Apotheken in aller Welt, 90: Prag, Tschechien

Das ist ein ergänzter Post, nachdem ich von Steffi neue Fotos von der Apotheke bekommen habe. Merci!

Anke und Holger aus Sachsen schicken uns dies:

fuer deine Serie „Apotheken aus aller Welt“ sende ich dir hier zwei Fotos einer kleinen Apotheke in Prag, die wir waehrend eines verlaengerten Wochenendes da „gefunden“ haben. Sie befindet sich in der Naehe der Prager Burg.

Im Inneren durfte ich leider nicht fotografieren. Sie ist relativ klein und in einem der Tuer aehnlichen dunklen Holz gehalten.
Ziemlich rustikal … :-)

Ah, schade, durftest Du innen nicht fotographieren – aber Danke für’s Fragen. Die Fassade hat übrigens ein paar beeindruckende Details – und der Adler über dem Eingang – wow!

Woher kommen unsere Medikamente? Am Beispiel Penicillin … und Antibiotika

Penicillin ist recht bekannt, auch weil es das erste Antibiotikum war. Vorher war unser Immunsystem der einzige Schutz gegen Bakterien und wenn das mit deren Vermehrung nicht mehr klar kam, dann starb man. So einfach war das.

Hinweise darauf, dass Schimmelpilze eine Wirkung auf das Wachstum von Bakterien haben könnten gab es schon früh – so wusste man, dass Sättel, die in dunklen, feuchten Räumen aufbewahrt wurden (und dementsprechend viel Schimmelpilz enthielten) weniger infizierte Scheuerwunden machten bei den Pferden.

Dann wurde das Penicillin entdeckt – und dabei wurde es auch nur durch Zufall gefunden, respektive durch eine Unachtsamkeit.
Alexander Fleming experimentierte 1929 mit Bakterien, die er auf Agarplatten vermehrte um sie zu untersuchen. Als er eine seiner Ansätze anschaute, sah er, dass die Kulturplättchen nicht nur die Bakterien enthielten, die er wollte, sondern sie waren verunreinigt mit einem Schimmelpilz. Offensichtlich hatte er beim Anlegen der Kulturen nicht sauber gearbeitet. Das war ein Grund die ganzen Plättchen wegzuwerfen.


Zum Glück hat er sie sich vorher noch angeschaut und dabei entdeckt, dass dort wo der Schimmelpilz wuchs am Rand eine Zone war, wo die Bakterien nicht wuchsen. Er erkannte, dass der Pilz irgendetwas abgesondert hat, was die Bakterien abtötete. Eben das Penicillin.
Erst über 10 Jahre später konnte das Penicillin isoliert werden und 1941 wurde es erstmals erfolgreich zur Behandlung einer Blutvergiftung eingesetzt.

Bereits während dem 2. Weltkrieg wurde die Suche nach weiteren antibakteriellen Naturstoffen fortgesetzt und es wurden weitere Antibiotika in anderen Pilzkulturen entdeckt.

Ursprünglich definiert man Antibiotika (v. altgriechisch- anti- „anstelle, gegen“ und bios „Leben“ mit lateinischer Endung; Einzahl Antibiotikum) als „natürlich gebildete, niedermolekulare Stoffwechselprodukte von Pilzen oder Bakterien, die schon in geringer Konzentration das Wachstum von anderen Mikroorganismen hemmen oder diese abtöten.“

1943 wurde das Streptomycin isoliert – das erste Mittel gegen Tuberkulose.
1947 Das Chloramphenicol
1948 das Chlortetracyclin– das erste der Tetracyclin-Gruppe
1952 das Erythromycin – das erste Makrolidantibiotikum
1952 die Cephalosporine – auch Beta-laktam-Antibiotika wie das Penicillin
… usw.

Endlich hatte man wirksame Mittel gegen die verschiedensten Bakterien und die durch sie verursachten Krankheiten. Aber … die Bakterien passen sich an. Sie entwickeln sich weiter und durch Veränderung ihrer Gene werden sie resistent auf die Antibiotika die wir haben. Das bedeutet: Antibiotika machen diesen Bakterien nichts mehr aus. Sie sind wirkungslos geworden.

Ein Dilemma: je mehr wir die Antibiotika einsetzen, desto schneller passiert die Resistenzbildung bei den Bakterien.

Auf einmal ist unsere (einzige) Waffe gegen Bakterien wieder stumpf und oft nicht mehr einsetzbar. Und die Probleme kommen wieder: Sepsis, Tuberkulose, MRSA -das sind multi-resistente Bakterien, die bei Infektionen nicht mehr bekämpft werden können …. Amputation ist oft die letzte Hoffnung, man kommt sich vor wie im Mittelalter.

Und … inzwischen finden wir nicht mehr so schnell wieder neue Antibiotika. Neue sind nur wenige in Entwicklung – und ob sie es bis zum Medikament schaffen ist fraglich.

Um so wichtiger ist es, das was wir haben gezielt und mit Bedacht einzusetzen. Also: keine Antibiotika bei Vireninfektionen (die meisten Erkältungen) dagegen wirken sie nämlich auch nicht. Möglichste nicht Breitbandantibiotika sondern gezielt Einzelwirkstoffe. Reserveantibiotika wirklich nur, wenn sonst nichts hilft – und nicht von Anfang an  etc…

Drogerie in Amsterdam, Niederlande

Von Monsterbiene

von meiner letzten Reise ein Bild einer Drogerie aus Amsterdam. Apotheke habe ich dort leider keine gesehen – dafür war der Zwischenstopp zu kurz. Beeindruckt hat mich die Fassade mit der Holzeinfassung für die Schaufenster und der“Mohrenkopf“ darüber.

Zwar keine Apotheke, aber sicher zeigenswert!

Was tun bei einem „stalkenden“ Kunden?

Ja, die gibt es. Auf einmal hat man da den (meist älteren) Herrn, der unsere Freundlichkeit vielleicht etwas missversteht oder zuviel hineindeutet und der anfängt einem Blumen zu bringen … oder Schokolade … oder einfach nur so mehrmals die Woche vorbeischaut um zu reden, bevorzugt natürlich mit seinem „Opfer“. Meistens trifft  das dann die Lehrlinge, die sich noch nicht so abgrenzen können – und vielleicht auch etwas naiver sind- Ausserdem wissen sie meist nicht, wie sie dann mit so einem umgehen sollen. Ignorieren? Höflich bleiben, aber nicht zu freundlich? Deutlich sagen, dass man das nicht will?

Wenn wieder mal jemand bei uns so einen Stalker hat, haben wir ein paar Verhaltensregeln.

Erstens: es gibt niemand die Adresse oder Telefonnummer der Angestellten heraus. Auf gar keinen Fall. Wir sind zwar mit Namensschildern angeschrieben, aber meist gibt es zumindest mehrere in der Schweiz mit dem gleichen Namen – und den Vornamen wissen die Kunden ja nicht.

Zweitens: Wenn der Kunde kommt, sollte möglichst jemand anders iauf ihn zugehen und hn bedienen und nicht sein „Opfer“ – oft ist das aber nicht möglich

Drittens: In dem Fall, wo das nicht möglich ist, lässt man die Angestellte nie alleine mit dem Kunden – das heisst, entweder steht jemand dabei – dann wird das Gespräch sicher nicht zu persönlich, oder man holt sie nach einiger Zeit weg – Telefon, die Arbeit ruft etc.

Dabei höflich bleiben, aber nicht „zu“ freundlich, nichts persönliches preisgeben … bis jetzt hat das und obige Massnahmen ausgereicht.

Das oben beschriebene ist nicht wirklich Stalking – das kommt noch viel extremer daher und braucht dann auch extremere Masnnahmen. Manchmal entwickelt sich so etwas über eine gewisse Zeit und wenn … ist es nötig, da so früh wie möglich einzugreifen.

Habt ihr schon einmal Bekanntschaft mit so einem hartnäckigen Verehrer oder gar Stalker gemacht?

Apotheken in aller Welt, 113: Bayreuth, Deutschland

und Broken Spirit zum dritten:

Die dritte und vierte Apotheke fand ich in Bayreuth (auch diese beiden Apotheken waren über die Osterfeiertage geschlossen):
Die Mohren-Apotheke..

Au, heute nicht mehr ganz politisch korrekt, aber als Logo recht eindrücklich. Ausserdem fällt das bestimmt unter Denkmalschutz. Ich würde das auch so lassen.

…und die Adler-Apotheke:

Wikipedia:

Die Adler-Apotheke in Bayreuth ist die älteste Apotheke der Stadt. Sie wurde 1579 von dem Apotheker Johann Drosendorf als Apotheke zum goldenen Reichsadlererrichtet. Das dreigeschossige Eckhaus in der Maximilianstraße steht wegen seiner stadtgeschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz.

Interessant auch: Offenbar war die Apotheke etwa drei Jahrzehnte vor dem ersten Arzt in der Stadt …