Eichhörnchen und Aussichten

Morgenessen auf dem sonnigen Vorplatz mit Bergaussicht. Dass Bergluft hungrig macht, kann ich jetzt schon bestätigen … selbst wenn wir bis jetzt nicht so aktiv waren. Die Nacht war angenehm und ruhig. Aber heute Montag wollen wir etwas laufen gehen. Wirklich nur etwas: für den Start habe ich den Eichhörnchenweg in Arosa ausgesucht. Der geht – laut Wanderapp Graubünden, die ich habe – nur über 1.7km mit wenig Steigung … und startet einen knappen Kilometer vom Hotel Kulm, weshalb wir da grad hinlaufen.

Bei der Reception bekommen wir nicht nur die Arosa Card – mit der man gratis den Bus und auch die Bahnen hier benutzen kann, sondern auch Erdnüsse für die Hörnchen – die wären arg enttäuscht, wenn man mit leeren Händen kommt. Im Internet empfehlen sie Haselnüsse im lokalen Dorfladen zu kaufen.

Auf dem idyllischen Weg durch den Wald finden wir bald die Eichhörnchen – respektive sie finden einen. Interesse an den Nüssen ist definitiv vorhanden – sie holen sie von den Händen, ganz freche klettern einem gar die Hosen hoch dafür. Essen tun sie die allerdings nicht … sie werden schnurstracks im Waldboden vergraben. Vorrat für den Winter – wenn sie die denn wiederfinden. Da sie geröstet sind, gibt es wenigstens nicht Erdnussbäumchen hier in Arosa :-)

In Maran ist der Eichhörnchenweg zu Ende – wir gehen im Restaurant etwas trinken und warten auf den Bus, der uns zurück ins Hotel bringt. Unterwegs sehen wir einen Seilpark und die Tretboote auf dem See:  Ideen für die nächsten Tage. Anscheinend sind auch die in der Arosa-Card inklusive?

Abendessen heute Italienisch: Pizza für Junior in der Taverna im Hotel. Auch seeehr fein – ausserdem mit Sicht auf das Schwimmbad / die Spa-Landschaft. Den Spa durfte mein Kuschelbär heute ausprobieren. Er meint, das war sehr empfehlenswert.

Ankunft in Arosa

Nach 3 Stunden Fahrt sind wir am Sonntag in den Bergen angekommen. Als „Flachländer“ finde ich die immer noch enorm beeindruckend. Hügel (auch höhere) kenne ich zu genüge, aber wirklich Berge sind schon etwas spezielles.

Die Fahrt ging gut, vor allem, da wir nicht weiter mussten: Am Gotthard staut es sich in den Sommerferien üblicherweise für Stunden (bis Tage). Wir haben uns relativ spät für einen Ort entschieden, vor allem wollte ich im Moment nicht zu weit, Familienferien machen und der Hitze entfliehen.

Nun sind wir also in Arosa in Graubünden. Das Wetter ist super: Bilderbuchhimmel mit weissen Wölkchen, Temperaturen um 23 Grad … und eine wahnsinns-Aussicht mit idyllischem Kuhglockengebimmel.

Unser Hotel ist das Arosa Kulm Hotel & Alpine Spa … und was für ein Hotel das ist!

Die machen (Servicemässig) echt alles richtig :-) Bei der unkomplizierten Ankunft wird auch Junior herzlich empfangen, bekommt grad ein „Goodie-Pack“ mit Spielzeug in die Hand gedrückt – und im Zimmer empfängt uns tatsächlich ein Entchen auf dem bereits vorbereiteten Kinderbett. (Nur dazwischengeschoben: Ich kenne andere 5-Sterne-Hotels, die das trotz langer Vorbuchung nicht rechtzeitig schaffen ein Kinderbett im Zimmer bereit zu haben). Im Badezimmer hat er auch eigene Tücher (bunt im Gegensatz zu unseren) und Zahnputzglas :-).

Am ersten Tag erkunden wir das Hotel und finden die Minigolfanlage und spielen etwas Outdoor Schach. Abends essen wir in einem der 6 (?!) Restaurants hier … was tatsächlich in unserem Paket inklusive ist … Thailändisch – und fast so gut wie dort. Für Junior gabs auf seinen Wunsch die Kinderkarte – das Hot Dog war auch super.

Jetzt sind wir in den Ferien :-)

Ferienreif

So … hier sind wir also. Nach etwa 3 Stunden Fahrt und direkt in den Bergen!

Samstag habe ich noch gearbeitet – und am Abend war ich wirklich Ferienreif. Das hat wohl auch unser Substitutionspatient gemerkt, der 5 Minuten vor Ladenschluss noch vorbeischneite umd sein Material abzuholen. Als ich es ihm gebracht habe und er unterschrieben hat meinte er: „Ich hätte fast verschlafen! Was ist eigentlich, wenn ich es einmal nicht schaffe, es zu holen?“

Ich nur: „Das wäre schlecht. Wir haben geöffnet bis X Uhr, danach ist niemand mehr hier.“

Er machte darauf nur „Ah.“ und ein etwas enttäuschtes Gesicht, bevor er wieder ging.

Meine Kollegin meinte als wir danach zusammenräumten: „Er hat wohl erwartet, dass Du sagst: Kein Problem! Hier meine Telefonnummmer, wenn Sie anrufen, komme ich vorbei und gebe es Ihnen …“

Nein – Öffnungszeiten sind aus einem Grund da. – Und die Substitutionspatienten haben während den Öffnungszeiten zu kommen … Das erinnert mich übrigens an eine Diskussion auf facebook vor ein paar Tagen, da fragte ein Apotheker, ob er die Mittel dem Substitutionspatienten, der es tagsüber „nicht geschafft hat“ im Notdienst Nachts um 3 Uhr herausgeben muss. Nun – das würde ich vielleicht machen, allerdings würde ich ihn darauf hinweisen, dass das eine Ausnahme ist … und ihn die Notdienstgebühr bezahlen lassen. Die ist hier natürlich nicht unerheblich höher als in Deutschland. Das würde er sich das nächste Mal ziemlich gut überlegen.

Nachdem ich also endlich Feierabend hatte, ging ich heim, packen. Und am Sonntag gings los.

Feriennotiz

So – Auch bei uns ist es soweit: Sommerferien! Und wir verbringen sie an einem aussergewöhnlichen Ort, an dem wir noch nie waren … in der Schweiz. In Graubünden. Wir freuen uns auf Familienferien, Bergwelt und nicht zu heisses Wetter!

FERIENCH

Kommt ihr mit? Hier „live“ ab Sonntag.

(heute darf ich noch arbeiten)

von farbigen Tierchen

Manchmal staune ich ja, was es so alles gibt …. manchmal aber nicht aus „das hat schon immer gefehlt!“- Gründen. In meinen Augen definitiv keine Marktlücke ist dieses Produkt (Sorry):

lausdetektor

Das macht genau (und nur) das, was drauf steht: 100% gefärbte Nissen in 2 Minuten

Das macht die Läuse oder deren Eier nicht kaputt, es färbt nur die Eier der Läuse an den Haaren rot. Läuse und Eier (ob voll oder leer) sind auch danach noch da. Die Idee ist, dass man die jetzt bunten Nissen besser sieht und dann wohl besser entfernen kann.

Wer in der Familie schon einmal Läuse hatte, weiss vielleicht, dass der empfohlene Nachweis dafür so funktioniert: Haare feucht machen (ev. mit Conditioner behandeln) und mit einem Läusekamm durchkämmen. Nasse Läuse bewegen sich nicht mehr und bleiben im Conditioner hängen, mit dem Auskämmen kann man sie einerseits sehen (sonst sind sie sehr flink und ausserdem farblich den Haaren angepasst: blonde Kinder haben auch „blonde“ Läuse) und andererseits gleich entfernen. Wenn man auch nur eine Laus so auf dem Kopf findet, muss man eine richtige Lausbehandlung durchführen. Am besten testet man gleich die Familienmitglieder dann auch und behandelt betroffene gleichzeitig mit.

Weil man die Nissen nur sehr schwer entfernen kann – die kleben gut an den Haaren – und die Nissen sehr robust sind gegen Lausmittel, könnten nach ca. 10 Tagen daraus neue Läuse schlüpfen. Deshalb ist es wichtig, dass man nach der Zeit eine zweite Lausbehandlung durchführt. Danach ist es mit dem Spuk meist vorbei. Die Lausbehandlung heute sind vor allem Mittel, die die Läuse mit einer Schicht öligen Lösung „ersticken“, aber keine Insektizide mehr, deshalb ist das gesundheitlich unproblematisch und geht auch inzwischen sehr schnell: 15 Minuten drauf lassen reicht bei den neuen.

Das Mittel oben ersetzt keine Lausbehandlung (die erste und die zweite nicht). Ich sehe den Einsatz auf die Mütter beschränkt, die gerne den Kindern durchs Haar gusseln und sicher sein wollen, dass auch wirklich keine „Reste“ zurück bleiben … und falls doch, leuchten die Punkte hübsch rot :-).

Die Läuse werden übrigens nicht angefärbt. Schade. Das wäre es doch gewesen: Jagd auf knallrote kleine Tierchen im Haar machen. So könnte man die Läuse nämlich auch entfernen: gründlichst mehrere Tage hintereinander das feuchte Haar durchkämmen und sie rausnehmen.

Da steht *was* auf dem Rezept?!? (3)

Da mache ich demnächst eine neue Serie draus, wenn das so weitergeht. Ihr dürft mir Eure „Fundstücke“ übrigens auch gerne mailen!

RpBouillon

Dafür, dass die Patientin bald 90 Jahre alt ist, geht es ihr gesundheitlich trotz Spitalaustrittsrezept nicht so schlecht – zumindest den Medikamenten nach. Schmerzmittel nur als Reservemedikation (und ziemlich niedrig dosiert), Blutdruckmedikament und Cholesterinsenker – Magenschutz und Vitamine (D und Folsäure), Mittel zur Stuhlregulation und Bepanthen in der Analregion (eventuell Analrisse?), ausserdem Schlafmittel (vernünftig niedrig) und etwas für’s Gedächtnis (Ginkgo) …

Nur scheint sie etwas Mühe mit dem Essen zu haben – oder wie erklärt sich die zuoberst verschriebene Bouillon sonst?

Das habe ich bis jetzt auch noch nicht gesehen. Leider wird die Gemüsebouillon und auch andere nicht von der Krankenkasse übernommen. Und aus medizinischer Sicht: ich dachte immer Hühnersuppe sei so gut? :-) … nicht, dass die übernommen würde …

Da steht was auf dem Rezept (2)

Da steht was auf dem Rezept (1)