PPP – zu gewinnen ist:

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Das sind die Gewinne: aus diesen könnnen die Gewinner sich in der Reihenfolge der Lose etwas aussuchen. Der Hauptgewinner darf sogar 2 Dinge haben. Wer gewonnen hat veröffentliche ich morgen nachmittag unter den Lösungen (und benachrichtige Euch per mail mit den noch erhältlichen Gewinnen).

Von Stadtmauern und Salbentöpfen – Archäologie zur Siedlungs- und Apothekengeschichte in Biberach von Beate Schmid und Birgit Kulessa.

Die spanische Grippe – eine Geschichte der Pandemie von 1918. Im Vergleich zu Covid

Merck – Von der Apotheke zum Weltkonzern von C.H. Beck

Töte möglichst wenig Patienten – von Oscar London. Ein Klassiker, vor allem für angehende Ärzte.

Apotheke – ein frühliches Wörterbuch

und natürlich meine Bücher:

Haben Sie diese Pille auch in grün? by Pharmama

Einmal täglich – Cartoons aus der Apotheke, by Pharmama

Ausserdem:

Giant microbes: H1N1(pink),

Grippe (blasstürkis),

Geschenkbox,

Keuch-Husten (gelb)

Poop (braun)

Besten Dank auch an dieser Stelle an den ?Riddler? für seine Wahnsinns-tollen Rätsel und auch die Gewinne! Maximaler Spass und minimaler Aufwand auch für mich – ich muss es jetzt nur noch versenden. Bitte gebt mir etwas Zeit dafür.

 

PPP 2020 – Die Lösung

Liebe Rätselfreund*innen!
Schon wieder ist Pfingsten vorbei. Somit auch «Pharmamas Phantastisches
Pfingsträtsel», welches auszuarbeiten ich nun zum zweiten Mal die grosse Ehre hatte. Es hat mir auch diesmal wieder einen Riesenspass gemacht, nicht nur wieder als Arzt in die weite Welt der Pharmazie einzutauchen, sondern auch damit Eure Hirnwindungen zum Qualmen zu bringen. Vielen Dank Euch allen, dass Ihr auch in diesem Jahr mitgerätselt habt. (Und Pharmama hat mir bereits verraten, dass es auch in 2021 eine Fortsetzung geben soll – auch dafür vielen Dank!)

Bevor nun die diesjährigen Gewinner bekanntgegeben werden, möchte ich Euch zuerst die Lösungen der Teilrätsel sowie des Gesamträtsels aufzeigen. Here we go:

Tag 1:
In einer Retrospektive auf das Vorjahresrätsel ging es am ersten Rätseltag wieder um Antibiotika. Gemeint waren dabei natürlich die „Makrolide“, also bspw. Erythromycin oder Acithromycin. Der 7. Buchstabe der Substanzklasse war natürlich das „I“.

Tag 2:
Es ging natürlich um den „Schwefel“, was hoffentlich auch bereits im ersten Satz des Rätselteils mit „schwelt bei Euch“ schon klar geworden sein sollte. Der Schwefel war zwar über viele Jahrhunderte in der Wundbehandlung im Einsatz, jedoch gibt es bis heute kaum einen Beleg für seine Wirksamkeit darin. Egal: im Periodensystem steht „S“ für den Schwefel – und genau diesen Buchstaben solltet Ihr in diesem Rätselteil finden.

Tag 3:
In diesem Rätselteil ging es um die „Neue Homöopathie nach Körbler“. Keine Ahnung (wirklich nicht!), was so ein Schmarrn mit Homöopathie zu tun haben soll, aber nicht wenige, die an die Wirksamkeit von Homöopathie (über den Placeboeffekt hinaus) glauben, kaufen auch solche Produkte. Sie geht auf den Wiener Elektriker, Esoteriker und Medizinlaien Erich Körbler (1938 – 1994) zurück und gilt in Skeptiker-Kreisen als eines der absurdesten Beispiele für Pseudomedizin. Gesucht war der erste Buchstabe des Verfahrens, also das „N„.

Tag 4:
Ging es noch einfacher? Gemeint war natürlich die medizinische Revolution der „Impfung“, welche aber leider bis heute von den sog. „Impfgegnern“ infrage gestellt wird. Anyway: der gesuchte Lösungsbuchstabe war das „I“.

Kleine Zwischenbemerkung:
Zu diesem Zeitpunkt hattet Ihr die Buchstaben I, S, N und nochmal I gesammelt, was die eine oder den anderen von Euch zur voreiligen Lösung „Insulin“ verführt haben mag.
Aber es kam anders…

Tag 5:
Diesmal ging es um Friedrich Jakob Merck, der im Jahr 1668 die spätere „Engel-Apotheke“ in Darmstadt erwarb (die auch bis heute in Familienbesitz ist), welche später zur Keimzelle des Unternehmens wurde, welches heutzutage als „Merck Sharp & Dome“ (MSD) bekannt ist. Vom Namen „Merck“ war der von vorne wie hinten dritte Buchstabe „R“ gesucht.

Tag 6:
Gesucht war der italienische Gelehrte Amadeo Avogadro, der 1811 die Hypothese veröffentlichte, dass gleiche Volumina verschiedener idealer Gase bei gleicher Temperatur und gleichem Druck die gleiche Anzahl von Teilchen enthalten. Die „Avogadrozahl“ 6.02214076*10^-23 gilt als ein Hauptargument gegen die Wirksamkeit homöopathischer Hochpotenzen (weil nach mehr als 23 10fach-Verdünnungen bzw. 12 100fach-Verdünnungen statistisch kein Molekül der Ursubstanz mehr in der «Potenz» vorhanden sein kann).
Nach ihm wurden ausserdem das Avogadrit, der Avogadrokrater am Mond sowie der Asteroid Avogadro (12294) benannt. Der erste Buchstabe sowohl des Vor- als auch Nachnamens war in diesem Rätsel gesucht: das „A„.

Tag 7:
Beim letzten Rätselteil ging es um Theophrastus Bombatus von Hohenheim, besser bekannt als „Paracelsus“ (Verweis auf die «Paracelsus-Klinikgruppe» in Düütschland, bei der ich übrigens selber ein paar Jahre als Assistenzarzt gearbeitet habe), der u.a. auch als „letzter der Alchimisten“ in die Geschichte einging. Im Basler „Pharmazie-Museum“ kann man bis heute eine Replik seiner Alchimistenwerkstatt begehen. Und der gesuchte erste Buchstabe seines Namens war natürlich das „P“.

Gesamtlösung:
Somit hatten wir am Ende also die Buchstaben I, S, N, I, R, A und P. In die korrekte Reihenfolge gebracht ergaben diese Buchstaben das Lösungswort:
ASPIRIN

Die Acetylsalicylsäure ist bereits seit Jahrtausenden (!) in verschiedenen Kulturen als Schmerzmittel bekannt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie in Form von Aufgüssen aus der Rinde der «Salicyla», der weissen Weide, angewandt. Hippokrates, Dioscurides und Galen berichteten bereits in der Antike von ihrer Wirksamkeit. Im Laufe des 19. Jahrhunderts versuchten verschiedene Chemiker erfolglos, diesen Naturstoff synthetisch rein und nebenwirkungs- bzw. -produktfrei herzustellen.
[Folgende weitergehende Erläuterungen frei bzw. sinngemäss aus Wikipedia:]
Am 10. August 1897 gelang erstmals im Bayer-Stammwerk die Synthese von
nebenproduktfreier o-Acetylsalicylsäure aus Acetanhydrid und Salicylsäure. In einer US- Patentschrift vom 1.8.1898 stellte der Erfinder Felix Hoffmann nochmals detailliert klar, dass nur bei seinem Verfahren und im Gegensatz zu den von Kraut beschriebenen Varianten die gewünschte Acetylsalicylsäure in reiner Form gebildet wird.
Das Patent wurde in den USA und in Grossbritannien erteilt, nicht jedoch in Deutschland, da die „Chemische Fabryk von Heyden» in Radebeul unter dem Chemiker Carl Kolbe bereits seit 1897 Acetylsalicylsäure in industriellem Massstab, erst unter ihrem chemischen Namen und später unter dem Handelsnamen Acetylin, als Heilmittel produzierte und vertrieb. […]
Das Mittel wurde von Kurt Witthauer am Diakoniekrankenhaus in Halle 1898 auf seine Vorzüge an über 50 Patienten geprüft und er stellte vor allem die gute Verträglichkeit im Vergleich zu anderen Salicylpräparaten heraus. […]
Am 7. April 1921 meldete Bayer eine Modifikation dieses Verfahrens zum Patent an. Anstelle von Schwefelsäure eignete sich auch ein geringer Pyridin-Zusatz als Katalysator bei ansonsten milderen Reaktionsbedingungen.

[Ende des Wikipedia-Exkurses]
ASS in ihren vielen Dosierungs- und Darreichungsformen ist bis heute eine der grössten Erfolgsgeschichten der modernen Parmazie. Obgleich die prophylaktische Gabe von 100mg ASS pro Tag bei Patienten mit KHK-Risiko inzwischen höchst umstritten ist, und ausserdem auch die sekundärprophylaktische Wirkung (e.g. bei Diabetes) in den letzten
zwei Dekaden immer wieder widerlegt wurde, ist zumindest «Aspirin» in der 500mg- Dosierung bis heute ein absoluter OTC-Hit in jeder Apotheke.
Und nun übergebe ich das Wort wieder an Pharmama, die Euch mitteilen wird, wen sie diesmal aus ihrer Lostrommel gefischt hat. Die glücklichen Gewinner*innen werden dann die Auswahl aus verschiedenen Preisen haben. Zuerst die/derjenige, die/der als Erstes die korrekte Lösung eingesandt hat, danach dann weitere Gewinnerinnen in der Reihenfolge der Auslosung (wobei Mehrfachgewinne ausgeschlossen sind!). Die übriggebliebenen
Preise werden dann in einem Jahr, bei der 3. Auflage von «PPP» wieder zur Auswahl stehen.

Bis dahin verabschiede ich mich hiermit von Euch. Es hat mir wieder einmal einen Riesenspass gemacht, dieses Rätsel für Euch zu bauen und zu begleiten.
CU in 2021!
Euer
?Riddler?

PPP – Teil 7: Finale!

Liebe Rätselfreund*innen!

Ich gehe mal davon aus, dass Ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso schon bis dato die korrekte Lösung meines kleinen Rätselspiels erraten haben solltet. Aber für den Fall, dass Ihr immer noch einen Tip brauchen solltet, habe ich selbstverständlich noch einen finalen Hinweis für Euch:

Lange, bevor es in Europa wissenschaftliche Pharmazie gab, wirkte in der Nordwestschweiz ein Mann, dessen Name Euch allen hoffentlich geläufig sein sollte. In Basel gibt es sogar ein Museum, welches einen ganzen Raum seinem Laboratorium aus dem späten 15. Jahrhundert nachempfunden hat. Und sein Name wird ausserdem von einer Klinikgruppe in Deutschland bis heute weitergeführt. Der erste Buchstabe seines „Kurznamens“ (er hat auch noch einen anderen, welcher allerdings wesentlich komplizierter ist) ist der letzte noch fehlende in meinem Rätsel.

Und wer heute die komplette Rätsellösung an pharmama08(at)gmail.com schickt, nimmt immerhin noch mit 1 Los an der Verlosung teil. Ihr habt dafür sogar noch bis morgen Abend (also Pfingstmontag 1.6.2020) 18 Uhr Zeit! Toll, nicht wahr?

In Kürze folgt dann die Komplettlösung des diesjährigen Pfingsträtsels, inklusive Veröffentlichung der Gewinnerinnen. Bis dahin bedanke ich mich bei Euch für Euer Miträtseln und freue mich bereits auf eine Neuauflage im kommenden Jahr.
Euer
?Riddler?

PPP – Teil 6

Liebe Rätselfreund*innen!

Das diesjährige Rätsel neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Hattet Ihr bereits die entscheidende Erleuchtung oder tappt Ihr immer noch im Dunkeln? Egal, ich hoffe, Ihr rätselt auch heute wieder mit.

Heute suchen wir einen Physiker/Chemiker, dessen Hauptwerk bis heute in verschiedenen Disziplinen nachwirkt. Und das, obwohl er eigentlich einer Juristenfamilie entstammte und vor seiner Hinwendung zu den Naturwissenschaften zuerst das Recht studierte, darin sogar die Doktorwürde erlangte.
Nach ihm wurde so einiges benannt, u.a. ein Asteroid, ein Mondkrater oder auch ein Mineral. Aber eben auch ein Gesetz und vor allem eine sehr wichtige Konstante. Und eben letztere ist heutzutage ein wesentlicher Kern in der Argumentation der Homöopathiekritiker.
Der erste Buchstabe sowohl seines Vor- als auch Nachnamens ist ein weiterer Teil der Lösung. Wer heute die korrekte Lösung einschickt (an pharmama08(at)gmail.com), nimmt immerhin noch mit 2 Losen an der Verlosung teil.

Schaltet auch morgen wieder ein – dann folgt der letzte Rätselteil.
Euer
?Riddler?

PPP die Gewinnauswahl

Vor den Pfingstrosen – die dieses Jahr absolut pünktlich blühten hier – findet sich die Gewinnauswahl für das Rätsel:

  • 2 „Plüschmikroben“: Das Penicillin
  • Buch „Penicillin Man – Alexander Fleming and the Antibiotic Revolution“; die inoffizielle Biographie, verfasst von Kevin Brown (in englischer Sprache)
  • Doppel-DVD „Der Dritte Mann“ – der Filmklassiker (aus dem Jahr 1949) über eine Penicillin-Schieberbande im Wien der Nachkriegszeit (mit viel Extramaterial)
  • Doppel-DVD „Sicko“ (2007) – ein Film des bekannten amerikanischen Dokumentarfilmers Michael Moore („The Awful Truth“, „Bowling for Columbine“, „Fahrenheit 9/11“) über das Versagen des amerikanischen Gesundheitssystems am Beispiel der Helden des WTC-Attentats von 2001 (ebenfalls mit viel Bonusmaterial)
  • DVD „Zeit des Erwachens“ (1990) – ein Film über eine (vermeintliche) Pharma-Sensation mit Robert de Niro und Robin Williams (soll eine wahre Geschichte sein… aus den Memoiren des bekannten amerikanischen Neurowissenschaftlers Oliver Sacks)
  • 3x das Buch „Haben Sie diese Pille auch in grün?“ von Pharmama
  • 1x das Buch „Einmal täglich“ von Pharmama

– die letzten beiden mit Widmung, alles andere mit zusätzlicher Postkarte von Pharmama.

Die ersten drei Einsender der korrekten Lösung erhalten jeweils einen Preis (den sie aus den vorhandenen Preisen selber aussuchen können) – die stehen jetzt schon fest und werden demnächst von mir benachrichtigt, damit sie mir mitteilen können, was sie gerne hätten.

Unter allen anderen korrekten Lösern werden die übrigen Preise von mir ausgelost. Auch ihr werdet demnächst benachrichtigt.

Danke vielmals für Eure rege Teilnahme – die teils frühen Einsendungen haben mich echt überrascht. Ich hoffe, es hat Euch so viel Freude gemacht, wie mir!

PPP – Die Auflösung

Liebe BlogleserInnen!
Zunächst einmal vielen Dank, dass Ihr bei meinem kleinen Spass so tapfer mitgerätselt habt. Ich hoffe, es hat Euch genau so viel Spass gemacht wie es mir Freude bereitete, es für Euch zu bauen. Bevor Ihr nun erfahrt, wer denn eigentlich etwas gewonnen hat, lasst mich an dieser Stelle zunächst einmal die einzelnen Rätselteile auflösen:

Am 1. Tag ging es um einen französischen Chemiker, der ein Halogen entdeckte, welches in Kombination mit einem Alkalimetall das erste Antiepileptikum der Pharmaziegeschichte wurde.
Das fragliche Halogen war Brom, das Alkalimetall war Kalium, somit war das gesuchte Antiepileptikum Kaliumbromid. Es wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als Beruhigungsmittel und in der Behandlung von Krampfanfällen genutzt. Das Brom wiederum wurde von Antoine-Jérôme Balard 1826 erstmals aus Meeresalgen gewonnen.
Gesucht war Balards Geburtsjahr 1802, dessen letzte Stelle „2“ ergab die Koordinate „c“ in diesem Rätsel.

Tag 2 brachte erneut die Frage nach einem chemischen Element, dessen Verbindungen eventuell in Zukunft neue Behandlungsoptionen beim Diabetes ermöglichen könnten. Kurz gesagt: es ging um das Vanadium, dessen Ordnungszahl 23 die Koordinate „z“ des Rätsels ergab.

Der 3. Tag führte uns in weit in die Geschichte zurück zu einer pharmazeutischen Fakultät in Nordafrika. Deren „Al-Azhar Journal of pharmaceutical Sciences“ gilt heute allgemein als wichtigstes Pharmazie-Journal Nordafrikas. Herausgeber ist die Al-Azhar-Universität in Kairo.
Gesucht war das Jahrhundert, in dem diese Universität gegründet wurde – das geschah im 10. Jahrhundert (unserer Zeitrechnung). Somit war „10“ die Teillösung für die Koordinate „y“ in unserem Rätsel.

An Tag 4 wurde es ein wenig religionspolitisch. Es ging um eine der bedeutendsten pharmazeutischen Innovationen des 20. Jahrhunderts, mit der die katholische Kirche leider bis heute ein gewisses Problem hat. Hoffentlich war unschwer zu erkennen, dass hier die Anti-Baby-Pille gemeint war. Mit ihr könnte eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit, nämlich die zunehmende Überbevölkerung der Erde, abgemildert werden. Sie wurde von Carl Djerassi, Gregory Pincus und John Rock im Jahr 1951 entwickelt. Gesucht waren die letzten 2 Stellen der genannten Jahreszahl, also „51“. Diese ergaben die Koordinate „a“ (und damit die erste wirklich „grosse“ Koordinate) des Rätsels.

Am 5. Tag fragte ich nochmal nach einem chemischen Element. Vorweg: gesucht war der Phosphor. Er kommt auf der Erde in verschiedenen Farben vor, einige dieser Varianten haben die Eigenschaft, im Dunkeln zu leuchten. Sein (gesuchtes) Atomgewicht beträgt 30.974, gerundet 31. Und letzteres war die gesuchte Koordinate „b“ des Rätsels. An diesem Tag habt Ihr ausserdem die Zuordnung der Koordinaten zu Länge und Breite erhalten – das hat einige von Euch sicherlich schon um Einiges weitergebracht.

Bleibt noch der 6. Tag des Rätsels. Den hatte ich mir als besonderen Spass bis zum Schluss aufgehoben. Es ging um eine chemische Verbindung, der wir nicht nur täglich begegnen, sondern ohne die unser Leben auch völlig unmöglich wäre. Und dennoch werden ihr immer wieder gerne regelrecht magische Eigenschaften zugesprochen. Ich denke, es sollte recht schnell klar gewesen sein, dass es sich dabei um Dihydrogenmonoxid (DHM) handelte, allgemein einfach nur als „Wasser“ (oder chemisch H2O) bekannt. Vor allem in der Homöopathie, die heutzutage mit dem angeblichen „Gedächtnis“ des Wassers argumentiert. Und vor über 10 Jahren hat ein Japaner namens Masaru Emoto Experimente gemacht, in denen er Wasser u.a. klassische Musik vorgespielt oder die Proben auch einfach nur beschimpft hat, das Wasser danach einfror und aus den entstandenen Kristallen völlig unwissenschaftliche Schlüsse gezogen hat. Dennoch hängt
sich die Gemeinde der Globuli-Fans nur allzu gerne an solche Experimente.
Rein nach der molaren Masse müsste der Schmelzpunkt von Wasser eigentlich bei rund – 100°C liegen, tatsächlich liegt er – genauso wie der Gefrierpunkt – bei 0°C. Wasser kann unter Normalbedingungen zwar auch unterhalb von 0°C noch flüssig bleiben, man bezeichnet es dann allerdings als „unterkühltes Wasser. Gesucht war jedenfalls der allgemein bekannte Gefrierpunkt von H2O, also 0°C. Das war dann auch die letzte Koordinate „x“ im Rätsel.

Nachdem in Teil 6 auch die Frage nach nördlicher/südlicher Breite und westlicher/östlicher Länge geklärt worden war, ergaben sich schliesslich folgende Gesamtkoordinaten: 51°31‘2‘‘N , 0°10‘23‘W
Diese zeigen auf das „St. Mary‘s Hospital“ in London, wo Sir Alexander Fleming im Jahr 1928 (durch grossen Zufall) das Penicillin entdeckte
(genauer gesagt am 28.9.1928).
Zwar wurde an gleichem Orte im 19. Jahrhundert bereits das Heroin entdeckt (von Charles Alder Wright), aber bereits im Prolog zu diesem Rätsel wurde diese Lösung ja ausgeschlossen.
Und bevor Diskussionen aufkommen: ja, die hemmende Wirkung des Penicillium-Pilzes auf Bakterien wurde zwar schon 1874 von Theodor Billroth beschrieben (jnd in der Antike ebenso von mehreren Autoren), aber von ihm auch nicht mehr weiter verfolgt. Allgemein gilt eben Fleming heute als Entdecker des Penicillins und Vater der Antibiotikatherapie.
1945 erhielt er schliesslich dafür den Nobelpreis für Medizin.

Die korrekte Lösung auf die Rätselfrage lautete also:

  1. Penicillin
  2. Alexander Fleming
  3. 1928

Okay, damit verabschiede ich mich (für‘s Erste?) von Euch; ich hoffe, Ihr hattet Spass mit mir und seid vielleicht nicht zu frustriert, solltet Ihr das Rätsel nicht gelöst haben bzw. nicht unter den GewinnerInnen sein. Für letztgenannte Frage übergebe ich jetzt wieder an Pharmama, die Euch die Gewinner bekanntgibt.
Bis bald mal wieder,

Euer
?Riddler?

P.S.:
Euch hat mein Rätsel gefallen und Ihr wollt auch ein solches für Eure Apotheke? Für Euren Blog? Oder für Euren privaten Geo-Cache?
Prinzipiell kein Problem, allerdings bin ich beruflich sehr in meiner Praxis eingebunden und erlaube mir daher den Luxus, mir meine diesbezüglichen Projekte auszusuchen (im Regelfall max. eines pro Monat, und auch nur, wenn ich Zeit dafür finde). Im Gegenzug müsst Ihr dafür auch nichts zahlen, nur mich von Eurer Idee überzeugen. Ich mache übrigens nicht nur Geo-Rätsel, sondern auch Buchstabenrätsel (fast) beliebiger Länge (also Rätsel, bei denen an jedem Tag ein Buchstabe gesucht ist, und bei dem am Ende alle gefundenen Buchstaben ein Gesamt-Lösungswort ergeben). Hauptsache ist, es hat einen naturwissenschaftlichen Background!
Solltet Ihr Interesse haben, so schreibt bitte einen kurzen Text, in dem Ihr beschreibt

  • worum es grundsätzlich im Rätsel gehen soll (Pharmazie, Medizin,
    Chemie/Physik/Biologie etc.)
  • ggf. welche Koordinaten herauskommen sollen (für Geo-Caches)
  • oder evtl. welches Lösungswort
  • und was der Hintergrund Eurer Anfrage ist (bspw. ein bestimmter Anlass o.ä.)
    (Word-Dateien im klassischen .doc-Format bevorzugt! (ohne Makros – die öffne ich wegen Viren-Gefahr nur äusserst ungern…))

Schickt Eure Anfrage an Pharmama, sie wird das dann gerne an mich weiterleiten. Wenn mich Eure Idee überzeugt habt, bekommt Ihr bald Post von mir.