Anfallweise Kopfschmerzen

Letzte Nacht hatte ich nach langer Zeit einmal wieder einen richtigen Migräneanfall. Eigentlich bin ich bis zu einem gewissen Grad ja selber schuld daran, denn ich habe – gegen besseres Wissen- nicht gleich eine Tablette genommen. Ich dachte, es würde vielleicht von selber besser werden – immerhin war es Abend, und ich gehe jetzt Schlafen und wenn ich dann aufwache ist es hoffentlich weg.
Falsch gedacht.
Ich wachte um 1 Uhr Nachts auf – mit schrecklichen Kopfschmerzen.
Das Problem ist, dass es dann, wenn man es so hat, nicht mehr viel bringt, eine Tablette zu nehmen. Denn zusammen mit den starken, einseitigen, pochenden Kopfschmerzen schlägt einem die Migräne so auf den Magen, dass eine eingenommene Tablette einfach dort liegenbleibt. Der Magen steht wie still – aber schlecht ist einem!

Was man dann noch tun kann, wäre zusammen mit der Kopfschmerztablette ein Motilium zu nehmen – das ist ein Mittel gegen Übelkeit und es regt den Magen so an, dass die Tablette weiterrutschen kann – und dann wirken.
Aber weil ich so lange keine Migräne mehr hatte, habe ich auch keine Motilium mehr im Haus. Es macht auch absolut keinen Spass, welche zu suchen, wenn einem schon so schlecht ist.
Das Ergebnis war dann, dass ich über der Toilettenschüssel auch die eingenommene Tablette wieder hochgewürgt habe.
Aber es gibt ja noch andere Einnahmewege. Bloss, dass ich auch keine Schmerzzäpfchen im Haus habe … ausser … Juniors. Also habe ich in meiner Qual dann eines seiner Schmerz/Fieberzäpfchen genommen. Das ist zwar etwas unterdosiert, aber besser als nichts, dachte ich. Nach einer Weile ging es dann auch wirklich besser und der Magen beruhigte sich soweit, dass ich nochmal eine halbe Tablette nehmen konnte.

Es ist zwar noch nicht vorbei, ich habe immer noch etwas Kopfschmerzen und bin Licht- und Lärmempfindlich (bitte heute nicht herumschreien, Junior- am besten, er kriegt gleich den Nuggi), aber immerhin kann ich wieder etwas anderes tun als im Bett liegen und mich krümmen.

Aber als Merknotiz für mich: am Samstag unbedingt in der Apotheke Motilium lingual holen. Und das nächste Mal nicht das Gefühl haben so ein Held sein müssen, sondern die Tablette auch zu nehmen, wenn es Abends ist!

Was hat den Migräneanfall ausgelöst? Hmm, schwer zu sagen, aber eventuell die Tatsache, dass ich wieder eine stärkere Pille nehme plus Coffeinentzug (Cola in meinem Fall), plus einige Tage frei.

Viel und gute Info zum Thema Migräne findet sich auf der Homepage der Migraine Action, Schweiz
optisch finde ich zwar müssen sie noch etwas an ihrem Auftritt arbeiten, aber die Info ist 1A.

Einen Moment nicht aufgepasst …

…  und Junior -jetzt 18 Monate alt- hat die ganzen Taschentücher aus der Tempo Box einzeln herausgezogen und in einem weichen, flauschigen Haufen aufgetürmt (das gibt einen erstaunlich grossen Haufen- waren die alle in der Box?)

… und Junior ist beim umziehen vor dem Kinderschwimmen ausgebüxt und sitzt mit der normalen Windel im Kinderbecken (wow, ist die Saugfähig!).

… und vergessen die Türe zur Toilette zu schliessen und Junior bringt wieder die Toilettenbürste (igitt)

… und die Hälfte der Teigwaren mit Sauce landet statt im Mund auf dem Boden. Egal. „Selber machen“ ist im Moment für Junior sehr angesagt. Was das Essen angeht jedenfalls. Von aufräumen hält er noch nichts …

… und meine Brille ist wieder weg. Dasselbe passiert auch mit anderen Gegenständen wie Schuhen, Schlüsseln oder Kuschelbärs Uhr.

… und schon hat Junior wieder seinen Grosseltern angerufen. Die finden’s ja lustig, meine Telefonrechnung weniger …

Kommunikationsprobleme

Etwa so kam es mir heute mittag vor. Junior hat noch ein kleines Schläfchen gemacht und war seeeehr hungrig, als er gegen halb 1 Uhr aufwachte. Bloss dass Kuschelbär keine Ahnung hatte, was er ihm sagen wollte.
Ok, er war nicht ganz so direkt wie der Junge im Film – aber ich habe ihn gut verstanden.
Er sitzt dann nämlich schon mal auf seinen Stuhl an den Tisch.

unbedingt mit Ton laufen lassen.

Im übrigen warten wir noch auf sein erstes richtiges Wort. Oder zählt Da! DA! und heftiges Zeigen schon?

Ein schlechtes Gewissen

Als ich vor ein paar Tagen am Morgen aufstehe, habe ich Junior in unserem Schlafzimmer gelassen, während ich rasch duschen ging.
Als ich zurückkomme und mich anziehe, liegt meine Brille nicht mehr auf dem Nachttisch.
Ich lege sie immer dorthin (wer einmal seine Brille gesucht hat ohne Brille weiss warum es wichtig ist sie immer am gleichen Ort hinzulegen).
Ich hatte natürlich schon einen Verdacht, wer sie verschleppt haben könnte, also schaute ich mich um. Sie lag neben dem Bett am Boden – und ein Glas war draussen.

Während ich sie aufhob und tief Luft holte und mich dabei fragte, was ich jetzt mache (wo sind die Kontaktlinsen?) wirft sich Junior jämmerlichst schreiend aufs Bett!
Er weiss ganz genau, dass er von meiner Brille die Finger zu lassen hat, also benimmt er sich, sobald er gesehen hat, dass ich sie gefunden habe so, als würde ich ihn schon bestrafen*

Das personifizierte schlechte Gewissen.

Natürlich war ich sauer, aber das brachte mich dann schon zum Schmunzeln. Und als ich das Glas wieder gefunden habe und es sogar wieder selbst einpassen konnte, war die Welt für alle wieder in Ordnung.

  • ehrlich, ich bin nicht gut darin, meist habe ich das Gefühl, dass meine Erziehungsmethoden bei ihm nur ein Grinsen hervorrufen und er dann trotzdem wieder dasselbe macht – mit Absicht! Aber anscheinend bleibt doch was hängen… man muss es nur oft genug (und deutlich genug) sagen und zeigen.