Apotheken aus aller Welt, 379: München, Deutschland

ich bin derzeit in München und habe für Deine Sammlung die Rathaus-Apotheke fotografiert, die sich unten im Neuen Rathaus befindet. Vielleicht hast Du davon ja noch kein Bild.

Silke

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Wir hatten ja schon ein paar Münchner Apotheken hier auf dem Blog – da dachte ich, die meisten habe ich jetzt gesehen – und dann taucht noch so eine auf! Interessanter Ort -wow.

Nachtrag 2016: Von Othello noch ein paar Bilder:

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ausgleichende Nebenwirkungen?

Ein Kundin bekommt 2 Arten Metformin – also dieselbe Dosierung – sagen wir 1000mg, aber von 2 verschiedenen Firmen. Einmal von Sandoz und einmal von Mepha. Das fällt mir auf, weil wir im Normalfall versuchen, das gleiche zu geben, was sie vorher hatte. – Kontinuität ist auch gut für die Compliance – also die Einnahmetreue.

Ich spreche sie darauf an.

Sagt sie: „Ja, das ist Absicht. Das eine macht mir Durchfall, das andere macht mir Verstopfung. Wenn ich sie abwechselnd nehme, dann geht das aber bestens.“

Hmmm.

Mutter – Sohn -Verhältnis

Eine um die 40 jährige Frau bei mir in der Apotheke: "Mein Sohn ist 16 und er hat eine feste Freundin – und jetzt hat er mir gesagt, er ist bereit für Sex."

Meine Reaktion abwartend …

Ich reagiere … sparsam: "Ja – und?"

Frau: "Ich brauche also Kondome … und dann hätte ich da eine Frage …"

Pharmama: "Hmmm?"

Frau: "Er hatte als Kind eine Krankheit und … es ist nicht sicher, aber es könnte seine Penis-funktion beeinträchtigt haben. Gibt es da etwas, das ich ihm geben könnte als Hilfe?"

Pharmama: "Es ist nicht sicher?"

Frau: "Nein."

Pharmama: "Dann .. würde ich vorschlagen Sie warten ab. Solange man das nicht sicher weiss, dass das ein Problem gibt, würde ich auch nichts machen. Wenn / Falls gibt es Mittel, die der Arzt verschreibt und die wir dann versuchen können."

Und in Gedanken: Ihn da unter Druck zu setzen ist da sicher kontraproduktiv. Man muss auch daran denken, dass viele "Potenz-Probleme" psychische Ursachen haben.

Das Anliegen spricht für ein gutes Mutter-Sohn Verhältnis … und obwohl ich das noch nett finde von der Mutter, sich da Gedanken zu machen und so vorzusorgen … irgendwie wäre mir das etwas zuviel des Guten.

Was meint ihr?

Nein! Nicht die Ohrringe!

Die stark geschminkte Frau (etwas zu stark: Modell Fassadenkleister) fragt mich wegen einem Problem an ihren Ohren. Ihre Ohrläppchen sind rot, entzündet und teilweise verkrustet. Und es beisst.

Frau: „Was könnte das sein?“

Im Moment hat sie keine Ohrenringe an, aber ich sehe die Löcher, also frage ich: „Sie tragen normalerweise Ohrenringe?“

Frau: „Ja, wieso?“

Pharmama: „Und das ist an beiden Ohren aufgetreten?“

Frau: „Ja, aber am einen mehr.“

Pharmama: „Was haben Sie bisher versucht?“

Frau: „Nichts weiter, nur die Ohrenringe abgezogen, weil die störten und desinfizierende Wundsalbe.“

Pharmama: „Das ist gut. Ist es dann besser geworden?“

Frau: „Etwas, aber es beisst immer noch ziemlich.“

Pharmama: „Es könnte sein, dass Sie auf ihre Ohrenringe reagieren.“

Frau: „Was? Nein, das kann nicht sein! Die habe ich seit Jahren.“

Pharmama: „Nun, wenn es eine Allergie ist – was ich vermute – kann die auch noch später auftreten.“

Frau (abwehrend): „Das ist sicher keine Reaktion auf die Ohrenringe …“

Pharmama: „Aber es ist besser geworden, seit Sie sie rausgenommen haben?“

Frau (widerstrebend): „Etwas ..“

Pharmama: „Und was für Ohrenringe haben Sie? Aus was bestehen die?“

Frau: „Das ist alles hochwertiger Modeschmuck.“

Pharmama: „Auch dann kann es gut sein. Sehen Sie, man reagiert empfindlicher an den Ohrenlöchern. Ich selber kann auch keine Ohrenringe anziehen, wenn es nicht Gold ist.“

Frau: „Aber ich hatte noch nie Probleme mit meinen Ohrenringen!“

Pharmama: „Ich gebe ihnen eine Cortisonsalbe. Damit sollte es rasch besser werden. Tragen sie es 2 x täglich auf …“

Frau: „Sollte ich es mit einem Ohrenring in die Löcher geben?“

Pharmama: „Nnnein … tatsächlich würde ich – bis das ganz weg ist – total auf Ohrenringe verzichten.“

Frau: „Aber damit käme die Salbe auch in die Löcher …“

Pharmama: „Ja, und wenn es allergisch ist, kommt auch das worauf sie reagieren in die Löcher. Besser nicht. Aussen auftragen reicht.“

Frau: „Und danach kann ich wieder Ohrenringe anziehen? Richtig?“

Pharmama: „Wenn es ganz weg ist, können Sie einen Versuch machen. Aber falls die Reizing wieder auftritt … nun, dann sind Sie sicher, dass das an den Ohrenringen liegt.“

Frau: „Vielleicht, wenn ich ein paar von den älteren versuche? Vielleicht reagiere ich nur auf die neueren?“

Pharmama: „Vielleicht. Aber falls Sie auch bei diesen reagieren – wäre es gut, wenn Sie auf den Modeschmuck verzichten – Sie können aber noch solche aus Gold oder Chirurgenstahl versuchen. Auf die reagiert man meist nicht.“

Frau: „Ich habe keine aus Gold. Dann kann ich meine ganzen Ohrenringe nicht mehr brauchen?“

Man merkt, sie hängt an ihrem Schmuck – Modeschmuck oder nicht.

Pharmama: „Nun – sie werden es versuchen müssen und schauen.“

Apotheken aus aller Welt, 378: Donnybrook, Australien

Dank DocCheck auf diesem tollen, lustigen Blog gelandet, möchte ich doch dringend den „weißen Fleck“ in Australien mit einem Apotheken von dort füllen: in meinem Work+Travel Jahr machte ich Station im Südwesten von Australien, in Donnybrook, der „GeburtsStätte“ des „Granny Smith“-Apfels. Leider konnte ich nicht für einige Zeit mitarbeiten, doch der freundliche Inhaber beantwortete geduldig meine neugierigen Fragen über australische Apotheken und das dortige Gesundheitssystem … seither kann ich zwar über den Irrsinn im deutschen (bin PTA in öffentl. Apo bei Stuttgart) nicht weniger den Kopf schütteln, aber … bei denen geht es nicht besser … liegt das an „Apotheke“ :-)???!!!

Anja

donnybrook1 donnybrook

„Donnybrook“? Australien hat wirklich die lustigsten Orts-Namen. Ich erinnere mich noch an Plätze wie „Seldom Seen River“ und „Balla Balla“ …

und was wohl das UFO da macht?