Geduldprobe mit Gratistasche

Drogistin: Oh, sie haben für über 30 Franken Kosmetikprodukte eingekauft. Da gibt es, wenn sie möchten eine hübsche Tasche gratis dazu.“
Kundin: „Was für eine Tasche?“
Drogistin (hält Tasche hoch) „Diese hier, ziemlich gross und stylisch …“
Kundin: „Oh, die ist hübsch, nicht wahr?“
Drogistin: „Ja, das ist sie. Hätten sie gerne eine?“
Kundin: „Wie viel kostet sie?“
Drogistin:Normalerweise 15 Franken, aber für sie ist sie gratis, weil sie für mehr als 30 Franken eingekauft haben.“
Kundin: „Oh, ich würde keine 15 Franken dafür zahlen.“
Drogistin: „Sie müssen nicht zahlen.“
Kundin: „Warum nicht?“
(hinter ihr bildet sich eine kleine Schlange, also klingelt die Drogistin nach Unterstützung)
Drogistin: „weil es ein Geschenk ist.“
Kundin: „Warum haben sie geklingelt?“
Drogistin: „Weil da andere Kunden sind, die warten.“
Kundin: „Warten? Worauf?“
Drogistin: „Auf Bedienung und dass sie zahlen können. Möchten Sie nun ihre gratis Tasche oder nicht?“
Kundin: „Ich mag ihren Ton nicht, Fräulein!“
Drogistin: „Es tut mir leid. Wir sind im Moment ziemlich beschäftigt. Möchten sie die GRATIS Tasche?“
Kundin: „Oh, sie ist gratis?“

und so ging es noch ein paar Minuten weiter … ich hätte nicht soviel Geduld gehabt, glaube ich.

Indikator

aus Amerika:

Kundin: „Tag. Ich möchte diese Zahnbürste retournieren.“

Drogistin: „Haben sie einen Kassabon?“

Kundin: „Nein. Ich denke sie funktioniert nicht.“

Drogistin: „Wie hat es denn nicht funktioniert?“

Kundin: „Nun, da stand auf der Packung sie hätte Indikator Borsten, aber als ich darauf gepinkelt habe, haben sie die Farbe nicht gewechselt. Wie soll das denn Anzeigen, ob ich schwanger bin oder nicht?“

Drogistin: Äähh, .. die Indikator-Borsten zeigen an, ob man die Zahnbürste ersetzen muss, nicht ob sie schwanger sind.“

Kundin schaut drein wie ein Schaf und geht.


Batteriebetriebenes

Ein zunehmender Trend scheint zu sein, Batterien in gewöhnliche Gebrauchsgegenstände zu stecken, um sie vibrieren zu kassen – Nein, ich rede hier nicht von Vibratoren, wobei – bei etwas nachdenken – das waren wahrscheinlich die Vorläufer dieses Trends. Man nehme einen Dildo und – voilà.

Auch schon gesehen: die Wellness-Bürste: für Kopfmassagen und mehr (ok, da sind wir nicht so weit weg vom Dildo).

Zahnbürsten: Nach der elektrischen mit Kabel, die elektrische ohne Kabel mit Akku und jetzt die normale Handzahnbürste: Oral B Pulsar oder Dr. Braun Power Clean und unzählige mehr.

Dann zogen die Nassrasierer nach: Gillette Fusion Power. Oder dasselbe für die Damenwelt: Venus Vibrance.

Und nun das neuste: vibrierende Mascarabürstchen mit Batterie. Lauder und Lancôme machen das inzwischen beide. Das ist vielleicht ein seltsames Gefühl!

So langsam frage ich mich, was das nächste ist? der vibrierende Waschlappen? Haarklämmerli?

Nichts wichtiges …

Besorgte Mutter am Telefon: „Hallo? Ich habe gerade so ein Nasen-Ballon-Ding für mein Baby gekauft, weil es so erkältet ist.“

Drogistin:Ein Nasenpümpchen, ja – und?.“

Besorgte Mutter: „Ja. Wird es auch nichts Wichtiges rausziehen?“

Nein, das Gehirn bleibt drin. Aber ich finde die Mütter, die das wollen, sollten es zuerst an sich selbst ausprobieren – es ist schon ein *etwas* seltsames Gefühl. Bei meinem Junior habe ich das nie gebraucht: Salzlösung in Portionen hat längstens ausgereicht.

Haarige Angelegenheit

Kunde ruft in die Drogerie an: „Kann man eigentlich ein Bad nehmen in Benzin?“

Drogistin: „Äh, wie kommen sie denn auf so etwas?“

Kunde: „Meine Kollegen an der Uni haben mir, als ich betrunken war und geschlafen habe Nagellack über mein Haar geleert. Und jetzt ist mein Haar und mein Oberkörper etwas …. krustig“

Drogistin (denkt: nette Kumpels): „Das mit dem Benzin ist keine so gute Idee. Auf der Haut löst sich das schon ab – besser mit Aceton als mit Benzin, aber eine grossflächige Anwendung ist nicht zu empfehlen. Und im Haar … wahrscheinlich wäre es das Beste es abzuschneiden. Kurze Haare und Glatze sind ja wieder im Kommen.“

Kunde:Aber es hat so lange gedauert, bis ich es auf meiner jetzigen Länge habe! Und ich habe es erst gerade gefärbt!“

Mal ganz abgesehen davon wie brandgefährlich das sein kann. Gerade habe ich noch gelesen, dass sie bei den neuen Läusemitteln warnen (die mit Silikonöl drin), dass man nicht raucht während man das einwirken lässt weil es sich sonst entflammen könnte … Wush! Läuse weg. (Haare allerdings auch…)

Unbedingt zu vermeiden

Der heutige Blogpost ist sozusagen ein Gastbeitrag von Nicole aus Hessen. Ich danke vielmals für den Lacher!

Eine kleine Ansammlung von Sätzen, die wir in unserer Apotheke tunlichst vermeiden sollten.

„Bringen sie ihre alte Schachtel mit“ / „Haben sie ihre alte Schachtel dabei?“

oder ähnlich:

„Bringen sie ihre Alte mit / Haben sie ihre Alte dabei?“

… Beides Fragen nach der bisherigen Medikation, die ziemlich missverstanden werden können….

„Soll ich ihnen eins runterholen?“

Aus dem Lager natürlich … diese zweideutigen Sätzchen können einen manchmal wirklich in Schwierigkeiten bringen!

„Kann ich es ihnen besorgen?“

„Kann ich es ihnen bestellen“, ist besser, aber leider auch nicht so optimal. Oftmals bekommst du dann vom Kunden zu hören: „Ja ich weiß nicht, ob sie das können?“

„Haben sie ihren Stecher dabei?“

Gemeint ist eine Stechhilfe für die Blutzucker-messung. Dazu muß man sagen, daß bei uns in Hessen der Ausdruck „Stecher“ eine etwas abfällige Bezeichnung für den Freund einer Frau ist.

„Na, da haben sie ja ne riesen Latte!“

Ja, ja manchmal sagt man Dinge. Der Kunde hatte aber auch einen riesen Einkaufszettel dabei um seine Hausapotheke wieder aufzufüllen.

Wer kennt noch mehr?

Übrigens: Wenn jemand eine lustige Begebenheit weiss in und um die Apotheke oder Drogerie und sie gerne hier sehen möchte, darf man sie mir gerne mailen (pharmama08(at)gmail.com. Ich veröffentliche es nach Wunsch auch ohne Autorenangabe.