Neues vom Junior

Seit ein paar Wochen jetzt geht Junior (wieder) in den Kindergarten. Ihm gefällt’s sehr – und für uns ist dieser auch fast noch besser, da er wirklich sehr in der Nähe liegt. Einmal „über die Strasse fallen“ sozusagen und noch ein bisserl weiter. Leider ist besagte Strasse sehr befahren – und obwohl er sich sehr bemüht vorsichtig über den Fussgängerstreifen zu gehen (er stellt sich vor Überqueren der Strasse auf mit nach beiden Seiten in „Halt“-Position ausgestreckten Armen), traue ich dem noch nicht, das heisst: Über die Strasse geht er vorläufig nur mit Begleitung.

Sowohl mein Kuschelbär als auch ich arbeiten, aber wir haben uns aufgeteilt, dass immer einer ihn begleitet. Vorläufig ganz, später nach Wunsch nur noch über die Strasse. Ausser einmal in der Woche, wenn er auch am Nachmittag Kindergarten hat und ich am arbeiten bin – da geht er nach dem Kindergarten direkt Mittagessen an einem Mittagstisch – speziell für Kinder. Der ist praktisch direkt neben dem Kindergarten. Die ersten 2 Wochen hat jemand vom Mittagstisch die Kinder danach begleitet. Danach mussten sie es aber selber schaffen.

Jetzt ist es etwas doof, weil er ja nur 1 x die Woche geht – und in der ersten Woche gar kein Kindergarten am Nachmittag war. Das heisst, das erste Mal wurde er nach Hause gebracht. Erst beim 2. Mal hat man ihn in den Kindergarten begleitet. Öfter hat er ja nicht Mittagstisch, also war es das. Und das 3. Mal? Da stand er auf einmal vor der Haustüre und hat geklingelt – Kuschelbär war gerade in seiner kurzen Mittagspause in der Wohnung (zum Glück). Er ist also ganz alleine nach Hause gelaufen – über die Strasse. Puh. Ich sage nicht, dass es *nicht* geht – und ich bin froh, dass es nicht um die 12 Uhr war – dann ist nämlich dort sehr viel los, aber … mir ist unwohl. Trotzdem gut zu wissen, dass er seinen Weg im Notfall auch alleine findet.

Seitdem funktioniert das aber – auch mit dem Mittagstisch.

Was wir auch sehr nett  haben jetzt ist der „Kindergarten-Effekt“: Weil er unter der Woche jeden Morgen um etwa 7 Uhr aufstehen „muss“ – hat er sich da schon so dran gewöhnt …. dass das auch am Wochenende der Fall ist. Sehr zum Leidwesen von uns Eltern, die gerne „einmal nur“ morgens ausschlafen wollen.

Ist nicht.

Vögel anschauen

… beobachten ist das noch nicht, dazu braucht es etwas mehr Ruhe. Aber immerhin: Vögel anschauen. Im Tierpark. Und nicht nur anschauen:

wer erkennt sie?

               

Wisst ihr eigentlich, warum der Flamingo so schön rosa Gefieder hat? In der Natur, weil er viel Shrimps isst – wenn er das nicht macht, ist er auch eher weiss als pink. In den Parks sind Shrimps zum Füttern zu teuer, darum wird ein bisschen nachgeholfen. Die Flamingos bekommen Beta-Carotin (das ist eigentlich auch der Stoff, der Krebsschalen beim Kochen rot werden lässt) zugesetzt.

Basteln mit Junior: Seifenblasenlösung

Oder vielleicht besser „kochen“ mit Junior? Das sind die Zutaten:

  • ¾ Liter Wasser (am besten demineralisiert)
  • 70 Gramm Staubzucker
  • ¼ Liter Geschirrspülmittel
  • 1 Esslöffel Glycerin

Alles mischen, am besten dann über Nacht stehen lassen, damit auch alles vom Zucker gelöst ist – fertig!

Ich liebe Seifenblasen fast so sehr wie Junior – und mit der Mischung halten sie auch super-lange. Wir haben auch noch eigene Seifenblasenringe gebastelt: aus Blumendraht und mit etwas Wolle umwickelt. Da man den Ring gross machen kann … gibt es auch Riesen-blasen:

 

Und sie fliegen über die Dächer davon …

Lustig ist auch noch, wie die Blasen platzen wenn sie lange geflogen sind. Die bilden so eine Schicht, die sie fast wie kleine Fallschirme aussehen lässt, die abstürzen. Das liegt vermutlich am Zucker drin … vielleicht haben wir aber auch etwas zuviel genommen.

Das sind frühere Bastelarbeiten:

Warnhinweis

Gefunden in der Betriebsanleitung:

Beim Betrieb des Modells kann es zu Sach- und/oder Personenschäden kommen. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Sie für den Betrieb des Modells ausreichend versichert sind, z.B. über eine Haftpflichtversicherung.

Das … tönt fast noch abschreckender als die Nebenwirkungsliste mancher Medikamente.

Die Anleitung gehört zu einem Mini-ferngesteuerten Modellhubschrauber, den Kuschelbär sich heute gekauft hat.

Zu Trennung und Scheidung

Heute in der Post:

Ich zu meinem Kuschelbär: „Willst Du mir etwas damit sagen?!“

Heute Abend, Telefon von meiner Mutter: „Ich habe da eine ganz blöde Frage. Hattet ihr heute einen Prospekt im Briefkasten … über ‚alles Wichtige zu Trennung und …“

Ich: „..Scheidung! Ja, Ja! Ihr etwa auch?“

„Ja … oh, gut …ich dachte schon Junior (der heute morgen bei ihnen war) hat das aus dem Briefkasten der Nachbarn …“

Nun, offenbar hat das hier so ziemlich jeder bekommen. Aber irgendwie finde ich das total daneben sowas als Prospekt zu streuen.

Was denkt  ihr?

Parasiten bei Familie Pharmama

Junior geht einmal in der Woche am morgen in die Waldspielgruppe.  Ich finde das ist eine enorme Chance dem Kind auch die Natur ein bisschen näher zu bringen – nicht mehr viele Kinder heute kommen so in Kontakt mit den Elementen (die Waldspielgruppe findet bei so ziemlich jedem Wetter statt -ausser Sturm), etwas über die Jahreszeiten und das Wachsen und Vergehen von Pflanzen zu lernen. Hautnah sozusagen. Sie kochen und essen sogar im Wald. Das alles ohne Eltern – die bekommen ihren Sprössling erst danach zu sehen.

Üblicherweise von oben bis unten verdreckt aber glücklich.

Zuhause heisst es dann umziehen –und gut schauen. Bei uns gibt es Zecken und im Moment sind sie sogar erstaunlich zahlreich.

Diesmal fand ich eine auf seinem Rücken und als ich weitersuchte eine hinter dem Ohr im Haar. Nachdem ich die auch entfernt habe, durchsuchte ich den Rest von seinem Haarschopf. Gründlich.

Eine weitere Zecke fand ich nicht. Dafür (Ah, mich beisst’s schon wieder) … wusselte etwas anderes sehr rasch davon. Nicht rasch genug – ich fasste das blasse kleine Tierchen mit der Pinzette und schaute mir meinen Fang etwas genauer an.

Das ist doch … ist das nicht? Eine Laus.

Aaahh! Wo kommst Du denn her?

Ich erinnere mich (jetzt) daran, dass Junior sich in der letzten Zeit (etwa 1 Woche?) häufiger am Hinterkopf gekratzt hat. Allerdings habe ich dort nachgeschaut und nichts gesehen. Keine Hautreizungen und auch keine Läuse.

Jedenfalls schaue ich jetzt noch genauer hin. Im Normalfall – wenn mir in der Apotheke eine Mutter ihr Kind gezeigt hat mit Verdacht auf Läusen, habe ich meist gleich einige Eier gesehen. Die Läuse selber sieht man nämlich kaum. Bei der Untersuchung von Juniors Schopf fallen mir nur grad 4 der winzigen Eier auf, die ich gleich entferne und zerdrücke (die sind hartnäckig, kleben am Haar wie festgeleimt und zerdrücken lassen sie sich nur mit Hilfe der Pinzette).

Ich selber hatte bis anhin nie Läuse.

Aber jetzt … bin ich mir nicht ganz so sicher. Abends stecken Junior und ich immer die Köpfe zusammen, wenn wir etwas lesen oder auf dem iPad zusammen etwas spielen. Juckt es mich auch? Ja – aber ob das jetzt Läuse sind oder meine Einbildung?

Ich besorge noch am selben Tag ein Lausmittel und alle zusammen machen wir uns daran, die Läuse auszurotten.

Mein Mann wäscht und wechselt alle Bettwäsche und Überzüge der Kissen auf dem Sofa. Die Kleider vom Tag kommen sicherheitshalber auch gleich alle in die Wäsche. Max wird  für ein paar Tage in die Garage verbannt … und Junior und ich kriegen die Lausbehandlung: Shampoo, auskämmen (noch mehr auskämmen) mit dem Lauskamm, ausspülen – dann dasselbe bei mir. Und zur Sicherheit nochmals durchkämmen mit dem Lauskamm.

Ich fand dann tatsächlich eine Laus bei mir. Und noch etwa 3 Läuse und 15 Eier bei Junior.

Brrrr.  Dafür hatte mein Kuschelbär diesmal nichts.

Und morgen im Tagi frage ich mal nach, ob sie uns da wieder etwas nicht mitgeteilt haben.

Falls sie es noch nicht wissen sollten (denn die Biester kommen ziemlich sicher aus dem Tagi) – ich empfehle die Eltern zu informieren, denn wenn die Viecher auch nur bei einem Kind auf dem Kopf überleben, dann haben wir wohl auch wieder das Problem.

Die Geschichte wird hoffentlich nicht fortgesetzt.