Es ist eine harte Welt da draussen

Vielleicht nicht überall, aber in bestimmten – ich sag mal Milieus – schon. Wie hart kann man sich als Aussenstehender kaum vorstellen, aber manchmal bekommt man einen Einblick.

So fragte uns letzthin der Stammkunde, von dem wir wissen, dass er drogenabhängig ist, ob wir  seine Ritalin Tabletten (die er wöchentlich direkt vom Arzt der Suchtklinik bekommt) für ihn aufbewahren. Ansonsten werden sie ihm nämlich „auf der Gasse“ gestohlen.

Ungewöhnlich, aber eigentlich logisch: gibt es einen besseren Ort für die Tabletten als … die Apotheke?

Der Sonne davon…

Die Schweiz hat uns wieder – und der Winter offenbar auch. Nichts mehr mit Sonne und warm :-(

Der Rückflug war lange (12 1/2 Stunden)- aber wir hatten Glück, er hätte noch länger werden können. Kurz nach Start und Aufstieg informierte uns der Pilot, dass er noch keine Bewilligung bekommen habe auf die geplante Flughöhe von etwa 11000 m zu steigen, offenbar wegen einer anderen Maschine. Unser Flug war voll – und offenbar auf mit maximaler Beladung. Das Problem sei nun, dass wenn er nicht steigen darf, wir zuviel Treibstoff verbrauchen, dann wird er langsamer fliegen müssen, sonst reicht der Treibstoff nicht bis zum Zielflughafen. Uh – echt?

Ah, und dann war da noch die Durchsage, ob „ein Arzt an Bord ist“ – ich habe allerdings nicht gesehen oder gehört, um was es ging – offenbar war es dann doch nicht so schlimm – das hätte aber eine ungeplante Zwischenlandung geben können.

Jedenfalls hatte ich Musse ein bisschen der Umgebung zuzuhören und habe mich köstlich amüsiert über eine krebsrote jüngere Frau, die ihrer Freundin detailliert erzählt hat, wie sie denn zu dem Sonnenbrand gekommen ist: Sie ist auf dem Weg zum Strand im offenen Fahrzeug gefahren – und dachte, sie könne gar keinen Sonnenbrand bekommen, weil sie sich ja vom Fleck bewegt hat.

Klar – Sonnenbrand bekommt man ja nur, wenn man herumliegt ….

Letzter Ferienwunsch

Morgen ist es soweit und wir fliegen zurück. Ich merke wieder deutlich, wie die Zeit fliegt- es kann doch nicht sein, dass schon 2 Wochen um sind, oder?

Jedenfalls hätte ich da noch einen letzten Wunsch aus unseren Ferien: Erinnert ihr Euch an die Abstimmung für den Award? Ja, genau: der rote Knopf oben rechts. Bitte geht doch nochmal hin und stimmt ab – wenn möglich natürlich für mich :)

Ich verspreche dafür nach den Ferien wieder ganz viele neue Geschichten aus der Apotheke zu Posten.

Danke! Und: bis gleich!

Schön, hier zu sein

Ist das nicht ein toller Blick von unserem Hotelzimmer? Wir haben hier einen (für uns) erstaunlichen Luxus. Dabei ist es nicht das Hotel, das wir ursprünglich gebucht haben…. Eine Woche vor Ferienbeginn bekamen wir ein Telefon vom Reisebüro: „sitzt ihr?“ fragte sie. „wir haben gerade die Nachricht bekommen, dass in Eurem Hotel gebaut wird… Es könnte lärmig sein.“ Ach nee!
Sie hat uns aber 2 andere Hotels anbieten können, ohne Aufpreis (obwohl teurer als das von uns ausgesuchte). Beim einen sind Kinder aber erst ab 12 „willkommen“, das andere liegt etwas abgelegen – das bedeutet, man kann nicht so einfach aus Essen und Shoppen. Wir haben uns dann doch für das abgelegene entschieden – es sind ja auch Ferien für Junior, nicht nur für uns … Dafür mieten wir für die 2 Wochen grad ein Auto, damit wir mobiler sind. Das ist gar nicht so teuer, mit 660 Franken ist man dabei. Den Transfer Flughafen – Hotel sparen wir dadurch auch, das sind schon 210 Franken, und das Essen außerhalb der Anlage ist auch einiges günstiger ( lies: 1/4 – 1/3 billiger) und abwechslungsreicher- das gleiche gilt für Ausflüge buchen und Einkaufen.

Das Hotel ist schon beeindruckend. 3 km Pool, 3 Restaurants (italienisch, thailändisch, japanisch), SPA, Schöne Zimmer mit Poolblick (s.o.), Riesen-Bad, reichhaltiges Frühstücksbuffet, Kids Club, gratis Tücher, WLAN überall … ganz schlecht für mich :) … Und für Euch, weil ihr dann so Posts ertragen müsst …

Ein Schreck zum Anfang

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen -umso mehr, wenn es grad eine Familie ist.
Beinahe wäre es nicht zur Reise gekommen …
Am Flugplatz, alle Koffer (2) und Handgepäck auf den Gepäckwagen geschnallt, Junior obendrauf – er wollte unbedingt und Kuschelbär fand, das sei einfacher so. Auf dem Weg zum Einchecken sieht Junior etwas und springt ab – direkt vor den vollen Wagen. Kuschelbär reicht es nicht mehr zum bremsen und schon hat er den Fuss (abgeknickt) drunter.
Das Geschrei kann man sich vorstellen. Ich hebe den Gepäckwagen einhändig vom Fuss runter (da werde ich offenbar zum Samson) und setze Junior hin. Während ich den Fuss abtaste, gehen mir Gedanken an Knochenbruch, Sehnenriss und dass wir den Flug wohl sausen lassen müssen um ihn ins Spital zu bringen, durch den Kopf. Aber: ich spüre bis auf eine beginnende Schwellung nichts. Junior beruhigt sich, kann den Fuss bewegen und sogar laufen.
Also gehen wir nicht die örtliche Sanität aufsuchen, sondern die Flugtickets holen.
Ein Hoch auf die flexible Kleinkind-Anatomie! …. Und seinen Schutzengel.
Merci.

Inzwischen sind wir hier angelangt (wo „hier“ ist, sage ich noch nicht, aber vielleicht sind die Flickr Fotos ein Hinweis) und sehr müde, aber auch zufrieden.