Ein Wochenende in Strasbourg

Mein Kuschelbär und ich haben uns ein verlängertes Wochenende in Strassburg gegönnt, ohne Junior.

Manchmal ist auch das nötig, immerhin sind wir nicht nur Mama und Papa sondern auch ein Paar. Es war gut, etwas Zeit für uns zu haben -und es war schön, Junior am Sonntag wieder zu sehen.

Das Hotel haben wir übrigens mit einem Gutschein gebucht, den ich via Travelfeedback.ch gewonnen habe.

Hier ein paar Impressionen. Strassburg war sehr schön, mir gefallen ja die Fachwerkhäuser und auch Kirchen sehe ich mir gerne an (auch wenn ich als Kind ein bisschen eine Überdosierung hatte). Dazu die herzigen Beizlein, das gute Essen, Wein und ein bisschen die Stadt anschauen. Auch das Wetter hat fein mitgemacht.

Einfach schön!

Einen Schrecken eingejagt …

… hat mir gestern Morgen unser Junior.

Wir waren auf dem Spielplatz, er hat mit 2 anderen (älteren) Jungen gespielt bei der Röhre: fangen, drumrumrennen, untendurchkriechen … die älteren sind dabei auch mal über die Röhren geklettert. Ich hab mir nicht viel dabei gedacht, weil Junior ja nicht hoch kommt – dazu fehlen noch einige Zentimeter.

Also habe ich sonst ein bisschen rechts und links geschaut und wie ich wieder zu den Jungen zurückschaue – ist er mit einem der anderen Jungen oben auf der Röhre!

Da bin ich aber gerannt.

Denn der andere Junge sprang von der Röhre runter … ich rufe: „Nein! Nicht!“ … und Junior springt grad hintendrein als ich noch 1m entfernt war.

Die grösseren Röhre von der er gesprungen ist, ist etwa 1.20m hoch. Das ist mehr als seine Körpergrösse (ca. 95 cm)!

Junior springt ja schon recht gut allein von kleinen Absätzen bis zur Höhe von der Sitzfläche von Stühlen, dabei geht er auch gut in die Knie … aber als ich ihn springen gesehen habe, dachte ich schon an gebrochene Beine, gerissene Sehnen und mehr …

Also: er springt, landet und fällt grad laut schreiend hin.

Ich nehme ihn vorsichtig hoch und gehe auf die Seite, wo ich ihn hinsetze und soweit beruhigen kann, dass es möglich ist, ihn abzutasten. Nach gebrochen fühlt es sich nicht an. Er hört auch bald auf zu weinen – aber sobald er auf den Fuss stehen will, fängt er wieder an zu weinen und sagt „Aua, aua!“

In dem Moment kommt aber eine andere Familie mit einem kleinen Mädchen auf den Spielplatz (die beiden Jungen sind inzwischen verschwunden) und Junior will unbedingt zu ihr. Also humpelt er los.

Puh, Dann kann es doch nicht so schlimm sein!

Die folgende halbe Stunde verbringen wir auf der Rutschbahn – er kommt zwar nur mit meiner Hilfe hoch, sonst macht es ihm sichtlich Schmerzen, aber es scheint zu gehen.

Zuhause suche ich nach blauen Flecken auf dem Fuss, finde aber keine. So wie’s im Moment aussieht hat er sich einfach nur den Fuss verstaucht, bei seinem Monstersprung.

Puh.

Heute Morgen ist der Fuss kaum geschwollen, keine blauen Flecken und er humpelt nur noch ein wenig.

Puh!


Alles Gute zum Geburtstag, Opa!

Ich will nicht vergessen zu erwähnen, dass heute mein Papa Geburtstag hat.

Dass er hier heute Opa genannt wird, nimmt er mir glaub nicht übel, hat er doch schon an meiner und Kuschelbärs Hochzeit darauf hingearbeitet, als er bei seiner Rede darauf hinwies, dass er auf baldigen Nachwuchs hoffe. Bittesehr!

Ich bin sehr dankbar, dass ich ihn als Papa gehabt habe, war er doch immer der ruhige Pol der Familie und der kreative Handwerker. Er hat jetzt schon sein zweites Wohnmobil selbst ausgebaut – und wie praktisch das ist!

Auch wenn etwas mal nicht so will, wie es soll, nimmt er es gelassen. Und egal, ob ein Gerät nicht mehr geht oder man irgendwo ein „Bobo“ hat. Sein Standardspruch: „Schmieren und Salben hilft allethalben!“ lässt sich auf beides anwenden.

Von ihm habe ich meine künstlerische Ader und er hat mir und meinem Bruder auch das Schwimmen und Skifahren beigebracht.

Also Opa: Alles Gute zum Geburtstag und viele weitere gesunde und schöne Jahre!

Boom!

mitteilung eines vaters zur verstopfung seines säuglings:
„wir mussten ihm alle zwei bis drei tage diese
Nitroglycerin-Zäpfchen geben.“

Gefunden beim kinderdoc

Für Laien: Glycerin Zäpfchen gibts zum Abführen. Nitroglycerin (wie im Sprengstoff Dynamit) braucht man zwar medizinisch auch, aber eher zum erweitern der Gefässe bei Angina Pectoris Anfällen (Herzproblemen) in Form von Mundsprays oder Kaukapseln.

reif fürs Bett

Ok, da hat es mich nach Junior und Kuschelbär nun also auch erwischt. Ich bin voll erkältet. Nase läuft wie ein Wasserhahn, Augen tränen, Nebenhöhlen (und Ohren) zu.

Nur kann ich mich nicht ins Bett legen wie die beiden. Junior ist heute bei meinen Eltern, Kuschelbär versucht gesund zu werden und ich … ich arbeite. Und versuche weder Kunden noch Mitarbeiter anzustecken (d.h. ich dope mich vorher – bin ja an der Quelle – und während der Arbeit heisst es immer wieder Hände waschen und desinfizieren).

Warum ich nicht frei mache? Nun, das ist nicht ganz so einfach.

Da hätten wir einerseits die Arbeitsmoral, die mir schon früh eingeimpft worden ist und im Studium noch weiter vertieft wurde.

Gesetzlich muss ja immer ein Apotheker in der Apotheke anwesend sein – sonst darf man gar nicht aufmachen. Und da bei uns Apotheke und Drogerie zusammen ist, bleibt dann auch die Drogerie zu.

Dann ist bei uns in der Apotheke die Situation so, dass jeweils nur 1 Apothekerin da ist – das ist auch ein Rentabilitätsproblem: es kann sich heute kaum mehr ein Geschäft leisten mehr als einen Apotheker gleichzeitig arbeiten zu lassen. Heute bin ich die Apothekerin.

Ich kann es auch nicht einfach an meine Kolleginnen abgeben, denn eine davon ist in den Ferien und die andere arbeitet demnach im Wechsel mit mir. Wenn ich jetzt anrufe und sie auch noch mit meiner Arbeit belaste, kann ich davon ausgehen, dass sie nachher so kaputt ist, dass sie eine Auszeit bräuchte. Das ist also wirklich nur etwas für äusserste Notfällle.

Deshalb bin ich heute halt am Arbeiten. Keine Angst, ich stecke dich nicht an, wenn Du vorbeikommst (obwohl das Umsatzfördernd wäre).

Wenn Du also eine voll verschnupfte Apothekerin siehst, sage nicht: „Ah, sie können auch krank werden?“ oder „Apotheker hilf dir selbst“ sondern: „Gute Besserung!“ – das kann ich (und jeder andere) brauchen.