Ferienzeit und Vorausplanung – was ist das?

Ein bisschen fürchte ich mich vor Morgen, Samstag. Nachdem ich heute einige Leute hatte, die offensichtlich nicht in der Lage sind vorauszuplanen und rechtzeitig für die Medikation für die Ferien zu sorgen, erwarte ich, dass das morgen genau so weitergeht.

Nein, ich kann nichts dafür, wenn sie nicht in der Lage sind etwas vorauszudenken und ihre Medikamente für die nächsten … was? 3, 4, 6 Wochen? (Schön, dass sie so lange gehen können) nicht in der letzten Minute zu holen. Ja, manches muss ich bestellen – vor allem, wenn es sich um solche Mengen handelt. Metoject 8 Packungen?? Wow. Heute kann ich das noch – auf morgen früh. Morgen habe ich keine Mittagsbestellung, da geht es frühstens auf Montag.

Ja, ich weiss jetzt, dass sie morgen (oder am Sonntag) fliegen. Das haben sie mir gerade gesagt. Und wie lange wissen sie das schon? Sicher nicht erst seit gestern, oder?

Bitte, BITTE, BITTE sorgt rechtzeitig für eure Medikamente. Und lasst das nicht an mir ab, falls nicht.

Danke.

Trillionär … für ein paar Sekunden

Eine Einhundert Trillionen Dollar-Note (in Zahlen eine 1 mit 14 Nullen dahinter) – soviel Geld hatten wir in den Ferien letzten Herbst bei unserem Kurzbesuch bei den Viktoriafällen einen Moment lang in der Hand.

Leider handelt es sich dabei um Zimbabwische Dollar – und das Geld ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist, nachdem es eine Wahnsinns-Rezession (sorry: Inflation) in dem Land hat . Wen es interessiert, der findet hier Info.

Im September als wir dort waren, war es sogar nicht einmal mehr als Zahlungsmittel im eigenen Land zugelassen – nur noch Devisen, also ausländische Währung. Der Taxifahrer hat versucht uns die Note zu verkaufen – damals haben wir darauf verzichtet, weil wir keine Ahnung hatten, was das wert ist … inzwischen würde ich sie nehmen: zum einkleben ins Album.

Flugverbot und Auswirkungen auf die Apotheke

Wer denkt, der spuckende Vulkan in Island betrifft die Apotheken nicht, der lese dies hier mal (Quelle):

Flugverbot: Apotheker versorgen Transitpassagiere

Notversorgung auf dem Flughafen: Passagiere im Transitbereich des Frankfurter Flughafens, die dort wegen der Flugausfälle fest sitzen und keinen Zugriff auf im Gepäck mitgeführte Medikamente haben, werden von der dort ansässigen Apotheke mit benötigten Arzneimitteln versorgt. «Täglich haben wir seit dem Flugstopp zwischen 20 und 50 Lieferungen in den Transitbereich. Wegen fehlender Visa können die Reisenden diesen nicht verlassen», sagte Nicole Schulz, Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte und Assistentin der Geschäftsführung der Flughafen-Apotheke. «Die gesamte Palette ist dabei: Antipyretika für Kinder, die plötzlich Fieber bekommen hatten, Medikamente gegen Durchfall und Erbrechen, Insuline, die zu Ende gingen, Herztabletten, die im Koffer im Flugzeug verstaut waren.»

Bei rezeptfreien Präparaten rufen die Passagiere in der Apotheke an, lassen sich beraten, und das pharmazeutisches Personal bringt das gewünschte Arzneimittel in den Transitbereich. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist der Medizinische Dienst involviert. Schulz: «Viele Reisende haben in den vergangenen Tagen aber auch mit ihren Ärzten zu Hause telefoniert. Diese haben uns dann die Rezepte vorab gefaxt.» Wie erfahren die Passagiere vom Apothekenservice? «Das komplette Flughafenpersonal, das im Transit-Bereich Essen und Trinken reicht, ist informiert und macht die Passagiere darauf aufmerksam», erklärt Schulz. «Die Bundespolizei weiß Bescheid, überall liegen Flyer bereit, die über den Lieferservice informieren.»

19.04.2010 l PZ/dpa


Also liebe Reisende, für das nächste Mal: die Medikation (v.a. die Dauermedikation) gehört ins Handgepäck – dann hat man sie dabei, wenn man sie braucht, sie kann nicht mit dem Gepäck verloren gehen und auch die Temperaturen sind einigermassen unter Kontrolle, was Einfluss auf die Wirksamkeit haben kann.

Übrigens: heute morgen ist der erste Flieger von der Schweiz aus gestartet – derweil machen sie aber weiter im Norden, in England wegen erneut stärkerer Aschedichte die Flughäfen wieder zu. Also im Moment bin ich froh, muss ich nicht jetzt reisen – mein Beileid an alle, die nicht anders können.

Übrigens: Nette Seite zum sehen, wo die Aschewolke ist – wo Flugzeuge fliegen (und wo sie am Boden stehen) hier: www.radarvirtuel.com

Im Flieger

Mal etwas total neben dem Thema Apotheke:

Ich komme aus einer Familie, die viel reist … und dementsprechend auch gelegentlich fliegt. Seit dem ersten (grossen) Flug 1989 hat sich einiges geändert. Vor allem Komfortmässig. Ich erinnere mich noch gerne an die Inflight-Goodies die es da noch gab: Mit warmen Socken, Augenmaske, Waschlappen, Kamm, Zahnbürste und Zahnpaste. Damals gab es auch gratis Kopfhörer (die man mitnehmen konnte) und manchmal richtige Teller und Besteck zum Essen – das sieht man heute nur noch in den höheren Klassen. Von der immer kürzer werdenden Beinfreiheit muss ich niemandem etwas erzählen …

Ich muss Holz anfassen, weil mir bisher grössere Probleme erspart geblieben sind. Das Gepäck ist z.B. immer mitgekommen, was an sich schon ein halbes Wunder ist. Aber ein paar Erfahrungen durfte ich machen:

–       Alle Passagiere mussten noch mal aussteigen und vor dem Flugzeug auf ihr Gepäck zeigen, erst dann wird das eingeladen und wir starten mit 2 Stunden Verspätung. (Zürich, Swissair, 1989)

–       Verspäteter Abflug wegen dem NASA Start des Space Shuttles – und ich habe vorher beim Besuch von Space Center noch Witze gemacht „He, die starten an unserem Rückflugdatum!, vielleicht sehen wir die von oben?“ (Florida, Lufthansa 1991)

–       Neben einer ziemlich dicken Person zu sitzen während der 8 Stunden einer Transatlantikfluges. Es muss ihr zugestanden werden, dass sie während des ganzen Fluges den Arm vor sich auf den Sitz legte, sonst hätte ich gar keinen Platz mehr gehabt. Die Armlehne war schon oben. Seitdem bin ich ein Verfechter der „2 Stühle für wirklich übergewichtige Leute“ Front. (New York, Delta 1993)

–       Den Weiterflug wegen unfähigem Fluglininieneincheckpersonals nicht zu bekommen, weil sie es (trotz Aufforderung) unterlassen haben den Weiterflug (mit der gleichen Linie) rückzubestätigen, respektive uns anzumelden. Der Flug war dann überbucht und wir auf der Warteliste. (Zürich- New York, Continental 1997)

–       Nicht starten zu können wegen Nebel, 4 Stunden später dann aber doch, logischerweise den Anschlussflug verpasst und praktisch selber für den weiteren Rückflug schauen müssen, weil die Airline das nicht machen will / kann. 9 Stunden später als geplant angekommen. Naja. (Continental, Boston – New York 1997)

–       In die Business Class upgegraded zu werden, nachdem unsere Sitze doppelt besetzt wurden. Interessanterweise sassen wir zuerst da, wurden aber umgesetzt … Ahhh das war so was von Luxus! (Cairns, Quantas 1999)

–       die Sicherheitsansage zu hören, die bei einem plötzlichen Druckabfall ertönt. Da waren wir aber noch auf dem Boden und warteten auf die Startfreigabe. Ein Computerproblem. (Singapur, Quantas, 2001)

–       Die Airline die ich für Hin- und Rückflug gebucht habe wurde gegroundet – während ich im Outback war (Alice Springs, Swissair 2001). Britisch Airways hat freundlicherweise den Rückflug übernommen.

–       Den Flug zu verpassen (absolut eigene Schuld, ausgelöst durch 36 Stunden Schlafmanko) und den Flughafen Heathrow wirklich von innen und aussen kennenzulernen („Dafür müssen sie nochmals durch den Zoll auf Ebene …“) (London, British Air 2001)

–       Die absolut schrägste Landung bei Seitenwind in Zürich (Edelweiss, 2006).

–       Ein doppelter Blitzeinschlag beim Start in eine Gewitterwolke (South African Airlines, Johannesburg 2008)

–       10 Stunden Flug mit einem kotzenden Kleinkind mit akuter Lebensmittelvergiftung (Danke Sandwich am Flughafen), die auch mich erwischte – dazu eine Crew die weniger hilfsbereit nicht sein könnte. (Windhoek, Air Namibia 2009)

Ja, fliegen: Das moderne Abenteuer. Aber wenn ich ehrlich bin: solange wir nicht abstürzen und innert vernünftiger Zeit am Ziel ankommen ist das für mich ok.

Und was sind so Eure Erfahrungen?