amüsante Nebenwirkungs-meldung

Mitbekommen von einer Patientin:

Die Frau hat Stilnox (ein starkes Schlafmittel), das sie jedoch nur gelegentlich nimmt – und nur 1/2 Tablette jeweils vor dem Schlafengehen.

Jetzt hat sie etwas aufwühlendes erfahren und darum hat sie beschlossen, diesmal ausnahmsweise eine ganze Tablette zu nehmen, damit sie schlafen kann.

Nur … ich habe ja schon berichtet, dass das seltsame Nebenwirkungen machen kann.

Sie stand jedenfalls um Mitternacht im Nachthemd vor ihrer Eingangstüre und schlug mit dem Regenschirm das Fenster in der Türe ein.

Die Nachbarn haben den Lärm gehört und -weil sie dachten, da bricht jemand ein- haben sie die Polizei gerufen.

Die haben die Frau dann wieder ins Bett gebracht – keine Ahnung, was sie denen erzählt hat, sie selbst erinnert sich bei der ganzen Geschichte nämlich auch an nichts mehr …. die Nachbarn haben sie später über die kaputte Türe aufgeklärt.

Ein Typischer Fall. Was steht noch in der Packungsbeilage?

Schlafwandeln und damit assoziierte Verhaltensweisen wurden von Patienten berichtet, die Zolpidem (Stilnox) eingenommen hatten und nicht vollständig wach waren. Dazu zählten unter anderem Auto fahren im Schlaf, Zubereiten und Verzehren von Mahlzeiten, Telefonieren, Geschlechtsverkehr, ohne dass sich die Betroffenen später daran erinnern konnten (Amnesie).

Ah, ja.

Zum Patienten, der neu ein Schlafmittel verschrieben bekommen hat:

Pharmama: „Wissen Sie, wie sie es anwenden müssen?“

Patient: „Ja, die sind damit ich nicht träume. Meine Träume erschrecken den Psychiater.“

(also … *das* finde ich jetzt wieder etwas erschreckend.)

Schlafprobleme

Die Apothekerin zum Kunden, von dem sie mitbekommen hat, dass er nach einer schwierigeren Operation Schlafprobleme hatte: „Und wie geht es ihnen jetzt mit dem Schlafen?“
Kunde: „Seit es mir allgemein gesundheitlich wieder besser geht, sind auch die Schlafprobleme weg. … Wissen Sie, ich habe nicht geschlafen, weil ich Angst hatte, nicht mitzubekommen falls ich sterbe.“

Rein hypothetisch …

Kunde: „Hallo, ich habe da eine Frage… „

Apothekerin: „Ja?“

Kunde: „Also, hypothetisch … wenn ich jemanden für eine wirklich lange Zeit schlafen lassen will, was sollte ich da benutzen?“

Apothekerin: „Äh, von wie lange reden wir hier?“

Kunde: „Nun, ich dachte eigentlich an … für immer.“

Apothekerin: … (sprachlos)

(und bevor jemand fragt: Nein, das war nicht bei uns).

die falsche Anwendung (10)

Sagt der Kunde (den ich noch nie vorher gesehen habe) nach dem Kauf einer Packung Detensor* zu mir:

„Weisst Du, wofür Detensor auch gut ist? Wenn Du auf Drogen bist und davon loskommen willst, hilft es beim kalten Entzug. Ich werfe einfach abends ein paar ein und verschlafe dann die Entzugserscheinungen …“

Uh, ähh … dafür sind sie aber nicht wirklich gedacht. Sie so überzudosieren kann gefährlich sein.

Und ausserdem: diese Schneewittchen-Methode ist neben der Gefahr der Überdosierung und Nebenwirkungen nicht dauerhaft, immerhin hat er es angeblich schon ein paarmal gemacht … und ist danach wieder rückfällig geworden.

*ein Schlafmittel auf Antihistamin-Basis, freiverkäuflich.

Gute Nacht! Gute Nacht?

Noch ein Fundstück im Internet:

Ein 38jähriger Mann hat ein paar Charts zu seinen Schlafproblemen gemalt.

Darunter fallen Moskitos, Geräusche, Harndrang … und offensichtlich ist er auch ein Papa:

„Besuch aus dem Kinderzimmer: es fängt so kuschelig an und dann …“

Das kommt mir (und Euch sicher auch, wenn ihr Eltern seid) SOOO bekannt vor!

Mehr hier. (in Englisch)