So eine harmlose Frage

Kunde: „Haben sie etwas wie Perskindol auf abwaschbarer Basis?“

– eigentlich eine ganz harmlose Frage … aber wehe man fragt nach: „Wieso?“

Kunde: „Naja ,ich habe meine schmerzende Schulter damit eingerieben und als ich mich später befriedigt habe (nicht ganz seine Wortwahl) … na ja, es war halt noch etwas an den Händen dran ….“

Ah, ja.
Kleiner Tipp: Gleich nach dem eincremen die Hände mit Seife waschen, dann hat man später keine Probleme, wenn man in die Augen fasst (z.B. um die Kontaktlinsen einzubringen) oder an andere empfindliche Stellen :-)
Wechseln auf ein Gel würde ich nicht unbedingt – rein von der Galenik gehen Salben tiefer in die Haut rein als Gels und helfen so den Wirkstoff hineinzubringen.

Diskussionsgrundlage

Das habe ich auf Twitter vor meinen Ferien bekommen:

 

Irgendwelche Gedanken dazu?

Falls nicht, hätte ich noch ein paar Anstösse:

– Antibiotika und Resistenzentwicklung bei unsachgemässer Anwendung,

– Abhängigkeitspotential verschiedener Mittel,

– Mittel gegen Herzkrankheiten und andere Diagnosen, die nur der Arzt stellen kann,

– Mittel mit geringer therapeutischer Breite (also solche, die schnell giftig wirken),

Naaa???

Genugtuun

Die Kundin beklagt sich lautstark, dass ihr Medikament nicht vorrätig ist: „Immer, wenn ich mal etwas von ihnen haben muss, müssen sie es bestellen! Das ist ein ganz schlechter Kundenservice, den sie hier haben!“

Ich versuche ihr zu erklären, dass sie halt ein Medikament (oder Medikamente) aufgeschrieben bekommen hat, die man nicht sehr häufig braucht – und für einmal jährlich oder weniger kann ich das nicht an Lager nehmen, auch weil ich bei dem Medikament schon die Erfahrung gemacht habe, dass der Verfall doch recht kurz ist …

Ich biete ihr aber an, es auf den Mittag zu bestellen und vorbeizubringen – oder zu schauen, ob eine andere Apotheke es hat – wobei ich ihr gleich sage, dass die Chance dafür recht klein ist.

Sie will nicht hören, reisst mir praktisch das Rezept aus der Hand und stürmt hinaus.

Das war kurz vor 12.30 Uhr, unserer letzten Möglichkeit auf den Nachmittag zu bestellen – später und es kommt erst am nächsten Morgen.

Das ist ja nicht nur bei uns so – aber ich bin leicht amüsiert, als wir 1 Stunde später einen Telefonanruf von einer anderen Apotheke im Quartier bekommen mit der Anfrage für .. genau dieses Medikament.

:-) – sie haben es auch nicht (wundert mich nicht)

:-) – die Frau hat offenbar keine andere Apotheke gefunden, die auch über den Mittag offen hat.

:-) – auf den Nachmittag bestellen reicht denen jetzt auch nicht mehr.

:-) – das mit dem herumfragen habe ich ihr ja auch angeboten.

Es ist zwar nicht nett, aber Genugtuun ist so ein süsses Gefühl!