Das ist ein Rezept, das müssen Sie einlösen!

"Sie sind doch eine Apotheke – da müssen Sie mein Rezept einlösen!"

Das sagt der aufdringliche Kunde zu meiner jungen Drogistin Sabine, die mir heute in der Apotheke hilft. Von meiner Position aus sehe ich das Rezept nicht, aber ich höre die beiden.

Sabine: „Das ist aber kein Arztrezept. Das bekommen Sie von mir nicht!“

„Aber wenn eine Arztstempel drauf ist, dann müssen Sie mir das geben, oder? Ich gehe einen holen.“

Sabine: „Nein, auch dann nicht. Das ist ja auch kein Medikament.“

Kunde: „Können Sie nicht …“

Sabine: „Nein!!“

Seltsamer Austausch. Vor allem bin ich überrascht, wie heftig meine sonst so liebe Angestellte reagiert. Ich gehe nachher fragen was das denn war.

PA: „Der hat mir einen Zettel hingehalten auf den er geschrieben hat 'Spezialrezept für Herr Tswerg  für 1 Bild für mein Fotoalbum'.“

Pharmama: „Der wollte so an ein Foto von Dir kommen?“

Sabine: „Ja.“

„Brrrr.“

(Ja, das war wieder er)

Apotheken-Probleme: Falschabgabe?

  Die Frau in der Apotheke: „Winterswil. Mein Arzt hat ein Rezept gefaxt.“

Keine Frage, sondern eine Feststellung. Leider ist dem nicht so.

Frau Winterswil: „Dann rufe ich ihm nochmals an.“ Und geht.

Eine Stunde später ist sie wider da: „Hat mein Arzt das Rezept jetzt gefaxt?“

Pharmaassistetin (PA): „Nein, immer noch nicht – sollen wir ihm anrufen?“

Frau Winterswil: „Ja, gerne.“

Wir erreichen den Arzt, der uns das Rezept faxt.

Die Pharmaaasistentin legt die zwei Medikamente parat.

Frau Winterswil: „Das eine brauche ich nicht.“

Die PA gibt das andere Medikament ein. Dabei bemerkt sie…

PA: „Der Arzt hat Tenoretic mite aufgeschrieben. Das letzte Mal hatten sie das normale Tenoretic. Hat er etwas von einer Dosierungsänderung gesagt?“

Frau Winterswil: „Nein. Aber das ist die Packung, die ich auch schon hatte. Das ist schon richtig.“

PA: „Ja? Bei uns hatten sie das letzte Mal die Tenoretic normal. Soll ich nicht lieber beim Arzt nachfragen?“

Frau Winterswil: „Nein, nicht nötig. Das sind die, die ich schon hatte.“

PA: „Die Packungen sehen wirklich sehr ähnlich aus…“

Frau Winterswil: „Nein, diese sind richtig.“

Nun gut, die PA gibt sie ab, erklärt mir aber bei meiner Kontrolle vorher was damit ist.

…

Etwa zwei weitere Stunden später geht das Telefon. Es ist Frau Winterswil.

Frau: „Sie haben mir das falsche abgegeben. Die Tabletten, die ich bisher hatte waren grösser!“

Blöderweise erwischt sie am Telefon eine Drogistin, die das ganze nicht mitbekommen hat.

Die Drogistin kommt aufgeregt zu mir: „Du, die Kundin sagt, wir hätten ihr etwas falsch abgegeben!"

Erst mal erschrecken. Dann: „Wie heisst sie?“

Drogistin: „Winterswil.“

Pharmama: „Oh, das ist diejenige, die… ich erinnere mich. Sag ihr, sie kann sie zurückbringen, wenn sie sie noch nicht geöffnet hat. Wir rufen sonst morgen nochmal den Arzt an, was es genau sein soll und tauschen es gegebenfalls aus.“

(Inzwischen ist es nach 5 Uhr und die PA auch schon im Feierabend)

Drogistin nachdem sie wieder am Telefon war: „Sie sagt, sie habe schon eine Tablette genommen, was sie denn machen soll?“

Jetzt schaffe ich es ans Telefon – vorher habe ich aber noch das Originalrezept herausgesucht.

„Frau Winterswil? Hier ist Pharmama. Ich bin die Apothekerin …

Ich habe das Rezept vor mir. Aufgeschrieben vom Arzt wurde Tenoretic mite. Abgegeben von uns wurde Tenoretic mite – und die Pharmaassistentin hat sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie bisher die normalen Tenoretic hatten- ja?“

Frau Winterswil (widerwillig): „Ja.“

Pharmama: „Wie haben sie die Tenoretic bisher denn genommen?“

Frau Winterswil: „Vorher musste ich eine halbe Tablette pro Tag nehmen.“

Pharmama: „Okay. Der Arzt hat ihnen nichts gesagt von einer Dosisänderung und er hat auch auf dem Rezept nicht aufgeschrieben, wie sie die jetzt nehmen müssen. Wenn sie aber eine ganze Tablette von den mite nehmen, so ist das dasselbe, wie eine halbe von den normalen. Okay?“

Frau Winterswil: „Okay.“

Pharmama: „Dann würde ich vorschlagen, sie machen mit 1 Tablette pro Tag von diesen mite weiter. Und Sie können morgen ja noch den Arzt anfragen, ob das so richtig ist.“

Frau Winterswil: „Gut. Das mache ich.“

Problem gelöst. Wahrscheinlich war das schon Absicht vom Arzt das so aufzuschreiben, aber ein bisschen mehr Info der Patientin gegenüber – oder für uns auf Rezept – wäre schön und würde mir solche Schreckmomente ersparen.

Die Frau in der Apotheke: „Winterswil. Mein Arzt hat ein Rezept gefaxt.“

Keine Frage, sondern eine Feststellung. Leider ist dem nicht so.

Frau Winterswil: „Dann rufe ich ihm nochmals an.“ Und geht.

Eine Stunde später ist sie wider da: „Hat mein Arzt das Rezept jetzt gefaxt?“

Pharmaassistetin (PA): „Nein, immer noch nicht – sollen wir ihm anrufen?“

Frau Winterswil: „Ja, gerne.“

Wir erreichen den Arzt, der uns das Rezept faxt.

Die Pharmaaasistentin legt die zwei Medikamente parat.

Frau Winterswil: „Das eine brauche ich nicht.“

Die PA gibt das andere Medikament ein. Dabei bemerkt sie…

PA: „Der Arzt hat Tenoretic mite aufgeschrieben. Das letzte Mal hatten sie das normale Tenoretic. Hat er etwas von einer Dosierungsänderung gesagt?“

Frau Winterswil: „Nein. Aber das ist die Packung, die ich auch schon hatte. Das ist schon richtig.“

PA: „Ja? Bei uns hatten sie das letzte Mal die Tenoretic normal. Soll ich nicht lieber beim Arzt nachfragen?“

Frau Winterswil: „Nein, nicht nötig. Das sind die, die ich schon hatte.“

PA: „Die Packungen sehen wirklich sehr ähnlich aus…“

Frau Winterswil: „Nein, diese sind richtig.“

Nun gut, die PA gibt sie ab, erklärt mir aber bei meiner Kontrolle vorher was damit ist.

Etwa eine weitere Stunde später geht das Telefon. Es ist Frau Winterswil.

Frau: „Sie haben mir das falsche abgegeben. Die Tabletten, die ich bisher hatte waren grösser!“

Blöderweise erwischt sie am Telefon eine Drogistin, die das ganze nicht mitbekommen hat.

Die Drogistin kommt zu mir: „Du, die Kundin sagt, wir hätten ihr etwas falsch abgegeben!

Erst mal erschrecken. Dann: „Wie heisst sie?“

Drogistin: „Winterswil.“

Pharmama: „Oh, das ist diejenige, die… ich erinnere mich. Sag ihr, sie kann sie zurückbringen, wenn sie sie noch nicht geöffnet hat. Wir rufen sonst morgen nochmal den Arzt an, was es genau sein soll und tauschen es gegebenfalls aus.“

(Inzwischen ist es nach 5 Uhr)

Drogistin nachdem sie wieder am Telefon war: „Sie sagt, sie habe schon eine Tablette genommen, was sie denn machen soll?“

Jetzt schaffe ich es ans Telefon – vorher habe ich aber noch das Originalrezept herausgesucht.

„Frau Winterswil? Hier ist Pharmama. Ich bin die Apothekerin.

Ich habe das Rezept vor mir. Aufgeschrieben vom Arzt wurde Tenoretic mite. Abgegeben von uns wurde Tenoretic mite – und die Pharmaassistentin hat sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie bisher die normalen Tenoretic hatten- ja?“

Frau Winterswil (widerwillig): „Ja.“

Pharmama: „Wie haben sie die Tenoretic bisher denn genommen?“

Frau Winterswil: „Vorher musste ich eine halbe Tablette pro Tag nehmen.“

Pharmama: „Okay. Der Arzt hat ihnen nichts gesagt von einer Dosisänderung und er hat auch auf dem Rezept nicht aufgeschrieben, wie sie die jetzt nehmen müssen. Wenn sie aber eine ganze Tablette von den mite nehmen, so ist das dasselbe, wie eine halbe von den normalen. Okay?“

Frau Winterswil: „Okay.“

Pharmama: „Dann würde ich vorschlagen, sie machen mit 1 Tablette pro Tag von diesen mite weiter. Und Sie können morgen ja noch den Arzt anfragen, ob das so richtig ist.“

Frau Winterswil: „Gut. Das mache ich.“

Problem gelöst

Einfach vorenthalten!

Eine ältere Frau steht vor dem Regal mit den Grippe / Erkältungsprodukten und Schmerzmitteln: „Könnten Sie mir zeigen, wo das Celebrex ist?“

Pharmama: „Tut mir leid, aber das gibt es nur auf Rezept.“

Frau: „Können Sie mir dann zeigen, wo sie es haben?" (zeigt wieder auf das Regal)

Pharmama: “Es ist in den Schubladen – und Sie brauchen ein Rezept vom Arzt dafür.“

Sie schaut mich an, als wäre ich die gemeinste Apothekerin der Welt, die ihr das Celebrex bösartigerweise vorenthält.

Tja.

(Wenigstens habe ich dann herausgefunden, dass sie woanders wohl ein Rezept hat)