Bitte – es ist gut, wenn Sie die Hand vor den Mund halten, wenn sie Husten müssen.
Noch besser wäre die Ellenbeuge, Aber: Bitte – husten Sie nicht in das Rezept und reichen es mir dann mit der Erklärung:
„Ich habe eine üble Lungenentzündung!“
Brrr..
Bitte – es ist gut, wenn Sie die Hand vor den Mund halten, wenn sie Husten müssen.
Noch besser wäre die Ellenbeuge, Aber: Bitte – husten Sie nicht in das Rezept und reichen es mir dann mit der Erklärung:
„Ich habe eine üble Lungenentzündung!“
Brrr..
Der Arzt hat auf Rezept eine Salbe zum herstellen aufgeschrieben.
"Wieviel kostet das?" will der Patient wissen – und ich gebe ihm eine grobe Schätzung anhand Inhaltsstoffe und Arbeit: Ca. 40 Franken.
"Was? Aber der Arzt hat gesagt, das soll nur um die 20 Franken kosten!"
Ich gebe ihm das Rezept zurück: "Dann lassen Sie das doch den Arzt herstellen."
Patient etwas bescheidener: "Ich glaube das kann er nicht."
Pharmama: "Ja – das liegt nicht in seiner Kompetenz … und er kann auch nicht sagen, wieviel das kostet. Ich gehe ja auch nicht hin und sage: 'Mit ihrer Blasenentzündung sollten sie zum Arzt gehen, die Untersuchung, Diagnose und das Ausstellen des Rezeptes sollte nicht mehr als 20 Franken kosten'."
Oder?
Ich durfte die Salbe dann herstellen.
Telefon.
Klassisches Begrüssungsspiel meinerseits: "Pharmama's Apotheke, Pharmama, Grüezi"
Frau: "Grüezi. Ich hab da eine Frage .."
Sie hat keinen Namen gesagt, finde ich unschön. Aber … ok.
Frau: "Ist ein Rezept gefaxt worden?"
Pharmama: "Auf was für einen Namen?"
Frau: "Ich meine heute."
Pharmama: "Ja. Aber der Name des Patienten für den das Rezept ist, den brauche ich zum nachschauen."
Frau (Widerstrebend) : "Mahler."
Pharmama: "Moment … für diesen Namen habe ich nichts."
Frau: "Es könnte auch für einen anderen Namen sein. Ich gebe nicht gerne meinen Namen heraus. Der Arzt hat vielleicht einen anderen …"
Pharmama: "Okay, welchen?"
Frau: "Das möchte ich lieber nicht sagen. Haben Sie denn heute ein Fax bekommen für jemanden?"
Pharmama: "Also die Faxmaschine funktioniert. Ob und für wen ich sonst einen Fax bekommen habe … das darf ich ihnen nicht sagen. Patientengeheimnis und so. Ich darf Ihnen nur sagen ob für Sie etwas gekommen ist … Und das kann ich nur, wenn Sie mir den Namen sagen."
Frau: "Ich komme vorbei und frage dann noch einmal …"
*klick*
Okay?
Nicht dass die Auskunft dann anders sein wird. Ich fange ganz sicher nicht an mit: "Da hätten wir ein Blutdruckmittel für Müller, ein Antibiotikum für Meier und ein Schlafmittel für Schulze … was darf's denn sein?"
Gestern habe ich einen Antibiotikum-Sirup für ein 10 jähriges Kind abgegeben, das war schwerer als ich !
Ich wollte es erst nicht glauben, als die Mutter gesagt hat, er wiege 70 kg. (Anwesend war es nicht).
Ich muss nach dem Körpergewicht fragen um die Dosierung zu kontrollieren – und die war doch eher ungewöhnlich für das Alter.
Die Patientin mit einer Krankenkasse, bei der sie gleich in der Apotheke bezahlen muss und der ich das Generikum empfohlen habe:
"Das Generikum kostet 64 Franken? Das ist ja fast dasselbe, was ich für das Original bezahlt habe."
Na ja, es gibt heute Medikamente, wo der Preis vom Original so heruntergekommen … aber bei dem hier glaube ich das eigentlich nicht.
Ich schaue nach. Das Original kostet 105 Franken.
"Sehen Sie?" Sagt die Patientin: "Fast dasselbe!"
Wenn Sie meinen …
20 Minuten am Telefon- die bekomme ich nie mehr zurück.
Die Spitex (die Hauspflege) richtet die Medikamente für die Patientin. Die Medikamente bekommt die Spitex von uns direkt zur Patientin geliefert. Wie schon irgendwo erwähnt, halten wir alle Abgaben fest – und auch was wann wohin geliefert wurde. Ach ja – und auch die Dosierungen …
Telefon am frühen morgen:
Spitex (in dem Fall eine Frau um die 40): "Wir bräuchten noch eine neue Packung von den AAA, die gehen aus … könnten sie die uns schon diesen Freitag liefern?"
Pharmama: "Okay, aber … ich sehe, Sie haben erst vor 2 Wochen schon eine Packung zu 60 Stück bekommen. Hat die Dosis gewechselt?"
Spitex: "Moment … ja, Sie haben das angeschrieben mit 2 Kapseln einmal täglich, aber es ist jetzt 1 Kapsel 2 x täglich."
Pharmama: "Okay – aber das sind trotzdem nur 2 Kapseln pro Tag. Sie sollten eigentlich noch fast 30 Stück haben."
Spitex: "Ja, aber sie sind runtergefallen."
Aha!
Pharmama: "Alle 30? Und kaputt?"
Spitex: "Nein – wir haben nicht mehr genug weil die Dosierung auf 2 x täglich gewechselt hat."
Das stimmt immer noch nicht.
Pharmama: "Und Sie geben der Patientin 2 x täglich je 1 Kapsel oder 2 x täglich je 2 Kapseln?"
Spitex: "Nur eine Kapsel 2 x täglich. Aber die Dosierungsetikette sagt 2 Kapseln einmal täglich."
Pharmama: "Dann haben wir immer noch die Frage – warum die Kapseln jetzt schon ausgehen. Wir haben ihnen eine Menge geschickt, die für 1 Monat reichen sollte …"
Ich habe es dann aufgegeben ihr das vorzurechnen und die Kapseln geschickt. Wahrscheinlich sind da doch mehr verloren- (oder kaputt-)gegangen, als sie zugeben wollte.
