Mein kleiner Indianer ohne Namen …

Das Bild unten hat Junior gemalt (ich find’s superschön, aber das muss ich ja fast) und gestern nach Hause gebracht. Und auf der Rückseite habe ich dann das hier gefunden:

Liebe Eltern

Wir hören im Kindergarten die Geschichte von den Indianerkindern „Fallender Schnee“ und „Tanzendes Blatt“. Bei seiner Geburt fiel der Schnee, bei ihrer Geburt tanzten die Blätter, daher erhielten sie ihren Namen.

Wir möchten nun Sie, liebe Eltern, fragen, ob Sie ihrem Kind erzählen könnten, was am Tag seiner Geburt zusätzlich spezielles geschah. Bitte notieren Sie Stichwort oder kurze Begebenheiten (auf die Rückseite der Zeichnung) damit wir im Kindergarten anhand der Erzählungen der Kinder gemeinsam einen passenden Indianernamen suchen können.

Eigentlich finde ich die Idee ja ganz herzig – nur … habe ich damit ein bisschen Probleme. Juniors Geburt war im Winter – aber es war über 10 Grad warm – nix mit Schnee. Es hat nicht geregnet, aber es war glaub bewölkt. Überhaupt … habe ich von dem Tag nicht viel gesehen, und auch sonst nichts mitbekommen, da wir ihn im Spital verbracht haben wegen dem Versuch der äusseren Wende, die dann schiefgegangen ist. (Wer wissen will, wie das ging, kann hier nachlesen *klick*). Aber das … ist irgendwie nicht gerade das, was ich Junior in dem Moment erzählen möchte. Ausserdem würde das keinen guten Indianernamen abgeben, oder?

Das sind so die Momente, wo ich es bedauere, dass er keine „normale“ Geburt haben konnte. Aber man kann sich das halt nicht immer aussuchen.

Also, was erzählen wir ihm? Erfinde ich einfach etwas?

Falls ihr auch Kinder habt: was würdet ihr denen erzählen? Was ist am Tag der Geburt spezielles passiert? (Ausser der Geburt, natürlich)

Oh ja – und ich habe nur bis morgen …

indianer

Was ich nicht weiss …

Junior heute morgen beim Bereitmachen für den Kindergarten:

„Au, warte, ich muss noch diese Cola-Täfi mitnehmen. Einer von der anderen Gruppe hat gesagt ich soll das mal wieder machen!“

Pharmama: „Okay … aber … Nein, warte! Ich dachte, ihr dürft keine Süssigkeiten in den Kindergarten mitnehmen?“

(Das weiss ich, auch weil Junior selber mal protestierend zurückgekommen ist: „Du hättest mir keine Reiswaffeln mit Shoggi einpacken sollen!“ – Upps, habe ich vergessen )

Junior: „Ja … aber weisst Du, das essen wir im Garten, das merken sie nicht!“

… und dann zählt das auch nicht? Ich glaube ich erziehe einen Mini-verbrecher :-)

Pharmama: „Sorry, auch dann geht das nicht.“

protestierend: „Oh, Mann!“

Im übrigen möchte ich hier mal anmerken, wie stolz ich auf unseren Junior bin, inzwischen läuft er alleine zurück vom Kindergarten – und hin bringen wir ihn nur noch über die erste Strasse (die etwas unangenehm ist). Und auch das können wir demnächst einstellen.

Ausbeute

… eines einzigen Mittags an der Fasnacht. So viel (viel!) kann ein einziges Kind sammeln:

sweets

und jetzt verstehe ich auch langsam, warum wir hier kein Halloween brauchen. Wir verkleiden uns genau so an der Fasnacht … und offensichtlich funktioniert das mit dem Süssigkeiten-sammeln genau so gut. Nur müssen wir dafür nicht von Haus zu Haus laufen – wir bekommen sie angeworfen.

Süssigkeiten muss ich also die nächsten paar Monate nicht kaufen. Und die Fasnacht ist hierzulande noch nicht vorbei …

Piratenparty zum Geburtstag

Junior hatte Geburtstag und sich gewünscht, dass wir eine Piratenparty machen.

Das haben wir dann auch – und weil das organisieren ziemlich aufwendig war … dachte ich, dass ein paar von Euch meine Erkenntnisse auch brauchen könnten.

Eingeladen waren Kinder aus Kindergarten und Tagesheim (von 5-8 Jahren). Die Einladung war als Schatzkarte aufgemacht: cremefarbenes Papier mit abgebranntem Rand. Darauf viele Hinweise auf Piraten: Flagge, Schatztruhe, Karte …

Wir haben die Party nicht bei uns zuhause gemacht (zu wenig Platz, leider) sondern auswärts – in einem grösseren Raum. Im Sommer könnte man das aber auch draussen machen.

2000px-flag_of_edward_englandsvgPiratentaufe:

Benötigt: grosses, reissfestes Tuch, 2 starke Leute zum halten (und schütteln). Piratenhalstücher

„Piraten müssen Seefest sein – wisst ihr, was seefest bedeutet? … Es darf ihnen nicht schlecht werden, auch wenn das Meer noch so hohe Wellen hat. Hier haben wir kein Meer – aber wir können es simulieren. Dies hier (Tuch) ist unser Schiff – tatsächlich mehr eine Nusschale. Diese beiden hier (zeigen) sind die Wellenmacher.“

Jeder darf einmal in das Tuch und wird durchgeschüttelt – geschwungen.

Wer es überstanden hat, bekommt einen Piratennamen: „Piratenparty zum Geburtstag“ weiterlesen