@pharmama ein Bild für deine Sammlung königstraße in Stuttgart twitter.com/Der_Pfleger/st…
— Andreas der Pfleger (@Der_Pfleger) Januar 24, 2012
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@pharmama ein Bild für deine Sammlung königstraße in Stuttgart twitter.com/Der_Pfleger/st…
— Andreas der Pfleger (@Der_Pfleger) Januar 24, 2012
Kundin in der Apotheke zur Pharmaassistentin (PA): „Ich brauche Medikamente von meinem Dauerrezept“
PA: „Wie ist der Name?“
Kundin: „Frau Osteo“
PA (ruft Dossier auf): „Ok, welche Medikamente brauchen sie?“
Kundin: „Das Calcium“
PA: (sucht im Patientendossier): „Hmmm, da haben sie nichts auf dem Dauerrezept …“ (sucht weiter) „und ich sehe auch in den letzten 3 Monaten nicht, dass sie welches gehabt haben …“
Kundin (aufgeregt): „WAS? Ich habe dieses Calcium jeden Monat geholt. Holen sie die Apothekerin!“
PA holt mich dazu und sagt: „Ich kann nichts finden, habe ich es übersehen?“
Die nächsten 2 Minuten gehe ich durch die Medikamente in ihrem Dossier auf der Suche nach Calcium … ich bin schon fast dabei ihr etwas rezeptfreies vorzuschlagen … da … auf einmal kommt mir die Idee: „Meinen sie vielleicht das Alendronat?“
Kundin: „Ja, das Calcium, das ich jede Woche nehme!“
Pharmama: „Ok, ich habe es gefunden. Nur damit sie es wissen: das Alendronat enthält kein Calcium – aber es ist für die Knochen, da haben sie recht.“
…
Danke vielmals an Andreas vom Blog http://klaeui-web.ch :
War eben am Samstag erst nach Ladenschluss an eine drive-thru Apotheke in Basel rangelaufen. Darum habe ich die Funktionsart nicht gesehen. Im Internet ist nur folgendes zu entnehmen:“ Muss es mal schnell gehen oder schläft Ihr Kind gerade im Auto? Kein Problem, Sie können im Auto sitzen bleiben und wir bedienen Sie am Drive-In. Absolut Einzigartig in der Schweiz und sehr geschätzt von vielen Kunden. Gerne begrüssen wir Sie auch am Drive-In wenn Sie mit Ihrem Motorrad unterwegs sind. „
Seit ein paar Jahren (seit 2005) dürfen die Apotheken in der Schweiz auch Tiermedikamente abgeben. Vorher hatten die Tierärzte das Monopol. Das ging soweit, dass wir nicht einmal die rezeptfreien Tiermedikamente bestellen konnten. Die Hersteller-Firmen und die Grossisten weigerten sich, das zu liefern. Dann beschloss die Wettbewerbskommission WEKO, dass das Monopol illegal wäre und das Tier (oder besser der Halter) auch hier das Recht auf einen freien Leistungserbringer habe – lies: er darf seine Medikamente für das Tier auch woanders beziehen als beim Tierarzt.
Ein paar Apotheken haben sich anschliessend auch auf Tiere und ihre Medikamente spezialisiert, entsprechende Weiterbildungen absolviert und arbeiten auch mit Tierärzten zusammen und haben Tiermedikamente an Lager. Wir gehören nicht dazu. Nur gelegentlich sehe ich ein Rezept von einem Tierarzt – meist dann, wenn der das Mittel nicht selbst an Lager hat.
Analog beim Menschen muss aber auch bei der Abgabe von Tierarzneimitteln einiges beachtet werden.
Wir müssen fragen:
Anhand dieser Angaben erstelle ich dem Tier ein Dossier mit seinen Informationen und den Medikamenten, die es bekommen hat.
Apotheker dürfen verschreibungspflichtige Arzneimittel für Tiere abgeben auf Rezept. – nur in begründeten Ausnahmefällen ohne (und als nicht-spezialisierte Apotheke mache ich das im Normalfall gar nicht).
Was rezeptpflichtig ist, kann sich aber von dem beim Menschen unterscheiden – das Wurmmittel Vermox zum Beispiel gibt es für den Mensch ohne Rezept, für das Tier aber nur mit. Impfungen und Impfstoffe gehen immer noch nur über den Tierarzt.
Humanarzneimittel sind nicht für Tiere bestimmt. Sie können in gewissen Fällen trotzdem angewandt werden, aber es muss erst abgeklärt werden, ob es kein Produkt gibt, das für das Tier zugelassen wurde, oder für eine andere Tierart …
Es gibt noch mehr Bestimmungen (speziell für Nutztiere) aber das lasse ich jetzt hier mal.
Soviel zur Theorie.
Jetzt zu dem, was das in der Praxis für Auswirkungen hat:
Es kommt in die Apotheke eine Frau mit 2 Kindern und will von mir Pred forte Augentropfen. Die sind Cortisonhaltig, Rezeptpflichtig. Liste A.
Frau: „Neiiin, das brauche ich nicht für mich, sondern für unsere Katze. Die hat einmal wieder eine Augenentzündung und das hilft im Normalfall sehr gut!“
Es ist (natürlich) Samstag und schlimmer noch – sie fahren morgen in die Ferien. Darum braucht sie das jetzt, damit die Nachbarin die Katze behandeln kann.
Pharmama: „Ich bräuchte dafür ein Rezept, auch wenn es für ein Tier ist.“
Frau: „Rezept? Nein, sowas habe ich nicht. Ich hatte es von der Tierärztin direkt … Jetzt stellen Sie sich nicht so an, schliesslich ist das ja für die Katze und nicht für mich. Und ich kann ja nichts damit anstellen, oder? Woanders habe ich das schon problemlos ohne Rezept bekommen.“
Pharmama: „Ich bin aber nicht woanders. Ich halte mich an Vorschriften und rezeptpflichtig bleibt rezeptpflichtig. Aber … wenn ihr Tierarzt mir sagen kann, dass die Abgabe in Ordnung ist, dann bin ich bereit, ihnen das zu geben.“
Wiederwilligst rückt sie den Namen des Tierarztes heraus, den ich im Telefonbuch auch finde und anrufe. Er ist tatsächlich erreichbar und bestätigt mir auch, dass die Katze das von ihm schon einmal hatte – vor etwa 5 Jahren (!). Seitdem hat er sie nicht mehr gesehen. Von daher kann er nicht sagen, dass sie auch noch Kunde von ihm sind …
Das ist der Moment, wo ich das Telefon erst mal weiterreiche.
Nach kurzer Diskussion bekomme ich das Telefon wieder. Laut ihm darf ich das abgeben … mit der Auflage, dass die Frau und Katze nach den Ferien bei ihm vorbeikommen.
Die Frau nimmt das mehr schlecht als recht entgegen – O-Ton: „das kostet nur wieder Geld“ verspricht es mir aber gezwungenermassen. Ich kämpfe mich durch den Papierkram, danach bekommt sie es.
Übrigens: von wegen man kann „nichts anstellen“ mit den Augentropfen. Missbraucht werden sie schon nicht, aber Cortisonhaltige Tropfen falsch angewendet – zum Beispiel bei einer Augen-Infektion kann im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Aber es ist ja *nur* für die Katze.
Eine Frau telefoniert und fragt ob das normal sei: „Jedesmal wenn ich ein Oestro Gynaedoron Zäpfchen einführe, muss ich nachher auf die Toilette und habe Stuhlgang!“
…
Nun, ich nehme an, dass das eine normale Reaktion ist … wenn man das Vaginalzäpfchen in den Darm statt die Scheide einführt.
Oy.
noch mehr Beispiele für die falsche Anwendung von Medikamenten hier.
Vor 3 Jahren hatte ich schon einmal einen Post darüber, dass der Trend in Richtung geht Batterien in so ziemlich alles zu stecken (siehe: Batteriebetriebenes).
Das neuste: Tampons.
Ja, Tampons. Der Tampon vibriert, soll gegen Periodenbeschwerden helfen und ist für eine Einmal-Anwendung von 60 Minuten.
Was mir hier ein bisschen Bedenken macht (unter anderem :-) ist die Entsorgung:
Für eine fachgerechte Entsorgung von Tamia wird die Batterie separat recycelt; alle übrigen Teile können im Hausmüll entsorgt werden
Und *wer* fizzelt da danach die Batterie raus? Wo ist die überhaupt – oben oder unten?
Das hat mich etwas zum lachen gebracht: Wenn man „Tamia“ googelt, kommt dieses Video zuoberst:
So into you? passt.