Hauptsache Tropfen

Die ältere Patientin kommt in die Apotheke und sagt: „Ich habe seit 4 Tagen rote, geschwollene Augen und sie machen auch weh.“
Pharmama: „Haben sie schon etwas ausprobiert?“
Sie zieht eine Plastiktüte mit 3 Tropffläschchen heraus. Die klassischen künstlichen Tränen, einmal Visine und eine Flasche, die ich nicht gleich erkenne, die sich dann als ihre Ohrentropfen herausstellten. Die hat sie seit 4 Tagen für ihre Augen gebraucht …
Das alleine wäre schon interessant genug, aber die Ohrentropfen sind schon seit 2000 abgelaufen … daraufhin habe ich sie gleich weggeworfen und sie darüber aufgeklärt wie sich das mit Ablaufdaten und Verwendungsdaten verhält.

… Und dann fragt sie mich noch: „Was soll ich jetzt gegen meine Ohr-Infektion* machen?“
Ich habe sie dann zum Augenarzt geschickt.

*kein Schreibfehler

Schmelzpunkt

Ein Mann kommt mit einer … ziemlich seltsam aussehenden Packung Ohrentropfen in die Apotheke. Die Plastikteile sehen irgendwie – geschmolzen aus.

Mann: "Könnte ich noch eine Packung von diesen haben?"

Pharmama: "Ja, aber … was ist denn damit passiert?"

Mann: "Man hat mir geraten die vor dem eintropfen in die Ohren vorzuwärmen. Diese hier habe ich etwas zu lange in der Mikrowelle gehabt."

Pharmama: "Oh, das sollten sie nicht so machen. Halten sie sie kurz unter laufendes warmes Wasser oder lassen sie sie in der Hosentasche Körpertemperatur bekommen."

 

 

Abend-Unterhaltung

Junior liegt neben mir im Bett, während ich ihm etwas vorlese. Auf einmal unterbricht er mich: „Hast Du da ein Loch im Ohr? Blutet das?“

und zieht mir leicht am Ohrring.

„Ja, das ist ein Loch – und nein, das blutet nicht – das macht auch nicht weh.“

Junior: „Darf ich mal schauen?“

Pharmama: „Soll ich den Ohrring wegnehmen?“

Junior: „Ja.“

Ich nehme ihm weg, Junior schaut sich mein Ohr-Ring-Loch genau an.

Junior: „Und wieso hast Du ein Loch im Ohr?“

Pharmama: „Das ist für die Ohrringe, damit die halten. (Ich zeige ihm, wie ich den Ohr-Stecker wieder reinmache). Das ist Schmuck – das sieht gut aus, oder?“

Junior: „Jaaa ….“

nach einer Weile: „Ich will auch Ohrringe!“

Pharmama (vorsichtig): „Vielleicht später … und vielleicht nicht gerade in beide Ohren? Männer haben meist nur einen Ohrring.“

Junior: „Ich will aber zwei – wie Du!“

Pharmama: „Na gut … aber damit warten wir noch, okay?“

Junior: „Aber warum?“

Pharmama: „Was denkst Du denn, wie die Löcher in die Ohren kommen?“

Junior: „Weiss nicht.“

Pharmama: „Die werden gestochen.“

Junior: stumm, aber mit grossen Augen.

Pharmama: „Und das macht im Moment schon etwas weh. Darum warten wir lieber, bis Du etwas grösser bist – okay?“

Junior: „Okay.“

Pharmama: „Soll ich jetzt weiterlesen?“

Junior: „Ja.“

(Ich bin so eine manipulierende Mama).

Alles Tropfen, oder was? Rerun

Original vom 28.5.2009

Pharmama: „Grüetzi, kann ich ihnen helfen?“

Kundin: „Ich brauche Augentropfen.“

Pharmama: „Ok, und was für Beschwerden haben sie?“

Kudin: „Ich brauche Tropfen … für meine Augen.

Pharmama: „Ja, das habe ich verstanden, aber es gibt eine Menge unterschiedliche Augentropfen. Haben Sie eine Allergie? Oder eine Infektion?“

Kundin nimmt die Brille ab und blinzelt übertrieben: „Sehen Sie?“

Pharmama: „Eigentlich sehe ich da gar nichts. Was haben sie denn?“

Kundin: „Ich gehe die Augen nächste Woche beim Arzt ausspülen.“

Pharmama: „Die Augen? Beim Arzt?“

Kundin: „Ja, ich habe eine Menge Wachs.“

Pharmama (mir dämmert etwas): „Meinen Sie nicht die Ohren?“

Kundin – Pause und Stirnrunzeln : „…. habe ich gesagt Augen? Ich meine natürlich Ohren. Ich brauche Ohrentropfen gegen zuviel Ohrenschmalz.“

Aha.

Durchgängig

Aus einer englischen Apotheke (aber das hätte auch bei uns vorkommen können):

Frau in der Apotheke: „Ich brauche mehr von diesen Ohrentropfen die ich auf Rezept bekommen habe.“

Apotheker: „Eigentlich sollte die Packung für die ganze Behandlung reichen. Zeigen sie mir mal, wie sie sie anwenden.“

Die Frau demonstriert es und gibt dabei die doppelte Dosis in ihr rechtes Ohr.

Apotheker: „Halt. Das reicht. Darum ist sie ihnen schon ausgegangen. Sie nehmen die doppelte Dosis in einem Ohr und ich bin sicher, dass sie das auch mit dem anderen Ohr machen.“

Frau: „Nein, das brauche ich nicht, das läuft doch zur anderen Seite durch.“

(offenbar tut es das)