Überfahren – fast.

Morgens früh unterwegs zur Arbeit mit dem Velo (Fahrrad für meine deutschen Leser). Rechts von mir die Tramlinie, der die Strasse folgt. Da ist ein Bahnübergang – also eine Strasse, die von mir aus gesehen rechts die Tramgleise überquert. Der Übergang ist gesichert mit Schranken und Blinklicht.

Wie ich mich nähere, geht das Blinklicht an. Das interessiert mich nur am Rande, denn mein Weg geht weiter geradeaus. Im Normalfall muss ich aufpassen, da durchaus Autos von rechts kommen können – und die dann Vortritt haben, aber so … fahre ich zu.

Doch -da kommt ein Auto ziemlich schnell noch über den Bahnübergang – in dem Moment blinkt es nicht nur, sondern die Schranke ist gerade dabei sich zu schliessen.

Um nicht vom Auto angefahren zu werden bleibt mir nichts, als auf die andere Strassenseite auszuweichen … zum Bremsen reicht es nicht mehr, sonst komme ich direkt vor dem Auto zu stehen … und wenn das noch anhalten könnte, stände es direkt unter der Schranke.

Also weiche ich aus und wechsle danach wieder auf meine Seite der Strasse zurück. Puh!

Das andere Auto fährt in meine Richtung weiter- neben mir und die ältere Frau am Steuer schreit mich durch die geschlossenen Scheiben an. Ich weiss nicht mal genau, was sie da rausgelassen hat, aber es hatte wohl was mit unaufmerksamen Velofahrern und rücksichtlosem Verhalten auf der Strasse zu tun. Huh?

Ich war so baff, ich konnte nicht mehr als auf die inzwischen geschlossene Schranke und das Blinklicht zeigen … da gibt sie schon Gas und braust davon.

Wohl voll in der Überzeugung im Recht zu sein – immerhin hat sie Rechtsvortritt.

Hätte.

Ein rot blinkendes Licht an einem Bahnübergang entspricht einer roten Ampel. Da drüberzufahren – auch wenn die Schranke nicht unten oder in Bewegung ist – entspricht dem Fahren über eine rote Ampel – und gibt auch dieselbe Strafe. (250 Franken in der Schweiz – 90 Euro in Deutschland, wenn ich das richtig gelesen habe)

Ich hätte mich wahrscheinlich überfahren lassen sollen – dann hätte sie das auch von der Polizei gehört.

Zur Auswertung von (vor)gestern: 96% machen das richtig, aber es sind trotzdem erstaunliche 4% denen das mit der Ampel nicht bekannt ist. Das sind dann die, von denen ich mal überfahren werde :-(

Quelle: Bundesgesetz über den Strassenverkehr -Artikel 28 – Verhalten vor Bahnübergängen:

Vor Bahnübergängen ist anzuhalten, wenn Schranken sich schliessen oder Signale Halt gebieten, und, wo solche fehlen, wenn Eisenbahnfahrzeuge herannahen.

Und schöner noch in der Broschüre der deutschen Bahn.

Ausgeschüttet

Das ist eine Geschichte aus den Ferien, die ich Euch noch nicht erzählt habe. Wir fuhren ja selber, was meist gar kein Problem ist (Johannesburg und Durban mal beiseite-gelassen). Wir haben vor etwa 1 Stunde Swaziland hinter uns gelassen und waren auf dem Weg weiter südwärts durch Südafrika auf der N2.

Die N2 ist eine der Hauptstrassen und meist auch gut befahren – trotzdem ist es eine einspurige Strasse, bei der man aber weit voraus sehen kann. Sehr weit, wie man auf dem Foto erkennen kann:

Nur, was sehe ich da vorne? Stauen sich da die Autos? Hat da jemand etwas gesehen? – ach nein, wir sind ja nicht mehr im Krüger, wo es Staus hauptsächlich gibt, wenn jemand einen Löwen oder ein Nashorn entdeckt hat und alle das sehen wollen. Also ein Unfall?

Das sehen wir, als wir fast da sind:

Ja, da liegt ein Lastwagen im Strassengraben. Mist. Wahrscheinlich Sekundenschlaf.

Und da stehen Autos neben der Strasse. Viele. Und Leute, die aussteigen und rennen – oh, je. Wenn da jemand verletzt ist, sollte ich vielleicht meine Reiseapotheke hervorholen und schauen, ob ich helfen kann …

 

Oh.

Ah, darum!

Das war ein Biertransporter (SAB steht auf den Kisten). Und was die ganzen Leute da gerettet haben -waren Bierkisten mit den paar Flaschen, die das überlebt haben.

Willkommen im Jahr 2012 !

Ich kann mir nicht helfen – für mich hat diese Jahreszahl noch immer etwas futuristisches an sich. Jedenfalls, es IST 2012 und traditionsgemäss ist das neue Jahr für viele auch ein Neu-Anfang und die Gelegenheit, sich etwas vorzunehmen.

Darum wüsste ich gerne von Dir, lieber Leser, Was ist Dein Vorsatz für das Jahr 2012?

Ich will keine Liste, nur der wichtigste eine Vorsatz, das, was Du gerne erreichen möchtest.

Für diejenigen, die keine Vorsätze haben:  Was ist Dein grösster Wunsch für dieses Jahr? Eine Reise? Heirat? Kind? Mehr Freizeit? Karriere?

Nur als kleine Warnung … es könnte sein, dass ich bei Antworten irgendwann einmal dieses Jahr nachfrage, wie es denn mit der Erfüllung der Vorsätze / Wünsche steht …

Mein Vorsatz (wenn man das so nennen will): Ich will offener werden im Umgang mit anderen. Ich bin nämlich eine furchtbar introvertierte Person und da habe ich noch eine Menge Defizite. Also: mehr Zeit mit anderen verbringen, mehr Einladungen (und auch annehmen), mehr reden. Mehr … Kontakt.

Und … aufgeräumt!

Letzhin. Mein Kuschelbär nachdem er wiederholt über Spielzeug gestolpert ist, sagt zu Junior: „Du musst dein Zimmer aufräumen. Ruf mich, wenn Du fertig bist!“

Als er etwas später in das Zimmer kommt, ist er bass erstaunt: Der Boden Spielzeugfrei, alles ist weg.

Das ging ja schnell. Wahrscheinlich hat er einfach alles in den Schrank geworfen – denkt mein Kuschelbär.

Ein Blick in den Schrank, zum schauen, wie er es verräumt hat, stellt ihn allerdings vor die nächste Frage: Wo sind die ganzen Sachen, Junior? Hier sind sie nicht.“

Die Eltern unter meinen Lesern ahnen es wahrscheinlich schon …

Junior geht auf alle Viere und beginnt die Spielsachen wieder unter dem Bett hervorzuziehen ….

Aus den Augen, aus dem Sinn ist das Motto im Moment.

Wenn Junior aus seinem Zimmer (oder Küche, Bad …) ruft: „Du siehst das nicht, Mama!“

Dann … könnt ihr sicher sein, dass ich nachschauen gehe, weil er dann garantiert etwas macht, wovon ich ihm gesagt habe, er soll das nicht.