Apotheken in aller Welt, 206: Lanzarote, Spanien

Besten Dank an – eine andere Julia (aus Stuttgart), bisher stille Leserin des Blogs für diesen Beitrag:

Die letzten 10 Tage waren wir auf der wunderschönen kanarischen Insel Lanzarote und ich konnte mir es nicht verkneifen Apotheken zu fotografieren… (Berufskrankheit, da ich in Deutschland selbst als PTA in einer Apotheke arbeite :))
Zwei davon habe ich dir als Anhang mitgeschickt, die erste fand ich am Flughafen von Lanzarote in Arrecife, eigentlich nicht wirklich besonders aber relativ klein für eine Flughafenapotheke (wenn ich bedenke, wie groß die Apotheke am Stuttgarter Flughafen z.B. ist ;))

Die zweite war erst auf den zweiten Blick zu erkennen, sie liegt auf der Insel La Graciosa. La Graciosa liegt nördlich von Lanzarote und dort leben gerade einmal um die 600 Menschen. Vermutlich deswegen hat die Apotheke auch so „kurzer“ Öffnungszeiten…

*Das*  ist eine Apotheke? Erstaunlich.

Es ist nicht alles Gold was … oh, warte – doch!

Das wäre doch etwas gewesen für den Valentinstag …

Kapseln, gefüllt und teilweise überzogen mit Blattgold. Wofür? Hmm – zur Steigerung des Selbstwertgefühls. Sagt zumindest diese Website, bei der die Dinger immer noch gekauft werden können … für „nur“ 799 Dollar. Nebeneffekt: glitzernde Sch…?

Tatsächlich dürfte das Gold Null Effekt haben – immerhin benutzt man Blattgold z.B. auch zum verzieren von Desserts (es ist essbar, wenn auch nicht verdaubar).

Diese Pillen links sind im Gegensatz zu den oberen durchgehend Gold und  -wenn eingenommen – kommen unten genau so raus, wie man sie eingeworfen hat.

Sie sind gedacht als Alternative zum traditionellen Hochzeitsring. Die Pillen tragen die Namen des Paars und das Datum der Heirat. Sie sollen als Ritual geschluckt werden … und die erste Entscheidung des frischen Paars wird wohl sein, ob sie sie auch wirklich wieder  bergen wollen. Falls ja können sie wiederverwendet werden. Quelle

Wenn wir schon dabei sind: Goldverbindungen werden in der Medizin eingesetzt gegen Rheumatische Erkrankungen – wobei sie lange brauchen, bis sie wirken (Monate), weshalb sie kaum mehr gebraucht werden.

Schnippisch

Pharmama: „Nehmen sie sonst noch andere Medikamente ein?“

(Ihr kennt das schon – das muss ich wissen, um eventuelle Wechselwirkungen abzuklären)

Kunde (schnippisch): „Ich nehme nur die Medikamente, die ich nehmen muss.“

Das ist keine Antwort auf meine Frage! Aber was er kann, kann ich auch:

Pharmama: „Okayyy … und was für welche müssen sie nehmen?“

…

Apotheken in aller Welt, 205: Baden-Baden, Deutschland

Danke an Julia für diese beiden Apotheken aus Baden-Baden. Von ihr haben wir schon einige Apotheken bekommen – und immer schöne. Ein gutes Auge!

die beiden Apotheken stehen in Baden-Baden in der Fußgängerzone.
Die Alte HofApotheke hat eine schöne Homepage auf der man einiges über sie erfährt:http://www.altehofapotheke.de/.
Die Stadtapotheke ist fast genauso schön, liegt direkt gegenüber aber hat glaube ich nichts mit der anderen zu tun.

Und beide wirklich schön saisonal geschmückt. Gefällt mir!

Bon weekend!

Man ruft mich für eine Kundin, die nur französisch spricht.

Die Frau streckt mir einen Zettel hin, auf dem steht:

Pharmacie: Nitrolingual Kapseln

Pharmama (in sehr gebrochenem Französisch): „Das ist rezeptpflichtig. Ist es denn für sie selber?“

Frau: „Nein. Ich besorge es nur. Ich bin die Putzfrau von der alten Dame und sie schickt mich auch für Besorgungen und so.“

Pharmama: „Nun, sie braucht jedenfalls ein Rezept dafür. Oder, wenn es wirklich ein akuter Notfall ist, oder sie gar keine mehr hat, müsste sie selbst mit mir reden.“

Frau: „Ach, sie hat glaub ein Rezept, aber in einer Apotheke etwas weiter weg.“

Pharmama: „Dann … sollten sie doch dort das verlangen.“

Frau: „Och, ich dachte ich bekomme das vielleicht auch so, dann hätte ich nicht so weit laufen müssen …“

Pharmama: „Bon weekend!“

…

Na, wenigstens bin ich dazu gekommen mein furchtbar eingerostetes Französisch mal zu brauchen.