Das macht müde!

Kundin in der Apotheke: „Ich brauche eine Cortison-Creme für meinen Ausschlag.“

Ich zeige ihr eine.

Kundin: „Nein, nicht diese, die kenne ich schon, die macht mich müde.“

Pharmama: „Ah, Cortison-Cremen machen nicht müde …“

Kundin: „Doch, die benutze ich seit Jahren und sie macht mich müde!“

vielleicht sollte ich zuerst mit Ihnen ein Gespräch darüber führen, dass man Cortison nicht lange verwenden soll, weil es sonst die Haut ausdünnen kann.

Vor Cortison haben viele eine ganz schlechte Meinung und wollen das nicht freiwillig nehmen, dabei kann es -richtig angewandt- ein kleines Wundermittel sein. Richtig heisst nach Möglichkeit lokal, genügend stark und nur kurzfristig angewandt – da hat man kaum Nebenwirkungen.

Leider gibt es genug Leute, die wenn sie merken, dass der Ausschlag oder die Entzündung damit weggehen, das dann anfangen erst immer häufiger und dann ständig zu verwenden. Lange merkt man da auch nichts – ausser vielleicht, man benutzt sie im Gesicht. Das gibt dann wegen der Hautveränderung so ein … Waschbärengesicht. Um die Augen herum wird die Haut dunkler, so hat man in Extremfällen wirklich das Gefühl einen Waschbär oder Panda vor sich zu haben.

Plötzlich absetzen ist in dem Fall auch nicht gut – das muss man dann ausschleichen, das bedeutet: Erst jeden 2. Tag nehmen, dann jeden 3. / 4. usw.

Am Rande …

Apotheker sind hilfsbereit.

Das durfte auch ein Pärchen aus Südafrika erfahren, die wegen einem Rugby-Spiel auf Neuseeland gereist sind.

Die beiden suchten im Ort Eastbourne nach dem Hotel, das sie online gebucht haben. Als sie es nicht fanden, gingen sie in eine Apotheke den Weg nachfragen. Dort mussten sie erfahren, dass es kein Hotel gibt in dem Ort, nur Bed & Breakfasts. Als die Apothekerin Linda Burke die Buchungsbestätigung anschaute, war schnell klar, was passiert war. Das Pärchen hatte ein Hotel in Eastbourne gebucht, allerdings in Eastbourne, England, nicht in Eastbourne, Neuseeland …

Aber es geht noch weiter. Wegen dem Spiel waren alle Unterkünfte ausgebucht. Schliesslich nahm die Apothekerin sie 2 Nächte lang bei sich zu Hause auf.

News nachzulesen hier:

http://uk.news.yahoo.com/rugby-world-cup-fans-book-hotel-wrong-country-002319405.html

Hartnäckig

…. Nein, nicht die Erkältung, ich meine den Kunden.

Im folgenden meine Seite des Gesprächs mit einem Kunden in der Apotheke vor ein paar Tagen (seinen Teil kann ich weglassen – man kann sich seine Antworten problemlos denken):

Pharmama: „Nein, ich werde ihnen kein Antibiotikum geben. Was Sie haben – soweit ich das beurteilen kann- ist eine hundskommune Erkältung, meist durch Viren verursacht. Antibiotika helfen da gar nichts.“

Pharmama: „Es hilft auch nicht, wenn Sie sagen, Ihr Arzt schreibt ihnen jedes Mal eines auf für dasselbe Problem, wenn Sie ihm das sagen. Das ist ziemlich fahrlässig von ihm – von mir bekommen Sie das nicht.“

Pharmama: „Nein, ich bin kein Arzt, ich bin Apothekerin. Anderes Studium, ähnliches Wissen.“

Pharmama: „Wenn Sie das Antibiotika möchten, müssen sie zum Arzt. Ja, ich weiss, dass das kostet – und nein, ICH denke nicht, dass sie zum Arzt gehen müssen mit ihren Beschwerden – genauso wenig, wie Sie ein Antibiotikum brauchen.“

Pharmama: „Ja, Ehrlich, sie bekommen keines von mir.“

… Aaargh! Abregen Pharmama.

Packungswechsel

Ein kleiner Beitrag von Ann-Kathrin,

ich hab vorhin 2 Packungen in der Hand gehalten und musste gleich an die liebe Pharmama denken
Eventuell sind sie für Dich gar nicht von Bedeutung, weil die Packungen nicht sehr weit auseinander sind (die obere, ältere läuft 2013 ab, die untere, neuere 2015).

Die Packungen sind noch zu „jung“, um in die „Alt und Neu“- Reihe zu passen, aber dazu fällt mir etwas anderes ein:

Auch bei uns hat das Imodium die Packung gewechselt, jetzt ist es hellblau statt grün.

Ein Kunde kommt damit zurück und fragt: „Ist das dasselbe ?“ (zeigt alte Packung).

Pharmama: „Ja, das ist es.“

Kunde (nicht überzeugt): „Aber: diese hier  (die neue) ist günstiger!“

Pharmama: „Ja, das stimmt, sie hatten auch einen Preisabschlag letzthin.“

Kunde: „Das kann nicht sein.“

Pharmama: „Doch doch, auch Medikamente werden teilweise günstiger.“

Der Preis ist heute gar kein gutes Kriterium mehr, um etwas zu finden

– früher konnten wir noch so danach suchen: „Das war eine Packung mit A, die 5.95 kostet.“

Heute wechselt das so rasch, im Prinzip kommen wir selbst mit dem Anschreiben nicht nach. Juli gingen die Preise von vielen runter, Anfang November ist der nächste grosse Abschlag angekündet – und das sind „nur“ die SL-Medikamente, die freiverkäuflichen können 2 x im Monat wechseln …