Kommentarfunktion

Wie manche (vor allem neu kommentierende) Leser bemerkt haben, ist die Kommentarfunktion auf Pharmama.ch immer noch moderiert. Das bedeutet, dass Kommentare von jemandem, der bisher noch nicht kommentiert hat erst freigeschaltet werden müssen.

Ich musste das einführen, nachdem ich hier bedroht wurde. Ich entschuldige mich für alle Unannehmlichkeiten, die das vielleicht bereitet hat. Ich bemühe mich aber, Kommentare von neuen Lesern zeitnah frei zu geben.

Offensichtlich ist es auch so, dass unter die „erst nach moderieren freigeschaltet“ auch Kommentare von Leuten fallen, die schon einmal sehr negativ aufgefallen sind und deshalb der Kommentar gelöscht wurde. Das sind sehr, sehr, sehr wenige. Und ich mache das auch nicht ohne vorher zu warnen.  Aber wenn ich sehe, dass auch der neue Kommentar nichts als anzündlerische, negative Aussagen enthält …. Ja, dann bleibt er dort wo er ist, unter „unerledigt“ und wird auch nicht freigeschaltet.

Ich glaube nicht, dass ich hier die allgemeinen Regeln des Umgangs miteinander und Netiquette allgemein erklären muss. Ihr Kommentatoren seid so toll, dass ich mich eigentlich bei jedem Kommentar, den ich frei schalte frage, ob ich das noch lange machen muss. Ich denke, man sieht auch, dass ich auch gegensätzliche Meinungen zulasse.  Nur keine Beleidigungen, persönliche Angriffe und Unterstellungen.

Das war’s! Weiterhin viel Spass (hoffentlich) beim lesen und kommentieren!

Wie nehme ich das jetzt?

Der Lehrling reicht mir das Telefon weiter für eine „pharmazeutische Frage“.

Am Telefon eine der Stimme nach ältere Frau:

„Halloo? Ich habe gestern von Ihnen ein Antibiotikum bekommen. Jetzt bin ich nicht sicher, wie ich das nehmen muss?“

Pharmama: „Wie war noch einmal der Name? Ich schaue rasch bei Ihnen im Dossier.“

Sie nennt mir Ihre Daten und ich rufe ihr Dossier auf.

Pharmama: „Ah – das Co-Amoxicillin, richtig?“

Frau: „Ja. Da steht auf der Etikette: Je 1 Tablette morgens und abends kurz vor dem Essen einnehmen. Für 7 Tage.“

So habe ich es auch bei mir festgehalten. Das ist unsere Übersetzung der Angaben des Arztes, die etwa so aussehen: 1-0-1 7d … und stimmt mit der im Beipackzettel empfohlenen Dosierung überein.

Pharmama: „Okay??“

(Ich verstehe das Problem noch nicht ganz)

Frau: „Heisst das, ich muss die 2 Tabletten nehmen und dann 7 Tage Pause machen?“

Pharmama: „Nein, das heisst, Sie nehmen während 7 Tagen jeden Tag morgens und abends je 1 Tablette.“

Frau: „Warum schreiben Sie das denn nicht so drauf. Ich finde das ‚für‘ sehr irreführend!“

Oh. Und hier dachte ich, das wäre deutlich so. Gut, dass wir das klären konnten.

Hmmm, ich finde „während“ auch schöner, aber ist das wirklich so unverständlich?

Über-laut

Man hört immer wieder, dass es manchen Kunden (immer noch) peinlich ist, Kondome zu kaufen. Das sollte nicht so sein. Für uns Verkäufer ist das etwas alltäglich normales – und wenn man in der Apotheke / Drogerie das kaufen geht sowieso. Da plagt man keine Kunden mit peinlichen Rufen durch den Laden oder ähnliches.

Umgekehrt sollte es aber auch so sein.

Wer redet von der geplagten Verkäuferin (in dem Fall die junge Drogistin), wenn von den beiden jungen Männern, die zusammen in die Drogerie kommen, wovon der eine durchweg am Telefonieren ist und der andere eine Kondompackung schnappt und dann ein laufendes Verkaufsgespräch mit der (über-)lauten Frage unterbricht: „Gehen die auch für Analverkehr?!“

Ja. (Ich bin sicher das wussten sie schon.)

Benutzen sie Gleitmittel, die Kasse ist da drüben.

Und Tschüss.

Die böse Apothekerin liess mich verhaften!?!

fakescript

Übersetzung:

Ich bin zu Walgreens gegangen um ein gefälschtes Rezept für Percocet einzulösen, nachdem ich Monatelang gefälschte Rezepte bei anderen Apotheken ohne Probleme eingelöst habe. Bei der seltenen Gelegenheit bei dem eine Apotheke es als gefälscht verdächtigt hat, war das Schlimmste dass sie mir gesagt haben, dass ich zurückkommen müsste, nachdem sie die Echtheit mit dem Arzt überprüft haben. Aber Walgreens hat es nicht ausgeführt oder mir gesagt, das ginge nicht, Nein, die hatten den Nerv mir zu sagen, es wäre in 30 Minuten bereit, so dass ich gewartet habe – dann haben sie die Polizei gerufen und ich wurde verhaftet! Ich musste ins Gefängnis und bekam 3 Jahre Bewährung und jetzt habe ich eine Vorstrafe. Wenn die das nicht ausführen wollten, hätte es gereicht wenn sie Nein gesagt haben, wie die anderen Apotheken, es war nicht nötig, mich zu verhaften! Es hatte ja keinen Effekt auf den Apotheker egal wie!

Hähähähähä. Sorry – hämisches Lachen wieder abstell‘. Nein, da habe ich habe kein Mitleid mit ihr- Amerika hat ein riesiges Problem mit Opioidhaltigen Schmerzmitteln und davon abhängigen / sie missbrauchenden Leuten. Und ja, doch – selbst wenn das Mittel selber bezahlt wurde und das ausnahmsweise nicht auf der Strasse landet zum weiterverkaufen … der Apotheker macht sich bei der Abgabe auf ein gefälschtes Rezept auch strafbar … und die DEA – die Drogenvollzugs-Behörde, die in Amerika Vergehen mit Drogen verfolgt hat schon einige Arztpraxen und Apotheken geschlossen, weil die in ihren Augen zu viele opioide Schmerzmittel abgegeben haben. Das hat inzwischen direkten Einfluss auf die Erhältlichkeit von den Mitteln für die richtigen Schmerz-Patienten. So: Nein, es hat einen Effekt auf Apotheker und den Rest der Öffentlichkeit, wenn Rezepte (systematisch) gefälscht werden. Also: kein Mitleid, wenn das wirklich so passiert ist.

Das Original findet immer noch hier auf der Beurteilungs-Seite Consumeraffairs.com (ziemlich unten).