Apotheken in aller Welt 14: Feldkirch, Österreich

14? Ja, das ist ein Re-Post einer der ersten eingeschickten Apotheken, zu der ich neue Bilder bekommen habe, die ich Euch nicht vorenthalten will.

Besten Dank an Maria aus Salzburg dafür!

Im malerischen Altstadtkern von Feldkirch mag ich diese Apotheke (A.Clessinsche Stadtapotheke).
Ich durfte sogar innen fotografieren. Die MitarbeiterInnen der Apotheke waren ausgesprochen freundlich, entgegenkommend. Und: neugierig auf den pharmama-blog. Interessant fand ich die Klingel neben der Apotheke. Sie dürfte noch in Betrieb sein …

Die ist von innen so schön, wie von aussen. Toll, das wir jetzt auch Innenfotos haben!

…

Von Smila – mit herzlichem Dank!

Wir waren heute in Feldkirch (Vorarlberg, Österreich) auf dem Gauklerfest. Im vorübergehen fiel mir diese wunderschöne Apotheke auf und deine Apotheken-Sammlung ein. :-)

Leider konnten wir nicht hinein, da sie schon zu hatte. Sie ist zwar nicht exotisch, aber ich finde diese Fassade und das dazu gehörige Relief obendrüber ZIEMLICH prachtvoll! Es ist die älteste Apotheke Vorarlbergs, seit über 570 Jahren gibt es sie. Die Jugendstil Fassade stammt aus dem Jahre 1905.

Hübsch!! Aber: Was heisst eigentlich Aclessin’sche ?

Der Arzt bekommt von mir ein „F“ …

F wie Faul!

Warum?

Ortho Gynest Vaginalgel (ein Oestrogenhaltiges Gel) ist seit Monaten ausser Handel. Der Arzt verschreibt das trotzdem der Patientin neu.

Ich rufe ihn an um nach einem Ersatz zu fragen. Sagt er: „Orthogynest … man kann es noch importieren aus England- machen sie das doch, oder schicken sie die Patientin an eine internationale Apotheke.“

*Klick*

Grrrrrr.

Ich könnte das auch importieren, aber mal abgesehen vom teureren Preis bezahlt die Krankenkasse das dann nicht – vor allem da es ja gleichwertiges gibt in der Schweiz -das muss die Patientin das dann selber zahlen. Es sei denn, der Arzt holt von der Krankenkasse vorher die Bestätigung ein, dass es in diesem speziellen Fall trotzdem übernommen wird – was er kaum machen wird, so wie er reagiert hat. Es ist ja offenbar zuviel Aufwand, wenn er einen geeigneten Ersatz aus der Liste möglicher, die ich ihm habe heraussuchen muss.

Fauler Arzt.

Die Patientin wollte das dann nicht bestellen aus England. Ich kann es ihr nicht verübeln. Ich habe ihr die Liste mitgegeben von entsprechenden Produkten, dann kann sie, wenn sie will, nochmal den Arzt belästigen gehen.

Ich kann nichts dafür …

Die ah … Frau ist hier – ich habe etwas Mühe, sie als Kundin zu bezeichnen- und meine inneren Alarmglocken läuten. Bei ihr vermuten wir schwer, dass sie noch gelegentlich etwas mitlaufen lässt. Leider ist es nicht einfach, sie zu erwischen. Wir stehen bei ihr inzwischen praktisch direkt daneben, während sie sich umsieht. Trotzdem fehlt danach häufiger etwas. Heute war das daneben stehen mein Job, weil gerade Mittagszeit und nur wenige Angestellte da.

Jedenfalls sucht sie sich ein, zwei Haarspängeli aus (wenn sie etwas kauft, dann meist nur Kleinigkeiten) und zahlt die.

Bei herauslaufen folge ich ihr und stehe in die Nähe, als sie sich noch unseren Halbpreis-Tisch ansieht. Da hat es noch ein paar Kleinigkeiten von Weihnachten drauf.

Ich habe ein Auge auf sie.

Da! … was war das? Hat sie nicht gerade noch etwas in der Hand gehabt und jetzt …

*Klacker* … fällt ein kleiner Keramikengel auf den Boden.

Sie bückt sich und stellt ihn wieder zurück. Und schon ist sie draussen.

Sie hat versucht ihn in ihre Manteltasche gleiten zu lassen – nur ist er aussen runter gefallen.

Die Frau ist das klauen so gewohnt – die peilt nicht einmal mehr! (Das ist der schnelle Blick vorher, ob jemand schaut).

Ich bin paff.

Aber das können wir uns nicht leisten. Schon ein paar Mal hatten wir sie schwer im Verdacht, weil irgendetwas nachher fehlte, aber das jetzt …. jetzt bekommt sie von mir Hausverbot. Ich eile ihr also nach.

Und was sagt sie, als ich ihr das mitteile?

„Ich kann nichts dafür, ich bin Kleptomanin!“

Ich kann auch nichts dafür, aber ich muss meine Ware und den Job meiner Mitarbeiter schützen und darum bekommt sie jetzt (trotzdem) ein Ladenverbot.

So was.

Things that make me go hmmmm…

Telefon

Pharmama: „Pharmama’s Apotheke. Hallo?“

Mann: „Hallo, ich möchte gerne wissen, welche Stärke Xanax ich habe. Die Tablette ist klein und weiss. Können sie das herausfinden?“

Apothekerin: „Ich kann vielleicht rasch nachschauen, was sie bekommen haben. Wie ist der Name?“

Mann: „Oh, ich habe die Tabletten nicht von einer Apotheke.“

…

Hmmm: entweder vom selbstdispensierenden Arzt … oder auf der Gasse gekauft.

Cash gegen Karte?

Kunde am Montag in der Apotheke: „Ich habe am Samstag dieses Rezept eingelöst, aber ich hatte meine Versicherungskarte nicht dabei. Also bringe ich sie jetzt, damit ich mein Geld retour bekomme.“

Ich lese die Karte ein – er ist nur Grundversichert. Das Medikament, das er bezogen hat, ist aber eines, das nur von der Zusatzversicherung bezahlt wird.

Pharmama: „Haben Sie vielleicht woanders eine Zusatzversicherung?“

Kunde: „Nein.“

Pharmama: „Dann kann ich Ihnen das nicht über die Krankenkasse abrechnen. Sie sind nur Grund-versichert. Das Medikament wird nur von der Zusatzversicherung übernommen.“

Kunde: „Aber man hat mir gesagt, wenn ich meine Krankenkassenkarte bringe, bekomme ich mein Geld zurück!“

Pharmama: „Wenn das Medikament gedeckt ist, ja – sonst eben –nein.“

Mann: „Aber ich will mein Geld zurück!“

…

und nochmals … und nochmals. Warum verstehen manche Leute nur das, was sie verstehen wollen?