Dazu kann ich nur sagen: Nicht nur bei uns …