Na, die für’s Herz!

Die freundliche, ältere Dame kommt in die Apotheke mit ihrem Einkaufszettel:

notiz

Herzkapseln also. Okay, welche denn?

Dame: „Ich habe ein Dauerrezept hier. Da sind sie drauf“

Das hilft natürlich enorm:

(Das sind die Medikamente von ihrem Dauerrezept)

drp

Also: „Für’s Herz“ – mal sehen … der Blutverdünner? (Aspirin cardio, nimmt man zur Herzinfarktprophylaxe), oder das Blutdruckmedikament (Nifedipin?) oder gar der Cholesterinsenker (Atorvastatin – auch zur Herzinfarktprophylaxe) ?? Was darf’s denn sein?

Und zweites Problem: auf dem Einkaufszettel steht noch Alcacyl … ein frei verkäufliches Schmerzmittel. Das unglücklicherweise diverse Wechselwirkungen mit ihren Medikamenten vom Rezept hat. Speziell unangenehm: mit dem Blutverdünner zusammen riskiert sie Blutungen. Wir haben sie dann auf Paracetamol gewechselt.

Hier wird nicht geraucht.

Ein Mann kommt in die Apotheke. Rauchend.

Pharmama: „Sie dürfen bei uns nicht rauchen. Es ist im ganzen Gebäude Rauchverbot.“

Er: „Aber ich kann sie nicht ausmachen. Hier ist kein Aschenbecher!“

Pharmama: „Draussen ist einer.“

Worauf er einfach die Zigarette fallen lässt um draufzutreten.

Ehrlich? Ehrlich???

 

Apotheken aus aller Welt, 344: Essen, Deutschland

simop war wieder unterwegs!

Die Domapotheke befindet sich in der Essener Innenstadt. Dort werkelte gerade ein Apotheker und Mitarbeiter an der Weihnachtskrippe im Fenster. Interessant fand ich aber besonders die verschiedenen beleuchteten Apothekensymbole an der Fassade sowie die Beschriftung „Pharmacie“.

Domapotheke

domapotheke2

Das zweite ist eine Apotheke, die keine mehr ist (sondern ein Café) in der historischen Innenstadt von Hattingen. Fand ich doch sehenswert genug, um sie zu fotografieren und dir zu schicken.

keineapohattingen

Immer aufmerksam bleiben!

Ein Rezept für Canesten Creme – für ein Baby. Ungewöhnlich, aber nicht unmöglich. Häufiger sehe ich Imazol Cremepaste, wenn es um Pilzinfektionen bei Babies (meist im Windelbereich) geht.

Pharmama: „Wissen Sie, wie sie es anwenden müssen? Der Arzt hat nichts aufgeschrieben.“

Mutter: „Er hat gesagt, es ist für den Mund.“

Pharmama: „Oh, hat es den Pilz im Mund?“

Mutter: „Ja.“

Pharmama: „Dann frage ich besser noch einmal nach.“

Bei Mundsoor benutzt man keine normale Pilzcreme. Daktarin oral ist da das Mittel der Wahl – ein Gel, das auch geschluckt wird.

Ich rufe beim Arzt an. Der entschuldigt sich: er hatte einen unglaublich hektischen Tag und danebengelangt. Wir dürfen das natürlich ändern.

Für die ob des Fehlers erst sehr aufgeregte Mutter war die Welt dann auch wieder in Ordnung, nachdem ich ihr erklärt habe, dass es die Aufgabe des Apothekers ist, noch einmal die Anwendung abzuklären – und das jetzt ganz sicher das richtige ist.