Halloween Special / 1

Rerun von 2010 (ist doch schon wieder ein Weilchen her) und damit mache ich ein klein bisschen Werbung für mein Cartoonbuch: “Einmal täglich” - in dem diese (allerdings überarbeitet) auch zu finden sind.

das Halloween-Special. 1 Comic jeden Tag.

Jaja, ich weiss, amerikanische Unsitte und bei uns gibt es Allerheiligen … allerdings muss ich sagen, macht mir Halloween einfach mehr Spass – und man kann so schön Partys dazu machen. Bei der  letzten habe ich noch mit dem Rauchwerfer der Feuerwehr arbeiten können, das Badezimmer war blutverspritzt (Lebensmittelfarbe) und von der Decke hingen Spinnen …

Aber zu den Cartoons:

Heute:  “Die Mumie”

 

Über diese Anzeigen

Neverwhere (Rezension)

Neverwhere von Neil Gaiman – (Niemandsland auf Deutsch) passt mit seinen Gestalten auch gut in die Halloweenzeit … auch wenn es kein Grusel- oder Horrorbuch ist.

Richard Mayhew lebt und arbeitet ein sehr gewöhnliches um nicht zu sagen langweiliges Leben in London. Er hat einen Bürojob, einen Freund, eine Wohnung und eine Verlobte. Das ändert sich abrupt, als er an einem Abend auf der Strasse das verletzte Mädchen Door aufliest und sie zu sich nimmt, um ihr zu helfen.

Door verschwindet wieder, nachdem 2 sehr seltsame Gestalten bei Richard auftauchen, um nach ihr zu fragen. Und mit ihr verschwindet Richards normales Leben. Auf einmal ist er eine Unperson – keiner kennt ihn, keiner sieht ihn wirklich und sein Job und seine Wohnung verliert er am selben Tag. Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach Door, da er sein Leben wiederhaben will – und landet dadurch in einer Unterwelt von London, die er sich nie träumen liesse.

Neil Gaimans Buch besticht durch Ideenreichtum und zeichnet das London “beneath” als gleichzeitig düster-dunkles, wie auch abenteuerlich-aufregendes Gebiet. Richard findet Door, die aus einer Familie kommt, die die spezielle Fähigkeit haben, alles öffnen zu können und die herausfinden will, weshalb und von wem der Rest ihrer Familie umgebracht wurde. Sie treffen auf ihrer Reise auf phantastische Plätze, Personen und Situationen … einem London-Reisenden werden zumindest die Ortsnamen etwas sagen, auch wenn sie in der Unterwelt andere Bedeutung annehmen als oben – da gibt es den Engel Islington, Mönche bei Friarsbridge, einen wandernden Markt, der bei Harrods gastiert, Rattenboten, Bodyguards und ein Biest im Labyrinth.

Obwohl es sich eigentlich um die klassische Heldengeschichte handelt (oder etwa nicht?) und man in den Figuren die klassiker (Fool, Hero, Wise Guy, Maid) wiedererkennen kann – ist doch die Aufstellung und der Ideenreichtum das, was es zu einem wirklich wunderbaren Buch machen. Wer etwas Fantasy und Fiction mag, findet damit das perfekte Lesefutter.

Apothekenmuseum, Krakau, Polen

Besten Dank an Markus – der schon vor einer Zeitlang Bilder geschickt hat … irgendwie sind sie mir ein bisschen untergegangen, was schade ist: die wäre doch ein Besuch wert!

ich war wieder in Polen, diesmal Krakau, und habe Fotos von der Apteka Pod Orlem (Adlerapotheke) mitgebracht. Sie ist heute ein (sehr interaktives) Museum. Nach Einrichtung des Krakauer Ghettos war die Apotheke von Tadeusz Pankiewicz plötzlich im Ghetto. Er war der einzige Pole der dauerhaft im Ghetto wohnte und mit Hilfe seiner Angestellten den Juden im Ghetto half. 1983 erhielt er den Titel Gerechter unter den Völkern.

Es gibt auch ein pharmazeutisches Museum in Krakau, leider zu spät bemerkt, daher nicht besucht. Aber wenn es so ist wie die anderen Museen in Krakau….Museen können sie in Krakau!
http://www.museums.krakow.travel/de/museen/id,140,trail,20,t,pharmaziemuseum-jagiellonen-universit-t-collegium-medicum.html

Platz-der-Ghettohelden-mit-Apteka Apteka-pod-Orlem Apteka-innen Tadeusz-Pankiewicz

Nichtverstahn

Nachdem wir in der Apotheke wiederholt Telefonanrufe auf Englisch bekamen – immer Werbeanrufe von Firmen für irgendwelche Aktien, hatte ich gestern einfach genug. Ich habe das Telefon in einer hektischen Zeit über Mittag abgenommen, wo wir sowieso weniger Leute sind. Ich hatte wirklich keine Lust und keine Zeit dem Menschen zu erklären, dass der Inhaber praktisch nie anwesend ist, er woanders anrufen müsste, aber das nichts bringt, da die sicher keine Aktien am Telefon kaufen würden. Und das noch auf Englisch. Also … habe ich mal eine andere Taktik versucht:

Mann mit üblem Akzent: “This is (murmelnuschelirgendwas) from (nuschelmurmelwasanderes), could I please speak with the owner of your firm?”

Pharmama: “I am sorry, nobody here speaks english.”

Mann: “Nobody understands englisch?”

Pharmama: “That’s right. I am sorry.”

Mann: “Oh, okay.” (Hängt auf.)

:-)

Übersetzung:

“Hier ist (murmelnuschelirgendwas) von (nuschelmurmelirgendwasanderes), könnte ich bitte mit dem Inhaber ihrer Firma sprechen?”

Pharmama: “Tut mir leid, niemand hier spricht Englisch.”

Mann: “Niemand versteht Englisch?”

Pharmama: “Das ist richtig. Niemand.”

Mann: “Oh, okay.” (Hängt auf)

Und: Nein, ich habe mich nicht bemüht so zu sprechen, als könnte ich kein Englisch.

Apotheken aus aller Welt, 524: Görlitz, Deutschland

jetzt hast Du mich auch angesteckt,dass ich schon im Urlaub Apotheke(n) knipse.
Diese stammt aus Görlitz (D), das besondere daran, Görlitz liegt direkt an der polnischen Grenze, daher die zweisprachige Beschriftung.
Danke an Othello! (Und ich nehme auch Apotheken aus Berlin und so)
goerlitz

elektrische Schläge

Das war der Ausdruck, den eine unserer Patientinnen benutzte für ein … immer wieder auftretendes Problem: “Ich habe immer wieder so seltsame elektrische Schläge”. Offenbar eine unangenehme, fast schon schmerzhafte, plötzlich auftretende körperliche Empfindung.

Ich hatte (zum Glück) Zeit und habe sie länger ausgefragt, wann und wie diese elektrischen Schläge dann auftreten und was sie für Medikamente nimmt etc.

Herausgekommen ist dann das:

Sie nimmt Antidepressiva (Paroxetin)- und sie ist unter regelmässiger Arztkontrolle. Dummerweise passiert es regelmässig, dass die Antidepressiva vor dem Termin beim Arzt ausgehen … und anstatt dass sie bei uns in der Apotheke oder beim Arzt mehr verlangt, damit es reicht … nimmt sie dann einfach keine mehr, bis sie wieder ein Rezept dafür hat.

Das plötzliche Absetzen aber macht diese Nebenwirkungen. Antidepressiva sind ganz schlecht, wenn man abrupt damit aufhört.

Ich habe ihr dann erklärt, dass es Möglich sein sollte, die Packungsgrösse oder die Menge so zu wählen, dass es reicht – oder dass der Arzt ihr ein Dauerrezept verschreibt … und dass sie in einem solchen Fall auch bei uns vorbeikommen darf und wir schauen wegen dem Medikament und dem Rezept.

Und für die Zukunft: Auch Antidepressiva sollten (sehr) langsam ausgeschlichen werden – eben um derartiges zu vermeiden.

Zwei Dinge …

Zwei Dinge, die ich von den Erzählungen eines Freundes von seiner letzten Reise gelernt habe: Man kann sich offensichtlich auch in Dubai eine üble Lebensmittelvergiftung zuziehen. Mit einer Pizza notabene.

Und: der Bordarzt auf einem Kreuzfahrtschiff kann eine Grippe auch nur mit NeoCitran und Paracetamol behandeln …

Ferien zwischen 2 Krankheiten – es gibt schöneres.

Die falsche Anwendung (19)

Nicht von uns, aber … bemerkenswert:

Als die Scopolamin Pflaster vor ein paar Jahren ausser Handel gingen war da ein Patient, der fragte, was er sonst benutzen kann auf seiner Kreuzfahrt. Die Apothekerin empfahl ihm Kapseln mit Doxylamin. Als sie den Patienten nach den Ferien wieder sieht und ihn fragt, wie es gegangen ist, sagt der: “Schrecklich. Die Kapseln haben nicht gewirkt.”

Stellt sich heraus, dass er sie hinter das Ohr geklebt hat – wie vorher die Pflaster.

Mehr nicht wirklich korrekte Anwendungen?  (die meisten kürzer …)

Die falsche Anwendung 1Die falsche Anwendung 2Die falsche Anwendung 3,

Die falsche Anwendung 4Die falsche Anwendung 5Die falsche Anwendung 6,

Die falsche Anwendung 7,  Die falsche Anwendung 8,  Die falsche Anwendung 9,

Die falsche Anwendung 10Die falsche Anwendung 11Die falsche Anwendung 12,

Die falsche Anwendung 13Die falsche Anwendung 14Die falsche Anwendung 15,

Die falsche Anwendung 16Die falsche Anwendung 17, Die falsche Anwendung 18

Apotheken aus aller Welt, 523: Ürümqui und Xiahe, China

Danke an Nadya, die inzwischen aus China zurück sein sollte – meine Eltern sind übrigens im Moment grad dort, drum passt das hier gut – auch wenn sie wegen der Zensur das wohl erst nach ihren Ferien sehen werden …

letztes Jahr schickte ich dir ein Apotheken-Bild aus der Stadt, in der ich gerade meinen Freiwilligendienst absolviere (Jiuquan, Gansu-Provinz, Nordwestchina). Ich weiß also, dass du schon Bilder aus China hast, liefere Dir heute aber dennoch zwei weitere:

Eins aus Ürümqi, Hauptstadt der autonomen Provinz Xinjiang; eins aus Xiahe, heute Gansu-Provinz.

ueruemqui

Ürümqi dürfte durch die dort lebende Minderheit, den Uiguren, und zahlreichen Anschlägen auf öffentliche Plätze bzw. Bahnhöfe, wie z.B. auf dem Platz des Himmlischen Friedens, in Kunming, Guangzhou oder Ürümqi selber, bekannt sein.
Der obere Schriftzug ist Uigurisch, einer türkisch-stämmigen Sprache, und der untere Chinesisch (Mandarin).

ueruemqi1

Xiahe ist eine Klosterstadt, in der viele Tibeter leben, und ein bedeutender Pilgerort für tibetische Buddhisten. Der rote Schriftzug ist Tibetisch, der mittlere Mandarin. Unten steht pinyin.

Wieso die beiden Bilder? Ürümqi gehört zu China, Xiahe auch, aber dennoch taucht man dort in ganz anderen Kulturen und Sprachen unter. Das Bild des Chinesen, das man in Deutschland hat, ist das eines Han-Chinesen. Die Uiguren und Tibeter sind beides Minderheiten, die per Definition auch Chinesen sind, sich aber selber selten als solche definieren. In beiden Orten musste ich feststellen, dass viele Leute kein Mandarin sprechen – dabei war ich doch immer noch in China.

Angewandte Wechselwirkung

Die ältere Kundin kommt beunruhigt mit den Ovestin Ovula zurück, die der Arzt auf dem letzten Rezept verschrieben hat.

„Ich habe die Packungsbeilage gelesen“ fängt sie an …

Oh weh. Eigentlich ist das ja etwas Gutes, zeigt es doch Eigenverantwortung … nur finde ich, sind inzwischen die Packungsbeilagen derart kompliziert (mal abgesehen von: winzig geschrieben, unübersichtlich, ein Origami-Kunstwerk), dass sie der Interpretation eines Fachmanns (oder – frau) bedürfen. So auch hier.

Frau: „Da drin steht unter Wechselwirkungen…”

Und sie holt die Packungsbeilage hervor, in der das zu lesen ist:

Gewisse Krankheiten können sich unter der HRT verschlechtern: Epilepsie,… Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn sich etwas an Ihrem Zustand ändert während Sie Ovestin Ovula anwenden …

“Und da!:”

Anwendung anderer Arzneimittel

Andere Arzneimittel können die Wirkungen von Ovestin beeinflussen oder Ovestin kann sich auf andere Arzneimittel auswirken. Sie müssen Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden oder beabsichtigen anzuwenden, wie z.B.:

Arzneimittel gegen Epilepsie (z.B. Barbiturate, Hydantoine und Carbamazepin),

 “Ich nehme doch Tegretol, das ist doch auch ein Antiepileptikum, oder?”

Pharmama: “Ja, das ist das Carbamazepin. ABER … schauen Sie, ich habe noch ein bisschen mehr Information zu den Medikamenten in der Fachinformation dazu. Und da steht drin:”

Die meisten hier erwähnten Risiken wurden mit Präparaten zur Hormonersatztherapie festgestellt, welche auf den ganzen Körper wirken, z.B. zur Behandlung von Hitzewallungen. Das Risiko bei der Anwendung von meist lokal wirkenden Präparaten wie Ovestin Ovula bzw. für den Wirkstoff Estriol ist weniger gut bekannt. Eine sorgfältige Abwägung des Nutzens und der Risiken und eine ärztliche Überwachung vor bzw. im Laufe der Therapie sind unerlässlich.

Pharmama: “Das bedeutet, dass das Problem mit den Wechselwirkungen vor allem mit den Hormonen, die man einnimmt auftritt. Sie bekommen sie aber als Vaginalzäpfchen – da wirken sie mehr lokal … am Ort. Und dann sollten wir auch noch schauen, worum es sich bei der möglichen Wechselwirkung hier handelt. Da steht:”

Der Metabolismus der Östrogene kann erhöht sein, wenn gleichzeitig Induktoren des Cytochroms 3A4 verabreicht werden. Dies gilt beispielsweise für Antiepileptika (z.B. Hydantoine, Barbiturate, Carbamazepin) und bestimmte Antiinfektiva (z.B. Griseofulvin, Rifamycine, die antiretroviralen Wirkstoffe Nevirapine und Efavirenz).

Pharmama: “Da haben die Antiepileptika wohl einen grösseren Einfluss auf die Hormone als umgekehrt– Tegretol (Carbamazepin) ist ein Enzyminduktor … also werden die Hormone schneller abgebaut. Das ist nicht so schlimm.”

Ich konnte sie also beruhigen und ihr versichern, dass sie das Medikament anwenden kann. Sie solle es dem Arzt nur melden, falls sie doch eine Veränderung feststellen würde.

Verwirrenderweise steht in der Fachinformation dann noch dieses (das habe ich bei der Besprechung aber auf der Seite gelassen, sie war schon beunruhigt genug):

In der klinischen Praxis gibt es keine Beispiele von Interaktionen zwischen Ovestin und anderen Arzneimitteln. Obwohl nur limitierte Daten vorliegen, sind Interaktionen zwischen Ovestin und anderen Arzneimitteln möglich.

Möglich, Wahrscheinlich, Falls, Konjunktive noch und noch. Man sichert sich als Medikamentenhersteller ab gegen Wahrscheinlichkeiten. Auch kleine.

Sie verträgt die Ovestin übrigens gut.

Wie kommt’s an?

bookcovereinmalInzwischen haben diejenigen von Euch, die mein Buch schon bestellt haben, es sicher bekommen und die Gelegenheit gehabt, es anzuschauen.

Und ich bin immer noch gespannt: Wie kommt’s an?

Die erste Rückmeldung habe ich schon: Von Psychiatrie to go - über die Kindle Version (“Einmal täglich – Essentials. Für Kindle”) Danke sehr!

Und PharmOma hat diesmal die Erstausgabe des Taschenbuchs “Einmal täglich” bekommen – und konnte die paar Tage bis zu ihrem Geburtstag nicht warten :-). Ihr Bescheid: “Heh, das ist gut! Bestellst Du mir noch ein paar? Die eignen sich gut zum verschenken!” Mach ich.

Aber auf Rezensionen bei Amazon warte ich noch.

Um das ein bisschen anzukurbeln, hier ein Angebot:

Für jede Rezension des Buches (egal welche Version) bei Amazon bekommt der Schreiber oder die Schreiberin von mir eine persönliche Postkarte (samt handgemaltem Bild). Einfach Bewertung abgeben, etwas dazu schreiben … es ist Euch überlassen, was. So wie ihr das Buch halt findet … Und mir per mail an Pharmama08(at)gmail.com den Link zur Bewertung und die Adresse schicken, an die die Postkarte soll.

Wer keine Rezension bei Amazon schreiben will, aber vielleicht eine auf seinem Blog etc. veröffentlicht, darf das natürlich auch – und ich bringe /verlinke das gerne hier.

Kochen (Backen) mit Junior: Brownies

Es ist Sonntag, wir nähern uns rasant den Festtagen und hier kommt ein Rezept, das man auch unterhalb des Jahres gut machen kann – als Mitbringsel zu Parties etc. Ich habe das Rezept vor einigen Jahren von Drogistin Sabine bekommen, nachdem sie es als “bestes Brownie-Rezept überhaupt” betitelt hat … und gleich noch den Beweis dafür in Form eines Bleches zum Geburtstag nachgeliefert hat.

Hier also: das beste Brownie Rezept überhaupt

reicht für: ein grosses Blech und eine Menge Personen

nicht geeignet für Leute auf Diät.

Man braucht:

brownies1

  • grosse Pfanne,   Backblech eingefettet
  • 200 g Margarine
  • 800 g Blockschokolade
  • 500g Zucker
  • 8 Eier
  • 2 Prisen Salz
  • 8 Esslöffel Wasser
  • 2 Päckli Vanillezucker
  • 300g Mehl
  • 1-2 Päckli Haselnüsse (oder Mandeln, oder Baumnüsse etc.) ganz oder gehackt

In der Pfanne schmilzt man Margarine und Blockschokolade, dann Pfanne vom heissen Herd nehmen

gibt den Zucker dazu und mischt

gibt die Eier, das Salz, das Wasser und die Vanillezucker dazu, mischt

gibt das Mehl dazu (jetzt wird’s zäh und Junior braucht Hilfe) und mischt

gibt die Nüsse dazu, untermischen

brownies2

 

Jeglichen Versuchungen das Zeug gleich aus dem Topf zu essen widerstehen …

Die Masse verteilt man gleichmässig im gefetteten Backblech und backt es im vorgeheizten Ofen bei 200-220°C auf der 2.untersten Rille während ca. 30 bis 40 Minuten.

Die Zeit hängt dabei sehr von der Blechhöhe und dem Backofen ab – also zwischenzeitlich kontrollieren! Die Brownes sollten innen immer noch feucht sein. Eventuell empfiehlt es sich, die letzten 10 Minuten nur auf Unterhitze zu stellen.

Die noch warmen Brownies schneidet man in Würfel (wichtig, da sie nachhärten, dann wird es später schwierig). Abkühlen lassen (wenn man kann – Junior konnte fast nicht, aber sie sind auch warm sehr fein!)

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Fertig!

Ebola und das Patientengeheimnis

Das Thema ist bei mir aktuell … das Patientengeheimnis. Ich habe darüber schon verschiedentlich geschrieben.

Was mir bei der Ebola-Berichterstattung auffällt: Da schreiben viele Medien nicht nur Krankenschwester neuster Ebola Fall in XY, oder Hilfsarbeiter hat sich in ABC angesteckt, wird in DEF behandelt … sondern da wird gleich noch ein Name dazu geliefert und in einigen Fällen sehen wir sogar Fotos von der erkrankten Person.

Was ist damit? Fallen diese Fälle auf einmal, weil Ebola eine “gefährliche Krankheit mit Pandemierisiko” ist nicht mehr unter das Patientengeheimnis?

Es gibt eine Liste von Krankheiten, die gemeldet werden müssen (siehe Wikipedia Artikel hier, da ist auch Ebola drauf). Aber das gilt für Meldungen an Behörden (Gesundheitsamt) – bis auf die statistischen Auswertungen und eventuell getroffenen Massnahmen wie Information über einen erneuten Masernausbruch oder neueingeführte Hygienerichtlinien in den Spitälern bekommt die Öffentlichkeit das nicht mit.

Und jetzt? Eine neue (naja, nicht wirklich, aber lassen wir das mal so stehen) schreckliche Erkrankung hat die Chance sich auszubreiten und da hat die Öffentlichkeit und einfach jeder auf einmal ein Recht auf die Namen der betroffenen Personen?

Mir stösst das sauer auf.

Natürlich tritt das jetzt auf, weil es einzelne Fälle sind. In Ländern, wo das eingeschleppt wird. Von den paar Tausend schon Erkrankten (und  man rechnet demnächst mit 1000 pro Woche mehr) in den bisher betroffenen Ländern hört man dafür immer weniger.

Trotzdem? Was soll daran gut sein? Das ist eine zusätzliche Belastung für die betroffenen Erkrankten – und ihre Familien, auf die sich die Medien teils stürzen. Es hilft niemandem – es geht nicht (mehr) darum, die Kontaktpersonen und eventuellen Neuinfizierten zu finden. Das kann man auch durch Befragen des Patienten und indem man die Wege nachvollzieht, die er gemacht hat.

Ist das reine Öffentlichkeitsarbeit für eine Pandemievorsorge um der Erkrankung ein “Gesicht” zu geben? Auch wenn – das passiert auf dem unwilligen Rücken der betroffenen Personen, die auch nichts für ihre Ansteckung können und hoffentlich wieder genesen.

Ich weiss es nicht, aber … ich finde das bedenklich.

Apotheken aus aller Welt, 522: Ao-Nang, Thailand

Ao-Nang

und nochmal Danke an Kanadafrau!