Apotheken aus aller Welt 354: Bangkok, Thailand

Danke an Volker!

Hier schicke ich Dir ein Foto einer Apotheke in Bangkok, wie man sie entlang der Sukhumvit Road alle paar Meter findet.Ungewöhnlich daran finde ich, dass die Apotheke explizit damit wirbt, die Medikamente auch ohne Rezept abzugeben – wo genau das doch business as usual hier ist.

bangkok

Das mag schon „business as usual“ sein … das heisst aber nicht, dass das schon alle wissen …

Apotheken-Roboter

Wenn ich das höre, muss ich immer an so etwas denken:

pharmacyrobot

Tatsächlich handelt es sich dabei um so etwas:

640px-Rowa_Roboter

Angeblich Platzsparend und Praktisch. Tatsächlich kenne ich aber schon 2 Apotheken, die einmal Roboter hatten und wieder davon abgekommen sind. Wenn ihr das kennt: wie sind denn Eure Erfahrungen damit?

Quelle oberes Bild. unteres Bild: commons Wikipedia

Apotheken aus aller Welt, 353: Edinburgh, Schottland

anonym bleiben wollend diese Einsendung:

In den Herbstferien Anfang November wurde an meiner Schule eine Studienreise nach Edinburgh, Schottland, angeboten. Selbstverständlich suchte ich munter nach Apotheken für dich und Sparmärkten für den Shopblogger. Für den Shopblogger ging ich leer aus, für dich habe ich tatsächlich eine einzige gefunden, bzw. ist mir nur diese Eine aufgefallen.Die Royal Mile Pharmacy (sogar mit eigener Homepage: http://www.royalmilepharmacy.co.uk) liegt, wie der Name schon sagt, an der Royal Mile, einer wirklich schönen und geschichtsträchtigen Straße mitten in der Altstadt welche das Edinburgh Castle mit dem Holyrood Palace verbindet.

edinburgh edinburgh2

Einkaufstourismus mal anders

Bei uns gross in der Presse: der Einkaufstourismus … wie viele Schweizer auf Deutschland einkaufen gehen um vom Euro-Kurs und den niedrigeren Preisen zu profitieren. Aber – umgekehrt gibt es das auch.

So hatten wir vor ein paar Wochen einen Mann bei uns in der Apotheke mit folgendem Rezept (das hier ist eine Kopie die ich gemacht habe, daher schwarz-weiss):

bgrpdeutsch copy

Rivotril ist Clonazepam, ein Benzodiazepin, das auch als Antiepileptikum eingesetzt wird. Als Benzodiazepin fällt es allerdings bei uns – und wohl auch in Deutschland unter das Betäubungsmittelrezept … auch wenn man bei uns dafür noch keine speziellen Rezepte braucht. Das Mittel sei bei uns günstiger als in Deutschland, darum wolle er das bei uns kaufen – ja, gleich die ganze Menge, bitte. Er zahle bar.

Dauerrezepte sollten dafür eigentlich nur in Ausnahmefällen ausgeschrieben werden … und ich dachte, in Deutschland gibt es das gar nicht. Was sagt denn ein deutscher Apotheker, wenn er ein Rezept wie das oben sieht? Ist das so korrekt?

Jedenfalls: Mal abgesehen davon, dass ich deutsche Rezepte für Betäubungsmittelhaltiges nicht honorieren muss. Da bleibt auch noch das kleine Problem des Grenzüberganges. Laut Schengener Abkommen darf der Mann einen Eigenbedarf an Medikamenten über die Grenze nehmen … aber nur die Menge, die für 1 Monat ist. Das hier wäre illegal.

Sind wir in dem Fall wirklich günstiger mit dem Preis? Bei uns kostet das pro 100er Packung CHF 26.90 – dazu kommen noch die Checks: CHF 7.30.- (das allerdings nur einmal, auch bei mehreren Packungen, bei Bezug am gleichen Tag.)

Jedenfalls: ich habe ihm das Rezept wieder gegeben und gesagt, dass ich das nicht machen kann – und warum. Sorry.

Apotheken aus aller Welt, 352: Ubud, Bali, Indonesien

Merci vielmals Julian für diese Apotheke:

Anbei drei Fotos von einer Apotheke auf der Monkey Forest Road in Ubud (Bali, Indonesien)
Abgesehen davon, dass sie Aspirin hatten und die Apothekerin sehr freundlich war, kann ich nicht viel zu der Apotheke sagen.

apotheke_bali_1

apotheke_bali_2-1

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Das Plakat rechts fällt mir auf: Vitamin E ohne Gelatine. Wahrscheinlich, weil dies hier ein muslimisches Land ist und die Gelatine in den meisten Kapseln auch mit Schweine-Bestandteilen gemacht wird.

Alles!

Patient: „Was soll das heissen, das muss ich selber bezahlen?!? Meine Versicherung übernimmt alles!“

Pharmama: „Oh, wirklich? Welche ist das? Denn bisher habe ich noch keine Versicherung gesehen, die das zahlt.“

Es handelte sich übrigens um frei verkäufliche Multivitaminpräparate. Verschrieben auf Rezept. Ob er dem Arzt wohl dasselbe gesagt hat?