Bis nächstes Jahr! (nicht lieferbar)

IMG_0058

Das ist was Neues. Auf die Bestellung einer Herstellung bei der Weleda direkt bekommen wir diese Antwort:

„Sehr geehrter Kunde, Dieses Präparat ist Formula magistralis. Die maximal für Weleda erlaubte Verkaufsmenge für dieses Jahr ist erreicht. Für mögliche Alternativen wenden Sie sich …“

Formula magistralis = nach Arztrezept hergestellte Rezeptur. Die Weleda hat einige Produkte, die nicht unter „zugelassene Spezialitäten“ fallen (mit Markennamen wie Cardiodoron, Neurodoron etc.) sondern unter Herstellung (wie Bryophyllum 50% Tabletten). Und für die (alle?) ist offenbar das „Kontingent“ erreicht. Es ist jetzt das zweite Mal, dass wir diese Mitteilung bekommen seit Ende November.

Bis nächstes Jahr wieder.

(Muss ein gutes Jahr gewesen sein für Weleda?)

kleiner Rundumschlag

An dieser Stelle mal ein kleiner Rüffel an den Arzt, der auf das Rezept von einem Kind einfach nur geschrieben hat:

„1 OP Schlaftropfen Weleda“.

Das ist höchstens eine Beschreibung und keine Medikamenten-Bezeichnung! Und gerade bei anthroposophischen Mitteln – wo oft nicht mal eine Indikation draufsteht, ist das nicht so einfach zu finden. In unserem Computersystem ist es so nicht auffindbar. Und wenn sie dann natürlich nicht erreichbar sind – weil es schon nach 5 Uhr ist- und ich noch lange Internetrecherche betreiben muss, was das sein könnte, hebt das meine Stimmung nicht gerade.

Hier mal eine Liste, was das alles sein könnte: Anthroposophische Heilmittel gegen Schlafstörungen:

Aconitum napellus D20
Avena sativa comp Dil
Bryophyllum Dil
Chamomilla Radix D3 Dil
Coffea tosta D30 Dil
Conchae D1 Dil
Humulus comp Dil
Passiflora comp Dil
Papaver somniferum D6 Dil

Und noch besser finde ich, dass das Rezept in einer Discountapotheke schon halb ausgeführt wurde – die Fieberzäpfchen und Hustentropfen sind schon abgegeben worden – von den „Weleda Schlaftropfen“ haben sie dem Kunden einfach gesagt „Das haben wir nicht. kriegen wir nicht“ und ihn mit der Rezeptkopie weitergeschickt. Ich vermute mal ihr habt das nicht nur nicht sondern auch keine Lust gehabt  nachzuschauen, was das jetzt sein könnte, ja?

Avena sativa comp. Tropfen. Nur fürs nächste Mal.

Rosinenpicker!

Nicht gerade meine Lieblingsfragen

Das gehört gar nicht zu meinen Lieblingsfragen: Zu Homöopathischen und Anthroposophischen Mitteln – respektive, wenn der Kunde genau wissen will, für was das jetzt ist.

Es ist nicht so, dass ich total gegen diese Mittel bin, aber ich kann bei manchen von diesen Sachen (auch aus mangelndem Wissen – ich habe einfach nie die Energie aufgebracht, die paar hundert Grundmittel zu lernen) einfach nicht mit Überzeugug sagen: „Ja, nehmen sie das, das wirkt.“ Und weil in meinen Augen dem Erfolg der Behandlung auch mit der Überzeugung, respektive der Überzeugungskraft des Therapeuten zusammenhängt, überlasse ich das lieber den Spezialisten.
Das Problem fängt für mich dann aber dort an, wo diese ihre Patienten nicht genügend über das Mittel instruieren. Und die dann zu mir kommen und wissen wollen, für was das jetzt ist.

Ich meine jetzt nicht die fertigen Mittel aus dem Similasan System (die tatsächlich Liste D sind), wo es ja im Namen draufsteht, oder die normalen OTC Mittel der Weleda oder Wala, wo ich zumindest auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückblicken kann, sondern irgendwelche mehr oder minder exotische Sachen.

Beispiel vom Montag:
Kundin kommt zurück mit dem anthroposophischen Mittel, das ihr der Naturarzt verschrieben hat.
„Sollte da nicht eine Packungsbeilage drin sein?“ – was sich für mich anhört wie: „Sie haben mir ein defektes Produkt abgegeben!“
Nein, da sollte keine drin sein. Weil das ja nicht als Medikament zugelassen ist (die meisten davon sind ungelistet), darf da auch keine Indikation draufsein, denn das wäre eine Heilanpreisung – und die dürfen nur für Medikamente gemacht werden.
Dementsprechend steht auf dem Mittel nicht drauf für was es ist – und oft auch nicht, wie man es anwendet. Doof, ja. Ich kann der Firma ja anrufen und fragen, wie man es anwendet.

„Aber was ist drin? „– Nun, das steht zumindest drauf. Ich übersetze die Inhaltstoffe.
„Und was sind das für Pflanzen?“ Auch das kann ich noch einigermassen erklären: wie sie aussehen etc., immerhin ist diesmal nichts derart abstruses drin wie Stinktier oder Berliner Mauer.


Und jetzt: Bitte fragen sie mich nicht, was genau die in dem Mittel machen – die anthroposophische Erklärung dazu ist etwas eigen – die gehen vom Aussehen und Verhalten der Pflanze aus, wenn sie beurteilen, für was sie gut ist. Für alle weiteren Fragen, wenden sie sich am besten an ihren Naturheilpraktiker.

Danke.