Und diese hier sind …

Eine ziemlich typische Situation heute. Auf dem Rezept ist nicht mehr nur ein Schmerzmittel, sondern (fast automatisch) auch noch der Magenschutz dazu.

Ja, Schmerzmittel gehen auf den Magen – und wenn man sie eine Zeitlang nimmt, macht es Sinn, da den Nebenwirkungen vorzubeugen. Das scheint bei den meisten Ärzten ziemlich „drin“ und „in“ zu sein.

Was noch nicht so angekommen ist, ist, dass man das auch bei den Antibiotika könnte: die machen so oft Durchfall, dass es da Sinn machen könnte auch gleich ein Probiotika aufzuschreiben (vorzugsweise nicht eins auch auf Bakterienbasis …). Das würde vielleicht auch noch ein paar Leute mehr dazu bewegen, das Antibiotikum auch wirklich lange genug zu nehmen. Bei wie vielen höre ich nachher: „Ich habe das Antibiotikum XYZ nicht vertragen.“ – da denken einige sie hätten eine Allergie, dabei ist es eine gewöhnliche (und häufige) Nebenwirkung. Unangenehm zwar, aber nicht bedrohlich.

 

Shizophrenie erklärt

In der Apotheke kommt man noch häufiger in Kontakt mit Kunden mit Persönlichkeitsstörungen und psychischen Störungen. Shizophrene stellen davon einen nicht unerheblichen Teil dar. Ich fand Shizophrenie lange Zeit als „schwierig“, da für mich schlecht greifbar.

Es geht bei der Krankheit nicht um das in Medien oft dargestellte „Mensch mit multiplen Persönlichkeiten“. Shizophrenie ist oft subtiler. Jetzt habe ich eine gute und gutgemachte Darstellung im Internet gefunden, die ich gerne mit Euch teilen möchte:

Darryl Cunningham hat das, was er über die Krankheit – und auch etwas über die Medikamente zur Behandlung- gelernt hat als Comic verarbeitet. 11 Seiten, aber unbedingt lesenswert – auch für nicht Gesundheitsberufe.

Zum Comic geht’s hier.

Die Apotheke: Kein Spielzimmer

Ehrlich: ich mag Kinder. Die meisten haben so eine erfrischende Offenheit, und bei einem gehauchten „Danke“ für das Traubenzucker, könnte ich schmelzen. Ausserdem habe ich selbst so einen Wirbelwind und darum einige Einsichten.

Aber: die Apotheke ist  kein geeigneter Dauer-Aufenthaltsort für Kinder. Wir haben eine Spielecke, wo sie sich beschäftigen können, während die Eltern (oder meist: die Mama) einkauft, aber das ist nur eine begrenzte Zeit interessant. Das verstehe ich. Und da gibt es gleich nebendran so viele bunte Schächtelchen und Flaschen – auch das verstehe ich. Was ich nicht so verstehe sind Eltern, die ihr Kind einfach dort hinsetzen und dann verschwinden – woanders hin einkaufen? Oder die ihr Kind wild herumrennen und alles abräumen lassen.

Und das mit einer Selbstverständlichkeit …

Zum Glück sind das nicht so viele. Liebe Mama, auch Grenzen setzen ist wichtig. Und: wenn Sie es nicht tun … dann mach ich das!