Apotheken in aller Welt, 215: Prag, Tschechien

Danke vielmals an Daniela für diese:

hier mal wieder ein paar Apotheken-Fotos, diesmal aus der „Goldenen Stadt“ Prag.
Die 1. Apotheke befindet sich in der Nähe der Heinrich-Kirche und gleichnamiger Straße (Jindřišská), deswegen heißt auch die Apotheke so.

 Hab mal ein Präparat im Schaufenster fotografiert, darauf steht (frei nach Google-Übersetzung): „GERIAVITWeichkapseln, gegen Müdigkeit, steigert die körperliche und geistige Funktion und Vitalität, ausgewogene Kombination, Ginseng-Extrakt und andere Wirkstoffe“…

 Die 2. Apotheke liegt in der Panská, an einem Seiteneingang (vermutlich) zum Shopping-Center Černá Růže („Schwarze Rose“), ich habe -wie zu erkennen ist- die Innenansicht nur durch die Scheibe fotografiert.
 
Bei der 3. (befindet sich am Karlsplatz) ist wohl vor allem das Gebäude sehenswert, man beachte die 3 Büsten oben links, die äußeren beiden schauen die mittlere an.
Die Letzte ist kaum als Apotheke zu erkennen, tatsächlich gehört die Apotheke zur Poliklinik und das Haus heißt „Fausthaus“ („Faustův dům“), weil es die Sage gibt, Doktor Faust habe hier seine Seele dem Teufel verschrieben und sei durch die Labordecke in die Hölle entführt worden.

Partnerbehandlung!

Auf dem Rezept für die mittel-alte Frau: Flagyl Tabletten, ein Antibiotikum, in einer Dosierung, die man üblicherweise für Trichomonasis braucht, die durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. Dazu passend auch unter der Dosierung der Vermerk:

„und Partnerbehandlung!“

Also bereite ich der Frau die doppelte Menge des Medikamentes vor und – nachdem ich ihr die Anwendung erklärt habe- sage ich ihr: „Und die anderen Packungen sind zum Behandeln des Partners, der das gleiche machen muss.“

Frau: „Aber … ich habe gar keinen Partner.“

Pharmama: „Äh, …?“ Was bitte soll ich dazu jetzt sagen?

Frau: „Warum schreibt der Arzt das denn auf??“

(Das würde ich auch gerne wissen)

Pharmama: „Normalerweise, damit man sich nicht wieder ansteckt, aber …kein Problem, dann nehme ich die beiden Packungen hier einfach wieder zurück.“

Ummm … peinlich.

Dringender Rückruf – bitte rasch weiterleiten!

Gerade eben reingekommen: Ein Rückruf für Nitrolingual Kapseln.

Inhalt: Nitroglycerin (Fachname: Glyceroltrinitrat).

Aufgrund eines Produktionsfehlers kann bei einzelnen Chargen der Wirkstoff in destabilisierter Form vorhanden sein, wodurch die Kapseln bei der geringsten Erschütterung explodieren können (Nitroglycerin ist in reiner Form sehr explosionsgefährdet).  Mehr Info zu Nitroglycerin.

Bitte sofort heute noch an alle Nitroglycerin-Benutzer, die ihr kennt weiterleiten!!

Originalmeldung:

Präparat: Nitrolingual Kapseln
Zulassungsnummer: 142012
Wirkstoff: Glyceroltrinitrat
Rückzug der Chargen:  94080A, 02118B, 11146B, 14184A

Die Firma Boskamp hat in Absprache mit Swissmedic einen dringenden Rückruf verschiedener Chargen von Nitrolingual® Kapseln, Zulassungsnummer 142012, bis auf Stufe Verwender angeordnet.

Diese Entscheidung basiert auf den Ergebnissen laufender Stabilitätsuntersuchungen, und Rückmeldungen von Patienten, wonach der Wirkstoff Glyceroltrinitrat in seiner instabilen Form als reines Nitroglycerin vorliegen kann. (Wahrscheinlich aufgrund eines zu raschen Abbaus des Stabilisators). Das Problem ist auf eine definierte Gruppe von Chargen beschränkt und wurde inzwischen behoben.

Der Rückruf erfolgte mittels Firmenschreiben an die mit dem Präparat belieferten Kunden. Sowie via Internet, da eine möglichst rasche Reaktion notwendig ist um Folgeschäden zu vermeiden.

Happy Birthday, Pharmama!

Ja, es ist wahr, Pharmama – oder besser, der Blog wird heute 4 Jahre alt.

Das war mein erster Blogpost: Ein langer Tag 

4 Jahre (fast) täglich bloggen. Etwa 2000 Posts. Etwa 20’000 Kommentare. Über 2 Millionen Seitenaufrufe.

Danke vielmals, liebe Leser!

Ihr macht das bloggen die Mühe wert.

Kommentare sind ja der Lohn des Bloggers – und heute hätte ich gerne besonders viele von Euch:

Sag‘ Hallo! Woher kommst Du? Warum liest Du hier mit?

Name, bitte

Mindestens zwei Mal pro Woche:

Kunde: „Ich habe ein Rezept hier.“

Pharmama: „Wie ist der Nachname?“

Kunde: „Markus.“

Pharmama: „Hmm, ich habe hier niemanden mit diesem Nachnamen. Schreibt sich das mit K oder mit C?“

Kunde: „Oh, es ist Huber.“