(H)Auslieferungen

Hauslieferungen sind öfter Mal für eine Überraschung gut.

Lustig ist es zum Beispiel, wenn man eine Bestellung ausliefern will, vor dem Haus des Kunden steht und läutet … und es macht niemand auf. Obwohl man hören kann, dass jemand drin ist und obwohl man eigentlich erwartet wird. Gut, wenn man da sein Handy dabei hat und in die Apotheke anrufen kann … damit die dann dem Kunden anrufen können um zu sagen: „Die Kollegin mit Ihrer Medikamentenlieferung steht vor dem Haus und läutet. Könnten Sie ihr bitte aufmachen?“

Schön war auch das hier:

Erst kam ein schüchternes Telefon: „Ist der Herr Vogelfrei vielleicht bei Ihnen Kunde?“ – das haben wir bejaht.

Dann gleich dieses Fax:

… Und nach einem weiteren, ausführlicherem Telefon durften wir anschliessend die Medikamente vom Dauerrezept direkt ins Untersuchungsgefängnis liefern ….

(der Lehrling meinte, das war ziemlich spannend).

Neue Blogs im Medizinischen Zirkel

Blogs kommen und gehen. Hier sind ein paar „Newcomer“:

Alltag im Rettungsdienst – genau das. :-)

Der Rettungslehrling – frisch, in Ausbildung .. und mit einer leicht bösen Ader :-) „Stirbt der Bauer schon im Mai, wird ein Fremdenzimmer frei!“ ?

Psychiatrie to go – Ein bloggender Psychiater. Im Prinzip hat er aus einem der gleichen Gründe angefangen zu bloggen wie ich: weil es keine deutschsprachigen Psychiatrie (oder in meinem Fall Apotheker-) Blogs gibt. Jetzt gibt es also einen … und er ist echt gut!

Gesundheit Schweiz – Neu, gute Info

Der Pflegeblogger – den gibt es zwar schon eine Zeitlang, aber ich habe ihn noch nicht gekannt.

Chirurgenwelpe – die Lehrjahre einer Schneiderin habe ich zwar auch schon eine zeitlang in der Blogroll, aber falls sie jemand noch nicht kennt … reinschauen!

und nicht zu vergessen: die Heldin im Chaos ist wieder da! Ich freue mich!

(Habe ich noch jemanden vergessen? – bitte melden!)

Wo ist der Fehler?

Mann in der Apotheke: „Ich hätte gerne Lutschtabletten gegen Halsschmerzen.“
Pharmama: „Wie wäre es mit diesen hier? Davon können sie täglich maximal 6 nehmen.“
Mann: „Ok, dann nehme ich also 6 am Morgen, 6 am Mittag und 6 abends?“

oder:

Pharmama: „Von diesen Tabletten nehmen Sie 3 pro Tag.“
Frau: „Dann nehme ich jetzt also gleich 3 Tabletten?“

Manchmal denke ich, ich brauche einen Übersetzer. Aber man lernt und man ändert seine Taktiken. Also sage ich lieber (weil genauer):

statt „Maximal“ lieber „nicht mehr als“

statt „3 Tabletten pro Tag“  (24:3=8) lieber „alle 8 Stunden 1 Tablette „… (das ist der Idealfall. Meist begnügt man sich mit: „1 Tablette morgens, 1 Tablette mittags, 1 Tablette abends“, ausser es handelt sich um Antibiotika.

statt: „2 Tabletten pro Tag“  (24:2=12) lieber „alle 12 Stunden 1 Tablette“ oder. „1 Tablette morgens, 1 Tablette abends.“

Student der Pharmazie

Ach, das waren noch Zeiten …. bin ich froh, dass die vorbei sind :-)

Das Bild hat was. Als Pharmaziestudent hat man weit weniger Freizeit, als andere Studenten – und wenn man welche hat, tut man gut daran, sie für Lernen einzusetzen, sonst passiert es gelegentlich, dass die Anforderungen (zum Beispiel im Labor) den aktuellen Wissensstand überholen …

Mini-Urkundenfälschung

Ich bekomme von der Stammkundin ein Rezept von der Ärztin in der Nähe mit 3 verschiedenen Schriften drauf … von 3 verschiedenen Stiften: 2 blaue Kugelschreiber, 1 schwarzer.

Die eine Schrift ist die Praxisassistentin (die kenne ich gut) die zweite Schrift ist die Ärztin (habe ich auch schon gesehen), die dritte …. so wie ich die Kundin kenne, denke ich, das war sie selbst.

Sie hat wohl vergessen bei der Ärztin alle Vorbezüge anzugeben und gedacht, sie ergänzt das gleich selbst, weil sie wegen „dem Bisschen“ nicht noch einmal zurück will.

Ich frage sie darum höflich, ob es ihr das Wert ist, wegen einem Mittel gegen Magensäure eine Anzeige wegen Urkundenfälschung zu riskieren. Denn das ist es, wenn sie selbst etwas aufs Rezept schreibt.

Don’t do it!

(Nein, natürlich zeige ich sie nicht an, aber ein bisschen erschrecken tut der Kundin gut, dann weiss sie wenigstens, um was es geht).