Reisen mit Betäubungsmitteln innerhalb Europas – Schengen

Wer Medikamente nehmen muss, sollte sich vor Reisen informieren, wie es mit der Mitnahme in andere Länder damit steht.

Das gilt insbesondere für Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen – ja, auch für Reisen innerhalb Europas, im Schengen-Raum.

Patienten die solche Medikamente mitnehmen müssen sollten sich vom behandelnden Arzt eine Bescheinigung dafür ausstellen lassen. Die kann man übrigens hier herunterladen.

Die Bescheinigung enthält Personenangaben über den Patienten, dessen ID-Nummer sowie Angaben über das mitgeführte Medikament.

Wer nicht weiss, ob sein Medikament darunter fällt, kann in der Apotheke nachfragen oder die Liste auch vom Link oben herunterladen.

Es braucht für jedes Betäubungsmittel (verschiedene Dosierung oder verschiedene Menge) je ein Formular.

Dann muss die Stelle, die das Medikament abgibt, das Dokument noch bestätigen – das ist im Normalfall die Apotheke.

Eine Kopie geht an die swissmedic (das muss die Apotheke schicken – die für die ganze Arbeit im Gegensatz zum Arzt nichts verlangen darf).

Übrigens darf man nur die benötigte Menge für eine 30 tägige Behandlung mitnehmen – wer länger unterwegs ist, muss im Ausland für die Fortsetzung der Therapie sorgen (!)

Wer in Länder ausserhalb des Schengen-Raumes reist, sollte vor der Reise bei der Botschaft des Landes anfragen, wie die aktuellen Bestimmungen sind. Eine Liste der Ausländischen Vertretungen in der Schweiz findet sich hier:  http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/reps/forrep.html

Der Sonne davon…

Die Schweiz hat uns wieder – und der Winter offenbar auch. Nichts mehr mit Sonne und warm :-(

Der Rückflug war lange (12 1/2 Stunden)- aber wir hatten Glück, er hätte noch länger werden können. Kurz nach Start und Aufstieg informierte uns der Pilot, dass er noch keine Bewilligung bekommen habe auf die geplante Flughöhe von etwa 11000 m zu steigen, offenbar wegen einer anderen Maschine. Unser Flug war voll – und offenbar auf mit maximaler Beladung. Das Problem sei nun, dass wenn er nicht steigen darf, wir zuviel Treibstoff verbrauchen, dann wird er langsamer fliegen müssen, sonst reicht der Treibstoff nicht bis zum Zielflughafen. Uh – echt?

Ah, und dann war da noch die Durchsage, ob „ein Arzt an Bord ist“ – ich habe allerdings nicht gesehen oder gehört, um was es ging – offenbar war es dann doch nicht so schlimm – das hätte aber eine ungeplante Zwischenlandung geben können.

Jedenfalls hatte ich Musse ein bisschen der Umgebung zuzuhören und habe mich köstlich amüsiert über eine krebsrote jüngere Frau, die ihrer Freundin detailliert erzählt hat, wie sie denn zu dem Sonnenbrand gekommen ist: Sie ist auf dem Weg zum Strand im offenen Fahrzeug gefahren – und dachte, sie könne gar keinen Sonnenbrand bekommen, weil sie sich ja vom Fleck bewegt hat.

Klar – Sonnenbrand bekommt man ja nur, wenn man herumliegt ….

Schön, hier zu sein

Ist das nicht ein toller Blick von unserem Hotelzimmer? Wir haben hier einen (für uns) erstaunlichen Luxus. Dabei ist es nicht das Hotel, das wir ursprünglich gebucht haben…. Eine Woche vor Ferienbeginn bekamen wir ein Telefon vom Reisebüro: „sitzt ihr?“ fragte sie. „wir haben gerade die Nachricht bekommen, dass in Eurem Hotel gebaut wird… Es könnte lärmig sein.“ Ach nee!
Sie hat uns aber 2 andere Hotels anbieten können, ohne Aufpreis (obwohl teurer als das von uns ausgesuchte). Beim einen sind Kinder aber erst ab 12 „willkommen“, das andere liegt etwas abgelegen – das bedeutet, man kann nicht so einfach aus Essen und Shoppen. Wir haben uns dann doch für das abgelegene entschieden – es sind ja auch Ferien für Junior, nicht nur für uns … Dafür mieten wir für die 2 Wochen grad ein Auto, damit wir mobiler sind. Das ist gar nicht so teuer, mit 660 Franken ist man dabei. Den Transfer Flughafen – Hotel sparen wir dadurch auch, das sind schon 210 Franken, und das Essen außerhalb der Anlage ist auch einiges günstiger ( lies: 1/4 – 1/3 billiger) und abwechslungsreicher- das gleiche gilt für Ausflüge buchen und Einkaufen.

Das Hotel ist schon beeindruckend. 3 km Pool, 3 Restaurants (italienisch, thailändisch, japanisch), SPA, Schöne Zimmer mit Poolblick (s.o.), Riesen-Bad, reichhaltiges Frühstücksbuffet, Kids Club, gratis Tücher, WLAN überall … ganz schlecht für mich :) … Und für Euch, weil ihr dann so Posts ertragen müsst …

Ein Schreck zum Anfang

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen -umso mehr, wenn es grad eine Familie ist.
Beinahe wäre es nicht zur Reise gekommen …
Am Flugplatz, alle Koffer (2) und Handgepäck auf den Gepäckwagen geschnallt, Junior obendrauf – er wollte unbedingt und Kuschelbär fand, das sei einfacher so. Auf dem Weg zum Einchecken sieht Junior etwas und springt ab – direkt vor den vollen Wagen. Kuschelbär reicht es nicht mehr zum bremsen und schon hat er den Fuss (abgeknickt) drunter.
Das Geschrei kann man sich vorstellen. Ich hebe den Gepäckwagen einhändig vom Fuss runter (da werde ich offenbar zum Samson) und setze Junior hin. Während ich den Fuss abtaste, gehen mir Gedanken an Knochenbruch, Sehnenriss und dass wir den Flug wohl sausen lassen müssen um ihn ins Spital zu bringen, durch den Kopf. Aber: ich spüre bis auf eine beginnende Schwellung nichts. Junior beruhigt sich, kann den Fuss bewegen und sogar laufen.
Also gehen wir nicht die örtliche Sanität aufsuchen, sondern die Flugtickets holen.
Ein Hoch auf die flexible Kleinkind-Anatomie! …. Und seinen Schutzengel.
Merci.

Inzwischen sind wir hier angelangt (wo „hier“ ist, sage ich noch nicht, aber vielleicht sind die Flickr Fotos ein Hinweis) und sehr müde, aber auch zufrieden.

Meine Begegnung mit Valium

Natürlich „begegne“ ich Valium täglich in der Apotheke – wie viele andere Medikamente auch. Aber: die meisten davon habe ich (noch) nicht versucht -und bin froh, wenn ich es nicht muss: Medikamente sind keine Genussmittel, sondern da für einen Zweck – und keiner der Ahnung hat von Pharmakologie kommt auf die Idee, einfach mal etwas aus reinem Spass zu schlucken. … Digoxin irgendwer? Klar, man hat Kopfschmerzen oder Durchfall, oder … so das normale halt. Aber von den rezeptpflichtigen Sachen lasse ich eigentlich die Finger.

Nach einem furchtbaren Flug in die Ferien vor vielen Jahren aber, wollte ich doch mal wissen, ob ich den Rückflug nicht besser „gedopt“, also am besten tief schlafend überstehe.
Also fragte ich in der Thailändischen Apotheke nach einem Schlafmittel, genauer gesagt spezifisch Zolpidem. Zolpidem bekam ich nicht -weil in Thailand auch rezeptpflichtig- dafür boten sie mir als Alternative ein Benzodiazepin an. Ich habe dann darauf verzichtet, weil ich nämlich schon ein Benzodiazepin dabei hatte, nämlich 1 Tablette Valium 2mg. Die Tablette stammt aus den Medikamentenretouren der Apotheke und lag schon seit Jahren unbeachtet in den Tiefen meiner (zugegeben sehr kompletten) Reiseapotheke.

Die nahm ich dann auf dem Rückflug. Es war ein Nachtflug und kurz vor dem Nachtessen warf ich die Hälfte ein.

Valium ist nicht ein Schlafmittel, es ist ein ziemlich starkes Beruhigungsmittel. Der Effekt – den ich mit klinischem Interesse an mir beobachten konnte, ist, dass es eine gewisse Distanziertheit bringt – zwischen sich und was immer einen beunruhigt. Man könnte es auch mit „mir ist alles scheissegal“ bezeichnen.
Mit diesem Neben-mir-stehen Gefühl war ich trotz gelegentlichen Turbulenzen ruhig genug, dass ich dachte, ich könnte etwas schlafen. Am Rande bekam ich jedoch noch das kleine Drame aum mich herum mit:

Die Lichter sind gelöscht worden, alles bereitete sich darauf vor zu schlafen … bis auf die Frau und ihr Kollege, die sich den Platz im Gang bei uns (in der Nähe der Toiletten) ausgesucht hatten ihr lautes und ausdauerndes Schwätzchen zu halten. Mein Kuschelbär versuchte auch zu schlafen, aber mit dem Gequatsche direkt nebendran war das unmöglich. Das hat er ihr dann auch gesagt – ohne Effekt. Es ging gleich weiter wie zuvor. Da wurde er ärgerlich – und auch laut und forderte sie nochmals auf, endlich Ruhe zu geben – immerhin war Schlafenszeit! Zustimmendes Gemurmel um uns herum. Sagt mein Mann: „Und meine Frau, die will auch schlafen! (und zu mir) Nicht wahr?“ Und ich – in meinem Medikamenten-stupor: (in gelangweiltem Ton) „Ja, ja, ist schon gut.“
Wie gesagt: mir war alles wurst.
Nicht gerade die Unterstützung, die man von seinem Partner erwarten kann, oder?

So im Nachhinein fand ich das dann nicht gerade toll – und habe seitdem auch keine von den Dingern mehr genommen. Ich verstehe aber seitdem schon, warum das manchen sehr helfen kann in enorm belastenden Situationen … nur muss man aufpassen, dass man nicht von dieser „Stütze“ abhängig wird. Probleme lösen diese Tabletten nämlich nicht, sie schieben sie einfach von einem weg.

Kotztüte

Also die Bildgebung soll mir mal jemand erklären: Schiff, Flugzeug, Bus = alles Orte, wo man Reisekrank (Seekrank, Luftkrank) werden kann – aber was soll das Apothekerkreuz zuunterst??

(Das Bild hätte ich hier gebrauchen können).