Legal Copy

Eine Legal Copy nennt man die „Untertitel“, die man inzwischen auch bei uns in der Fernsehwerbung immer öfter sieht. Im Prinzip ist es so in etwa das „Kleingeschriebene“ zu dem gesagten oder gezeigten. Oft ist es auch wirklich sehr kleingeschrieben und so schnell wieder weg, dass man kaum Zeit hat es zu bemerken geschweige denn zu lesen. Dabei wäre es noch interessant.

Hier nur ein paar Beispiele aus der Fernsehwerbung:

Werbung für Zahnpaste

„Sofort weisse Zähne, nach nur einmal putzen !*“

*Getestet an 87 Personen, Der Aufhelleffekt ist rein optisch und zeitlich begrenzt.

87 Personen kann man noch nicht einmal eine richtige Studie nennen, das reicht kaum für eine Aussage. Und das mit dem zeitlich begrenzt kann heissen: etwa 5 Minuten oder so, bis die weissen reflektierenden Partikel wieder von den Zähnen runter sind.

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Aus der Werbung für ein neues Shampoo für Glatte Haare

– das Modell schwingt die wunderbar langen, glänzenden Haare.

*Gefilmt mit künstlichen Haarverlängerungen

Wow. Na so könnte ich natürlich auch so Haare bekommen, nur: was hat das mit dem Shampoo zu tun?

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Noch eine Schampoo-Werbung:

„X% Weniger Haarbruch und glänzendere Haare!*“

* Shampoo und Spülung Im Vergleich zu Shampoo alleine.

Bedeutet: hier vergleicht die Werbung Äpfel mit Bananen. Ich denke dass wohl jede zusätzliche Behandlung mit einer einigermassen vernünftigen Spülung diesen Effekt hat.

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Und zum Schluss noch eine der neuen „Get a Mac“ Werbungen, die mit dieser Legal Copy spielt:

Das Original findet man hier – und in der HD Auflösung kann man sogar lesen, was da alles steht – zum schreien!

Unrealistische Werbung

Mir ist schon klar, dass es Werbung braucht, weil das Produkt sonst kaum in der Öffentlichkeit bekannt wird – und dementsprechend auch nicht gekauft. Aber die Werbung dazu betrachte ich sehr kritisch.

Da ist zum Beispiel diese neue Werbung für ein Haarfärbeprodukt mit der Schauspielerin Andie Mc Dowell, bekannt z.B. aus dem Film „Vier Hochzeiten und ein Todesfall). Glaubt irgendjemand ernsthaft, diese Frau färbt sich ihre Haare selbst?? Wohl kaum. Als Schauspielerin geht sie wohl auch mindestens 1x wöchentlich zum Coiffeur oder Hairstylist, auch wenn sie nicht gerade einen Film dreht.

Aber es müssen nicht immer prominente Schauspieler sein. Die meisten Gesichtspflegecremes gegen Falten bedienen sich Models die garantiert noch keine haben. Mal ganz davon abgesehen, dass ich seeehr bezweifle, dass eine von diesen die gezeigte Creme auch nur lange genug benutzt hat, dass sie aus eigener Erfahrung darüber reden könnte (immerhin ist das Produkt ja NEU, oder?). Und die Printwerbung, die wird IMMER geschönt mit dem Computer.

Models für Mittel, die beim Abnehmen helfen, sehen auch nie so aus, als hätten Sie die nötig.

Die Männer in der Werbung für Rasierer und Rasierschaum sind unter dem Schaum immer schon rasiert – sonst könnten die nie die Klinge so rasch über die Haut ziehen, – sagt sogar mein Mann.

Bei Werbung für Putzmittel reicht einmaliges sanftes darüberstreicheln mit dem Waschlappen und schon ist die angebrannteste Kruste und der übelste angesessene Dreck einfach verschwunden und alles glänzt. Ja, klar. Darf ich mir die welche die Werbung gemacht haben, mal einladen, damit sie mir das an meinem Herd oder Grill demonstrieren? Irgendwie klappt das bei mir nämlich nie so leicht.

Ich will damit nicht sagen, dass die beworbenen Produkte nicht wirken. Nur dass die Werbung dafür extrem unrealistisch ist. Und dann ist sie nicht mal lustig, oder ironisch, die meinen das ernst!

Mac Vs PC

Ich bin ja glücklicher Mac Besitzer und Benutzer und immer wieder froh (und gelegentlich erstaunt), wie einfach es sein kann.

Ich habe schon Stunden gebraucht, bis mein alter PC endlich den neuen Drucker installiert hat. Du kennst das: Treiber installieren, PC hängt sich auf, ständiges Neustarten, usw. usw.. Erst eine Hirn-operation in der Registry brachte den gewünschten Erfolg. Dagegen am Mac: Drucker einstecken, … läuft. Läuft!

Und keine Sicherheits-updates jedes mal, wenn ich den Computer starte … und keine ewig dauernden Virenscans …

Darum jetzt (auch für Nicht-Mac Benutzer): Eine der Werbungen von Apple: „PC versus Mac“

Irgendwie süss, nicht?

Zu schade ist diese vergleichende Werbung bei uns so nicht erlaubt. Wahrscheinlich ist das der Grund, dass ich auf der Apple Seite keine der deutschen Versionen mehr finde, sondern nur noch die englischen Spots.