Surf and Turf in die Apotheke

Das finde ich etwas unschön: Der Arzt schreibt, wie von der Patientin gewünscht, auf Rezept ein Produkt aus dem Ausland auf.

Silvadene – das gibt es in den USA

… Und damit überlässt er es der Apotheke das mit der wirklich komplizierten Kundin ausdiskutieren, wenn man das – nach Recherchen, was denn da der Inhaltsstoff ist, und ob es bei uns etwas gleichwertiges gibt -ersetzt:

Es ist Flammazine. Eine Wundsalbe mit Silbersulfadiazin.

Ja, das ist derselbe Wirkstoff. Auch in Salbenform.

Ja, der Arzt hätte das auch so verschreiben können.

Nein, ich bestelle das Silvadene nicht – speziell nicht, weil das hier (Flammazine) dasselbe ist.

Nein, auch wenn der Arzt Silvadene aufschreibt, muss ich das nicht bestellen – und das wäre auch nicht ganz so einfach und dürfte einiges mehr kosten, da ich das aus dem Ausland einführen lassen müsste.

Nein, die Krankenkasse würde das Silvadene auch nicht übernehmen. Speziell nicht, wenn es hier etwas gleiches gibt: Flammazine. Das zahlen sie.

Nein, eigentlich bräuchten sie für das Flammazine auch kein Rezept.

Oh, Sie wollen das doch noch einmal mit dem Arzt besprechen, bevor Sie die Flammazine nehmen.

Aber natürlich.

(Der Titel ist natürlich eine Anspielung auf die im Buch House of God beschriebenen Praktiken im Spital: Manche Problem-Patienten gibt man nach kurzem Zusammenbasteln am besten gleich weiter.)

Buchsichtungen

Gestern war ich in der städtischen Bibliothek, die vom ‚Schmittenhof’ an die Henric Petri-Strasse umgezogen ist.
Und was sehe ich bei den aktuellen Büchern?
Und was habe ich sofort gemacht?
Natürlich ist kaufen noch besser. Das kommt noch! Aber zuerst werde ich dein Buch mit viel Vergnügen lesen. Und es natürlich hemmungslos weiterempfehlen.

buchsichtung

Hach! Ich finde das immer schön, wenn ich das Buch irgendwo sehe :-) Danke für das mail, Hausfrau Hannah!

Und auch wenn ich höre oder sehe, dass es in Buchhandlungen aufliegt, so wie in dem mail hier:

Und was seh‘ ich dann – einen riiiiesigen Stapel Pharmama-Bücher in einer Buchhandlung / Kiosk am Flughafen Zürich :-) Hervorragend! So wurde es dann doch noch zur ausgesprochen guten Ferienunterhaltung. Und idealerweise habe ich jetzt auch schon viele Weihnachtsgeschenke abgedeckt…!

Dann will ich den Post noch nutzen, denen zu danken, die schon Rezensionen geschrieben haben … und vielleicht die daran zu erinnern, die das noch nicht getan haben, das noch zu machen !

Noch eine Buchsichtung: von Celine

… dann hab‘ ich hier gleich nochmals eines: Letzten Samstag, gleich neben der Kasse in der Buchhandlung Jäggi – eh, exgüsi, Thalia – an der Freien Strasse :-)

thaliabasel

Mullpepper’s Apothecary, Winkelgasse, London

Als ich in den Ferien war, habe ich natürlich nach Apotheken Ausschau gehalten. Obwohl meine Kinder einfach nie verstehen konnten, warum ich schon wieder eine Apotheke fotografiere :)
Die ersten Fotos sind vielleicht etwas speziell. Aber weil sie ja gerne den Hitchhiker’s Guide lesen, dachte ich, vielleicht lesen sie auch gerne Harry Potter. Wir waren in London in den Studios und dort kann man durch die Winkelgasse gehen. Neben einer Pharmacy, von der man nur die Tür und nichts sonst sieht, gibt es Mr. Mullpepper’s Apothecary. Und da Apotheker in der Schweiz auch mehr sind als nur Medikamentenverkäufer, dachte ich, dass das passt.

Petra

Potter Potter Tür Potter Schaufenster

Ja – Harry Potter habe ich auch sehr gerne gelesen. … tatsächlich sogar mein Mann – und der liest sonst gar nicht gerne. J.K. Rowling erschafft da eine zauberhafte und auch spannende kleine Welt – nicht nur für Kinder (die letzten Bücher vielleicht sogar ganz sicher nicht für kleine Kinder).

Und jetzt wissen wir auch, wo Snape die Inhaltsstoffe für seinen Zaubertrankkunde-Unterricht herbekommt. :-)

 

Der Geschenk-Tipp

Weihnachtszeit ist auch Geschenkezeit – und wenn ihr noch eine Idee braucht für jemanden der im Gesundheitssystem arbeitet (als Apothekerin, Pharmaassistentin, PTA, Drogistin, bei der Krankenkasse; als Arzt, Ärztin, Krankenschwester, Pfleger oder Praxisassistentin) oder sonst Kontakt mit dem Publikum hat (als Verkäufer/in, Bibliothekarin, Ticketverläufer, etc) aber auch für frischgebackene Mütter und Väter und andere die Nachts nicht schlafen können und andere, die sich mit etwas lustigem ablenken wollen … dann empfehle ich Euch: mein Buch.

  • Lesenswert und humorvoll (siehe Rezensionen bisher),
  • Viele Seiten für wenig Geld: über 330! Für weniger als 15 Franken / 10 Euro!
  • Wirksam mit wenig Nebenwirkungen (es könnte Abhängig machen und wird nur mit Vorsicht nach frischen Bauchoperationen empfohlen)
  • Handlich und einfach einzupacken, dabei optisch ansprechend … ein kleines Schmuckstück für das Bücherregal.
  • Für die technophilen (oder die mit wenig Platz) auch für den Kindle oder das iPad erhältlich.

Also das perfekte Geschenk für Deinen Partner, Nachbarn, Freunde, Mitarbeiter, Angestellte und zufällige Bekanntschaften auf der Strasse :-)

lachnebenwirkungen

Bild mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt Verlages.