Zum Thema …

Rechtschreibfehler:

Kommt die Kundin – eine Frau mit Wurzeln im Osten (und dem entsprechenden Akzent) in die Apotheke.

„Das Rezept isst fürr meinen Mannn … aberr das müssen Sie mirr erklären. Ich kann ja Deutsch … aberr was isst das?“

(siehe unterste Zeile)

Rezeptschreibfehler

Schreibgehler

Telefon.

ein Mann am Apparat.

"Ich muss wissen, was dieses Medikament, das mein Zahnarzt aufgeschrieben hat kostet."

Pharmama: "Wie heisst es?"

Mann: (buchstabiert) "C-i-p-r-o-g-l-a-x-a-c-i-n"

Pharmama: "Meinen Sie Ciprofloxacin?"

Mann: "Nein, da steht deutlich Ciproglaxacin"

Pharmama: "Ist es ein Antibiotikum?"

Mann: "Ja."

Pharmama: "Ich bin sicher, das soll Ciprofloxacin heissen. Ein f kann manchmal aussehen wie ein g …"

Mann: (in abwertendem Tonfall) "Ich bin sicher, es ist richtig geschrieben. Wenn Sie es nicht haben, dann gehe ich einfach woanders hin."

Pharmama: "Aber wir…"

*Klick*

und die Pharmaassistentin fragt sich, warum ich jetzt einfach nur dastehe mit dem Hörer noch in der Hand.

Was ist da eben passiert?

Aber ich brauche meine Tabletten (Version um 1960)

Oh, das ist süss! Ein Einblick (via amerikanische TV Show) in eine Apotheke um 1960.

Es ist die Andy Griffith Show – kannte ich nicht, aber ich wurde ja auch erst ein paar Jährchen später geboren und ich glaube nicht, dass die es bis zu uns geschafft hat.

Jedenfalls: Es geht um den verwitweten Dorfpolizisten mit kleinem Sohn einer amerikanischen Kleinstadt. Der alte Apotheker des Städtchens ist offenbar krank – um ihn zu ersetzen kommt seine junge Nichte Ellie. Die trifft auch gleich auf den Polizisten, der die Apotheke selbst geöffnet hat … Neee – das dürfte auch damals schon nicht erlaubt gewesen sein, was ihre entsetze Reaktion erklärt. Und gleich danach trifft sie auf die sehr schwierige Kundin Emma Brand, die unbedingt wieder ihre Tabletten zum Schlafen und gegen ihren Schmerz will … natürlich ohne Rezept. "Wie immer." … und wehe, sie bekommt sie nicht!

Da sind so viele Details – die Tabletten in den offenen Gläsern, das hängende Showglas …. ein Soda-Fountain hat es zwar nicht, dafür ein Glacestand :-) Das Diplom, das bei Arbeitsantritt sichtbar aufgehängt sein muss, der Schurz … Allerdings beim Schurz: nicht weiss … und wenn einer meiner Mitapotheker mit den Händen in den Schurztaschen herumstehen würde, würde ich wohl etwas sagen …

Den Zweiten Teil habe ich leider nicht mehr gefunden, aber – für die, die es interessiert, wie es weitergeht – Emma Brand, die wohl etwas hypochondrische Kundin versucht die Stadt gegen die neue Apothekerin aufzubringen, die ihr ihre Tabletten vorenthält. Apothekerin Ellie findet schliesslich heraus, dass die Tabletten, die ihr Onkel Emma für ihre Probleme immer gegeben hat … Zuckertabletten sind. Das ist dann die Lösung, denn "die" kann sie auch ohne Rezept geben.

Apotheken aus aller Welt, 402: Portmarnok, Irland

Während der Fronleichnam Brückentage habe ich eine gute alte Freundin in der nordöstlichen Küste von Dublin besucht und dort habe ich auch natürlich eine lokale Apotheke besucht. Ich schicke Ihnen das Foto, für ihre Sektion „Apotheken aus aller Welt“, sowie den Link zu meinem Artikel dazu. Vielleicht finden Sie den interessant, es ist für mich immer wieder überraschend wie die Apotheken in manchen Länder gestaltet sind. Ich kriege immer den Eindruck mehr in einem „Basar“ zu sein als in einer Apotheke.

pharma5

Clearys-Apotheke

Danke an Maria, die eine spanische Apothekerin mit Sitz (momentan) in Deutschland ist – und die auf pharmawelt einen eigenen blog betreibt.