Beratung in der Apotheke – Nachgefragt

So, nach dem (langen) vorigem Blogpost wüsste ich jetzt gerne von Dir, lieber Leser dieses Blogs, was Du für Erfahrungen gemacht hast mit Beratung in der Apotheke – und: warst Du zufrieden damit?

Worum ging es? Wusstest Du, was für ein Mittel Du wolltest oder gingst Du hin, um Dir für ein Problem etwas empfehlen zu lassen?

Wie war die Beratung? War es zuviel? War es zuwenig?

Waren sie wenigstens freundlich?

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Über Pharmama

Wie bringt man die Arbeit in der Apotheke und die Familie unter eine Haube? Mit viel Humor natürlich! Ich bin Apothekerin aus der Schweiz schreibe über Interessantes und lustiges in und um die Apotheke. unter: Pharmama.ch

Veröffentlicht am 27/09/2010, in Apotheke. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 122 Kommentare.

  1. Vor einiger Zeit war ich in einer Apotheke (nicht meine Stammapotheke), weil ich einen roten Fleck (vl Gerstenkorn) am unteren, inneren Augenlid hatte. Ich hab das dem Apotheker gezeigt. ‚Ich brauch was gegen das da.‘ Er hat mir dann auch eine Salbe gegeben, hat aber leider nix genützt. 3 x täglich hätte ich sie verwenden sollen. Aber so als „richtige“ Beratung empfand ich es jetzt nicht. Oder liegt es daran, dass mir der Mann nicht so symphatisch war?

    Vor kurzem in meiner Stammapotheke: gesagt, dass ich sehr fettige Haut an der Stirn habe. Ob sie mir da was weiss (ich sag jetzt mal „Personal“, da ich ihren Ausbildungsstatus nicht kenne). Sie hat mir dann eine Werbebroschüre von einer Kosmetikfirma mitgegeben. War nicht das, was ich wollte.

    Letzten Freitag in einer anderen Apotheke gewesen, Aspirin kaufen. Ich war kurz perplex, als die Dame von sich aus sagte ‚Sie wissen ja, kurz vorher was essen und nicht mehr als 3 am Tag.‘ Ich könnte auf Anhieb nicht sagen, dass mir das mal jemand so gesagt hat.

    Hm, wirklich gute Beratung wüsste ich so aus dem Bauch raus nicht zu sagen. Ich hab meine Stammapotheke, bei der ich in erster Linie die Medikamente für meine Tochter (Diabetes) beziehe. Dann gibt es in der Innenstadt eine Apotheke, die 30 % auf nicht-verschreibungspflichtige Medikamente gewährt. Aber ohne Beratung. Rein – ich brauche Medikament xy – zahlen – raus. Für Beratung bzw. rezeptpflichtige Medikamente muss ich durch den Gang in die „klassische“ Apotheke.

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  2. Guten Morgen Pharmama,

    ich persönlich suche mir eine Apotheke nach eben diesem Kriterium „Beratung“ aus. Schließlich verkaufen sie, wie Du schon sagst, keine normalen Konsumartikel und sollten entsprechend verantwortungsbewusst damit umgehen. Wenn mir also die Angestellte in der Apotheke „ein Ohr abkaut“, weil sie mir die Anwendung der Salbe gegen Pilzinfektionen bis ins Detail erklärt, dann ist das vielleicht nicht sehr angenehm. Aber ich weiß, dass sich in der Apotheke Zeit genommen wird, und das finde ich das wichtigste bei einer Einrichtung, die ihr Geld damit verdient, den Leuten zu helfen, wieder gesund zu werden.

    Beste Grüße
    Stefan

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  3. Wir beide sind gute Kunden: Venlafaxin, Quilonum, Quetiapin, Methylphenidat, Escitalopram, Trimipramin, Pantoprazol, gelegentlich Ibuprofen… Beratung: Bestens! Und auch mal ein kleines Schwätzchen.

    Wir lieben unsere kleine Apotheke.

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    • dergruenepunkt

      mal ne dezente Frage: nimmst DU die alle oder wie ist das? Falls ja, würde ich dir empfehlen deinen Apotheker des Vertrauens einmal um einen ausgiebigen Interaktionscheck zu bitten und evtl. auch deinen Arzt zu diesem Thema zu fragen. LG

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      • Er nimmt ja nicht alle (da steht: „wir“) – aber das mit dem Wechselwirkungschekc ist nicht mal so eine schlechte Idee. Man kann aber davon ausgehen, dass da ein paar drunter sind, die durchaus gewollt sein können (Wirkungsverstärkung der Antidepressiva) und manch andere nimmt man in Kauf. Gerade bei den genannten Medikamenten sehe ich das öfter, dass der Arzt das „genau so“ will.

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        • Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber ich könnte mir vorstellen, dass Ulf ein 2. Ich hat, dass ihm bei der Vertilgung dieses Medi-Bergs hilft, bzw. ihn dazu zwingt…?

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  4. In meiner Apotheke wird jedes mal auf alles wichtige hingewiesen.

    Was ich richtig gut finde: wenn sie denken, dass man etwas nicht benötigt dann verkaufen sie auch nicht.

    So geschehen, als wir für unsere Tochter Laktose kaufen wollten weil wir dachten, dass sie Verstopfung hat (erste Breiversuche). Nachdem die Apothekerin erfragt hatte, dass Kind ansonsten vollständig gestillt wird, hat sie davon abgeraten und gemeint wir sollten abwarten. Haben wir getan und sie hatte recht.

    Fand ich beeindruckend, schließlich ist ihr so ein Geschäft ‚durch die Lappen‘ gegangen.

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    • Das halte ich auch so. Ist zwar im Moment nicht so gut fürs Geschäft, aber die Kunden kommen auch wieder … und dann brauchen sie vielleicht etwas 🙂

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      • Leider sehen viele Einzelhändler (also nicht nur Apotheken, sondern der komplette Einzelhandel) nur den kurzfristigen Erfolg (=Umsatz).
        Vielleicht bin ich eine Ausnahme, aber ich merke mir gute Beratung, also auch die „das was wir haben, brauchen Sie nicht, gehen sie doch nach nebenan zum Discounter, die haben das, was sie atm wollen“. Beim nächsten Mal werde ich zur Beratung wieder in diesen Laden (nicht den Discounter 😉 ) gehen und auch kaufen, selbst wenn das Produkt vermeintlich teurer ist. Den auch der Service, die Beratung ist ihr Geld wert. Also „preiswert“ im eigentlichen Sinne 🙂
        Insofern: Die Beratung, die erstmal zu Null Umsatz führt („das brauchen Sie nicht“), kann im Sinne der Neukundenaquise durchaus zur noch mehr Umsatz (Mundpropaganda!) in der Zukunft führen… 😉

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  5. Also ich muss sagen, dass ich bei den meisten „Beratungen“ etwas genervt bin. Ich hab keine Stammapotheke, sondern gehe immer da hin, was gerade auf dem Weg liegt. Wenn ich ein Rezept habe, dann habe ich das Medikament vorher mit dem verschreibenden Arzt besprochen, der i. d. R. auch die Dosierung mit aufschreibt. Ich weiß dann ehrlich gesagt nicht, was mir die Apotherin/der Apotheker dann noch darüber erzählen will.
    Wenn ich rezeptfreie Medikamente kaufe ist das noch etwas anderes. Aber meist sind das Medikamente, die ich schon öfter verwendet habe. Normalerweise kommt dann also die Frage: „Haben Sie das Medikament schon einmal verwendet?“ oder „Wissen Sie wie sie das Medikament anwenden müssen?“. Was mich dann ärgert ist, wenn ich diese Fragen mit „ja“ beantworte, kommt dann trotzdem noch ein Vortrag. Warum?
    Z. B. kürzlich: ich war erkältet. Ich renne dann nicht gleich zum Arzt, weil der mir auch nichts anderes sagen kann als: Legen Sie sich ins Bett, halten Sie sich warm, trinken Sie viel und nehmen Sie nach Bedarf einen Schleimlöser und Ibuprofen oder Aspirin (die in Deutschland sowieso nicht mehr vom Arzt verschrieben werden dürfen, denn die Kasse zahlt das nicht). Ich also in die Apotheke und nach Gelomyrthol verlangt. Auch hier wieder die üblichen Fragen. Meine übliche Antwort: Ja, ich kenne das Medikament. Tortzdem ein Vortrag über die richtige Anwendung.
    Ich denke mir dann immer: was soll das? Wenn ich doch sage, dass ich das Medikament kenne und es schon öfter benutzt habe, dann werde ich wohl wissen, wie ich es einnehmen muss (und es gibt außerdem noch ausfühliche Beipackzettel) und es wird wohl helfen, denn sonst würde ich es nicht wieder nehmen, oder?

    Alles in allem bekomme ich also weit mehr „Beratung“ als gewünscht!

    Viele Grüße,
    Simone

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    • „Was mich dann ärgert ist, wenn ich diese Fragen mit „ja“ beantworte, kommt dann trotzdem noch ein Vortrag. Warum?“ – Weil die Apothekerin den Fehler gemacht hat und nicht offen gefragt hat. Hätte sie gefragt: „Wie nehmen Sie das Medikament“ und du die richtige Antwort gibst, dann merken auch die, dass sie sich Vorträge sparen können….

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  6. 90% meiner Apothekengänge mache ich in ein und dieselbe Apotheke. Die dürften mich da mittlerweile kennen. Zumindest schauen sie nicht mehr verwundert, wenn sie mir die Medikamente aushändigen ^^ Beratung brauche ich in den Fällen auch nicht. Psychopharmarka werden seltenst erklärt. ^^

    Als ich mir das erste Mal dort Ibuprofen geholt habe, wurde ich noch darüber informiert, dass ich es nach dem Essen nehmen sollte und drauf hingewiesen was die Maximaldosierung ist. Passiert mir übrigens auch in JEDER anderen Apotheke in der ich hier bisher war. Selbst in der Rabatt-Apotheke mit der Schmerzmittel-Happy-Hour. 😀

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  7. Ich wohne (nach Studium in einer größeren Stadt) jetzt wieder bei meinen Eltern auf dem Lande. Dank Studium hat sich mein Medikamentenkonsum stark erhöht. Jetzt bin ich hier auf der Suche nach einer mir sympathischen Apotheke und finde einfach keine…

    Variante A, die hier zu finden ist:
    Apotheke hat einfach nie auf, wenn ich dahin will. Da kann ich die Beratung dann gar nicht erst testen. (Ja, ich möchte auch noch um 16:30 Uhr meine geliebten Dolodobendan)

    Variante B, die ich gerade letztes Wochenende erlebt habe:
    Es war eine halbe Stunde vor Ladenschluss. Der Apotheker zählte schon die Kasse. Ich ahnte nichts Gutes, probierte es aber aus Bedarf und mangelnder Alternative trotzdem. Leider ließ mich der Apotheker nicht mal zu Ende mein in knappe Sätze verpacktes Problem erklären, sondern lief mitten im Satz wieder und kam mit einer kleinen Salbe zurück, drückte sie mir ohne weitere Erklärung in die Hand, kassierte und verabschiedete mich. Danach habe ich nochmal Doktor Google und den Beipackzettel gefragt…

    Variante C im Nachbarort:
    Bisher fühlte ich mich da sehr gut beraten und bin da immer gerne hingegangen. Doch letzte Woche wollte mein Freund da einfach nur ein bekanntes Wärmepflasterdings kaufen, gegen Rückenprobleme, die er immer wieder hat. Mit dem Teil ist immer alles ganz schnell wieder gut. Stattdessen wollten sie ihm allerdings den Inhalt eines kompletten Medizinschranks an pflanzlichem Zeugs aufschwatzen… Er kam da kaum wieder raus ohne. Das war dann zu viel.

    Variante D, die nie die meiner Meinung nach ganz normalen nicht verschreibungspflichtigen Medikamente da hat, interessiert hier ja weniger, ärgert mich aber auch. Vor allem, wenn sie mir da dann keine Alternativen zu meinem Lieblingshustensaft anbieten wollen oder ähnliches, sondern mich einfach so wieder wegschicken.

    Abschließend möchte ich die Bärenapotheke in Osnabrück sehr loben! Die ist im Vergleich richtig günstig, aber die Beratung ist top! Die fragen zügig wichtige Dinge ab (andere Medikamente usw.), können bei Fragen kompetent Auskunft erteilen, sind sehr freundlich, man muss nie lange warten usw. (Und das nicht nur für Menschen. Eine der Apothekerinnen dort hat sogar unserer Schildkröte wahrscheinlich das Leben gerettet.) Aber die ist jetzt leider viel zu weit weg 😦

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  8. die „beste“ Beratung bekam ich, als ich hochschwanger in der Apotheke Himbeerblütentee kaufen wollte. Apothekerin 1 wühlt ewig lang im Computer, bis Apothekerin 2 sie frägt, was sie da eigentlich noch suche. Ihre Antwort: „Ich wollte checken, ob man das überhaupt nehmen darf, wenn man schwanger ist“. Die andere Apothekerin und ich mussten uns ein Grinsen schwer verkneifen 😀
    (Anmerkung: Himbeerblütentee trinkt man gegen Ende der Schwangerschaft, soll den Muttermund weich machen. Was wir nicht wussten: Apothekerin 1 trinkt das gegen Regelschmerzen.)

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    • psst: es ist Himbeerblättertee 😉

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      • Himbeerblättertee ist in so ziemlich jedem Schwangerschaftstee drin, den ich je mischen musste. Also *das* hätte ich jetzt gewusst. Aber wenn man es nicht weiss: besser nachschauen und sicher sein.

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        • Ich hätte auch nachgeschaut/ nachgefragt, ob das auch wirklich geht; bin auch Apothekerin und erst seit einem Jahr in der öffentlichen Apotheke.
          Will sagen: War die Apothekerin vielleicht noch jünger? gerade die volkstümlicheren Teeanwendungen lernt man meist nicht im Studium (Bärentraubenblätter und Fenchel-Anis-Kümmel etc natürlich, aber eben nicht alles), das bringt dann die praktische Erfahrung. Wenn sie außerdem vielleicht (noch) keine Kinder hat… 🙂

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  9. Ich werde in meiner Stammapotheke eigentlich sehr gut beraten, habe dort aber auch schon Dinge like: „Ich bräuchte ein Schmerzmittel, aber irgendwas was meinem äußerst empfindlichen Magen nicht so zusetzt, Aspirin geht z.B. gar nicht.“ „Ok, dann versuchen Sie’s am besten mal mit Ibuprofen.“ (Kopf -> Tisch) gehört. Muß zur Ehrenrettung der Apotheke aber dazu sagen das dieser medizinische Kalauer von einer recht jungen Fachkraft getätigt wurde die zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr lange im Job war.

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  10. Also bei mir werde ich eigentlich immer gut beraten!!

    Aber das kann ich als Physio natürlich auch wchwer beurteilen ob das was die machen richtig ist!

    Gruß:
    Physioblogger

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  11. Wollte kürzlich etwas gegen Insektenstiche für meinen Sohn in den Urlaub mitnehmen. Habe das so auch in der Apotheke geäußert, mit dem Zusatz: Ich dachte an Fenistil, geht das bei so kleinen Kindern?
    Antwort: Wir haben da gerade einen Soventol Stick im Angebot. Nehmen Sie den, der ist praktisch.
    Klar, leuchtet ein, habe ich also gemacht. Zuhause genauer angesehen; steht klein darauf: Kosmetikum – ergo vollkommen wirkstofffrei. Aha?????

    Anderes Beispiel :
    Habe mich – hochschwanger – auf embryotox.de informiert, was ich gegen Husten nehmen darf, bin mit genauen Vorstellungen in die Apotheke gegangen (eine andere als oben) und musste dort mehrere Minuten Überzeugungsarbeit leisten, bis mir das Medikament tatsächlich verkauft wurde – „aber nehmen Sie es nur im Notfall!“

    Der Apothekerin ging es immerhin nicht um`s Geschäft, und eigentlich ist so viel Vorsicht ja toll. Aber so richtig kannte sie sich offenbar auch nicht aus. Zumindest konnte sie mit Embryotox nichts anfangen.

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    • Embryotox?
      Hab ich bis jetzt auch noch nie was davon gehört… aber habs mir jetzt angesehen.

      Meine Empfehlung für Schwangere (vor und nach Besuch der Seite!):
      Hustenmittel in der Schwangerschaft nur im Notfall anwenden!
      (Ich würde in der SWS keine einnehmen, wenn es irgendwie ohne ginge…)
      Ich finde die deutsche Kollegin hat das genau richtig gemacht.

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      • Wäre da in der Schwangerschaft auch extremst vorsichtig. Der Husten geht auch so wieder weg und ist allenfalls störend. Das muss nicht mit Medikamenten behandelt werden!

        Klinische Studien zur Fruchtschädigung von Arzneimitteln werden kaum durchgeführt, so dass man hier sehr vorsichtig sein muss.

        Die Seite klingt dem Impressum nach zwar als seriös, aber von den dort angegebenen Professoren und Ärzten wird keine Sau haften, wenn das Kind abgeht.

        Ich bin ebenfalls wie Nicoretta der Meinung, dass der deutsche Kollege hier richtig gehandelt hat. Doktor Google (oder hier Doktor Embryotox) ist keine vernünftige Informationsquelle!
        Und zu den beiden Standardtherapeutika ACC und Ambroxol beschreibt die Seite selbst, dass nur „mittlerere“ Erfahrungen mit der Anwendung vorliegen. Bei meiner Frau wäre mir das zu wenig!

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        • Es ging um nächtlichen Hustenreiz als Erkältungs-Nebenwirkung, der das Schlafen verhindert und um den damit verbundenen trockenen Reizhusten, der gerade hochschwanger ziemlich belastend ist. Der konkret erfragte Wirkstoff war Dextromethorphan. Und da fällt die embryotox-Einschätzung wirklich relativ unproblematisch aus (die Seite habe ich übrigens von meiner Frauenärztin sehr ans Herz gelegt bekommen – das ist schon nochmal was anderes als Dr. Google).

          Dass man das trotzdem nicht einfach so einwirft, ist doch klar! Das hatte ich der Apothekerin auch erklärt, dass ich es natürlich nur nehme, wenn es nicht anders geht und dann auch nur eine halbe Tablette usw…. Und ich hatte ja auch nichts gegen ihre Vorsicht, sondern hatte einfach das Gefühl, dass da mehr Angst als Wissen dahintersteht.

          Übrigens habe ich es dann glücklicherweise gar nicht gebraucht.

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        • Hallo Cara,

          gerade Dextromethorphan würde ich meiner Frau definitiv überhaupt nicht empfehlen. Es handelt sich hierbei um ein synthetisches Opioid, also um ein Morphiumderivat.
          Da es ein Morphiumderivat ist, hat es auch entsprechende Nebenwirkungen, da es an dieselben Rezeptoren angreift.
          Ich habe auf Embryotox.de gelesen, dass sie den Erfahrungsschatz hier als „hoch“ bewerten und als „hoch“ dabei eine Patientengruppe von 600 Personen einschätzen.

          Eine Patientengruppe von 600 Personen ist bei klinischen Studien nicht „hoch“!
          Wenn eine Nebenwirkung (wie z.B. Embryotoxizität) nur bei jedem 1000. Patienten auftritt, kann man das bei dieser Fallzahl nicht beurteilen.

          Von Dextromethorphan würde ich in der Selbstmedikation ebenfalls jedem Kunden abraten, wenn ich als Apotheker noch in einer Apotheke arbeiten würde. Der Apotheker hat hier wirklich korrekt gehandelt.

          Nebenbei: Laut einer kurzen Recherche bei Wikipedia steht Dextromethorphan im Verdacht, die fötale Hirnentwicklung zu schädigen.

          Sei froh, dass Du es nicht genommen hast! Dextromethorphan in der Schwangerschaft halte ich für ein absolutes NoGo!

          Persönlich würde ich einer Schwangeren hier allenfalls IslaMoos-Pastillen (pflanzlich, mit Schleimstoffen zur Beruhigung des Halses) empfehlen, alles weitere ihrem Arzt überlassen. Und der würde wahrscheinlich entscheiden, dass es sinnvoller ist, den Husten unbehandelt zu lassen, da dieser zwar störend ist, aber auch so wieder weg geht, wobei das natürlich bei einer Lungenentzündung wieder anders aussehen würde.

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        • dergruenepunkt

          Hallo,
          also wenn du etwas pflanzliches nehmen willst, dann wäre wohl Cineol (z.B. „Soledum“) das richtige, sonst kannst du noch ACC nemhen. Dextrometorphan(DMP) ist wirklich nicht perfekt, da wäre sogar Codein noch besser geeignet (zumindest von der mir bekannten Studienlage). In der Stillzeit ist DMP übrigens kontraindiziert.
          lg

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        • dergruenepunkt

          sorry kurzer nachtrag was mir noch aufgefallen ist….
          Codein ist übrigens als Analgetikum kontraindiziert in der Schwangerschaft. Nicht dass jemand auf die Idee kommt das einfach so zu schlucken ^^

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        • Allerdings wäre ich bei Husten in der SS aus Erfahrung noch vorsichtiger… Hatte „nur“ Husten und habe eben auch nichts genommen, da ich genauso dachte: „Der Husten geht auch so wieder weg und ist allenfalls störend. Das muss nicht mit Medikamenten behandelt werden!“
          Pustekuchen – bei mir hat es nach nur 4-5 Tagen Frühwehen ausgelöst. In der 30. SSW überhaupt gar nicht gut und hat einen 1 wöchigen Krankenhausaufenthalt nach sich gezogen, anschließende Krankschreibung und größtes Schonen bis mindestens SSW 36. Mein Frauenarzt hat damals auch gesagt – lieber nachschauen lassen und in Maßen medikamentös dagegen arbeiten…
          Beratung, ja gerne, aber in meinem Falle wäre es besser gewesen, hätte ich was dagegen getan…

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        • Hätte mir das mit der fötalen Hirnentwicklung mal die Apothekerin gesagt, statt nur auf den Beipackzettel zu verweisen… Denn da steht natürlich bei praktisch jedem Medikament, dass man es als Schwangere nicht nehmen darf – ist aus haftungsrechtlichen Gründen ja auch klar. Insofern ist das halt keine ausreichende Entscheidungsgrundlage.

          Im Nachhinein also wohl das Urteil „Beratungstendenz korrekt, fallbezogene Begründung unzureichend“. Ich brauche halt immer mehr als diffuse Bedenken, um etwas zu glauben 😉

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    • Ziemliche Diskussionen, aber auch kein einfaches Thema: Medikation in der Schwangerschaft. Die erwähnte Website ist eigentlich ganz ok, trotzdem stimme ich mit deiner Apothekerin und Steven überein: Dextrometorphan würde ich nur im Notfall nehmen – also wenn das Husten so stark ist, dass es schlimmere gesundheitliche Auswirkungen haben könnte. Bei uns empfiehlt man in der SS Butamirat (ab dem 2. Trimenon) – das Problem ist halt wie überall: die Medikamente werden nicht an Schwangeren getestet … und ich möchte das eigentlich auch nicht, Live-test sozusagen. Weniger ist hier definitiv mehr.

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  12. Bei den ländlichen Apotheken hier vor Ort mag alles super laufen, wenn es um Schulmedizin geht. Wenn es um Alternativmedizin ging, da hörte ich viel zu oft: „Das gibt es nicht.“ oder „Das kann ich ihnen nicht bestellen.“. Und natürlich „Das weiß ich nicht.“

    Seitdem kaufe ich fast alles übers Internet und gehe nur noch für eine vergessene Packung Ibuprofen in die regionale Apotheke. Außerdem sehe ich nicht ein, dass ich für eine Beratung viel zahlen soll, die ich eh nicht bekomme. Die Infos, die für mich wichtig gewesen wären, die musste ich mir bisher IMMER aus Fachbüchern und aus dem Internet fischen, ist klar, dass ich es mir dort auch bestelle.

    Brauche ich etwas aus Österreich, mache ich es mittlerweile auch so, dass ich direkt ins Nachbarland fahre, um es mir zu besorgen. Hier höre ich nur, dass es das nicht gäbe. Dort dagegen sind die Apotheker so nett, dass sie es mir sogar nach Deutschland schicken, wenn sie es nicht da haben. Das machen sehr viele Kunden so, weiß ich von dem österreichischen Apotheker, denn unseren Apotheken ist das zu umständlich, selbst wenn der Kunde die höheren Transportkosten übernehmen würde. Und bei Fragen über Spagyrik oder Homöopathie sind die dortigen Apotheker eh viel fitter.

    Wenn ich dann hier höre, dass die regionalen Apotheken ums überleben kämpfen, dann wundert es mich nicht wirklich. Vor Ort kaufen doch nur noch diejenigen, die nicht mehr mobil sind, die kein Internet haben und vor allem diejenigen, die Dinge ohne eine Beratung brauchen.

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    • Apotheker, die „Alternatives“ wie Homöopathie anbieten, sind unseriös, weil sie wissen, dass das Quacksalberei ist.

      Immerhin ist Pharmazie ein anspruchsvolles Studium. Wer das absolviert hat, weiß nicht nur, dass das Kokolores ist, sondern auch warum.

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      • Ich vermute nur, dass es viele Apotheken aufgegeben haben, darüber zu diskutieren, weil die meisten PatientInnen ohnehin einer rationalen und medizinischen Begründung nicht zuhören würden. Die besseren murmeln dann halt etwas von »Das haben wir nicht, bekommen wir auch nicht«, die schlechteren verkaufen es, weil sie zumindest mit der Dummheit der Leute Geschäfte machen wollen.

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        • an homöopathie „glaubt“ man eben erst, wenn es wirklich geholfen hat. 😉

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        • Hallo emu,

          danke dafür, dass mir Dummheit bescheinigt wird. *schmunzel* Mit meiner „Dummheit „bin ich bisher ganz gut gefahren.

          Manche Apotheker sind derart beschäftigt Dummheit nur andern zuzuordnen, dass sie dummerweise übersehen, dass ihre Apotheke ohne Homöopathie und Alternativmedizin nicht zu halten ist. Blöd gelaufen.
          Vermissen werde ich solche dazulern-resistenten Apotheker nicht, selbst wenn ich weiter fahren muss. *zugeb*

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    • Hallo Tatzelwurm, was hast Du denn an seltsamen Dingen verlangt, dass die in der Apotheke aufgegeben haben?
      Normalerweise lässt sich fast alles über den Computer beim Grosshandel bestellen.

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      • Hallo Mr. Gaunt,

        z.B. Spagyrik Melisse, eigentlich nichts besonderes.
        Bei der Apotheke vor Ort hieß es „Das kann ich nicht bestellen.“, 50 km weiter in München-Neuperlach bei einem Apotheker, der ganz anders drauf ist, wäre dieser Satz nie gekommen. Bei dem wurde ich auch immer gut beraten. Aber wenn ich dafür 50 km fahren muss, dann verbinde ich das lieber gleich mit einer schönen Fahrt ins Nachbarland.

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        • Zusatz:
          Auch eine beliebte Aussage „Das gibt es nicht.“
          Nicht einmal, als ich ihr die leere Flasche als Beweis vorlegte.

          Und warum ist dann angeblich nur das Kundenverhalten dafür verantwortlich, dass gewisse Apotheken nicht überleben?
          Es gibt sehr viele Apotheken, klar, dass ich dann zu dem hingehe, der wirklich gut berät oder bei dem ich alles bekomme.

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        • „Alles“ hat keine Apotheke, aber es gibt solche, die mehr auf diese und jene, die mehr auf andere Bedürfnisse ihr Sortiment gerichtet haben.
          Ich muss auch gelegentlich sagen: „Das haben wir nicht, unser Grossist führt das nicht und wenn ich das direkt bei der Firma bestelle, verlangen die Porto und Einzelzuschlag.“ … und: nicht alles, was es gibt ist in den Computern mit den Artikellisten auch drin.

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        • Hallo Tatzelwurm,

          keine Frage, eine solche Apotheke ist was für den Eimer. Wer auf ein tatsächlich vorgelegtes Medikament mit „das gibt es nicht“ reagiert, der sollte den Markt seine Arbeit machen lassen und die Apotheke von der Bildfläche verschwinden lassen.
          Offenbar hat man Kundenservice nicht nötig. Wie Pharmama schon schreibt, kann man auf Anforderung exotischer Medikamente auch ehrlich antworten.

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  13. hallo pharmama,

    bei uns gibt es in der innenstadt eine apotheke, bei der ich mich sehr gut beraten fühle. ich brauchte letztens paracetamol und erwähnte der jungen aopothekerin (laut namensschild war sie apothekerin ;-)) gegenüber, dass ich die tabletten gegen migräne nehme. sofort wurde ich gefragt, ob ich mich kurz setzen möchte und ein glas wasser möchte, um die tabletten sofort nehmen zu können. fand ich sehr nett, immerhin kosteten die tabletten keine 2 euro.
    heute muss ich wieder hin, rescue creme kaufen. auch alternativ-medizin produkte bekommt man dort.
    auch die anderen angestellten sind alle sehr freundliche.

    liebe grüße,
    lenea

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  14. also ich habe bis jetzt nie eine wirkliche beratung in einer apotheke bekommen, wenn ich nicht danach gefragt habe. meistens gehe ich eigentlich mit rezept los, und da wird wohl immer von ausgegangen, dass der ausstellende arzt wohl nach anderen medikamenten, unverträglichkeiten etc gefragt hat. obwohl der das auch nicht tut, ich fühle mich dann während der das rezept schreibt immer dazu gezwungen, von mir aus zu erzählen, was ich so alles nehme und was mir nicht bekommt.
    ich habe vor einem jahr mehrere triamhexalinjektionen bekommen und hatte als nebenwirkung mehrere monate lang meine tage. in der zeit bin ich öfter umgekippt und habe einfach mal in einer der apotheken hier gefragt, was ich dagegen unternehmen kann. die damen dort meinten es würde an meinem hohen blutdruck liegen und haben mir cilazapril angeraten. das habe ich zufällig gleich danach einer freundin erzählt, die pharmazie studiert. sie hat nur die hände überm kopf zusammengeschlagen und meinte ich soll das unbedingt lassen und das cilazapril zurückbringen. in der apotheke wurde ich dann nur dumm angeschaut.
    außerdem merke ich oft, dass generika nicht erwähnt werden. wäre ich nicht so eine fleißige pharmamaleserin, wüsste ich ja nicht um dieser günstigeren alternative. ich frage nun immer danach und plötzlich hat man 10 euro gespart.
    ich fühle mich selten gut beraten. zu oft muss man von selbst fragen, ob das neue medikament in wechselwirkung zu meinem anderen steht.

    lg nora

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    • Ummm … aber das Cilazapril hast Du vom Arzt verschrieben bekommen, oder?
      Dass man von hohem Blutdruck umkippt …. eher von zu niedrigem, oder wegen der Anämie?
      Wenn Du in Deutschland bist: die dürfen ja nicht die Daten speichern, von dem her macht es Sinn, wenn man andere Medikamente nimmt, die jeweils anzugeben – oder eine Stammapotheke zu haben, wo man ein Dossier führt.

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    • Finde das wie Pharmama auch sehr ungewöhnlich. Schwindel von hohem Blutdruck? O.K., kann noch sein.
      Aber dass jemand einen verschreibungspflichtigen ACE-Hemmer empfiehlt? Da muss die ganz schön was geritten haben.

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  15. Fingerhut86

    Also erhlich gesagt ist mir diese Beratung in der Apotheke auch oft zuviel.

    Ok, vielleicht habe ich einen anderen Blickwinkel, weil ich ja was biologisches studiert habe und mich daher für einen mündigen Bürger halte, der in der Lage ist DEN BEIPACKZETTEL zu lesen.

    Ehrlich gesagt schreckt es mich sogar ab dass ihr in der Schweiz Patienten dossiers führen müsst. Ich will nicht dass die Apotheke über meine Bezüge informiert ist, da würde ich dann notgedrungen jedesmal woanders einkaufen.

    Da steht doch alles drin, Kontraindikationen, wechselwirkende Substanzen usw. Sollte ich einmal eine Begriff nicht verstehen dann schlag ich im Pschyrembel nach oder kann immer nochmal nachfragen.

    Abgesehen davon ist die Beratung hier in Deutschland, zumindest da wo ich wohne, nie so intensiv wie du sie bei dir im Block schilderst.

    Meist fragen die Leute vorher ob man das Medikament schonmal hatte (und schließen bei ja daraus man wäre bereits informiert) und beraten erst dann, ansonsten werden die Sachen aber meist einfach so über den Tresen geschoben.

    Ich habe eine Alte Nachbarin, für die hole ich einmal im Monat einen ganzen Schwung Medikamente (meistens die 100er Tramal + Antirheumatika), da hat noch nie einer gefragt ob die für mich sind, nur dass kaum eine Apotheke die 100er Tramal vorrätig hat und die immer bestellt werden muss.

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    • Tja, ich finde deinen Blickwinkel echt etwas einseitig…

      Erstens: ca. 10% der Bevölkerung kann nicht lesen! (10% der Schweizer-Wohnbevölkerung sind laut Bundesamt für Statistik Funktionelle Analphabethen…) Und die binden dir das bestimmt nicht auf die Nase, dass sie nicht richtig lesen können!

      Zweitens: Die Beipackzettel sind so kompliziert geschrieben, dass selbst ich als Apothekerin Mühe habe, das zu verstehen. (Fachwörter… Nicht alle Menschen haben studiert!)

      Drittens: Es steht nicht alles in der Packungsbeilage, was es zu wissen gibt…

      Ich kann ja verstehen, dass man sich ausgefragt vorkommt; es ist aber erstens notwendig und zweitens auch Plicht (!) nachzufragen…

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    • Zum Thema Beipackzettel:
      Der Beipackzettel hat nicht primär nicht die Funktion, den Patienten über das Medikament aufzuklären.

      Die Funktion des Beipackzettels ist eine rechtliche Absicherung des Herstellers des Medikaments gegen Schadensersatzansprüche von Patienten. Jede Nebenwirkung, die im Beipackzettel erwähnt wird, ist bekannt und kann erwartet werden und ist nicht verklagbar. Gegen jede Nebenwirkung, die im Beipackzettel nicht erwähnt wird und auftritt, kann ein Patient klagen.

      Daher steht beispielsweise bei jedem Medikament dabei: „Darf in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden“, auch wenn das Medi defintiv ungefährlich wäre (z.B. bei Aktivkohle). Die Patientengruppe ist hier zu klein, man sichert sich hier vorsichtshalber gegen Schadensersatzansprüche ab.

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    • Ich habe eine Alte Nachbarin, für die hole ich einmal im Monat einen ganzen Schwung Medikamente (meistens die 100er Tramal + Antirheumatika), da hat noch nie einer gefragt ob die für mich sind,

      –Vielleicht liegt das daran, dass das Geb.-Datum auf dem Rezept so gar nicht zu deiner äußeren Erscheinung passt 😉

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  16. Fingerhut86

    Blog nicht Block… lol

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  17. Fingerhut86

    Achja das wichtigste: Meine Gesundheit ist Privatsache und geht nur mich und den Arzt etwas an und nicht den Apotheker.

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    • Wird ein Medikament falsch abgegeben haftet der Apotheker… Und darum geht es uns tatsächlich was an… Und selbstverständllich ist es trotzdem Privatsachen: es gibt ja schliesslich ein Berufsgeheimnis!

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      • Natürlich geht das den Apotheker auch etwas an – nämlich in dem Moment, wo er auf deine Gesundheit (oder Krankheit) Einfluss nimmt, indem er Medikamente abgibt.
        Und was machst Du im Spital? Übergehst Du da auch die Krankenkschwestern?

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  18. Seit ich in der Schweiz lebe bin in durch und durch zufrieden mit der Beratung – und auch sonst allgemein mit der Dienstleistung der Apotheke. Manches mal hätte ich mir gewünscht doch etwas weniger Beratung zu erhalten, aber das ist mir eigentlich nur in Apotheken passiert in denen ich nur vereinzelt etwas kaufe. In meiner Stammapotheke werde ich auf den Punkt zu meiner Zufriedenheit bedient.
    Bei einfachen Medis die ich schon öfter bezogen habe bekomme ich die Sachen teilweise ohne Kommentar ausgehändigt. Wenn ich mal ohne Rezept für etwas aufschlage bekomme ich meist Vorbezug, oder auch schon mal eine grössere Packung, z.B für mein Cetallerg, damit ich nicht ständig wegen meinem Heuschnupfen zum Arzt muss.
    Gleichzeitig werden Rezepte immer sorgfältig geprüft, Medikamente werden besorgt oder auch mal in der ganzen Stadt herumtelefoniert wer der örtlichen Apotheken am Samstag mittag noch ein Medikament auf Lager hat. Eine Gebärmutterentzündung am Samstag vormittag diagnostiziert zu bekommen stellt mitunter grosse logistische Anforderungen an so eine Apotheke 😉

    Insgesamt kann ich den Apotheken im Raum Zürich jedenfalls nur Bestnoten geben: Gute Beratung, stets freundlich und höflich, meist auf meinen Geldbeutel bedacht, hilfreich auch bei Blessuren uswusf….

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  19. Ich war neulich ziemlich entsetzt.

    Ich hab in letzter Zeit ziemlich mit Reiseübelkeit zu kämpfen. Ich habe meinen Neurologen darauf angesprochen und er hat mir MCP aufgeschrieben. Ich hab vorher schon daran gedacht und in der Roten Liste nachgeguckt – Epilepsie ist eigentlich eine Kontraindikation. Er hat mich dann beruhigt und ich habe auch von anderen Patienten gehört die das problemlos vertragen.
    Als ich dann das Rezept über Lamotrigin und MCP bei uns in der Dorfapotheke abgegeben habe, kam kein Kommentar und keine Nachfrage ob ich weiß, dass das eigentlich keine gute Kombi ist…. Ich hätte ihnen mehr zugetraut…

    (PS: Das MCP liegt noch in der Schublade – ich bin in letzter Zeit um größere Busfahrten drumrum gekommen und Auto darf ich endlich wieder selbst fahren)

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  20. antagonistin

    Da ich seit Jahren nur noch übers Internet bestelle, beziehen sich meine Erfahrungen auf die Zeit davor.
    Eine wirkliche Beratung habe ich nie gesucht, weil ich entsprechende Fragen keinem Apotheker, sondern nur meiner Ärztin stellen würde. Die wenigen Male, die ich – z.B. weil es eilig war (akute Erkältung o.ä.) – in der Apotheke direkt Fragen hatte (anstatt beim Arzt) wurde ich zwar freundlich bedient, die „Beratung“ hatte allerdings eher einen geschäftstüchtigen Anstrich. Kurzum: wenn ich noch Klärunsgbedarf habe, informiere ich mich bereits vor dem Apothekenbesuch, damit ich dort dann schon weiß, was ich brauche und nicht, was ich noch zusätzlich alles brauchen „könnte“.

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    • Dann hoffe ich, dass die Ärztin ziemlich fit ist und gutes Medi-Know-How genug hat. Denn die Arzneimittelspezialisten findest Du eher in der Apotheke.
      Es gibt unter der Ärztezunft sehr viele, die besonders von Interaktionen keine Ahnung haben (und keine Software) und von Besonderheiten bei speziellen Arzneiformen erst recht nicht. Was die Arzneimittelkenntnisse angeht, sind die Qualitätsunterschiede bei den Ärzten leider extrem von super informiert bis null Ahnung.
      Schade, dass Du in den Apotheken bisher keine so gute Erfahrungen gemacht hast.

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      • antagonistin

        Keine Sorge, ich habe eine Ärztin, die fit ist und auch mitteilt, wenn sie zu einem Thema selbst noch Wissensbedarf hat und sich entsprechend schlau macht bei Bedarf. 🙂
        Bislang habe ich noch keine komplizierten Medikamente benötigt. Sollte das so sein, werde ich mich natürlich umfassender informieren, als das bisher der Fall war. Allerdings würde ich das nach wie vor eher nicht in einer Apotheke machen, letztlich wegen der Reihenfolge beim Prozedere. Ich käme nicht auf den Gedanken, in eine Apotheke zu gehen, um mich dort nach der Wirkweise von Medikamenten zu erkundigen. Wenn ich welche brauche, dann ist die Infoeinholung letztlich vor dem Kauf schon längst „abgeschlossen“. Ich habe eine Apotheke nie anders wahrgenommen, als ein Geschäft, somit habe ich auch keine wirklich negativen Erfahrungen gemacht (mal von der zu vernachlässigenden Geschäftstüchtigkeit abgesehen). Nichts gegen Apotheker und ihre pharmakologischen Kenntnisse, aber wenn ich wirklich krank bin, informiere ich mich grundsätzlich vor einem Einkauf und nicht erst währenddessen.

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        • Klingt nach einer guten Ärztin, besonders weil Sie offen keinen Allwissenheitsanspruch stellt gegenüber den Patienten.

          In der Apotheke und auch der Medizin hat man es nicht immer mit den mündigsten Kunden zu tun, deshalb gehört eine gewisse Grundskepsis quasi zur Sorgfaltspflicht.

          Leider kommen immer wieder Leute vor, die nicht die intelektuelle Kompetenz haben, sich (wie Du vermutlich schon) sorgfältig und auch skeptisch zu informieren. Mal eben kurz gegoogelt oder im Kleingartenverein-Forum die Frage ins Netz gestellt, schon halten sich Leute für Prof. Dr. med. bei gleichzeitig passender Arroganz-Entwicklung, die nur mit Mühe die Hauptschule abgeschlossen haben.

          Das ist dann sehr unangenehm, wenn man denen davon abraten muss, dass ASS gegen Magenschmerzen hilft.

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  21. Erstmal ein großes Lob für dein Tolles Blog, ich lese schon eine gefühlte Ewigkeit mit und schwanke zwischen Lachen und Mitgefühl, also weiter so.
    Aber nun zum Thema:

    Nun ich habe in letzter Zeit verschiedene negative Erfahrungen in „normalen“ und „Ketten“ Apotheken in Deutschland gemacht

    Variante a.) Die Ketten Apotheke bietet Paracetamol für 50 cent pro 20 Stück an, ich konnte ohne schiefen Blick oder Nachfrage insgesamt 5 Packungen also 100 Tabletten kaufen, nein nicht für mich mehr Beruflich in der Pflege und wir verteilen die nicht alle auf einmal

    Variante b.) Ich habe nach einer schmerzhaften Muskelzerrung Novalgintropfen verschrieben bekommen, habe das Rezept in einer mir fremden Apotheke abgeben die Flasche bekommen und noch gewohnheitsmässig nach Nebenwirkungen gefragt, zur Antwort bekommen „Nein das ist Nebenwirkungsfrei“ habe dann aber nicht weiter nachgebohrt, ich habe ja so eine grobe Idee was das Mittel tut und was nicht, das ich nach einigen Tagen die Urinverfärbung hatte hat mich deshalb nicht weiter gewundert aber ich vermute „Laien“ währen zu mindest beunruhigt gewesen

    Variante c.)
    Ich bin wieder in eine andere Apotheke auf dem Weg zur Arbeit noch kurz Injektionsnadeln besorgen, man hat mich angeschaut wie ein Alien und mir komentarlos die Abgabe verweigert auf Nachfrage bekam ich folgende Begründung: Sie dürfe das nicht verkaufen da ja jede behaupten Könne sie bräuchte die Nadeln Beruflich, ich bin nach kurzer Diskusion dann gegangen und habe mich gefragt was daran schlimm gewesen wäre mir die Nadeln zu verkaufen selbst wenn ich damit illigale Drogen konsumieren würde sollte es doch auch moralisch besser sein ich kaufe sauberes Verbrauchsmaterial als das ich es wiederverwende oder gar mit jemanden austausche…
    oder sehe ich das falsch ? oder übersehe ich irgendeinen groben Unfug den man mit Injektuonskanülen treiben kann ?

    Vielleicht sollte ich mich auf die Suche nach einer Stammapotheke machen, aber ich brauch die zu selten.

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    • Ugh. 100 Tabletten aufs Mal?
      Ich habe für unsere Apotheke eine Regel: Wenn es von einem Medikament eine rezeptpflichtige Variante gibt, darf der OTC-Verkauf diese Menge nicht übersteigen. Also z.B. Claritin, 10 rezeptfrei, 30 auf Rezept, also maximal 2 Packungen pro Stück.
      Dann gibt es noch die Medis die gerne missbraucht werden, von denen gibt es pro Einkauf nur 1 Packung …
      natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, aber kommentarlos finde ich die Abgabe ein bisschen …. hart.

      Novalgin hat eine sehr gefährliche Nebenwirkung auf die man die Kunden unbedingt aufmerksam machen muss: Neutropenie… bei Fieber, Halsschmerzen etc. muss die Behandlung abgebrochen und ein Bluttest gemacht werden. Nebenwirkungsfrei ist sowieso NIX.

      Was die Nadeln angeht: Bei uns darf man die verkaufen – auch an Drogensüchtige. Ich finde es ist immer noch besser als die Alternative: sich ev. mit gebrauchten Nadeln irgendetwas einfangen. Aber die Gesetze sind in Deutschland und Österreich da etwas anders?

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      • Also wir (in DE) verkaufen auch Nadeln, auch an Drogensüchtige. Eben aus dem Grund, dass sie sonst benutzte Nadeln nochmal nehmen.
        Müsste nachschauen, wie da die Gesetzeslage ist, aber mir ist da so gar nichts bekannt… :-O

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      • Spritzen und Kanülen dürfen auch in D abgegeben werden, warum sollten sie auch nicht.
        Es soll aber da durchaus ein paar Apotheker geben, die aus „moralischen“ Gründen was dagegen haben…

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        • Oder z.B. in Bahnhofsnähe keine Einzelspritzen verkaufen, weil sonst alle 5 Minuten Klientel in der Apotheke steht, das auf den Rest des Publikums abschreckend reagiert (div. Ärzte inkl. Kinderarzt in Haus).

          Dafür hat mein Chef die Aidshilfe grosszügig mit Material versorgt.

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  22. Der skurrilste Fall von „Beratung“ in einer Apotheke geschah mir in Berlin-Neukölln. Wegen eines ärztlicherseits unzureichend versorgten Knieproblems hatte ich mir Privatrezepte für Tramal als 100mg-Retardtabletten in 10er-Packungen verschafft, da das offiziell verordnete Ibuprofen weitestgehend nutzlos war und ich aber arbeitstechnisch funktionsfähig bleiben mußte.

    Das hatte auch eine Weile ganz gut funktioniert. — Bis ich in dem dubios beleumundeten Stadtteil einem südländischen Apotheker eins dieser Rezepte gab. Der musterte das (völlig echte) Rezept, musterte dann mich, kniff die Augen zusammen und verschwand nach hinten und stellte mir wortlos eine Flasche mit 100ml Tramal-Tropfen auf den Tresen.

    Das entsprach nach meiner späteren Berechnung ungefähr dem 500fachen Wirkstoffgehalt der auf dem Rezept angegebenen Tabletten.

    Ich schluckte, lächelte, zahlte und verabschiedete mich; auch mein Gegenüber verlor kein unnötiges Wort.

    Ich mag nicht wissen, wofür der mich gehalten hat. Zugegeben … ich trug eine etwas abgerissene Jacke, einen relativ undefinierbaren Hut und war nicht wirklich sauber rasiert. — Aber reicht das aus, um jemanden nicht nur für einen Opioid-Erschleicher zu halten, sondern ihm dann den vermuteten Wunsch ohne eine einzige Frage auch noch bis zur maximalen Packungsgröße zu erfüllen?

    Das ist natürlich auch eine Form von Beratung. Ggf sehr effizient, einerseits, aber hier auch sehr danebengetroffen und bei unbedarften Anwendern sicher auch nicht ganz ohne Risiko.

    (Ich hab das Zeug nicht allegekriegt. Zur Abwehr tatsächlicher Probleme erschienen mir die Retardtabletten nicht nur wirksamer, sondern auch um Längen weniger suchtfördernd.)

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  23. DelfinStern

    Also in der Stammapotheke wurde ich noch nie groß gefragt, hab bisher aber auch nur die Pille und letztens den Azaronstift (instektenstiche) geholt. Bei Bekannten wurde bei Asprin nachgefragt ob sie das schon mal hatten und bei „ja“ nichts weiter gesagt. Beratung find ich gut, solang keine anderen Kunden hinter mir stehen, was geht die das an ,was ich für ein Medikament nehm. Wenn ich mir unsicher bin, frag ich direkt nach.

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  24. Grundsätzlich finde ich Nachfrage und Beratung in der Apotheke okay. Die wollen mir ja nichts Böses damit, und ich finde es auch gut, dass einem die Dosierung etc noch einmal erklärt wird (vor allem bei Medikamenten, die man zum ersten Mal hat oder eher selten nimmt).
    Bei Medikamenten gegen chronische Krankheiten reicht oft ein kurzes „Jop“ auf „Sie wissen, wie man das nehmen muss?“ Klar, chronisch, die Wahrscheinlichkeit, dass das Medikament schon zum Alltag gehört, ist hoch.
    Das einzige Mal, wo mich die Nachfragerei genervt hat, war, als ich einmal meinen Medizinschrank aufgestockt habe. Da kam ich dann mit Dolomin, Talcid und diversen anderen Mittelchen und bekam gratis einen Vortrag dazu, dass meine Magenschmerzen von der Mischung kommen könnten. Dass ich die Tabletten nur sporadisch bei Bedarf und sicher nicht zusammen nehme, wollte sie nicht so recht glauben.
    Ist ja nett, dass sie mir das nochmal sagt, aber der Ton… nun ja. Hatte wohl einen schlechten Tag 😉

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  25. Über meine Erfahrungen mit österreichischen Apotheken, die zu 90% einen Hang zu Placeboverkauf und verrechnungstechnischer und medizinischer Inkompetenz haben, habe ich mich in einigen Kommentaren hierblogs ja schon ausgelassen 🙂

    Die einzig wirkliche positive Erfahrung war eine Apothekerin, die mein Isotretinoinrezept eingelöst hat, mir dann erklärt hat, warum die von der Hautärztin verschriebenen Pflegemittel (mit Paraffin, weil es so lustig ist) nicht funktionieren können und mir um ein Fünftel des Preises zwei Heilcremen gegeben hat, die dann tatsächlich gut gewirkt haben. Der Chef meiner damaligen Stammapotheke hat zwar irgendwas von eigenen Erfahrungen in den Bart gemurmelt, aber außer einer Vitamin-A-Schleuder (ganz prima bei Isotretinoin) ist ihm nichts sinnvolles eingefallen.

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  26. Vorweg: ich weiß idR was ich brauche und sage dann auch direkt die Medikamentennamen und Dosierungen.

    In den allermeisten Fällen bekomme ich da keine Beratung. Bestenfalls zeigt man mir noch 2-3 Alternativen von anderen Firmen, dann darf ich bezahlen und gehen.
    ABER: fast immer wenn der oder die Chefin (also studierter Pharmazeut) mich direkt bedient, fragt der mich, wieviel ich davon nehme, wofür und für wen das ist und so weiter.

    Letztens habe ich Paracetamol gekauft, die brauche ich bei den durch Schlafmangel verursachten Migränen. In der Stillzeit ist nicht viel anderes erlaubt und nach Rücksprache mit dem Arzt darf ich 2 auf einmal einnehmen, was auch wunderbar wirkt. Wie der Apotheker die Bestellung an den Computer schickte, fragte er noch, ob ich Fieber hätte oder wofür ich das brauche. Ich antwortete in Gedanken „wegen dem Schlafmangel“ und er schaute ganz geschockt 😀 Ich hab ihn dann schnell aufgeklärt, dass der von den beiden Kindern ausgeht, die vor der Tür im Radhänder saßen und dass ich deswegen Migräne kriege. Dann war er beruhigt.

    Aber auch die Apothekenchefs und Chefinnen beraten nicht immer sondern neigen oft dazu, mich schnell abzufertigen. Auch wenn keiner hinter mir steht.
    Ist also völlig unterschiedlich.

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    • Die Tagesform kann unterschiedlich sein, klar. Und wenn man merkt, dass jemand drauskommt, fragt man auch weniger. Dass Apotheker grundsätzlich mehr fragen … das ist ein wenig „unsere“ Berufskrankheit.

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  27. Ich bin eher überrascht, wie ernst Du die Geschichte mit der Beratung nimmst.
    Ich kenne das nicht, in den Apotheken wo ich bisher eingekauft habe, war das eher so das Gefühl, man ist auch bereit, mir den größten Quatsch zu verkaufen Hauptsache Umsatz.

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  28. Also, dann nochmal zu meinen Erfahrungen. Ich habe seit guten 8 Jahren eine Stammapotheke bei uns im Ort – und bin sehr zufrieden. Sowohl PTAs als auch die Apotheker sind sehr nett und immer freundlich – auch wenn der Bär steppt und / oder man wirklich mal im Notdienst da erscheint und den Apotheker aus dem Bett klingeln muss (ich mache das nicht gern, aber bei massiven Ohrenschmerzen, einem Kleinkind zu Hause und der nächste ärztliche Notdienst 30km entfernt blieb mir nix anderes übrig).
    Beraten wird immer gern, kurz und knapp – aber man wird auch gern ausführlicher beraten, wenn man nachfragt oder auch nur verständnixlos guckt. 😉
    Bei der Pille werde ich mittlerweile nicht mehr gefragt, ob ich die kenne ;), Einnahme und Dosierung von Husten- und Schmerzmitteln werden während des Einscannens/Kassierens kurz und knapp (das Wichtigste: vor/nach/während des Essens, wie oft, wieviele) erklärt = für mich perfekt. Kein Zeitverlust und man weiß trotzdem Bescheid.
    Ein schönes Beispiel zum Thema Globuli: mein Sohn hatte mit ca. 1 Jahr Dellwarzen am Oberkörper. O-Ton des Arztes „das geht von allein weg, in 1-2 Jahren hat er es überstanden“. Es wurden immer mehr, aus 2 wurden über 40, sehr juckende Warzen. Daraufhin bin ich in besagte Apotheke gegangen und habe gefragt, ob es was gegen den Juckreiz gibt. Der Apotheker hat sich das angesehen und mir empfohlen, Thuja Globuli 3* täglich 5 Stück und Thuja Tinktur 3* täglich zu probieren. Siehe da – nach 2 (!!!) Wochen waren alle Warzen verschwunden.
    Ich glaube nicht an die Wirkung von Globuli (KÖNNEN ja nicht wirken) – aber in diesem Fall hat es geholfen. 😉

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    • Ach: sag niemals „nie“ – es gibt halt wirklich Sachen, da hat die Schulmedizin Grenzen, Dellwarzen sind ein gutes Beispiel dafür.

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    • Oh, Dellwarzen hatte Sohnemann auch schon. Wir haben Infektodell (oder so, müsste ich nachschauen, ob wir die noch haben) bekommen und es hat recht lange gedauert, bis die weg waren.

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    • Vielleicht hat da auch die Thuja Tinktur gewirkt 🙂 …. schließlich enthalten Thujen cytostatisch wirkende Substanzen.

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      • Macht ja nix – Hauptsache es hat geholfen. 😉 Allerdings ist die Tinktur ja auch: besteht aus Thuja Dil D1 16,7 g in 100 ml 60 Vol % Alkohol als Lösungsmittel = auch verdünnt (wenn auch natürlich nicht so stark). Egal wie, die Kombi hat geholfen und bei Zahnweh helfen Globuli auch – auch wenn ich der Meinung bin, dass es durchaus sein kann, dass das Lutschen und auf was anderes konzentrieren hilft.
        Ich bin jedenfalls der Meinung, dass Globuli durchaus helfen können – aber nicht immer der Weisheit letzter Schluss sind. 😉

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  29. Beratung bekomme ich nie. Ich werde stets mit den Worten abgespeist: „Das wissen Sie ja …“

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  30. Direkte Beratung vom Apotheker aus hatte ich so noch nie – weder bei Paracetamol/Dolormin noch bei Halstabletten [Dolodobendan?]. Auf Nachfragen wurde glücklicherweise immer reagiert und bei Sachen wie Antibiotika kommt immer das standardmäßige „Ich schreibe es Ihnen nochmal auf die Packung..“. Ist auch okay, aber so ausführlich wie Du immer berichtest.. noch nie erlebt. Aaaber als ich mal eine Apotheke „auf der Durchreise“ aufgesucht hab – Pillenrezept vom FA und direkt in die nächste Apotheke – da hat mich die Dame ganz schüchtern gefragt, ob ich weiß wie ich die zu nehmen hab. Fand ich goldig, enttäuschen musste ich sie trotzdem – mittlerweile weiß ich das. 😉

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    • Die Frage ist aber mehr als berechtigt!
      Ich erlebe immer wieder Frauen, die schon seit Jahren die Pille nehmen, aber scheinbar nicht wissen, wie sie sie zu nehmen haben und wann (AB, Johanniskraut, Durchfall, Erbrechen) zusätzliche Verhütung angebracht ist.

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      • die frage ist wirklich berechtigt – va wenn man die Fälle liest, die Pharmama hier schon beschrieben hat (Falsche Anwendung).
        mir hat die Frauenärztin die Einnahme erklärt, und als ich mal wg Blasenentzündung AB nehmen musste hatte der (Allgemein-)Arzt von selbst nachgefragt ob ich die Pille nehm und mich über die Wechselwirkung aufgeklärt…

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        • Klar ist die Frage berechtigt – in der ersten Apotheke [Stammapotheke!] wäre ich noch froh gewesen, wenn mich jemand gefragt hätte – eben weil das meiste doch nur Halbwissen ist. Nein, ist nicht – aber dann in ner fremden Apotheke.. fand ich halt toll. 😉
          Was Wechselwirkungen mit Antibiotika angeht, da haben mich die meisten Apotheker[innen] übrigens groß angeschaut, wenn ich danach gefragt hab..

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  31. Wir haben im Nachbardorf eine Apotheke, die ich nur im Notfall besuche. Der Chef und unter seinen Argusaugen auch die Angestellten beraten bis zum Umfallen. Diskretion? nie was von gehört. Da wissen dann alle Anwesenden, das bei dem verordneten Vaginalzäpfchen gegen XY unbedingt auch der Partner behandelt werden soll. *röchel*. Einfach so eine Schachtel Ibuprofen kaufen? neee – nur mit ganz ausführlicher Beratung.

    Im Städtchen, etwas weiter weg, werde ich nett und zuvorkommend bedient, bei Bedarf beraten, es bekommt trotz 3 Bedienfeldern nicht jeder mit, was man hat und was man dagegen bekommt, es gibt je nach Artikel eine kleine Einweisung oder eben auch nur ein Verkauf und wenns von Wichtigkeit ist, auch eine ausführliche Beratung.
    Und wenn der gewünschte Artikel bestellt werden muß, bekomme ich es am nächsten Vormittag kostenlos nach Hause geliefert.

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    • Dorf ist halt so eine Sache, aber Recht haben sie mit der Partnertherapie. Allerdings wenn man für solch‘ eine Beratung den „RIIIIITAAAA Watt kosten die Kondome“-Effekt hinnehmen muss: Dann lieber ein paar km weiter.

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      • Es gibt tatasächlich so den Effekt, dass man (oft nach ein paar Jahren Arbeit in der Apotheke) das Gefühl für Diskretion ein bisschen verliert. Man hat schon so viel gesehen und gehört und fängt dann an zu denken „Mich stört das ja nicht (oder ist mir nicht peinlich, also stört das den Kunden auch nicht“ – … dass das ein Trugschluss ist, muss man sich immer wieder bewusst machen. Es tut wirklich gut, mal auf der anderen Seite der Theke zu stehen – zum Beispiel, wenn man eine andere Apotheke besucht.

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  32. Beratung in der Apotheke? Kenn ich nicht. Ich war die letzten Jahre leider öfter dort, als mir lieb ist, die Auswahl der Apotheke ist eher zufällig – halt da wo ich grad‘ vorbeifahre. Es wurde nie nachgefragt, ob und was ich sonst so an Medikamenten zu mir nehme, ob ich die Einnahme erklaert haben möchte etc. In den seltenen Fällen wo ich nicht wirklich weiss, was ich will (nur wogegen), habe ich stets das Gefühl, dass da einfach irgendwas aus dem Regal genommen wird, was halt da ist.

    Da ich zu den Leuten gehöre, die z.B. kein Pfefferminz- und Menthol-Geschmack mögen, ist das schon zum Teil sehr aufregend? Lutschtabletten gegen Husten? Scheint es nur in Pfefferminz zu gehen. Dito gegen Sodbrennen.

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    • Also Sachen gegen Sodbrennen kenne ich in den Geschmäckern Pfefferminz, Spearmint, Frucht und Zimtkaugummi. Aber es stimmt die sind dann nicht mehr Kautablette, sondern flüssig.
      Hustenlutschbonbons statt -Tabletten nehmen, dann kannst du auch unter mehr Geschmacksrichtungen wählen.

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  33. Als ich für meine Mutter „irgendwas gegen Zahnschmerzen“ hohlen wollte wurde ichganz gut beraten wollt erst was mit ASS haben, aber mir wurde zu Ibuprofen geraten, was echt besser wirkt :p

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  34. Bei meiner Stammapotheke hat der Inhaber gewechselt und seitdem hat die Beratung auch nachgelassen.

    Als ich mal was gegen Halsschmerzen brauchte und wegen der Werbung auf Dolobendan gekommen war, hat die Apothekerin es mir einfach so verkauft und meinte, jaja-dashilft. Was sie mir nicht gesagt hat, dass in den Tabletten so ein Betäubungsstoff ist (eben gegen die Schmerzen), der aber als Nebenwirkung die Empfindlichkeit der Zunge stark einschränken kann. Das fühlt sich dann so an, als obman beim Zahnarzt die Betäubungsspritze bekommt und dann eine dicke taube Zunge hat.

    Also darauf wär ich gerne hingewiesen worden…

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    • Hmmm, die meisten Hals-schmerz-lutschtabletten enthalten das eine oder andere lokale Betäubungsmittel (erkennt man am -cain auf der Liste der Inhaltsstoffe) und einige der anderen Wirkstoffe die man darin verwendet haben eine ähnliche Wirkung. Ich weiss nicht, ob ich da speziell darauf hingewiesen hätte.

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  35. Fleissige Leserin

    Gerade heute wurde ich sehr gut beraten.
    Mein Sohn wachte heute Morgen mit Ohrenschmerzen auf. Ich fragte in der Apotheke nach Ohrentropfen. Die Frau empfahl mir, den Arzt aufzusuchen, da sie auf eine Mittelohrentzündung tippte. So ging ich ohne einen Franken ausgegeben zu haben von dannen.
    Tatsächlich war es eine MOE. Ich fand es super, dass mir die Frau nicht noch weiss was ich verkaufen wollte. In diese Apotheke werde ich bestimmt wieder gehen!

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    • Ohrenschmerzen, v.a. bei Kindern und auch bei Erwachsenen, da schicken wir die Patienten auch meist weiter. Da gibts relativ wenige Tropfen, die man ohne Rezept bekommt. Die verhindern teils noch, dass der Patient merkt, wenns schlimmer wird. Also besser zum Arzt 🙂

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  36. Es scheint schwierig zu sein, das richtige Mass Beratung zu finden – zwischen „Gesundheit ist Privatsache“ und ausführlichen, grundsätzlichen Gesprächen ist ja alles möglich –
    vielleicht sollten wir zwei verschiedene Kassen einrichten:
    Mit und ohne Beratung – aber wissen alle, wo sie sich anstellen sollen ? Gerne sind ja Kunden auch mal komplett auf dem Holzweg ….

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  37. So, bevor ich die ganzen anderen Kommentare lese, eine meiner Erfahrungen:
    Vor über 20 Jahren wurde bei mir eine Allergie auf Panthenol festgestellt. Einige Jahre später wollte ich Make-up kaufen und bin extra in die Apo (Erklärung: Bei Make-up mussten damals die Inhaltsstoffe noch nicht vollständig deklariert werden, in einer Apo hoffte ich einfach auf mehr Verständnis und Sachverstand).
    Die haben auf die Packung geguckt (kein Panthenol) und noch in ihre „Geheimlisten-im-Hinterzimmer“ geguckt: immer noch kein Panthenol. Gekauft, benutzt und nach 2-3 Tagen (und Anwendungen) kriegte ich einen höllischen Juckreiz im Gesicht, optisch war nichts zu sehen. Freundlicherweise konnte ich das Produkt in der Apo umtauschen.
    Ich bin dann einige Wochen später in ein andere Apo und habe mein Problem erklärt. Auch er schaute auf die Packung und dann in seine „Geheimliste“: kein Panthenol. Der nette Apotheker hat dann -über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen- den Hersteller drei (!) Mal per Fax angefragt, ob wirklich kein Panthenol drin ist! Denn ich wollte nicht nochmal Versuchskaninchen spielen… Nachdem der Hersteller schriftlich bestätigte, daß der Wirkstoff nicht enthalten ist, war der Service der Apo mir die 40 DM (Anfang der 90er) dann auch wert (im Kaufhaus hätte ich das für DM 30 oder so bekommen!)
    Mittlerweile gilt Gottseidank auch für Make-up (und Shampoos u.ä.) die Pflicht zur Volldeklaration … wieso ist Panthenol eigentlich in so vielen Sachen drin, obwohl es ein bekanntes Allergen ist? *seufz*

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  38. Ich habe die Erfahrung gemacht, ich bekomme meine Medikamente immer ohne Beratung – zumindest hat mich noch nie einer gefragt, was ich noch nehme oder wie ich ein Medikament nehmen soll. Gut, dass ich beruflicherweise Erfahrung mit Medikamenten habe, denn die halbe Verwandtschaft ruft an, wie sie welches Medikament nehmen sollen (ich schilesse daraus, das Beratung in unserer Gegend wirklich selten ist). Allerdings habe ich eine Stammapotheke die hervorragend berät, was hömöopathische Medikamente oder anderweitige nicht-rezeptpflichtige Produkte angeht, die einem nichts aufschwatzt oder auch mal eine Produktprobe hat: Auf Nachfrage erklären die auch die Medikamente, aber anscheinend gehen sie davon aus, dass man weiss, wie man seine Dauermedikamente nimmt oder man den Beipackzettel liest. Und für meinen Sohn gibts immer ein Poster und Traubenzucker ungefragt (das letzte Mal in einer anderen Apotheke bekam ich die Antwort „unter 20 Euro gibts kein Poster“).

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  39. diedaunten

    Ich hab eigentlich auch nur gute Erfahrungen gemacht. Von „Möchten sie die Kopfschmerztablette gleich nehmen? Hier ist ein Glas Wasser“ bis hin zum Hinweis, daß man Talcid nur im 2-Stunden-Abstand zur Pille nehmen soll (Steht in keiner der Packungsbeilagen und hatte mir auch kein Arzt gesagt). Einmal bin ich auch sehr freundlich beraten worden, als ich einen Ausschlag unter einem abnehmbaren Gips hatte (klar, bei 35 Grad Außentemparatur) und habe ein gutes Puder bekommen.

    Bei „meiner“ Apotheke wird wirklich immer gut beraten. Ich habe irgendwann mal Antbiotikum bekommen und mich gewundert, da der Arzt sagte „eine Woche lang je 1 Tablette am Tag“ und ich eine 20er-Packung da liegen hatte. Ein Anruf hat’s dann geklärt – die Packungen für 7 und 20 Tabletten sehen exakt gleich aus, bis auf eine Mini-Zahl am Rand, so daß sie falsch eingeräumt worden sind. Die waren äußerst dankbar für den Anruf und haben’s umgetauscht 🙂

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  40. Ich bin neulich an eine SEHR engagierte Apothekerin (oder Mitarbeiterin?) geraten! Hat zwar wenig mit Beratung zu tun, sollte aber mal erwähnt werden! Ich wollte eine bestimmte Creme, die ich schon länger kenne, die sie aber nicht in ihrem Programm fand. Daraufhin fragte sie nach allem, was mir noch einfiele, was auf der Dose stand: Name im Detail, genauer Firmenname, … Das alles probierte sie dann in unzähligen Kombinationen und bei verschiedenen Programmen/ Grossisten (?) aus und fand es TATSÄCHLICH!!! Zwar nur eine Mini-Packung für die Handtasche, aber immerhin. Ich war richtig beeindruckt!

    Ansonsten gehe ich immer in verschiedene Apotheken, wo ich eben gerade bin. Deswegen bin ich häufiger in 3-4 davon. Egal, wo ich bisher war, zu ausführlich war bisher keine Beratung. Meist nur auf Nachfrage, sonst kam nur manchmal ein „Sie wissen, wie Sie’s nehmen müssen?“ Wenn ich aber gefragt habe, bekam ich fast immer eine erst einfache, evtl. dann genauere Beratung, bis ich alles verstanden hatte.
    Unangenehm finde ich nur, wenn sich die Erklärungen von Arzt und Apotheker wiedersprechen – ich habe es dann so gemacht, wie die Erklärung, was dem Beipackzettel ähnlicher war.

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  41. Naja,
    nachdem ich seit mehr als 5 Jahren mein L-Thyroxin in ein und derselben Apotheke besorge, die darüber hinaus noch mein Kundenkonto bei jedem Besuch einsieht, fand ich es neulich echt *over the top*, mir zu erzählen, wann, wie und in welcher Dosierung ich das nehmen soll.

    Danke, aber wirklich: Nein, danke!

    Beste Grüße
    edda.

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  42. Ich hatte bisher nur gute Erfahrungen gemacht, es waren immer freundliche Nachfragen. Da ich eher extrovertiert bin, macht es mir auch nichts aus, solche Fragen zu beantworten. Nur wenn ich etwas fürs Pferd kaufe, würde ich das am liebsten nicht sagen – musste allerdings die Erfahrung machen, dass ich da ebenso gut beraten wurde 🙂

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  43. Ich habe eine Apotheke quasi auf der anderen Straßenseite. In die gehe ich aber nur in aller, aller größten Notfällen, weil ich das Gefühl habe, dass der Apotheker meine Sprache nur zum Teil versteht. Außerdem ist die Mittagspause von drei Stunden auch eher unpraktisch (aber verständlich, wenn der arme Kerl da alleine hockt).

    Meine Stammapotheke ist zwei Haltestellen von mir entfernt, aber ich fühle mich dort absolut gut beraten und man war auch noch nie unfreundlich zu mir. Und dank meiner Migräne und etwas pflegebedürftigen Mandeln bin ich nicht gerade selten dort.
    Die Damen haben mir schon ein paar mal aus der Patsche geholfen und ja… Ich fühle mich dort einfach wohl.

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  1. Pingback: Beratung in der Apotheke – Nachgefragt | CookingPlanet

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