Peinliche Frage

Frau ruft an mit einer Frage an die Apothekerin.

Frau: „Ich habe eine Frage,  ….das ist wirklich peinlich.“

Apothekerin (professionell): „Kein Grund sich zu schämen, es gibt keine dummen Fragen.“

Frau: „Also … ich habe eine Pilzinfektion.“

Apothekerin:Das ist nichts ungewöhnliches, nichts was ihnen peinlich zu sein braucht.“

Frau: „Ich habe Gyno Canesten Creme – nützt das?“

Apothekerin: „Ja, damit können sie das behandeln.“

Frau: Äh, kann man das auch äusserlich anwenden?“

Apothekerin: „Sicher.“

Frau: „Äääähhh…. jetzt. Ich denke ich habe meinen Freund angesteckt, als wir Sex hatten, kann er die Creme auch für seinen Penis brauchen?“

Apothekerin: „Ja, es wird sowieso empfohlen, dass beide Partner zur gleichen Zeit behandelt werden, damit man sich nicht wieder gegenseitig ansteckt.“

Frau: …. (Schweigt)

Apothekerin: „Kann ich ihnen sonst noch helfen?“

Frau: „Äähemmm … kann ich die Creme auch um den Mund herum verwenden?“

….

(Ah, jetzt sind wir beim peinlichen Teil angelangt).

Dauerhafte Haarentfernung

Fremdsprachige Kundin vor dem Veet Ständer: Das zum enthaaren?“

Drogistin: „Ja“

Die Drogistin erklärt Ihr die verschiedenen Produkte: Heiss-Wachs, Kaltwachs, Enthaarungscremen, …

Dann fragt die Kundin: „Haare kommen nicht wieder?“

Drogistin: „Doch, die wachsen ja wieder“

Kundin (leicht entrüstet): „Aber da steht drauf Haarentfernung !“

Und in dem Zusammenhang:


Missverständnis (3)

Junge Kundin kommt mit einer Salbe gegen Pilzinfektionen: „Auf der Creme steht ‚lokal auftragen‘. Ich muss aber heute abend aus der Stadt raus. Was soll ich tun?“

… ‚Lokal‘ bezieht sich auf die betroffene Hautstelle, nicht den Wohnort. Also kein Problem.

Verhör

Die Kundin kommt zur Drogistin: „Ich hätte gerne etwas gegen Akne für meinen Sohn.“

Die Drogistin fragt sie nach dem Alter des Sohnes und wo er denn die Akne hat, was er für ein Waschmittel benutze und so weiter.

Da fängt die Kundin an auszurufen, sie unterbricht die Drogistin: „Das ist doch nicht ihr Problem! Sie sollen mir einfach etwas gegen Akne empfehlen!“

Die Drogistin erklärt ihr, warum sie das fragen muss, aber die Kundin will nicht hören: „Ich mag es gar nicht so ausgefragt zu werden!“

Dann stürmt sie aus der Drogerie.

Hmmm.  Wenn sie keine Beratung will, warum fragt sie dann danach?

Vom Wahn Braun sein zu müssen

Im Mittelalter galt Blässe als schick und als Zeichen einer guten Abstammung.

Dies vor allem deshalb, weil es zeigte, dass man nicht draussen an der Sonne (auf dem Feld) arbeiten musste.

Dann kam irgendwann das Industriezeitalter und das ganze wechselte: Blass zu sein bedeutete, dass man den ganzen Tag drinnen in der Fabrik malochte und nie die Sonne sah. Nur die Reichen konnten es sich leisten Ferien zu machen und faul an der Sonne zu liegen.

Bräune bedeutete von da an Gesundheit und einen gewissen Wohlstand.

Heute hat man die Möglichkeit der Natur nachzuhelfen. Statt im Park oder am Meer legt man sich im Sonnenstudio unter das Solarium. Oder man benützt Selbstbräuner.

Ich bin aber überzeugt, dass das Ganze wieder wechselt und dann ist helle Haut wieder „in“.

Dies aus verschiedenen Gründen.

Einerseits sicher Wunschdenken, denn ich selbst gehöre zum Hauttyp 1: sehr helle Haut, Sommersprossen, rötliche Haare, wird nie braun, bekommt schnell einen Sonnenbrand. Ich kann machen was ich will, ich werde nicht braun. Selbstbräuner sind auch keine Lösung – viele sehen sehr unnatürlich aus und ich habe es noch nie geschafft einen anzuwenden ohne irgendwo dann Flecken zu haben…

Dann der gesundheitliche Aspekt: Leute, die viel an der Sonne sind oder viel ins Solarium gehen riskieren nicht nur Hautkrebs (und der ist sehr am Kommen). Die Haut altert auch sehr viel schneller, weil die Sonnenstrahlung die Zellerneuerung stört. Falten, Altersflecken, Ledrige Haut – man hat das auch schon gesehen.

Und seit neustem haben wir noch das Sonnenschutzmittelproblem (die ganzen Ausmasse zeichnen sich erst am Horizont ab, aber da kommt einiges auf uns zu). Einige chemische Sonnenschutzmittel haben im Tierversuch nämlich hormonartige Wirkungen gezeigt und könnten dementsprechend im Extremfall selbst krebserzeugend sein. Weitere Tests und Abklärungen folgen.

Was also sind die Alternativen?

Physikalische Sonnenschutzfilter verwenden: das sind die Sonnencremen, die oft so unbeliebt sind, weil sie halt einen leichten weissen Film auf der Haut hinterlassen.

Ohne Sonnenschutz an die Sonne würde ich auf keinen Fall empfehlen: die Haut vergisst keinen Sonnenbrand und später kann daraus ein Hautkrebs werden.

Solarien als „Vorbereitung“ der Haut auf die richtige Sonne macht von den Auswirkungen auf die Haut keinen Unterschied. Wir hatten eine Kundin, die gern und oft Sonnenbadete. Ihr Hautkrebs war optisch unauffällig aber sehr rasch metastasierend und im Endeffekt tödlich.

Und die Selbstbräuner? Naja, vielleicht dezent angewendet. Sicher nicht so:

Also wird die blasse Haut – oder eine normale Hautfarbe- hoffentlich auch hier wieder mal als schön angesehen.

Denn wenn ich nach Thailand in die Ferien gehe, oder in ein anderes asiatisches Land, dann gilt dort helle Haut als Schönheitsideal. Man findet kaum ein Körperpflegeprodukt (Körperlotion, Gesichtscreme, Duschmittel, Deo) ohne Bleichmittel darin.

Verkehrte Welt?

Oder vielleicht ist das auch nur wieder ein Beispiel dafür, dass der Mensch immer das will, was er gerade nicht hat.