Das finde ich etwas unschön: Der Arzt schreibt, wie von der Patientin gewünscht, auf Rezept ein Produkt aus dem Ausland auf.
Silvadene – das gibt es in den USA
… Und damit überlässt er es der Apotheke das mit der wirklich komplizierten Kundin ausdiskutieren, wenn man das – nach Recherchen, was denn da der Inhaltsstoff ist, und ob es bei uns etwas gleichwertiges gibt -ersetzt:
Es ist Flammazine. Eine Wundsalbe mit Silbersulfadiazin.
Ja, das ist derselbe Wirkstoff. Auch in Salbenform.
Ja, der Arzt hätte das auch so verschreiben können.
Nein, ich bestelle das Silvadene nicht – speziell nicht, weil das hier (Flammazine) dasselbe ist.
Nein, auch wenn der Arzt Silvadene aufschreibt, muss ich das nicht bestellen – und das wäre auch nicht ganz so einfach und dürfte einiges mehr kosten, da ich das aus dem Ausland einführen lassen müsste.
Nein, die Krankenkasse würde das Silvadene auch nicht übernehmen. Speziell nicht, wenn es hier etwas gleiches gibt: Flammazine. Das zahlen sie.
Nein, eigentlich bräuchten sie für das Flammazine auch kein Rezept.
Oh, Sie wollen das doch noch einmal mit dem Arzt besprechen, bevor Sie die Flammazine nehmen.
Aber natürlich.
(Der Titel ist natürlich eine Anspielung auf die im Buch House of God beschriebenen Praktiken im Spital: Manche Problem-Patienten gibt man nach kurzem Zusammenbasteln am besten gleich weiter.)







