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Apotheken aus aller Welt, 575: Berlin, Deutschland

Ich dachte doch, die Apotheke habe ich schon gesehen, aber (weil es so schön ist) hier die Ergänzung von Martina

Diese Apotheke ist mir in der Berliner Allee über den Weg gelaufen, und irgendwie fand ich sie niedlich und wollte sie dir zukommen lassen.
Das Haus war ziemlich auffällig zw all den anderen 4 stockigen Gebäuden aussenrum.

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Danke an Bari (Post vom 26.1.2015)

Diese hier ist in Berlin an der Berliner Allee. Ein schönes altes Einfamilienhaus ist in so einer Großstadt nicht mehr so häufig. Gerade in zentraler Lage. Einige Bauarbeiten sind da auch schon gewesen, aber Ich kann mir vorstellen, daß oben noch der Apotheker wohnt. Wegen der Stufen vor dem Eingang und vermutlich fehlender Möglichkeiten für eine Rampe gibt es eine Klingel am Zaun für alle die nicht rein kommen. Ist zwar nicht so gut (Diskretion) und bei schlechtem Wetter bestimmt auch unangenehm aber immerhin.

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Aufruf zum passiv-aggressiven Widerstand

Geduld.der+Apotheker.ortsausgang.dlNochmals Deutschland- an der Stelle füge ich jetzt mal ein, dass wann immer ich mit Schweizer Apothekern auf die Zustände in Deutschland zu sprechen komme der Konsens eindeutig ist: die deutschen Apotheker sind wirklich schlimm dran (und ihr habt unser Mitgefühl).

Nun also geht herum, wie manche Krankenkassen dort etwas neues gefunden hat, um die Apotheker zu retaxieren. Als Erinnerung (vor allem für die Schweizer Leser, aber auch den grossteil der Deutschen, denen das nicht bewusst ist): In Deutschland bestimmt praktisch die Krankenkasse welches Medikament abgegeben werden muss. Dafür haben sie sogenannte Rabattverträge geschaffen, in denen sie von den Pharmafirmen Geld zurück bekommen, während die Apotheke gezwungen ist den Patienten (öfter mal wechselnde) Generika abzugeben. Gibt die Apotheke aus irgendeinem Grund das „falsche“ (also das nicht von der Krankenkasse vorgeschrieben) Generikum ab und dokumentiert das nicht ausgesprochen sorgfältig, so retaxiert die Krankenkasse: das bedeutet, sie verlangt von der Apotheke das Geld für das Medikament zurück. Nicht nur Anteilsmässig, was der Preisunterschied (so es einen gibt) wäre, sondern für das gesamte. Das ist für die Apotheke ein Verlustgeschäft, da sie es in Deutschland auch nicht vom Patient zurückfordern darf. Die Krankenkassen haben das nicht nur als Sparmöglichkeit, sondern wahrscheinlich auch zum Geld verdienen erkannt und stellen zunehmend strengere und abstrusere Regeln auf, was die Forderungen an die Rezepte und Abgaben und Dokumentation angeht. Ein kleiner Formfehler wie eine fehlende Telefonnummer auf dem Rezept, ein Unterschied in der Registernummer auf Rezept und Stempel, ein fehlendes Kreuz … und es gibt wieder eine Retaxation.

Apothekerin Sabine Michaela Erge-Dett macht das deutlich:

Als ob wir Apotheken-Mitarbeiter nicht schon gestraft/gestresst genug wären, muss die DAK mal wieder eins draufsetzen.

Ob DAK-Versicherte eigentlich wissen, dass Apothekers inzwischen auf Kriegsfuß mit der einst so renommierten Krankenkasse stehen, da dieser keine Schikane zu albern, kein bürokratischer Pferdefuß zu weit hergeholt scheint, um die Zeche bei Deutschlands Apothekern zu prellen?

Neuestes Glanzstück der DAK ist es, nur noch Nicht-Lieferfähigkeitserklärungen der Hersteller und nicht mehr der Großhändler zu akzeptieren, wenn ein Rabatt-Vertrag von der Apotheke mangels Lieferfähigkeit des Arzneimittels durch den unter Vertrag genommenen Hersteller nicht bedient werden kann.

Zur Erklärung: Der Arzt verordnet ein Arzneimittel der Firma X, der Apotheker muss per Kassennummer auf dem Rezept ein wirkstoffgleiches Präparat der Firma Y, Z oder ABX mit gleicher Dosierung heraussuchen, mit der die Kasse einen Rabattvertrag (mit immenser Preisersparnis) geschlossenen hat.
Ist, wie so oft, ein rabattiertes Präparat nicht lieferbar, darf das verordnete oder eines der „billigsten“ 3 Anbieter abgegeben werden.
Vergisst allerdings nun der Apotheker die Sonder-Pharmazentralnummer für die Nicht-Lieferfähigkeit eines Rabatt-Arzneimittels aufzudrucken ODER eine handschriftliche Begründung mit Datum und Unterschrift auf das Rezept zu schreiben (jawohl! Beides ist laut Kassen nötig!), wird das belieferte Rezept auf Null retaxiert, obwohl der Patient sein Medikament erhalten hat. Die Kasse lässt also dann den einzelnen Apotheker wegen Flüchtigkeitsfehlern die Medikamente ihrer Versicherten bezahlen, obwohl sie dafür Kassenbeiträge erhält und der Patient ordnungsgemäß versorgt wurde.
Dass dafür inzwischen Fremdfirmen a la protaxplus. eingekauft werden, ist ein offenes Geheimnis. Auch, dass diese Firmen erfolgsabhängig entlohnt werden und deshalb gezielt Hochpreiser nach allen Regeln der Kunst durchleuchten und retaxieren. Oft mit sehr zweifelhaften Begründungen.
Auch dass viele Apotheken dies finanziell nicht mehr verkraften und schließen müssen, ist bekannt.

Zusätzlich zur handschriftlichen Begründung und Sonder-Pharmazentralnummer, darf die Kasse auch noch den schriftlichen Nachweis des Lieferengpasses verlangen. Bisher reichte dazu eine Bestätigung des Großhandels, der vom Hersteller nicht ausreichend versorgt wurde.
Die DAK wittert nun eine neue Einnahmequelle, indem sie auf einem Nachweis des Herstellers selbst besteht. Das bedeutet, bei jedem Lieferdefekt muss der Hersteller kontaktiert und ein Fax angefordert werden. Dies ist im hektischen Tagesgeschäft schier unmöglich. Außerdem ist es absolut patientenunfreundlich, eine schnelle unbürokratische Versorgung praktisch unmöglich zu machen. Denn die Lieferschwierigkeiten geben Hersteller äußerst ungern zu, werden sie damit doch vertragsbrüchig.
Was genau aber der Apotheker nun dafür kann, wenn eine Kasse Verträge schließt, die der Vertragspartner nicht einhalten kann, erschließt sich uns nicht.
Wieso unser Rechtsstaat diese vorsätzliche Ausbeutung eines Berufsstandes, der einen gesetzlichen Auftrag zur Versorgung mit Arzneimitteln hat (und diese im Prinzip auch nicht ablehnen kann) zulässt, verstehen wir ebenso wenig.

Klar ist nur, dass wir langsam wütend werden.
Es reicht!!!
Wir haben lange genug brav unseren Auftrag erfüllt, obwohl sich außer uns in diesem „Spiel“ niemand an die Spielregeln hält!
Unser Gesundheitssystem ist krank.
Pflegestationen vor dem Kollaps!
Unterbesetzte Notaufnahmen!
Unhaltbare hygienische Zustände in Kliniken!
Und eben Apotheken, die den „Mangel“ verwalten und am Ende dafür noch den Kopf hinhalten.

Weil Manager und Betriebswirte entscheiden, wo medizinischer und pharmazeutischer Sachverstand entscheiden müsste.
Fangen wir an uns zu wehren!”

Dazu gäbe es eine … nun, wenn nicht gerade Lösung, so doch ein Weg zum Widerstand gegen solche Praktiken. Es nennt sich „Wunscharzneimittel“ – wenn ein Fehler auf dem Rezept ist oder das Medikament nicht lieferbar, oder der Patient weiterhin das nehmen will, was er schon einmal hatte … dann kann er das. Voraussetzung: es darf nicht “aut idem” angekreuzt sein. Er muss es dann einfach in der Apotheke bezahlen, die reicht das Rezept mit dem entsprechenden Formular bei der Krankenkasse ein … der Patient bekommt dann die Differenz zum „rabattierten“ Arzneimittel von der Krankenkasse zurück – und die Apotheke für den Aufwand 0,50 Euro. Eigentlich eine Win-Win Situation: Patient erhält gewünschtes Medikament, Apotheke erhält das Geld dafür (und sogar 50 Cent für die Arbeit)… nur die Krankenkasse reklamiert bei den paar wenigen schon, wegen dem „Mehraufwand“ den ihr das verursacht.

http://www.aok-gesundheitspartner.de/imperia/md/gpp/nds/apotheke/ablaufschema_kostenerstattung_wunscharzneimittel.pdf

Ich finde, das sollte viel mehr angewendet werden, nicht nur bei der DAK – bei all den Kassen, die gezeigt haben, dass sie auf den Rücken der Apotheker mit Retaxationen Geld verdienen. Schon alleine das Erklären weshalb und was die Alternativen sind (Retax der Apotheke, Patient muss neues Arztrezept bringen …) hilft in der Bevölkerung das Verständnis um die aktuelle Situation zu verbessern. Und wenn das ganz viele Apotheken machen würden, statt wie immer still und leise den Patienten die Arbeit und den Ärzten die Verantwortung abzunehmen … ich träume gerne, aber das dürfte wirklich etwas bewegen.

Was die deutschen Apotheker diese Woche bewegt hat

Es waren 2 Themen, die diese Woche in der deutschen Apothekerwelt heftig diskutiert wurden, beide haben mit unzufriedenen Kunden zu tun … und bei beiden hat es sich in meinen Augen bewährt, dass man da als Apotheker nicht einfach geschluckt und genickt hat und es auf sich beruhen liess, sondern etwas dazu gesagt hat:

Da war Apotheker Jens Beuth aus Bochum, den folgende Kundenbeschwerde wegen einem Kopftuch seiner Mitarbeiterin erreichte:

Nachricht: Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich mit Erschrecken fest stellen musste, dass Sie ein Mitarbeiterin mit muslischem Kopftuch beschäftigen, haben sie mich und meinen Mann als Kunden verloren. Wir können es definitiv nicht akzeptieren, dass mir durch diese Person nonverbal mitgeteilt wir, ich präsentiere mich also Sexualobjekt und dass meinen Mann unterstellt wird, dass er schon geil wird, sobald er ein paar Haare sieht. Integration läuft auf jeden Fall anders!

Leider muss ich noch ein bestelltes und bereits bezahltes Medikament abholen, aber danach werden mein und ich unsere benötigen Medikamente definitiv bei Ihrer Konkurrenz erwerben…

Mit kopftuchlosen Grüßen

Xxxxxxxxx

Darauf hat er dann geantwortet – und zwar nicht in den sonst vielleicht üblichen Floskeln, sondern aus dem Bauch heraus und sehr direkt:

Sehr geehrte Frau Xxxxxxx,

ich glaube zwar, dass wir uns noch aus gemeinsamen Schultagen an der Xxxxx-Schule (Sie noch als Xxxxxxxxx) kennen, allerdings ist es mir doch lieber, beim “Sie” zu bleiben. Das geehrte hätte ich mir auch sparen können, aber mir fiel keine passende Anrede ein.
Normalerweise erwarten Sie jetzt, dass ich als Geschäftsmann einen floskelhaften Brief schreibe, Sie um Verständnis bitte oder mich für irgendetwas entschuldige, die Mitarbeiterin kündige oder Ihnen anbiete, zukünftig von jemand anderem bedient zu werden. Das ist aber nicht der Fall!!!
Das Leben ist zu kurz, um andere zu kritisieren, Druck auszuüben u.ä.
Ich beschäftige Christen, Muslime und Atheisten,
dicke, dünne, große und kleine Frauen und Männer, von jung bis alt, blond bis schwarzhaarig, lange, kurze und auch ohne Haare! Wir haben Autofahrer/innen, Motorradfahrer/innen und nichtmotorisierte Mitarbeiter/innen, tättowierte, gepiercte, hellhäutige und Menschen mit dunklerer Hautfarbe. Außerdem haben wir Mitarbeiter/innen, die Fleisch essen, Vegetarier und Veganer. Fußballfans vom VfL 1848, S04 und BVB 09 und nichtinteressierte! Ein Querschnitt aus der Bevölkerung!
Ich freue mich sehr, daß Sie selbst einsehen, beim nächsten mal in eine andere Apotheke zu gehen, da Sie bei uns definitiv nicht erwünscht sind. Da wir aber einen gesetzlichen Auftrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln haben, werden wir Sie im Notfall trotzdem fachgerecht und freundlich als Patientin begrüßen! Ist das nicht geil???
Ihr bestelltes Medikament dürfen Sie gerne bei uns abholen, wir erstatten Ihnen aber auch gerne den Betrag und geben Ihnen das Rezept zurück, falls Sie das Medikament lieber in einer “kopftuchlosen” Apotheke erwerben wollen. Und ja, Integration läuft anders, zumindest als Sie denken! Aber vielleicht möchten Sie sich ja noch selbst in Zukunft in die Gesellschaft integrieren und damit aufhören zu intrigieren!
Mit Ihrem Einverständnis schicke ich Ihren Brief und meine Antwort sehr gerne zusätzlich über facebook, dann kann sich jede/r Leserin/Leser ihre/seine eigene Meinung bilden!!!

P.S.: was ist eigentlich ein muslisches Kopftuch???

Jens Beuth e.K.
farma-plus Apotheke Beuth im Ruhrpark, Bochum

Das hat er dann – in halber Erwartung eines Shit-Storms auf facebook veröffentlicht … und wurde ob der positiven Rückmeldungen und den vielen Likes sehr überrascht. Ich find’s toll (ausser auf das “geil” hätte ich verzichtet) und wurde von diversen Seiten (Danke!) auch darauf aufmerksam gemacht. Inzwischen ist die Kundin übrigens zurückgekrebst … sie fand die Antwort auch ganz toll … und wird weiterhin Kundin bleiben.

Dann war da Bloggerin Tolla, die sich Luft gemacht hat, als sie die Pille, für die sie nicht rechtzeitig ein Rezept besorgt hat, nicht bekommen hat: erst in ihrer Stammapotheke nicht (hauptsächlich, weil sie nicht warten wollte, bis die Kontakt hatten mit dem Arzt nach der Mittagspause) und dann auch nicht in einer weiteren Apotheke. Erst die dritte Apotheke, die mit dem Arzt Rücksprache nehmen konnte und die von ihm die Bestätigung über das Rezept erhielt konnte ihr die Pille dann abgeben.

Der Artikel wurde inzwischen (mehrmals) abgeändert, nachdem die kommentierenden Apotheker sie deutlich auf die Lage hingewiesen haben … und dass sie gar nicht anders handeln konnten.

Ganz offensichtlich ist es in Deutschland immer noch nicht in der Bevölkerung bekannt, dass die Abgabe einer rezeptpflichtigen Medikamentes ohne ein Rezept einfach nicht möglich ist. Man macht sich tatsächlich strafbar und riskiert seine Lizenz – und sonstige beträchtliche Strafen. Da hilft es auch wenig, wenn man es schon öfter hatte und auch nicht, wenn man es bezahlt und auch nicht, wenn man nur einen Teil der Tabletten mitnimmt. Es geht nicht.

Es wurde im Anschluss daran auch darüber diskutiert, ob so ein Antrag nicht schon als „Aufforderung zur Straftat“ verstanden werden könnte … interessant, aber meiner Meinung nach der völlig falsche Ansatz. Besser wäre es doch, anhand solcher Beispiele die Öffentlichkeit über bestehende Tatsachen zu informieren und wie Patientenunfreundlich (und Apothekenfeindlich) die sind – und vielleicht mit Hilfe von derartigen Blogs und Facebook und weiteren Medien darauf hinzuarbeiten, dass das in Zukunft gelockert wird.

In anderen Ländern geht das auch – ich nenne hier jetzt die Schweiz, wo „im Ausnahmefall“ die Abgabe eines rezeptpflichtigen Medikamentes erlaubt ist. In so einem Fall – wo man sogar im Computer sehen konnte, dass sie es vorher regelmässig hatte, wo schon ein Arzt-Kontakt stattgefunden hat und das Rezept de fakto unterwegs war, sollte das doch auch in Deutschland möglich sein? Das hilft doch eigentlich allen, wenn man da den Apothekern ein bisschen mehr Rechte und Kompetenzen gibt.

Also liebe deutsche Kollegen: Macht was. Diskutiert mit, teilt und verbreitet positive Meldungen, reagiert auf negative mit Erklärungen, die verstanden werden. Das sind kleine Dinge, aber viele kleine Dinge summieren sich. Das Ziel ist Veränderung zum besseren.

Apotheken aus aller Welt: 658: Frankfurt, Deutschland

Seit längerem lese ich auch deinem Blog mit und hinterlasse auch ab und an ein Kommentar. Nachdem aber kürzlich die Apotheke am Frankfurt Hbf gepostet wurde, überkam mich ein solcher Grusel, dass ich selbst aktiv werden musste – dieses hässliche Ding als Beispiel für Frankfurter Apotheken, dass lässt mein hessischer Nationalstolz nicht zu (selbst wenn ich in Frankfurt gar nicht wohne).
 Deswegen findest du im Anhang ein paar Fotos der “Bock-Apotheke” in Frankfurt-Bockenheim. Die besteht ununterbrochen seit 1822 und hat in genau diesem Gebäude auch den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden – was im zerbombten Frankfurt eine kleine Sensation ist.
 Die Fotos im Innenraum entstanden mit ausdrücklicher Genehmigung der Inhaberin. Der habe ich dann auch mal gleich dein Blog ans Herz gelegt. ;-)
Danke, Susepedia – Du hast recht: Frankfurt ist schön!
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oh, wow – noch diese hübschen Standgefässe! Klassik.

Apotheken aus aller Welt, 654: Flensburg, Deutschland

Michael hat da wahre Schätze geliefert, hier kommt Apotheke nummer 2:

Anbei ein Bild der Nikolai-Apotheke in Flensburg. Das Gebäude ist das älteste Haus der Stadt, erbaut 1436.

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Ganz offensichtlich hat Flensburg mehr zu bieten als nur den Namen zu liefern für Negativpunkte beim Autofahren :-)

Apotheken aus aller Welt, 653: Husum, Deutschland

Ich habe bei meinen Reisen durch Norddeutschland die eine oder andere Apotheke fotografiert, weil ich einfach an deinen schönen Blog denken musste, als ich sie sah.
Anbei die Schwan-Apotheke in Husum. Leider war gerade überhaupt kein gutes Wetter…

Ja, das Apotheken-sehen ist eine bekannte Nebenwirkung des Blogs. Danke, Michael, dass Du sie auch fotografiert hast!

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Apotheken aus aller Welt, 652: Bad Reichenhall, Deutschland

Danke vielmals an Steffi für dieses Mitbringsel!:
diesen Sommer waren wir mal ganz exotisch ein paar Tage in Österreich im Salzburger Land.  Um von A nach B zu kommen fährt man zwangsläufig immer wieder durchs (deutsche) Berchtesgadener Land.  Ein Ausflug führte uns nach Bad Reichenhall, zur Alten Saline, ein Bild anbei zeigt das Haupthaus, in dem das Salzmuseum und so untergebracht sind.
Mitgebracht habe ich Dir ein paar Fotos von der Salinen-Apotheke, die in einem Nebengebäude der historischen Alten Saline untergebracht ist.
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Apotheken aus aller Welt, 647: Stralsund, Deutschland

Danke an Markus für seinen Beitrag zu unserer Sammlung:
hier ist es ja  mittlerweile schon soweit, dass mir meine Arbeitskollegen aus deren Urlaub Fotos von Apotheken mitbringen. Ich reiche sie natürllich sehr gerne weiter :-) Beide Apotheken aus dem wunderschönen Stralsund.
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Die Ratsapotheke ist zwar schon vorhanden, man kann aber schön die Veränderung der Fassadenfarbe sehen.
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Stimmt, die war schon im Blog. In ganzer Pracht zu sehen hier: http://pharmama.ch/2012/10/22/apotheken-aus-aller-welt-286-stralsund-deutschland/ Die ist aber auch hübsch!

Apotheken aus aller Welt, 645: Frankfurt, Deutschland

ein paar Bilder von  Maggy – Danke!

Noch eine Apotheke aus Frankfurts Innenstadt.

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Ich habe eine Struwwelpeter Apotheke für dich :-)
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Hier die Theater Apotheke aus der Innenstadt.
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Folgende Apotheke ist vom Flughafen Frankfurt.
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Apotheken aus aller Welt, 640:Waren an der Müritz, Deutschland

Von Sarah – mit bestem Dank! (Dabei fällt mir zu meiner Schande auf, dass mir da wieder ein paar mails durch die Lappen gerutscht sind und ich da gar nicht geantwortet habe – tut mir echt leid. Da muss ich besser werden. Freuen tu’ ich mich über jedes!)

auch ich hatte Dir letztes Jahr aus dem Urlaub Apothekenbilder migbebracht. Nicht von weit weg, aber ich fand die Apotheke von außen so schön. Ich hoffe, Du hast sie noch nicht in Deinem Fundus!

Es handelt sich hier um die Löwenapotheke in Waren an der Müritz, sie teilt sich ein Gebäude mit der Touristen-Information. Der Hinweis im Schaufenster hat mich jedoch ein wenig irritiert: werden Apotheken tatsächlich auch noch als Drogenhandlung betitelt?

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Ja, da steht “Drogenhandlung” im Fenster :-) Ich würde das heute nicht mehr so schreiben, wobei es korrekt ist in dem Sinn: Drogen bezeichnet ursprünglich nur getrocknete (Heil-)Pflanzen.

Apotheken aus aller Welt, 632: Frankfurt, Deutschland

Danke Sebastian!

Hier die Apotheke im Hauptbahnhof Frankfurt im UG zwischen Fernzügen und S-Bahn.

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Apotheken aus aller Welt, 630: Eschlkam, Deutschland

Danke an Alwin für diese Apotheke “am Hang” :-):

Hier schicke ich dir zwei Fotos von einer Apotheke aus meiner Heimat, dem Bayerischen Wald. Sie befindet sich in der Ortschaft Eschlkam, nahe der tschechischen Grenze. Da der Bayerische Wald ein deutsches Mittelgebirge ist, steht sie (wie vermutlich auch einige Häuser in der Schweiz) direkt in den Hang gebaut da rum; in dem oberen Stockwerk befindet sich eine Arztpraxis. Wegen der Hangbauweise kann man, wie auf dem ersten Bild zu sehen, direkt von der Straße aus reingehen, und dann zur anderen Tür wieder raus und eine Treppe runter, oder man macht es umgekehrt.

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Apotheken aus aller Welt, 629: Eckernförde, Deutschland

Besten Dank aus Silke aus “dem hohen Norden” für diese priviliegierte Apotheke:

Die Löwenapotheke ist 1617 gegründet worden und damit die achtälteste Apotheke in Schleswig-Holstein.

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und von Nicole noch ein Bild aus ihren Ferien 2011

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Wie man “schwupps” einen ganzen Berufsstand degradiert – am Beispiel Apotheker

Währenddessen in Deutschland:

Worüber sich Apothekerin Kossendey hier so (gerechtfertigt) aufregt? Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat überraschend (und unnötigerweise) den Apothekerberuf neu definiert. Angeregt von einer EU-Richtlinie wo es dann eigentlich um die Anerkennung von anderen Apotheker-Diplomen geht, hat er mal kurz die Definition eines Apothekers überarbeitet – etwas, wo die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) seit längerem dran ist, schafft er in ein paar Wochen.

vorher: „Ausübung einer pharmazeutischen Tätigkeit, insbesondere die Entwicklung, Herstellung, Prüfung oder Abgabe von Arzneimitteln unter der Berufsbezeichnung ‘Apotheker’ oder ‘Apothekerin’“.

Neu heißt es: „Ausübung des Apothekerberufs ist die Ausübung einer pharmazeutischen Tätigkeit unter der Berufsbezeichnung ‘Apotheker’ oder ‘Apothekerin’.“

Anschließend werden “die” zehn Bereiche genannt, die pharmazeutische Tätigkeiten im Besonderen umfassen:

  1. Herstellung der Darreichungsform von Arzneimitteln
  2. Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln
  3. Arzneimittelprüfung in einem Laboratorium für die Prüfung von Arzneimitteln
  4. Lagerung, Qualitätserhaltung und Abgabe von Arzneimitteln auf der Großhandelsstufe
  5. Bevorratung, Herstellung, Prüfung, Lagerung, Verteilung und Verkauf von unbedenklichen und wirksamen Arzneimitteln der erforderlichen Qualität in der Öffentlichkeit zugänglichen Apotheken
  6. Herstellung, Prüfung, Lagerung und Verkauf von unbedenklichen und wirksamen Arzneimitteln der erforderlichen Qualität in Krankenhäusern
  7. Information und Beratung über Arzneimittel als solche, einschließlich ihrer angemessenen Verwendung
  8. Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen an die zuständigen Behörden
  9. personalisierte Unterstützung von Patienten bei Selbstmedikation
  10. Beiträge zu örtlichen oder landesweiten gesundheitsbezogenen Kampagnen

Alles recht und gut, ABER: Man beachte, dass die Liste eingeleitet wird mit „insbesondere“ – in der EU Richtlinie, auf der sie beruht heißt es immerhin „mindestens“. Das ist eine Einschränkung.

Da fehlt noch einiges: Es gibt viele Apotheker, die in der Industrie arbeiten in Wissenschaft und Forschung oder der Zulassung der Arzneimittel auch bei Behörden und was ist mit den Apothekern, die in den Spitälern teils bei der Visite dabei sind und für die richtige Medikation sorgen? Was ist mit der Lehr- und Ausbildungstätigkeit? Was mit den vieldiskutierten Medikationsplänen, der Zusammenarbeit in Gesundheitszirkeln mit Ärzten?

Faktisch werden hier Apotheker von der Politik zu fast reinen Medikamenten-Krämern degradiert und das auch noch politisch festzementiert. Darüber regt sich jetzt Widerstand wie der von Frau Kossendey. Zu Recht, denn wie sich diese praktische Einschränkung in Zukunft auswirkt weiss natürlich noch keiner … aber wenn man sieht, wie die deutschen Krankenkassen gerade derartige gesetzliche Vorlagen zu ihren Gunsten auslegen, weiss, dass da nichts Gutes kommen kann. :-(

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