Auf meine Verantwortung

„Sie können mir das schon geben, ich übernehme die Verantwortung!“

… sagt die Frau, die unbedingt ein Temesta auf Vorbezug haben will.

Tut mir leid, Lady, aber das liegt nicht in ihrer sondern allein in meiner Verantwortung und ich werde auch gebüsst, respektive verliere die Zulassung wenn ich etwas falsch oder illegal abgebe – und nicht sie!

Und im selben Zusammenhang aus einem Forum über Sucht:

Es kommen täglich Leute und wollen etwas Einschlägiges ohne Rezept haben. Eines der „besten Argumente“ war: „Mädchen, ich bin Jurist, und wenn ich so kleinkariert wäre wie du, wäre der Porsche da draußen nicht meiner!“

Quelle

Fachwörter sind zu meiden …

… vor allem, wenn man nicht *ganz* sicher ist.

Fallbeispiel 1

Kunde: „Ich brauche meine Reflexologie Pillen“

Apothekerin: „Ihre was?“

Patient: „Na, die Tabletten für den Magen!“

Apothekerin: „Ah, Ihre Säurehemmer gegen Reflux!“

(Reflux = Zurückfliessen der Magensäure in die Speiseröhre. Das empfindet man dann als Magenbrennen

Reflexologie: Lehre von den Reflexen, beschäftigt sich mit Nervenverbindungen – da gibts keine Tabletten)

Fallbeispiel 2

Dankbare Kundin: „Danke für die Empfehlung der Fusscreme, die hat mir glatt den Besuch beim Pathologen erspart.“

(Das hoffentlich auch, aber ich glaube sie meint den Podologen, den Fussdoktor – und nicht den Arzt der die Toten anschaut)

Fallbeispiel 3

Empörter Kunde: Ich habe in der Packungsbeilage gelesen dass das Medikament epileptische Wutanfälle auslösen kann!“

(Er meint epileptische Anfälle, ein Wutanfall dagegen ist das, was er mir hier demonstriert.)

Fallbeispiel 4

Besorgte Mutter: „Was soll ich machen? Mein Sohn hat eine allergische Erektion?“

(Ich denke/hoffe sie meint Reaktion …)