Wie kommt es, dass …?

Wie kommt es, dass …?

… die Leute, die eigentlich die meiste Zeit haben, genau die Zeiten aussuchen, in die Apotheke zu kommen, wo wir am beschäftigsten sind? Ja, ich rede von Dir, lieber Rentner mit den 6 Rezepten.

… jedes Telefon, das 2 Minuten vor Schluss hereinkommt nie etwas einfaches ist? (Man ist versucht, es läuten zu lassen …)

… die Komplexität eines Problems, das ich versuche zu lösen invers proportional zur Zeit ist, die ich zum lösen habe?

… Schnelle Fragen das nie sind ? (nämlich „schnell“)

… die Leute genau dann in die Apotheke kommen, wenn du einmal hinsitzt um etwas zu essen oder zu trinken?

… der Arzt ein Fax unterschrieben zurückfaxt – aber auf keine der Fragen zum Rezept darauf geantwortet hat? (ich weiss immer noch nicht, ob die Dosierungsänderung okay ist und ob das jetzt ein Dauerrezept sein soll.)

Mehr?

Neues Jahr, neue … Krankenkasse?

Stammkunde in der Apotheke:

Patient: „Ich habe meine neue Krankenkassenkarte leider nicht dabei, könnten Sie nicht anrufen und nach der Nummer fragen?“

Weil es ein Stammkunde ist: „Okay, welche Kasse?“

Patient: „Ich weiss nicht …“

Es gibt etwa 60 Kassen*. Ohne Namen der Kasse habe ich keine Chance. Ich telefoniere sicher nicht die Liste durch.

Pharmama: „In dem Fall geht es schneller, wenn Sie nach Hause gehen und uns die neue Karte bringen.“

Das hat er dann eingesehen.

Das Problem nachher war nur, dass es die Assura war (und wie ich schon geschrieben habe … die haben keinen Vertrag mit den Apotheken, da muss er von jetzt an selber zahlen und das einschicken. Dafür hätte er die Karte nicht holen müssen).

*tatsächlich sind es, wenn ich richtig gezählt habe, tatsächlich genau 60!

Spitex-Bestellungen

Manchmal bin ich nicht sehr erfreut über Bestellungen der Spitex. Zum Beispiel, wenn es (wieder einmal) für eine unserer Kundinnen ist, die etwas weiter weg wohnt, die aber durchaus in der Lage ist, sich ihre Sachen selber zu besorgen. Und die ich – nur etwa eine Stunde vor Eingang des Faxes von der Spitex auch in der Apotheke gesehen habe.

Aber das hier muss ich liefern. Nach Hause.

Oder wenn die Spitex etwas bestellt, wo ich noch kein Rezept habe – die Spitex aber darauf beharrt, dass die Kundin das braucht. Rezeptpflichtiges Medikament, sie hatte es noch nie. Sie schreiben auch keine Dosierung drauf. Ein Vitamin B12 Präparat.

Wir versuchen die Ärztin zu erreichen um das zuerst abzuklären – es wurde schon einmal von der Spitex Sachen bestellt, wo sich der Arzt dann geweigert hat, ein Rezept auszustellen (das war glaub für eine medizinische Bodylotion). Seitdem werden so Sachen vorher abgeklärt.

Endlich nach 2 Tagen erreiche ich die Ärztin, die mir die richtige Dosierung angeben kann. Wir bestellen es also. Wir rufen der Kundin an, wegen der Lieferung … und sie will das nicht haben. „Ich möchte nicht, dass die Spitex einfach Medikamente für mich bestellt!“

Verstehe ich sogar.

Wo bleibt mein Muster!

Gestern mitbekommen:

Frau in der Drogerie vor dem Steller mit den Kosmetikneuheiten zur Drogistin: „Bekomme ich von Ihnen ein Muster für die neue Tagescreme?“

Drogistin: „Ja, einen Moment bitte“ und dreht sich zu den Musterschubladen um.

Während sie am suchen ist nach dem spezifischen Teil:

Frau (drängend): „Wie sieht es aus? Haben Sie es noch nicht?“

Drogistin: „Gleich …. Ah, da. Haben Sie eine eher trockene oder eine Mischhaut?“

Frau: „Sonst kann ich auch wieder gehen!“

Die Drogistin dreht sich zu ihr um: „Wenn Sie einen Moment warten würden, dann hätte ich Zeit es herauszusuchen. Aber das ist Ihnen überlassen.“

Die Frau grummelt etwas, aber beschliesst zu warten und bekommt schliesslich ihr Muster. Sonst gekauft hat sie übrigens nichts.

Meine Drogistin ist sonst die freundlichste und geduldigste Verkäuferin, die man sich vorstellen kann – aber in dem Fall war wohl das Ende des Geduldsfadens erreicht.

Passiert den besten von uns manchmal.

Fragen sie nicht mich …

Beratung betreffend der Dosierung der Medikamente ist sehr wichtig. Manchmal frage ich zur Kontrolle auch die Patienten (speziell, wenn der Arzt die Dosierung nicht aufs Rezept geschrieben hat):

„Wie hat der Arzt Ihnen gesagt, dass Sie das nehmen sollen?“

Die Antwort hat mir gar nicht gefallen: „Was fragen Sie mich? Wissen Sie das nicht? Ich dachte Sie kleben die Dosierungsetikette auf die Schachtel.“

Ein einfaches „Ich weiss es nicht“ hätte mir gereicht.