Haarige Angelegenheit

Kunde ruft in die Drogerie an: „Kann man eigentlich ein Bad nehmen in Benzin?“

Drogistin: „Äh, wie kommen sie denn auf so etwas?“

Kunde: „Meine Kollegen an der Uni haben mir, als ich betrunken war und geschlafen habe Nagellack über mein Haar geleert. Und jetzt ist mein Haar und mein Oberkörper etwas …. krustig“

Drogistin (denkt: nette Kumpels): „Das mit dem Benzin ist keine so gute Idee. Auf der Haut löst sich das schon ab – besser mit Aceton als mit Benzin, aber eine grossflächige Anwendung ist nicht zu empfehlen. Und im Haar … wahrscheinlich wäre es das Beste es abzuschneiden. Kurze Haare und Glatze sind ja wieder im Kommen.“

Kunde:Aber es hat so lange gedauert, bis ich es auf meiner jetzigen Länge habe! Und ich habe es erst gerade gefärbt!“

Mal ganz abgesehen davon wie brandgefährlich das sein kann. Gerade habe ich noch gelesen, dass sie bei den neuen Läusemitteln warnen (die mit Silikonöl drin), dass man nicht raucht während man das einwirken lässt weil es sich sonst entflammen könnte … Wush! Läuse weg. (Haare allerdings auch…)

Kastanienbraun

Männlicher Kunde: „Entschuldigen sie bitte!“

Drogistin: „Kann ich ihnen helfen?“

Kunde: „Meine Frau hat mich hierher geschickt und gesagt, ich soll ihr ‚Kastanienbraun‘ mitbringen. Ich kann es nicht finden.“

Drogistin: „Ist das Haarfarbe oder Make-up, was sie will?“

Kunde: „Keine Ahnung. Sie hat nur gesagt Kastanienbraun.“

Drogistin: „Hat sie gesagt welche Marke?“

Kunde: „Nein, nur Kastanienbraun.“

Drogistin: „Ok, also für mich hört sich das nach Haarfarbe an. Schauen wir uns das mal an…“

Beide gehen zu den Haarfarben und die Drogistin fängt an jede Marke (und da gibt es einige) nach der Farbe Kastanienbraun zu durchsuchen. Der Mann steht währenddessen einfach daneben.

Nach etwa 10 Minuten:

Drogistin: „Da haben wir es. Garnier Haarfarbe, Kastanienbraun.“

Kunde: „Sind sie sicher, dass es das ist? Ich möchte nicht nach Hause gehen, feststellen dass es nicht das richtige ist und wieder zurückkommen müssen.“

Drogistin: „Sie könnten ja ihre Frau anrufen und fragen.“

Kunde: „Sie ist nicht Zuhause. Oh. Warten sie mal.“

Er zieht einen Zettel aus der Hosentasche und liest ihn.

Kunde: „Ja. Garnier, Kastanienbraun. Das ist es.“

Drogistin: „Äh, sie hätten uns eine Menge Zeit sparen können, wenn sie die Notiz vorher gelesen hätten.“

Kunde: (Ärgerlich) „Das ist das Problem hierzulande! Niemand will mehr arbeiten!“

Ja, klar.

Dauerhafte Haarentfernung

Fremdsprachige Kundin vor dem Veet Ständer: Das zum enthaaren?“

Drogistin: „Ja“

Die Drogistin erklärt Ihr die verschiedenen Produkte: Heiss-Wachs, Kaltwachs, Enthaarungscremen, …

Dann fragt die Kundin: „Haare kommen nicht wieder?“

Drogistin: „Doch, die wachsen ja wieder“

Kundin (leicht entrüstet): „Aber da steht drauf Haarentfernung !“

Und in dem Zusammenhang:


Haare lassen

Heute war es soweit: Junior musste ein paar Haare lassen.

– damit er endlich wieder wie ein Junge aussieht, – damit er nicht so schwitzt in den Ferien und damit es hinten nicht ständig so Mini-Nester gibt in den Haaren.

Seit der Abstimmung Anfang September (schneiden oder nicht schneiden) sind seine Haare noch ein bisschen länger geworden. Von daher fällt der Entscheid etwas einfacher. Das letzte Resultat der Abstimmung war übrigens: 3 für schneiden, aber dezent, 1 für: die Haare müssen runter und 1 dagegen.

Jedenfalls war es gar nicht so schwer, wie ich gedacht habe. Mit der richtigen Coiffeurschere, etwas Wasser, einem Kamm und Kuschelbärs Hilfe war es eine Sache von wenigen Minuten.

Ich bin auch wirklich zufrieden mit dem Ergebnis :-)

Unrealistische Werbung

Mir ist schon klar, dass es Werbung braucht, weil das Produkt sonst kaum in der Öffentlichkeit bekannt wird – und dementsprechend auch nicht gekauft. Aber die Werbung dazu betrachte ich sehr kritisch.

Da ist zum Beispiel diese neue Werbung für ein Haarfärbeprodukt mit der Schauspielerin Andie Mc Dowell, bekannt z.B. aus dem Film „Vier Hochzeiten und ein Todesfall). Glaubt irgendjemand ernsthaft, diese Frau färbt sich ihre Haare selbst?? Wohl kaum. Als Schauspielerin geht sie wohl auch mindestens 1x wöchentlich zum Coiffeur oder Hairstylist, auch wenn sie nicht gerade einen Film dreht.

Aber es müssen nicht immer prominente Schauspieler sein. Die meisten Gesichtspflegecremes gegen Falten bedienen sich Models die garantiert noch keine haben. Mal ganz davon abgesehen, dass ich seeehr bezweifle, dass eine von diesen die gezeigte Creme auch nur lange genug benutzt hat, dass sie aus eigener Erfahrung darüber reden könnte (immerhin ist das Produkt ja NEU, oder?). Und die Printwerbung, die wird IMMER geschönt mit dem Computer.

Models für Mittel, die beim Abnehmen helfen, sehen auch nie so aus, als hätten Sie die nötig.

Die Männer in der Werbung für Rasierer und Rasierschaum sind unter dem Schaum immer schon rasiert – sonst könnten die nie die Klinge so rasch über die Haut ziehen, – sagt sogar mein Mann.

Bei Werbung für Putzmittel reicht einmaliges sanftes darüberstreicheln mit dem Waschlappen und schon ist die angebrannteste Kruste und der übelste angesessene Dreck einfach verschwunden und alles glänzt. Ja, klar. Darf ich mir die welche die Werbung gemacht haben, mal einladen, damit sie mir das an meinem Herd oder Grill demonstrieren? Irgendwie klappt das bei mir nämlich nie so leicht.

Ich will damit nicht sagen, dass die beworbenen Produkte nicht wirken. Nur dass die Werbung dafür extrem unrealistisch ist. Und dann ist sie nicht mal lustig, oder ironisch, die meinen das ernst!