Einmal Wasserglas

Kunde in der Apotheke zu meiner liebenswerten Pharmaassistentin (PA): „Ich hätte gerne Wasserglas.“

PA: „Ein Glas Wasser? Ich kann ihnen eines bringen …“

Kunde: „Nein, kein Wasser. Wasserglas.“

PA: „Sie wollen nur ein Glas?“

Kunde: „Nein, ich glaube wir haben da ein Missverständnis. Ich möchte Wasser-glas.“

PA: „?? Ich versteh’s nicht ?“

 

Ich habe zugehört – und geschmunzelt. Zeit zum eingreifen.

Pharmama: „Ich glaub schon. Sie möchten … wie heisst das noch? Natron-Silikat oder so? Eine chemische Substanz?“

Kunde (erleichtert): „Genau!“

Für wen’s interessiert: Wasserglas bei Wikipedia. Was genau er damit gemacht hat? Irgendetwas abdichten meinte er.

 

Was ist das denn?

Ha  / He

Liebe Berta, bitte komm nicht ohne frische Nelken nach Madagaskar. Alle sieben Pfadfinder sind clevere Arbeiter. Karl Carlson schiesst tiefe Vögel krumm. Man feiert Cobolde nie kurze Zeit.

Was ist das?

Die Auflösung folgt später heute an dieser Stelle. Wer eine Theorie hat, soll sie posten :-)

Kleiner Tipp:

Wie ihr richtig erkannt habt (wow, habe ich intelligente Leser hier!) handelt es sich um die Eselsleiter, die wir im Studium erstellt haben, um das Periodensystem auswendig zu lernen. Es handelt sich um die ersten 30 Atome:

H (Wasserstoff), He (Helium)

Li (Lithium), Be (Beryllium), B (Bor), C (Kohlenstoff), N (Stickstoff), O (Sauerstoff), F (Fluor), Ne (Neon), Na (Natrium), Mg (Magnesium), Al (Aluminium), Si (Silikon), P (Phosphor), S (Schwefel), Cl (Chlor), Ar (Argon), K (Kalium), Ca (Calcium), Sc (Scandium), Ti (Titan), V (Vanadium), Cr (Chrom), Mn (Mangan), Fe (Eisen), Co (Cobalt), Ni (Nickel), Cu (Kupfer), Zn (Zink).

Die Reihenfolge entspricht der Ordnungszahl, die ja die Anzahl Protonen im Zellkern ist und der Elektronen in der Hülle … Wenn man das im Kopf hat, kann man ganz viel ableiten und das hilft bei den Prüfungsfragen. Ansonsten gehört das zu den (vielen) Dingen, die ich gelernt habe und heute kaum mehr brauche.

Ohne chemische Stoffe …

Das ist eine etwas ältere Begebenheit.

Die Situation: ich, frisch vom Studium, endlich Apothekerin, einer meiner ersten Tage in der Apotheke. Da steht eine Kundin am Regal mit den Vitaminen. Ich gehe hin und frage: Kann ich ihnen helfen?“

Kundin: „Ich bin nicht sicher. Ich hätte gerne Vitamin C … aber ich möchte eines ohne dieses „Ascorbinsäure-Zeug“ drin.“

Au weh.

Ascorbinsäure ist einfach nur die chemische Bezeichnung von Vitamin C.

Das wurde schwierig. Das glaubte sie dann erst der älteren Pharmaassistentin.

Labor ist gefährlich …

Das habe ich auch schon erwähnt.
Heute sehe ich in den Nachrichten gleich 2 Vorkomnisse mit Chemikalien aus/in der Apotheke:

Sprengstoffalarm in der Apotheke.

50 Menschen mussten evakuiert werden, weil eine Apothekerin eine Säure im Regal hat austrocknen lassen. Die verdickte Pikrinsäure hätte beim Herunterfallen eine stärkere Explosion als Dynamit auslösen können.

In einigen -vor allem älteren- Apotheken kann man wirklich überraschendes unter den Chemikalien finden. Im Laufe der Zeit häuft sich da einiges an – und wenn man da nicht regelmässig Kontrollen macht …

So wundert es auch nicht gross, wenn man den nächsten Artikel sieht:

Lebensgefährliche Beute: Einbrecher stehlen Zyankali

Nach einem Einbruch in eine Apotheke im unterfränkischen Kreis Miltenberg warnt die Polizei vor höchst gefährlichem Diebesgut. Offenbar entwendeten die unbekannten Täter nicht nur Bargeld und teure Medikamente – sondern auch das tödliche Gift Zyankali.

Da kann man nur hoffen, dass die Einbrecher das weisse Pulver nicht mit Kokain oder derartigem verwechseln und schnupfen …