Und Tschüss.

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Aus aktuellem Anlass. Bei manchen Kunden hofft man wirklich, dass sie ihre „Drohungen“ einmal wahr machen. Und dann auch weg bleiben. Und nicht am nächsten Tag schon wieder auftauchen und tun, als wäre nichts gewesen.

Ja, er musste tatsächlich mal 10 Minuten warten. Wir haben eine Apothekerin, und da geht jedes einzelne Rezept über sie. Bei dem Ansturm, den wir diesen Monat haben kann es dabei zu „Stau“ kommen. Das geht dann auch nicht schneller, wenn sie dann „töibele“* wie ein kleines Kind, wenn es nicht schnell genug geht.

Zum Überlegen für diese Kunden – die ja noch gerne die Apotheke wechseln, da sind wir nicht die erste und nicht die letzte: Was ist denn der gemeinsame Nenner bei all den Apotheken, die ihnen nicht passen? (vielleicht sie selber?)

So zurück an die Arbeit.

*töibele. Schwer zu übersetzen. Eigentlich schweizerdeutsch für trotzen, das machen vor allem Kleinkinder, dabei ist es aber mehr … lautstark und körperlich ausgedrückt. Im englischen wäre das „throw a tantrum“.

Das waren noch Zeiten – Pharmafest und Abschluss

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Am Samstag habe ich Treffen mit meinen ehemaligen Mit-Studenten. 20 Jahre ist es her, seit wir die Diplomfeier hatten! Ich freue mich, sie wiederzusehen. Es hat uns ja nach dem Studium über die ganze Schweiz verteilt und auch in verschiedene Sparten der Pharmazie „verschlagen“. Von Dokumentation über Industrie bis Offizin (wink).

Das Bild oben ist mir erst kürzlich wieder in die Hände gefallen. Es war mein Entwurf für das Pharmafest im Jahr vor dem Abschluss. Zusammen damit hatte ich einen meiner Cartoons aus der Studienzeit abgelegt. Wahrscheinlich ist das nur für Pharmaziestudenten lustig … aber die dürften auch heute noch mitfühlen:

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Wer wissen will, weshalb das mit dem Tiegel so eine Sorgfaltsarbeit ist (oder wer das vergessen hat): siehe Artikel Wikipedia zu Veraschen. Ich mag Labor – aber das war mir ein bisschen zu viel „Feinarbeit“.

Liebe Jetzt-Studenten: Viel Erfolg mit Eurem Studium (egal in welchem Jahr ihr seid) – und haltet durch!

Medikamente in der Kunst

Kunst und Medikamente? Seltsame und seltene Kombination. Aber es gibt Künstler, die damit arbeiten. Einer davon ist Ben Frost (aus Australien). Laut Wikipedia „Ein visueller Künstler, dessen Arbeit versucht, aktuelle Normen und Werte der westlichen Kultur und Gesellschaft herauszufordern. Frosts visuelle Arbeit setzt gemeinsame ikonische Bilder aus Werbung, Unterhaltung und Politik auf verblüfende Weise gegenüber in Kombinationen, die oft konfrontiert und umstritten sind.“

Mir gefällt das: Die Kombinationen der Medikamentenschachteln mit den Pop-Art (Comics) Bildern passen irgendwie … wie die Faust aufs Auge :-)

Botox-Spritze und Gummimaske des Bösewichtes:

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Potenzmittel und starker Mann (Tarzan):

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(starkes) Schmerzmittel und weinendes Mädchen:

oxypopfrost

(starkes) Beruhigungsmittel und emotionale Frau:

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gruseliges Halloween allerseits!

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… Ich würde das öffnen können (ist ja keine Lament Configuration), aber bei einem Cenobite gehe ich lieber kein Risiko ein. (Wer die nicht kennt: das sind Figuren aus dem Horrorbuch The Hellbound Heart und den Hellriser Filmen, von Clive Barker)

Mehr gruseliges zu Halloween bei Pharmama:

Dieses und viele Cartoons mehr findet ihr in meinem Buch: „Einmal täglich“!