anbei ein Bilde aus San José, Costa Rica.
Zwar handelt es sich nicht um eine „richtige“ Apotheke, sondern nur die Medikamentenausgabe im Krankenhaus, aber ich weiß noch, dass mich damals diese einkaufswagenähnlichen Wägelchen fasziniert haben. Wenn man im Krankenhaus etwas verschrieben bekommt, muss man dort sein Rezept abgeben und dort wird es dann zusammengestellt und man kann es dann wenige Stunden später oder am nächsten Tag abholen.
Kategorie: Apotheke
das übliche …
Der 10 jährige Junge bekommt Fenistil Tabletten gegen seine „übliche Pollenallergie“ verschrieben. Das ist O-Ton der Mutter, die das Rezept einlösen kommt.
Ein Dauerrezept – ich sehe, er hat es in den letzten Jahren schon öfters gehabt.
Jetzt – ich sehe nicht ein, warum ein 10 jähriges Kind müde in der Schule sitzen sollte, darum ergreife ich die Gelegenheit seine Mutter zu fragen: „Hat er denn schon etwas anderes versucht?“
Mutter: „Nein. Das ist immer dasselbe, wie er es als Kind bekommen hat.“
Pharmama: „Ich frage nur, weil es inzwischen anderes gibt – das nicht so müde macht.“
Mutter: „Das … wäre gar nicht so schlecht. Er hängt im Sommer wirklich mehr herum am Tag.“
Am Schluss rief ich den Arzt an und änderte das Rezept auf etwas, das nicht so müde machen sollte.
Die Mutter kam nach ein paar Tagen zurück, um sich zu bedanken: die Tabletten haben super geholfen ohne die (für sie) normalen Nebenwirkungen. Er wird die in Zukunft weiter benutzen.
Das ist Erfolg für mich.
Kundenservice?
Eine Geschichte aus Österreich: Danke an den/die Einsender/in:
Gestern Kundin: "Sagen Sie mir nur die Pharmazentralnummer von den Curaprox-Bürsten!"
Ich: "Warum?"
Sie: "Weil ich es dann woanders billiger kaufe."
Ich: "Warum soll ich es Ihnen dann sagen?"
Sie: "Kundenservice."
Ich: "Aber Sie kaufen es ja nicht bei mir, also sind Sie auch kein Kunde …"
Sie: "Sagen Sie es mir nun?"
Ich: "Nein."
Dann ist sie wutentbrannt rausgegangen.
das versüsst dann den ganzen Tag …
–
Ehrlich. Ich find's okay. Alles muss man sich nicht gefallen lassen. Auch als "Dienstleister" nicht.
Für Apothekenaussenseiter (und Schweizer, die PZN kenne ich hier so auch nicht):
Die Pharmazentralnummer (PZN) ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Identifikationsschlüssel für Arzneimittel und andere Apothekenprodukte. Sie ist eine siebenstellige Nummer (6 Ziffern + Prüfziffer) mit vorangestelltem Minus-Zeichen, die Arzneimittel nach Bezeichnung, Darreichungsform, Wirkstoffstärke und Packungsgröße eindeutig kennzeichnet. – Und offensichtlich gibt es die in Österreich auch.
Apotheken aus aller Welt, 375: Schwalenberg/Lippe, Deutschland
Eine altehrwürdige Apotheke unter Denkmalschutz in Schwalenberg/Lippe, die ich letztes Jahr in die Wikipedia hochgeladen habe: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:L%C3%B6wenapotheke_Schwalenberg.JPG (Offiziell nennt sich der Ort jetzt Schieder-Schwalenberg, obwohl die beiden Teile doch weit auseinanderliegen.)
Als kleines Mädchen wollte ich unbedingt Apothekerin werden. Habe kleine Fläschchen mit Wasser gefüllt und alle Erwachsenen aufgefordert, mir Rezepte zu bringen. Wenn ich eine altmodische Apotheke mit uraltem Inventar betrete, geht mir immer noch das Herz auf.
Eigentlich bringe ich keine Apotheken von anderen Seiten, aber da sie es mir erlaubt hat und das selbst hochgeladen wurde – und Wiki sagt, ich darf das (mit Quellenangebe). Danke an Christine von anglogermantranslation
Apotheken und Zombies
… das kommt davon, wenn man Zombie und Pharmacy googelt. Da bin ich auf einen lustigen Artikel von Anfang Juni gestossen:
Ein Mann in Toronto mit dem Namen Andrew bekam immer wieder Post vom Shoppers Drug Mart – das ist eine kanadische Apotheken- und Drogeriekette, adressiert an einen "Matthew". Weil ihn das ärgerte, schrieb er ein mail zurück: Ob dieser "Matthew" wohl ein zukünftiger Bewohner an dieser Adresse sei – und sie die Post etwas frühzeitig geschickt haben. Und wenn sie diese Info haben, dann könnten sie in ein paar Jahren vielleicht auch zukünftige Katastrophen vermeiden. Das wäre alles in allem gute Presse für den Shoppers Drug Mart und würde sicher den Leuten erlauben, über das Wort "Drug" (Drogen) im Namen wegzuschauen!
Statt einer 08-15 Antwort bekam er dieses mail retour: (Ganz lesen!)
Danke vielmals für Ihren Brief. Wir möchten uns dafür entschuldigen, dass Sie Post bekommen haben, die an einen anderen Kunden adressiert war. Leider können wir keine Kommentare abgeben über Forschungen, die wir vielleicht gegenwärtig durchführen. Aber wir würden es sehr schätzen, wenn sie uns mit einigen zusätzlichen Informationen versorgten, anhand derer wir bestimmen können, wann das Mailing, das sie bekommen haben gesendet wurde. Könnten sie uns bitte mitteilen, ob eine der folgenden Werbungen enthalten war?
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Everexis hat Sie langsam, leicht stolpernd und schnell erzürnbar gemacht? Nehmen Sie das Everexis Antidot. Es ist zwar noch nicht vollständig getestet, aber es kann die Sache sicher nicht schlimmer machen!4) Verstecken Sie Sich in einem Shoppers Drug Mart Flüchtlings Zentrum
Mit über 1200 Lokationen, die noch stehen, verteilt über ganz Kanada, Shoppers Drug Mart ist der ideale Platz sich zu verbarrikadieren und sich von der Horde zu verstecken. Holen Sie ihre Ration Nativa Cheese Puffs und Life Brand Vitamine während Sie auf Rettung warten! Blutproben sind für einen Zutritt obligatorisch .5) Weizen, grossartiger Weizen
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Waaah!
Brillant eigentlich. Geschrieben (und tatsächlich abgeschickt) von einem Mark Oliver, der ausser im Kundendienst der Apothekenkette offenbar auch Science Fiction Schreiber ist :-)
Ich gehe gerne in meine Apotheke
Ja, es gibt auch hier Leute, die das sagen …
Der Aargauer Apothekerverband hat anlässlich der anstehenden Selbstdispensations-Abstimmung einen Film auf youtube gestellt:
Nicht mal übel … nur: gleich Drei Pharmaassistentinnen für Ein Rezept? :-)


