Schrecksekunde

Heute morgen beim Einkaufen – einmal die Woche fahre ich zusammen mit PharmOma und Junior eine Runde gross einkaufen – wenn ich das gut plane, reicht das dann wieder fast für die ganze Woche.

Jedenfalls sind unterwegs – und da gibt es ein Teilstück, das ich gar nicht mag. Auf ca. 200m führen 2 befahrene Schnell-Strassen zusammen – und dahinter trennen sie sich wieder. Das bedeutet das auf den 200m die Autos häufig von der linken Seite auf die rechte Seite wechseln – und umgekehrt. Ausserdem hat es genau da noch eine Einfahrt auf der linken Seite aus einem Gewerbegebiet, die ich bisher aber nicht gross beachtet habe, weil es eine Einfahrt ohne Vorfahrt ist.

Bis heute – da fährt, genau als wir kommen, ein Lastwagen mit Anhänger zu der Einfahrt. Hmmm … irgendetwas ist seltsam – Ihr kennt das Gefühl, das man bekommt, kurz bevor man einen Verkehrsteilnehmer etwas falschmachen sieht? Jedenfalls: der Lastwagen zieht raus! Und mir auf der linken Fahrspur kommend blieb entweder die Variante ihm mit 60 Km/h in die Seite zu knallen, oder auf die rechte Fahrspur auszuweichen. Keine Zeit mehr zu schauen, ob da etwas kommt von hinten…. meine Mama schreit, ich beisse mir auf die Lippen und steure.

Es kam nichts.

Aber was einem nach so etwas alles durch den Kopf geht. Die gegen den anderen Fahrer gerichteten Flüche lasse ich jetzt mal aus. „Ich hätte hupen sollen!“ (Keine Zeit), „Was, wenn da ein anderes Auto gekommen wäre?“ (zum Glück nicht), „Das wäre ‚toll‘ gewesen – wenn mein Kuschelbär wegen uns einen Feuerwehreinsatz gehabt hätte und uns von der Strasse kratzen dürfte“ (Nicht dran denken). „Das wäre der 4. Unfall gewesen, in dem ich drin gewesen wäre“ (bei den anderen war ich allerdings Passagier). „Und Junior?“ (Gar nicht dran denken!) …

Schrecksekunde – und nix passiert. Aber: Hattet ihr schon mal einen Unfall? Wie? Wieso?

26 Kommentare zu „Schrecksekunde

  1. liebe pharmamamama

    ich hatte gerade heute eine solche schreckenssekunde und bin
    dankbar, dass ich immer wieder solches *schwein* habe …

    ich bin jedoch auch überzeugt, dass niemand stirbt, ohne dass
    er es bewusst (meistens unbewusst) auch will ! und da mein
    lebenswille noch nie soOo stark war, glaube ich auch, dass
    ich weiterhin getragen.beschützt bin ! was jedoch nicht heisst,
    dass ich fahrlässig damit umgehe … ansonsten kommt unweigerlich
    die quittung !

    ein herzlicher gruss

    u.r.s. josé

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  2. Unfälle hatte ich zum Glück noch nie. Aber solche Schrecksekunden schon mehr als mir lieb ist. Meistens wird mir erst viel später bewusst, was alles hätte sein können…..

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  3. Mein Bruder hatte vor ein paar Wochen einen Unfall. Er war nach der Arbeit mit seinem Roller auf dem Weg nach Hause, fuhr auf einer geraden Strecke wo er Vorfahrt hatte. Plötzlich kam ein älterer Herr auf die Straße geschossen mit seinem Auto und hat meinen Bruder erwischt.

    Mein Bruder hat einen doppelten Oberschenkelhalsbruch erlitten.

    Das blöde: Er stand kurz vor der Unterzeichnung einer Arbeitsstelle (die er dringend gebraucht hätte :/)

    Und der Unfallgegner war ein 80jähriger, der sowieso schon kurz davor war, seinen Führerschein abzugeben…

    Ich bin nur froh, dass mein Bruder lebend da rausgekommen ist. Wenn ich dran denke, was sonst alles hätte passieren können, so ist er glimpflich davongekommen.

    Liebe Grüße

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  4. Oh Pharmama, da hatten heute eure Schutzengel Überstunden. Zum Glück ist nix passiert!

    Kein Unfall, aber das mit dem sechsten Sinn ist mir auch schon einmal passiert. Bei der Durchfahrt durch einen Ort hatte ich rechts die neugepflanzte Hecke eine Einfamilienhauses und von vorne kam ein kleiner Traktor. Ich kenne die Strecke und fahre dort meistens keine 50 (eher 60), auch nicht, wenn mir was entgegenkommt.

    Aber in dem Moment war irgendwas komisch*. Ich kann es nicht mehr genau sagen, was es war, aber ich hab stark abgebremst und als ich die Lücke in der Hecke erreichte, wo später mal das Tor für die Einfahrt hinkommen sollte, da schoß da plötzlich ein Kind heraus. Es hatte seinen Papa auf dem Traktor gesehen und wollte ihm entgegenrennen. Das Kind war kleiner als die Hecke und hat mich deshalb auch nicht gesehen (ich es auch nicht).

    Ich will eigentlich nicht darüber nachdenken, was gewesen wäre wenn. Wenn ich nicht gebremst hätte, wäre es entweder in meine Seite gerannt oder von mir überfahren worden. So bin ich direkt vor ihm zum Stehen gekommen (kein halber Meter – ich sehe heute noch die großen Augen vor mir).

    * Ich weiß noch, daß ich mich gewundert habe, daß der Traktorfahrer mir zuwinkt. Und dann lief die Frau im Garten plötzlich los. Aber die Entscheidung, abzubremsen, muß in dem Moment von meinem Unterbewußtsein gefällt worden sein, denn ich kann mich nur an ein dumpfes WTF-Gefühl erinnern, und nicht an eine bewußte Entscheidung.

    Brr, jetzt hab ich wieder Gänsehaut…

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  5. Unfälle? Meist kleine Parkrempler. Einmal hab ich mir auf nasser Straße den Spiegel zerfahren und die Seitenscheibe gleich mit (war wohl ein Stein… denn das Auto lag auf dem Spiegel). Dummes Gefühl, das.
    Und vor ein paar Jahren ist mir eine Anfängerin in die Seite gerauscht, hinterer Kotflügel. „SIE sind schuld“, hat sie mich angeherrscht, „ich hatte doch geblinkt!“ Tja, Mädchen, Spurwechsel ist nicht jedem gegeben, was? Dann fing sie an, wild rumzutelefonieren und ihren Freund und ihre Sippe beizuholen – da hab ich die Polizei gerufen. Wahrscheinlich war der jungfräuliche Führerschein erst mal weg.

    Ein Jahr später, ähnliche Situation, nur diesmal fuhr ich rechts – und eine reizende ältere Dame hatte meinen Kotflügel erafliert. Der mußte eh mal zum Lackierer, und sie war sehr freundlich, hat sich zigtausendmal entschuldigt… kein Thema.

    Nur dieses Gefühl, wenn sich das Auto wild dreht und auf einmal oben nicht mehr oben ist – das brauch ich nicht wieder. Genausowenig wohl wie das, wenn dir einer die Vorfahrt schneidet auf der Autobahn, ähnlich wie in deinem Fall ist mir das in Sochaux passiert… und ich hatte noch ’n Wohnwagen hinten dran. Der mag plötzliche Richtungswechsel ÜBERHAUPT nicht und verlängert auch den Bremsweg deutlich. DA hab ich echt Blut geschwitzt. (Hätt jetzt ganz nach oben gehört, fiel mir aber erst grad wieder ein.)

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  6. ich hatte einen unfall mit dem motorrad. nach einer netten und gemütlichen tour fuhr ich noch eine abschlussrunde durch ein kleines tal.

    enge, verwinkelte kurven, aber gut zu fahren dort.

    ich komm um eine kurve als direkt hinter der kurve ein unimog samt balkenmäher steht und den fahrbahnrand mäht.

    ich drück die maschine nach links runter und sehe nur einen lkw als gegenverkehr.

    lange zeit zum nachdenken war nicht mehr. war einfach ein reflex: ich bin bei noch ca. 60 km/h abgesprungen. mich hats mehrmals überschlagen, aber ausser einer unmenge an prellungen und abschürfungen ist mir nichts passiert. das motorrad aber war danach totalschrott.

    das gefühl, das man in so einer situation hat, ist schrecklich. sowenig zeit zum überlegen ist, so lange kommt einem die zeit vom absprung bis zum aufprall vor.

    ist jetzt 15 jahre her und ich habs aufgegeben. gut so, hab mittlerweile ja 3 kleine töchter…

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  7. Oh ja, Situationen, die man nicht vergisst.
    Nur als Beifahrerin erlebt:
    Walzertanzen auf der glattgefrorenen Autobahn – lange, lange, immer länger werdende Pirouetten und dann ein sanftes Ausschlittern an der Leitplanke entlang. Unglaublich lang hat es gedauert, alles in Zeitlupe und völlig geräuschfrei – staunendes, schweigendes Geradeausstarren. Raus aus dem Auto, runter von der Autobahn und dann der Klassiker. Auto 1 bremst, Auto 2 auch, Auto 3 nicht und schiebt Auto2 auf Auto 1 … phuh …

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  8. Ich war auch Beifahrerin als wir mal einen Unfall hatten – zum Glueck auch ohne die Kinder.
    Kurvenreiche Strasse – bekannt fuer viele Unfaelle. Uns kommt jemand entgegen und faehrt, statt die Kurve (rechts fuer Unfallgegner, links fuer uns) zu nehmen gerade aus in die Leitplanke, wird abgelenkt und rutscht uns frontal vorne drauf. Wir im TRABANT! *aechz*
    Mein Mann (damals Freund) hat zum Glueck schon vorher gut abgebremst (auf vlt. so 40-50 statt der erlaubten 70), so dass es am Ende nicht so wild war. Rippen- und Schluesselbeinbprellung ich *autsch*, Knieprellung mein Mann, Unfallgegnerin im stabileren Auto einen Schock.
    Wir sind dort nie wieder lang gefahren – lieber Umwege, um nicht mehr da lang zu muessen.
    Ich fand die Ersthelfer alle super nett – es stellte sich raus, es waren die Eltern von einem Studienfreund ;)! Der Abschleppwagen war sogar vor dem Rettungshubschrauber und dem Rettungswagen da *augen roll*.

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  9. Liebe Pharmama,

    oja, das kenne ich auch. In solchen Situationen ersetzt das Adrenalin fast zu 100% das Blut im Körper.

    Ich hatte bisher 2 Unfälle und einen habe ich aus erster Reihe miterlebt.

    Unfall 1: Wir wollen mit unserem Auto aus einer Ausfahrt, wir müssen die doppelspurige Vorfahrtstraße queren, weil wir in die andere Richtung wollen. Alles steht, weil Ampel 50 Meter weiter rot. Ein Lkw blockiert uns die Sicht, wir tasten und laaaangsam an die zweite Fahrspur heran und plötzlich *rummmms* kommt da einer angerauscht. Uns schleuderts einmal um 180° rum und er landet auf dem Mittelstreifen an einer Laterne, die sich einen guten halben Meter in seine Motorhaube bohrt. Hätten wir ihn nicht gebremst *hüstel* wäre er eben dem Auto, was da vorne an der Ampel stand, hinten reingedonnert. Der Kerl hatte ein Handy am Ohr und wir haben die volle Schuld bekommen (war noch vor dem Handy-Verbot am Steuer)

    Unfall 2 war unspektakulär, da ist mir einer hinten reingefahren, weil ich verkehrsbedingt bremsen musste.

    Und der Unfall aus erster Reihe: Wir fuhren auf der dreispurigen Autobahn, mittlere Spur, wollten einen Geländewagen überholen. Als wir auf halber Höhe sind, schert der plötzlich nach links aus (also zu uns). Mein Mann kann gerade noch auf die linke Spur wechseln – zum Glück kam da keiner!!!
    Im Rückspiegel sehen wir den Geländewagen quer über die Fahrbahn rauschen, rein in die Mittelleitplanke und einmal überschlagen… Wir haben angehalten, mein Mann hat die Erstversorgung übernommen während ich die Rettung rief und später wollte die Versicherung des Unfallers von uns auch noch Geld von unserer Versicherung für die Rehabehandlung, weil wir ja angeblich am Unfall beteiligt waren… *vogelzeig*

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  10. Du meine Güte…gut, daß nix passiert ist!

    Ich selbst war bisher nur an einem Auffahrunfall im Stadtverkehr als Beifahrerin dabei. Gab ein „nettes“ Schleudertrauma bei mir, mein Bruder hatte nichts.

    Ich verletz‘ mich immer nur ohne Auto *g*

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  11. Ich glaube, in diesem Bruchteil von Sekunden „denkt“ man nicht, sondern handelt einfach. Das Denken setzt erst danach wieder ein.

    So schwerwiegende Unfälle hatte ich noch nie. *Toi-Toi-Toi* Einmal bin ich im Feierabendverkehr im Stau gestanden. Rechts in der Seitenstrasse ein Motorrad. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass der mir reinfährt. Und prompt ist er mir in die Stossstange. Nix weiter passiert. Zum Glück.

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  12. Japp, 2 Unfälle. Einen, als ich noch klein war – wir haben einen LKW überholt und daraufhin hat der Wohnwagen das pendeln angefangen. Weiß noch, wie mein Papa recht ruhig sagte, wir sollten uns bitte festhalten und ich mir dachte: „Das geeeeeht doch nicht, dafür bin ich doch zu klein, da komm ich nich hoch, das WEIßT du doch!“

    Und einen, als Fahranfänger, selbstverschuldet. Ins schleudern gekommen und in die Wiese geflogen. Keine Verletzungen, aber Totalschaden und ein beschissenes Gefühl. Später herausgefunden, dass an der Straße ständig Unfälle sind, irgendwie erscheint es wohl anders, als es ist, paar Monate später sind an derselben Stelle 3 Leute gestorben.

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    1. Das klingt nach ner Menge Sperrholzsplitter auf der Straße?
      Mein Alptraum… und erinnert mich an die Rückfahrt aus einem Urlaub am Mittelmeer. Dank Mistral kam ich das Rhonetal mit 60 rauf, mehr war gar nicht drin, und die LKW überholten reihenweise. Jedes Mal wieder das Gefühl, da hält einer mit eiserner Faust dein Gespann fest…
      und bei Sochaux (Peugeot-Werk) schneidet mir so’n ***** direkt vor die Stoßstange. Ausweichen ist nicht (Spur war besetzt, und Elchtest mit dem WW-Gespann???), Notbremsen mit’m Wohnwagen auch nur mäßig…

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  13. ach herje, klingt ja dramatisch..

    ich hab mich nur einmal überschlagtechnisch mit dem auto in den acker geschmissen…
    schuld: eigene.. ich war zu „langsam“ in der kurve und hab dann auch noch falsch gebremst…

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  14. Als Fahranfängerin hatte ich bei einem Unfall meinen Wagen kaputt gefahren: es war auf der Autobahn, kurz nach einer Baustellenausfahrt. Die 3 Spuren verengten sich nach ein paar hundert Metern auf 2 Spuren und irgendjemand ganz weit vorn hat versucht, sich in letzter Sekunde einzufädeln. Resultat, alle bremsten – es ging um Zentimeter – und ich als letzte in der Schlange hatte das Pech, dass meine Bremserei nicht mehr ausreichte und so krachte ich in meinen Vordermann. Gottseidank nur Blechschaden und ein gewaltiger Schreck. Das Schlimmste waren aber die Autofahrer, die uns beschimpften, weil durch den Unfall ein Stau entstand – ja, wo sollten wir denn hin? Standspur war belegt. Es gab aber auch sehr nette Leute, die uns Unterstützung anboten, dass muss ich dazu sagen.

    Fazit aus der Geschichte:
    lieber ein teureres Auto mit Bremskraftverstärker (gabs damals noch nicht serienmäßig)

    und das ADAC-Fahrsicherheitstraining. Die 105 Euro sind sehr gut angelegt und haben mich schon vor manch schlimmer Sache bewahrt.
    Das Schleudern bzw. wie man damit umgeht, lernt man auch.
    Verzichtet lieber auf ein-zwei-Restaurantbesuche, spart das Geld, es lohnt sich! Ich kann das Fahrtraining nur jedem ans Herz legen!

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  15. Ich fuhr im Winter nachhause, d.h. in unser Dorf. Die Straße war gestreut und alles. Ganz ausgezeichnet. Später bin ich nochmal los, diesmal allerdings auf einer anderen Straße. Ich habe noch überlegt: Hm… vielleicht ist DIESE Straße ja DOCH glatt und du solltest nicht die erlaubten 80km/h fahren. Zu dem Zeitpunkt war ich aber schon bis auf 100m an die 90°-Kurve(!) heran. Ich habe zuerst nur etwas gebremst um nicht zu schleudern, das hat aber nicht ausgereicht. Zum Schluss hatte ich nur noch die Wahl zwischen nicht-bremsend schlittern und bremsend schlittern.
    Es ist ein ziemlich mieses Gefühl, wenn man im Auto sitzt und merkt, dass NICHTS, was man tun kann irgendetwas an der Situation ändert.

    Ein Unfall mit Gegner hatte ich erst ein Mal. Hatte beim Einbiegen in eine Vorfahrtsstraße nochmal gehalten, die Frau hinter mir allerdings nicht und hat mich so etwas angestupst. Ich fuhr aber einen 20 Jahre alten Golf und es war von außen nichts zu sehen. Hab es also dabei belassen, mir die Adresse geben lassen.

    Die Fahrertrainings kann ich auch empfehlen – da kann man mal gut die Grenzen des Wagens und des eigenen Könnens testen. Sehr spannend, lustig und lehrreich! Es gibt auch Kurse für Fahranfänger oder Frauen – da ist man dann unter sich. Ist vielleicht auch eine nette Geschenkidee für Leute, die schon alles haben :)

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    1. eine Geschenkidee für ALLE, nicht nur für die, die schon „alles“ haben – bei dem Preis kann man sich ja wegen des Geschenks auch mit mehreren zusammentun;-)))

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  16. Hm, ich hatte dererlei vier… jedesmal als Fahrer.
    Zwei in der Probezeit (Vorfahrt missachtet…*ähem*), einer auf der Bremsspur bei Glatteis (auch mit Pirouette… hatte was von Autoscooter), und der letzte…puh.
    Mir ist auf der Autobahn bei Tempo 160 auf der linken Spur mitten im Überholmanöver (Lastwagen) der Hinterreifen geplatzt, nachdem ich in einer Baustelle wohl durch einen Nagel gefahren war…
    Ein Fahrsicherheitstraining hatte ich bis dato nicht gemacht, aber instinktiv hab ich doch alles richtig gemacht mit dem Gegenlenken. Zum Glück hatte das Auto Vorderradantrieb, sonst hätt ich mich wohl überschlagen… Ja, die Gedanken „was wäre, wenn“ in dem Zusammenhang kenne ich auch.

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  17. Mit mir und meiner Mutter gab es auch mal so eine Situation. Meine Mutter fuhr, ich saß daneben und hinten drin saßen noch die Großeltern. Wir waren auf der Autobahn unterwegs und vor uns fährt einer mit Fahraddachgepäckträger samt zwei Fahrrädern.

    Auf einmal fällt dieser gesamte Gepäckträger einfach vom Dach, und das ganze bei 120 Km/h. Meine Mutter hat später gesagt, ihr wären auch ziemlich ähnliche Gedanken durch den Kopf geschossen, ‚drüberfahren? schaff ich das? links ausweichen? sicher, dass da keiner kommt?‘ Meine Mutter hat auf die linke Spur gezogen. Unser Glück war a) dass sie immer einen ordentlichen Abstand zum Vordermann hält und b) sie wollte diesen Wagen gerade überholen und hatte schon mal im Spiegel geguckt, ob die linke Spur frei ist.

    Ich glaube, ich habe gar nicht gedacht, das ganze ging so schnell und meine Großeltern hinten im Wagen haben gar nichts mitbekommen. Die wunderten sich nur, warum meine Mutter und ich wie wild am Zittern waren und sie erst einmal rechts rangefahren ist.

    Zum Glück war die Autobahn recht leer und die folgenden Fahrzeuge haben den Fahradträger rechtzeitig bemerkt. Der Besitzer konnte ihn von der Fahrbahn ziehen, ohne dass ihm oder weiteren Leuten etwas passiert ist. (So auf der Fahrbahn herumspazieren ist auch kein Spaß, aber ich denke, einfach liegen lassen konnte man das Ding auch nicht. Wenn da jemand drüber gefahren wäre, wäre das mit Sicherheit auch nicht gut ausgegangen…)

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  18. Nach der viele Welten Theorie, nach der sich zu jeder Zeit die Welten derart aufspalten, dass alles was physikalisch möglich ist auch passiert, gibt es jetzt viele Welten in denen ihr gar nicht mehr existiert.

    Finde immer wieder interessant sich diese Sachen bewusst zu machen. Immer wenn eine eine entweder oder Entscheidung gibt, dann existieren beide Entscheidungen weiter….

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  19. Huh, da hattet ihr aber ein Geschwader Schutzengel dabei – zum Glück. Bei solchen Dingen wird einem erst bewusst, wie wenig es braucht…. na ja.

    Meine Kinder und ich hatten Ende März einen Unfall. Ich fuhr zu nah am Strassenrand, kam kurz in den Acker, erschrak und korrigierte wohl zu stark…so lange, bis dass wir uns mehrmals überschlagen haben und dann auch dem Dach im Acker liegen geblieben sind. Ich sag nur: Sicherheitsgurte und gute Kindersitze retten Leben… :o)

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  20. Ohje, gut, dass eure Schutzengel so fleißig waren. So einen Beinahe-Unfall hatten wir letzte Woche auch wieder. Jemand aus meiner Familie ist leider einmal Ersthelfer gewesen bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Baum, Beteiligte noch an der Unfallstelle gestorben. Das lässt einen so schnell auch nicht mehr los…

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  21. ich hatte mal einen in D in meinen VW Polo. War im 8. Monat schwanger und hatte als Begleitung den Kindeserzeuger auf dem Beifahrersitz. ich fuhr bei grün um 10 Uhr Abends von einer kleinen Seitenstraße über eine große Kreuzung einer Großstadt in D. Als ich die Kreuzung grad zur Hälfte überquert hatte (bei 52 kmH)rast von rechts ein Auto in meine Beifahrerseite.
    Ich hab den wie in Zeitlupe gesehen, wusste, dass ich nichts mehr machen konnte, und dachte nur noch, das wars. Er erwischte rechts meinen Kotflügel und den Rahmen von der Tür. Wir wurden ordentlich durchgerüttelt, komischerweise öffneten sich die Airbags nicht.
    Wir stiegen aus- ziemlich benommen. Es hielten noch andere Autos, ich dachte nur an mein Baby, und stand was unter Schock. aber es war nur Materialschaden. Die Unfallzeugen riefen die Polizei an, Rettungswagen kam auch schnell und brachte mich ins Krankenhaus, zur Sicherheit wegen des Babys. Ich erfuhr später, dass der 19jährige Unfallfahrer bei rot gefahren war, zudem mit über 100 unterwegs. Als er erfuhr, dass ich schwanger war, meinte er wohl zum Polizisten, was fährt die auch schwanger Auto. und: “ ich hatte hier an der Stelle schonmal nen Unfall, ich kann gar nicht schuld sein..“ Naja-gab genug Zeugen :).
    Für mich ging alles glimpflich aus, das damalige Baby wird jetzt bald 5 und ist quickfidel.
    Aber seitdem wird mir auf jeder Kreuzung echt mulmig…

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  22. Auf der Autobahn einen LKW überholen wollen, kein Tempolimit, kaum Autos unterwegs.
    Ich mit etwa 140, also sehr entspannt, am Fahren – Spiegel: nichts.
    Blinken, ab nach links, Blick in den Rückspiegel – rast da ein schwarzer BMW mit was weiß ich wie viel Sachen auf mich zu.
    Ich riesig erschrocken (frag‘ mich nicht warum, ist eigentlich überhaupt nicht meine Art), und zieh leicht nach rechts – 3-4 mal an den LKW rangeknallt, fast überschlagen, Auto schrottreif.
    Ich körperlich absolut keinen Kratzer, psychisch aber Schock (zum Glück kein PTBS).
    War bis zur Medikamentengabe vollkommen desorientiert, hatte Todesängste und Panikattacken – 6 Monate lang Olanzapin (Zyprexa in Deutschland) waren nötig um das wieder zu richten.

    Hab weiter keinerlei Ängste etc. davongetragen, fahre Auto wie davor auch.

    Die akute Schockphase waren definitiv die schlimmsten 2 Wochen meines Lebens bisher (kein Wunder, wenn man bedenkt, dass ein Schock eine „akute depressive Phase“ ist) – jedoch lernt man davon auch sehr viel.

    Ich hab z.B. meine Ängste vor Psychopharmaka etwas „versachlichen“ können – es gibt Dinge, die kann man nicht ohne behandeln, man kann sich nicht „einfach zusammenreißen“, wenn die Hirnchemie aus dem Gleichgewicht ist.

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