Perfektes Kleine-Jungen Essen (4)

Überbackener Toast

Den gibt es in 2 Varianten: mit Tomaten oder mit Birnen:

Rezept:
Backofen vorheizen (ca. 220 Grad)
Toastbrot auf Backpapier auslegen
mit Kochschinken belegen
Tomatenschnitten oder Birnenschnitze darauf verteilen
Mozzarella in Scheiben darübergeben
Würzen mit etwas Pfeffer, Salz, die Tomaten ev. mit etwas italienischem Gewürz

in den Backofen schieben und ca. 25 Minuten backen (bis der Mozzarella verlaufen ist und ev. etwas angebräunt).
Fertig!

Magenprobleme

„Haben Sie etwas gegen Magenschmerzen?“ Fragt die junge Frau.

Nachdem die Apothekerin mit ihr die ganzen Fragen durchgegangen ist, um abzuklären, an was es liegen könnte (verdorbenes Essen, Virus, Stress und Magengeschwür, und was noch alles) kommt heraus, dass die Frau seit etwa 10 Stunden nichts gegessen hat.

Apothekerin: „Sie sollten etwas essen gehen, ich glaube, Ihr Magen schmerzt, weil sie Hunger haben.“

Die Kundin glaubt ihr nicht: Haben sie denn keine Tablette, die ich nehmen kann?“

….

(wie wär’s mit einer Packung Traubenzucker?)

Als mir das meine Kollegin erzählt hat, musste ich an die Figur „Q“ in der Serie Raumschiff Enterprise Next Generation denken. Dieses Omnipotente Wesen wurde (aus Strafe, glaube ich), zu einem Menschen. Irgendwann sagt er entsetzt: „Mein Magen .. er macht Geräusche!“ und ist bass erstaunt, als er hört, dass er wohl Hunger hat und was Essen sollte.

Ich esse und  koche für mein Leben gerne, und wenn ich so Gemüse bekomme wie letzthin von unserer Nachbarin (siehe Bild), fange ich sofort an zu hirnen, was man daraus machen könnte … und dann fängt mein internes Kochbuch an zu suchen….

Perfektes Kleine-Junge-Essen (3)

Teigwaren mit Sauce

Vorteile: In der Sauce lässt sich das Gemüse gut verstecken, man kann immer wieder andere Saucen machen und Teigwaren sind viel handlicher als Reis oder Ebly (die man nachher einzeln vom Boden losklauben kann).

Zum Beispiel: Pasta mit Sauce Bolognese
Rezept:
In einer beschichteten tiefen Pfanne in etwas Olivenöl 1 kleine geschnittene Zwiebel und eine feingeschnittene Knoblauchzehe anbraten.
ca. 250g Hackfleisch dazu, durchbraten
fein gewürfelte Rüebli (Karotten für Nicht-Schweizer) daruntermischen
Eine Dose Pelati passiert (ich frag mich immer, was denen „passiert“ ist :-) )
etwa 15 Minuten köcheln lassen
abschmecken und mit Teigwaren der Wahl servieren

Perfektes Kleine-Junge-Essen (2)

Überbackene Griess-schnitten mit Käse

Rezept:

Griessbrei nach Anweisung zubereiten mit Milch, etwas Salz und etwas Butter

etwas Käse unterrühren (in Stückchen oder gerieben)

Brei etwa 3 cm hoch in eine Auflaufform geben

mit geriebenem Käse und etwas Muskatnuss bestreuen

im Backofen ca. 20 Minuten überbacken.

Dazu serviert man Salat oder Gemüse

Gemüse in weicher Form mögen Kinder definitiv besser als Salat, Junior isst ihn jedenfalls (noch) nicht.

Aber Griessbrei ist fein! Gut ist auch, dass man das relativ fleckenfrei spachteln kann.

Und wenn man ihn abends macht, hilft die Muskatnuss beim Einschlafen!

Übrigens: Muskatnuss ist ein Halluzinogen – also wirklich nur sparsam verwenden.

Statt im Griessbrei kann sie natürlich bei Einschlafschwierigkeiten mit einem Glas warmer Milch und etwas Zucker darin gegeben werden.

perfektes kleine-Jungen-Essen

Fotzelschnitten!

Rezept: Milch und Ei (ganz) zusammen verquirlen, Brotschnitten darin einweichen, dann mit etwas Butter in der Pfanne anbraten. Dazu reicht man Apfelmus, Zucker, Zimt

Vorteile für Mama: geht schnell, enthält Calcium (wegen der Milch) und Proteine (aus Ei)

Vorteile für Junior: kann man im Notfall auch problemlos mit den Fingern essen. Besteht aus Juniors Lieblingsgrundnahrungsmittel: Brot und dazu gibt es Apfelmus, was er auch sehr gerne hat.

Und das Beste: auch Kuschelbär isst es sehr gerne.

Steinzeit Diät oder: der Neanderthaler in uns

Gelegentlich hört man von Diäten oder Behandlungen, die darauf beruhen, dass man es macht, „wie unsere alten Vorfahren“, wie die Steinzeitmenschen oder ähnliches. Und das soll dann speziell gesund sein.

Ich wage zu widersprechen. Von dem wenigen, was uns aus dieser Zeit überliefert ist, gehört, dass diese Frühmenschen nicht gerade sehr alt wurden. Mit 35 war man schon ein Methusalem. Die meisten starben vorher.

Das Essen war oft auch nicht abwechslungsreich (v.a. im Winter), so dass Mangelerscheinungen an der Tagesordnung lagen. Frauen wurden sehr früh schwanger und starben oft daran, direkt oder weil es den Körper doch recht auslaugt.

Diese Frühzeitmenschen entwickelten kaum Krebs oder Alzheimer oder Parkinson – dazu wurden sie einfach nicht alt genug! Daraus abzuleiten, dass ihre Lebensart gesünder war ist … äh, kurzsichtig.

Ich möchte noch anmerken, dass natürlich eine Vielzahl der heutigen Krankheiten ihre Ursachen in falscher Ernährung haben: zu viel Zucker, Fett, leere Kalorien, fördern das Übergewicht und damit verbunden Kreislauferkrankungen und Diabetes. Trotzdem haben wir heute mehr als früher Gelegenheit und Möglichkeit gesund zu leben und -auch deswegen- sehr alt zu werden.

Das Foto ist übrigens nicht von einem Neanderthaler Schädel – und ja, ich bin mir bewusst, dass die Neanderthaler wohl nicht zu unseren Vorfahren gehörten, sondern eine der (vielen?) Sackgassen der Evolution darstellt, aber es tönt einfach gut :-) – sondern von einem Homo Heidelbergensis. Aufgenommen wurde das Bild in Karlsruhe, wo Kuschelbär und ich letztes Wochenende an einem „Reisende-Treffen“ teilgenommen haben.

Eine sehr schöne Stadt ist das übrigens.