Pharmama in den Medien

Zum Beispiel in der September-Ausgabe des Apothekenmanagers
– nur ein kleiner Absatz auf Seite 12 unten:

Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen der Apotheke, wie er beispielsweise im Blog einer Schweizer Apothekerin (www.pharmama.ch – über 500 Besucher am Tag) gewährt wird, könnte die Netzwerkerin fesseln.

Dort steht auch mehr zu den Nutzern des Gesundheitswebs – Netzwerker, Smarte, Forscher, Beobachter, Zaungäste und Traditionalisten … sowie Tipps für Blogger im Gesundheitswesen.

Übrigens: mehr als 500 … stimmt, aber die Zahl ist ziemlich niedrig angesetzt. Woher der Autor die wohl hat?

Apropos Päckchen …

Man muss nicht zwingend  in fremde Länder reisen um sich eine exotische Krankheit zu holen …

Malaria per Post

Ein Mann in Strassburg ist 14 Tage nach dem Erhalt eines Lebensmittelpakets aus Kamerun an Malaria erkrankt. Aus dem Paket waren nach dem Öffnen 2 oder 3 Mücken entwichen, die ihn auch gestochen haben.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Ähnliche Fälle werden oft als Flughafenmalariafälle entdeckt.

Ref: le Parisien

Das mit den Flughafenmalariafällen ist ein Hinweis darauf, dass in der Umgebung von Flughäfen eben auch gelegentlich Malariafälle auftreten, die durch von Reisenden eingeschleppten Mücken verursacht werden.

Apotheken-Service mit Note 1

Zum letzten Post passt irgendwie auch das: Apotheken-Service mit Note 1

Berlin  –  Die Apotheken sind die beliebtesten Dienstleister in Deutschland. Dies ist das Ergebnis einer Kurzerhebung der Kommunikationsagentur Faktenkontor. 1000 Bundesbürger waren befragt worden, in welcher Branche sie die Servicequalität als „sehr gut“ einschätzen. Die Apotheken konnten die meisten Stimmen holen – 40 Prozent der Befragten gaben die Note 1

Die Erhebung bestätigt den allgemeinen Trend. Denn auch in der Vergangenheit schnitten die Apotheken bei Verbraucherumfragen in der Regel sehr gut ab. Beim Dienstleistungsindex des Instituts für Demoskopie Allensbach landeten die Apotheker 2008 auf Platz 1.

Irgendwie widerspricht das (schön :-) ) dem „Apotheken-Bashing“ das ich sonst so in der Presse sehe.

Unfreiwillig komisch (3)

Sonst habe ich’s ja nicht so mit den Schreibfehlern – ich mache selbst genug, heisst das – und meistens lese ich einfach quer darüber und merke es nicht einmal. Aber der hier ist mir ins Auge gesprungen:

Aus dem neusten OTX-World – das ja als Fachzeitschrift für Apotheker, Ärzte und anderes Medizinpersonal daherkommt.

Ein Scherzmittel? – das hätte ich gerne!

Slow down, take it easy

Für diejenigen, die das noch nicht kennen: das ist die Kampagne für den Schweizerischen Versicherungsverband SVV und der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu – damit man nicht so rast.

Dabei hat das ganze eine Story: der Schutzengel ist voll überfordert mit der aktuellen Situation, bis er eine ungewöhnliche Möglichkeit findet:

Der Song „slow down, take it easy“ kommt in allen ihren Clips vor und kann auf der Website gratis runter geladen werden.

Also das finde ich mal eine Coole Aktion!

Kleinkrieg und Verwirrung

(sorry: lang)
Clopidogrel – das ist der Wirkstoff von Plavix, von dem es relativ frisch Generika gibt.
Jetzt gab es am 26.3.10 eine Mitteilung in den Medien, dass beim Hersteller des Wirkstoffes, der auch in manchen Schweizer Präparaten verwendet wird, eine Qualitätskontrolle durchgeführt wurde. Dabei wurde die Firma (in Indien) beanstandet, weil die Dokumentation Fehler (oder Lücken) aufweist.
Nach einiger Diskussion wird von der EMA aber auf einen Rückruf der Produkte, die den Wirkstoff enthalten verzichtet. Grund: Der Wirkstoff selbst wurde getestet und die Qualität für in Ordnung befunden.

Als nächstes folgt am 31.3.10 ein Fax in dem von einem „empfohlenen Rückruf“ eben jener Präparate steht …
Der Fax ist von der Firma, die das Original vertreibt (Plavix von Sanofi Aventis):

Letzte Woche hat die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) einen vorsorglichen Rückruf von einigen Clopidogrel-haltigen Generika empfohlen. … Betroffen von dieser Rückrufempfehlung sind …
Die Entscheidung der Europäischen Kommission wurde noch nicht getroffen. In der Schweiz hat die Swissmedic noch keinie Stellung bezogen…

Dann folgt am 1.4.10 ein Fax der Firmen, die die betroffenen Generika vertreiben (Sandoz):

Wichtige Mitteilung bezüglich Faxmailing Sanofi mit Betreff Rückrufempfehlung:
Sie haben ein Fax erhalten … die darin enthaltenen Informationen suggerieren einen bevorstehenden Rückzug des Produktes… wir möchten hierzu Stellung nehmen:
Sandoz und Novartis unterliegen sehr strengen Qualitätsstandards, welche sowohl intern, als auch extern bei unseren Lieferanten angewendet und regelmässig kontrolliert werden.
… Die Mängel, welche im genannten Audit gefunden wurden, hatten zu keiner Zeit Auswirkungen auf die Patientensicherheit. Auszug aus dem Inspector’s Report: a „recall oft he delivered batches is not considered to be necessary, because there is no evidence of product being harmful tot he patient.“
Sie können alle Formen von Clopidogrel Sandoz weiterhin ohne Bedenken anwenden.

Dann kommt kurz darauf die Meldung im Pharmavista.net:

Das zuständige Komitee der europäischen Zulassungsbehörde EMA hat in einer Pressemitteilung die Empfehlung für einen vorsorglichen Rückruf bestimmter Clopidogrel-Generika abgegeben (siehe www links). Im Fokus stehen Generika, welche mit Clopidogrel eines indischen Herstellers produziert wurden. Bei einer Inspektion wurden offenbar Verstösse gegen die GMP-Regeln festgestellt.
Gemäss Herstellerangaben sind in der Schweiz bisher keine Clopidogrel-Präparate von einem Rückruf betroffen.

Im Originaltext – wenn man dem Link folgt, steht aber auch, dass unter den betroffenen Produkten auch das Clopidogrel Sandoz ist.

Ja was jetzt?? Rückzug oder nicht?

Im Moment sieht es so aus, als bleiben die Medikamente auf dem Markt.

In Deutschland herrscht offenbar die gleiche Verwirrung, dort wird jetzt national bestimmt ob die Präparate zurückgezogen werden oder nicht: siehe „Rückruf je nach Zulassung“.