Wieder Einarbeiten

So, wir sind wieder zurück.

Aaaahhh – ich gehe ja gerne in die Ferien, aber genauso gerne komme ich auch wieder zurück. Zum Glück habe ich noch ein paar freie Tage, bevor Montag wieder der Arbeitsalltag losgeht.

Wobei – Alltag. Es gibt schon einiges, was sich auch in der Apotheke immer wiederholt an Arbeit, dazwischen wird das aber immer wieder unterbrochen von – sagen wir mal- Überraschungen und Herausforderungen. Ungewöhnlichem, Aussergewöhnlichem, Neuem … das können Patienten sein, Kunden, das Computerprogramm – Ah, ja, die LOA IV ist ja jetzt endlich da (das neue Abgeltungs-Abkommen zwischen dem Krankenkassenverbund und den Apotheken). Am Montag werde ich also eine Zeitlang verbringen, die Änderungen zu suchen und mich einzuarbeiten. Dann die Post, Direkt-Bestellungen meiner Depots, während meiner Ferien aufgetretene spezielle Probleme mit der Krankenkassenabrechnung undsoweiter undsofort. Ich bin gespannt.

Aber bevor ich dort anfange, habe ich zuhause noch ein bisschen zu tun: noch mehr Post, Fotos anschauen, Mails anschauen, ganz viele Blogposts nachlesen (das kommt davon, wenn man keinen Internetanschluss hat in den Ferien – da hat sich einiges angestaut)…

Jedenfalls: ich bin wieder da und ihr werdet bald wieder mehr von mir zu hören bekommen – das als faire „Warnung“ :-)

Ein wenig Mitleid bitte …

… für den (deutschen) Arzt, den ich offenbar gezwungen habe, einen meiner Blogposts zu lesen.

Und wenn mir jemand aus der Schweiz schreibt: Leute, sensationell, alle mal herhören, ich hatte mal ein Rezept, auf dem zusätzlich ein nicht ganz koscheres Medikament stand, auch noch in einer abwegigen Dosierung, dann kann ich nur sagen: „so what!“;. Wenn dann noch stolz geschrieben wird, man habe den verschreibenden Arzt angerufen und der sei daraufhin netter gewesen, dann frage ich mich berechtigterweise, warum soll ich das lesen müssen, und kann ein Schreibzwang auch anders behandelt werden?

Das – und noch mehr – als Reaktion auf einen meiner Blogbeiträge bei Doccheck. Bitte lieber nicht dort kommentieren – gewisses Verhalten sollte man nicht unterstützen. <°)))o><

… und wenn ich herausfinde, wie das mit dem Lesezwang geht, lasse ich mir das patentieren :-)

Schokolade irgendjemand? Die schöne Seite der Apotheke

Es ist so einfach, sich auf die negativen Seiten einer Sache zu konzentrieren. Ärgerliche oder nervende Kunden gibt es mehr als genug und oft genügt schon einer oder zwei, um einen den Tag zu verderben oder einen sonst schönen Tag in einen mit anfangender Migräne und viel Frustration zu verwandeln.

Aber unsere Arbeit besteht ja nicht nur darin angeschrieben zu werden oder mit mehr oder weniger unfreundlichen Patienten und Kunden zu interagieren.

Tatsächlich ist es so, dass je älter ich werde, desto mehr achte ich auf diesen Austausch. Ich würde gerne sagen, dass alle diese Begegnungen positiv sind, aber das sind sie nicht. Das bedeutet aber nicht, dass es dazwischen nicht auch Momente hat, die wirklich angenehm und persönlich lohnend sind. Manchmal wird man von den Kunden auf angenehme Art überrascht.

Wie viele von Euch, die da draussen in einer Apotheke arbeiten hatten schon einen Kunden der mit etwas zu Essen oder einer Karte in die Apotheke kam um sich zu bedanken? Das kommt häufiger vor und es bedeutet mir und den Angestellten in der Apotheke viel. Ich habe Kekse, Blumen oder Schokolade gesehen, die von Kunden persönlich in die Apotheke gebracht wurden, als Dankeschön. Das ist eine wunderbare Geste.

Ich hatte Kunden, die am selben Tag oder später in die Apotheke zurückkamen um sich zu bedanken für -was immer es war, womit wir geholfen haben. Gelegentlich konnte ich mich nicht einmal mehr direkt daran erinnern um was es genau gegangen war, aber trotzdem bin ich glücklich, wenn jemand diesen Umweg macht, nur um Danke zu sagen.

Es kommt auch vor, dass Kunden nachdem man in den Ferien war, zu einem kommen und sagen, dass sie einen vermisst haben, oder dass sie nur an den Tagen vorbeikommen, wo sie wissen, dass man arbeitet.

Ich denke, ich werde versuchen in Zukunft ein wenig mehr Zeit mit den Kunden und Patienten zu verbringen, die freundlich und nett zu uns sind.

Wir haben auch einen positiven Effekt auf ihr Leben … auch wenn das sehr Klicheémässig tönt. Diese Tatsache kann manchmal untergehen in der täglichen Arbeit, wenn man mit Kunden und Versicherungen und Ärzten jongliert.

Das sollte man nicht vergessen, wenn man diesen (oder andere) Blogs liest. Man könnte den Eindruck bekommen, es ist alles ärgerlich oder nervtötend. Die Kunden, die Ärzte, die Leute von den Krankenkassen.

Es ist schon so: manchmal wird man frustriert und dann muss man sich abregen … ich mache das ja auch in meinem Blog. Aber es ist nicht alles schlecht. Die Arbeit in der Öffentlichkeit und mit Kunden bringt auch Belohnungen mit sich, so wie ein simples Danke, dann wenn man es am wenigsten erwartet.

Ich bin einfach dankbar für die Kunden, die sich die Zeit nehmen uns zu sagen, dass sie es schätzen was wir für sie tun. Und auch wenn eine Blume nicht mein Lieblingsgeschenk ist (die gehen so rasch kaputt), es ist der Gedanke dahinter der zählt!

Pharmama