Willkommen in der Hölle

Das ist der Beweis, dass Rowan Atkinson auch andere Rollen draufhat als nur „Mr. Bean“, mit dem er so bekannt geworden ist.

Der Clip stammt aus seiner Live Bühnenshow. Ich finde ihn super (und sein British English einfach perrrfect für die Rolle).

In dem Sinne: Willkommen in der Hölle:

Für die des Englischen nicht so mächtigen hier eine Übersetzung:

Ha Hello!

Es ist schön, sie alle hier zu sehen.

Nun, wie die gemerkigeren unter Ihnen vielleicht schon bemerkt haben, dies ist die Hölle und ich bin der Teufel – Guten Abend – aber sie können mich Toby nennen, wenn sie möchten.

Wir versuchen die Dinge hier informell zu halten … und auch infernalisch … he he. Das ist nur ein kleiner Scherz (…) Ich erzähle ihn jedes Mal.

Nun, sie sind alle hier für die Ewigkeit. Ooh! Ich brauche Ihnen kaum zu sagen, dass das eine enorm lange Zeit ist.

Also werden sie einander am Ende ziemlich gut kennen. Aber für den Moment werde ich sie in Gruppen auftrennen müssen.

Würden sie bitte aufhören zu SCHREIEN?! Danke.

Nun, Mörder, Mörder … hier rüber bitte … Danke.

Plünderer und Räuber hier rüber, Diebe, wenn ihr euch bitte dazugruppieren würdet und Anwälte, ihr gehört natürlich auch dazu (…)

Huren und Hurenböcke, wenn sie bitte nach vorne treten würden … Oh, mein Gott das sind aber eine ganze Menge von Euch … kann ich Euch auftrennen in Ehebrecher und die anderen? Männliche Ehebrecher, wenn ihr bitte eine Reihe vor der kleinen Guillotine in der Ecke bilden könntet …

Die Franzosen … seid ihr hier? Okay … wenn sie bitte hier herunter kommen könnten zu den Deutschen … ich bin sicher, sie haben eine Menge zu bereden.

Okay.

Atheisten… Atheisten ? Hier rüber, bitte. Ihr müsst euch jetzt fühlen wie ein Haufen Idioten! Oh, macht nichts…

Und zuletzt Christen … Christen …. ah, ja, es tut mir leid, aber die Juden hatten Recht ….wenn sie hier runter kommen könnten, das ware echt nett. Danke.

Okay. Also, gibt es noch Fragen?

Ja?

Nein, tut mir leid, wir haben keine Toiletten. Wenn sie ihre Bibel gelesen hätten, hätten sie vielleicht gesehen, dass es heisst Verdammnis ohne Erleichterung.

Also, wenn sie nicht gegangen sind, bevor sie herkamen, dann, tut mir leid, wird es nicht sehr angenehm für sie. Aber, auf der anderen Seite, ich denke das ist der Sinn der Sache.

….

Ok, dann rüber zu dir, Adolf.

Ich seh’ Euch dann alle beim Barbeque!

Tschüss.

Ist Neu wirklich Besser – und ist es wirklich Neu?

Ich rede natürlich von Medikamenten.

In letzter Zeit kommt es immer wieder vor, dass wir sogenannt neue Medikamente auf den Markt bekommen, die dann aggressiv beworben werden, auf dass sie auch von den Ärzten verschrieben werden.

Dabei sind diese Medikamente bei genauerem Hinsehen gar nicht so „Neu“.

Ein Trick ist, vor Ablauf des Patentschutzes einfach ein neues Anhängsel an den Wirkstoff zu machen (zum Beispiel Amlodipin–mesilat zu Amlodipin-besilat) und dann mittels teurer Studien nachzuweisen, dass die Bioverfügbarkeit (Aufnahme in den Körper) 5% besser ist und die Wirkung dementsprechend auch. So hat man für den leicht veränderten Wirkstoff wieder den Patentschutz.

Oder

Man nehme ein bewährtes Medikament, dessen Wirkstoff bei der Herstellung in chiraler Form* anfällt, stelle die These auf, dass die eine Form des Wirkstoffes vor allem für die Wirkung, die andere für die Nebenwirkungen verantwortlich sei und separiere für das neue Medikament also nur die eine Form des Wirkstoffes. So geschehen bei Xyzal (Levocetirizine), das eine solche Weiterentwicklung von Zyrtec ist (Cetirizin) oder auch bei Nexium (Esomeprazol), das eine Weiterentwicklung von Antra ist (Omeprazol).

Neu = Teurer = Besser? Für die Pharmafirmen sicher. Aber inzwischen sieht es so aus, dass diese weiterentwickelten Wirkstoffe auch nicht Nebenwirkungsärmer sind als die Originale.

Ich sehe schon, dass die Pharmafirmen, die in die Forschung investieren heute in einer Zwickmühle sind, denn viele ihrer Erfolgspräparate sind schon oder gehen bald aus dem Patentschutz raus und dann gibt es praktisch sofort Generika. Dann müssen auch sie mit den Preisen runter. Generika sind einfach Kopien. Sie sind günstiger auch deshalb, weil sie nicht selbst entwickelt werden mussten von den Firmen.

Ein Medikament zu entwickeln dauert – vom Finden des Wirkstoffes bis zu den Anwendungsstudien etwa 10 Jahre und kostet Millionen. Viele Stoffe schaffen es nicht bis in die Endrunde und die Forschung war vergebens, kosten tat es trotzdem.

Kein Wunder versuchen die Firmen das Geld wieder hereinzubringen, solange ein Wirkstoff noch Patentschutz hat und sie dafür verlangen können, was sie wollen (Wobei, das stimmt auch wieder nicht, inzwischen redet der Staat auch ein Wort mit bei der Preisgestaltung). Bestehende Medikamente weiterzuentwickeln spart den Firmen viel Geld.

Für den Patienten ist es allerdings keine Ersparnis – und oft auch keine Verbesserung….

*Kleine Auffrischung: chirale Objekte verhalten sich zueinander wie Bild und Spiegelbild. Unsere Hände zum Beispiel. Mehr Info hier.

Sind Kinder wasserlöslich?

Gestern war ich mal wieder mit Junior auf dem Spielplatz.

Ich gehe ja nicht so häufig, hauptsächlich deshalb, aber gestern habe ich es sehr genossen. Wir haben gewartet bis ca. 3 Uhr, als die Sonne nicht mehr ganz so sehr brannte.

Es war immer noch recht heiss – und kein Mensch dort.

Perfekt.

Nach etwas Schaukeln (liebt er immer noch heiss) und Steinen biegen (wenn ich für die Steine, die er mir „schenkt“ etwas bekommen würde, wäre ich schon „steinreich“ ) bekamen wir dann doch noch Besuch.

2 Familien mit 2 kleinen Kindern etwa in Juniors Alter.

Inzwischen hat sich eine Wolkenwand vor die Sonne geschoben, was mir auch recht war – dann ist die Rutschbahn nicht mehr so „Spiegeleierdraufbratbar“ heiss und Junior kann sie benutzen ohne Verbrennungen zu riskieren.

Die Rutschbahn liebt er nämlich seit neustem auch – und will immer selber drauf, ohne Hilfe. Das funktioniert recht gut. Junior mag zwar sprachlich nicht so weit sein, aber seine Körperbeherrschung ist ausgezeichnet.

Junior hatte wie immer viel Spass mit den anderen Kindern. Allerdings nicht lange, denn kurz darauf fing es an zu tröpfeln. Regen kann man dazu nicht sagen, es war wirklich nur etwas feucht von oben.

2 Minuten später waren die anderen beiden Familien wieder weg.

Hoppla.

Hab ich da was nicht mitbekommen und Kinder sind seit neustem wasserlöslich? Oder bin ich einfach sonst eine schlechte Mutter, wenn ich denke: „so ein bisschen Regen macht nichts, schliesslich ist es warm genug?“

Ich kann ja, wenn es wirklich anfängt zu regnen nach Hause gehen, Junior abtrocknen und etwas neues anziehen. Das muss ich nach dem Spielplatz sowieso, der ist so was von staubig und wenn Junior mit der Wasserbahn spielt, dann ist es um die Kleider auch geschehen.

Jedenfalls hat es nur ein paar Minuten getröpfelt und danach war es temperaturmässig richtig angenehm.

Bestellbar: heute, morgen, gar nicht

Da, wo ich arbeite haben wir über 10’000 Artikel an Lager (laut letzter Inventur) und was nicht da ist kann im Normalfall bestellt werden und zwar innerhalb eines halben Tages. Das bedeutet, ich bestelle vor 12 Uhr und es ist spätestens um 4 Uhr Nachmittags hier. Ich bestelle vor 7 Uhr abends und es ist am nächsten Morgen hier.*

Ich finde das wirklich erstaunlich und eine sehr gute Dienstleistung für die Kunden. Ehrlich: wo sonst ist das auch so? Nirgends, oder?

Trotzdem gibt es Leute denen das offensichtlich nicht reicht.

Besonders liebe ich dazu folgende Aussagen:

„WAS? Sie haben es nicht da? Immer, wenn ich komme und etwas brauche, müssen Sie es bestellen!“ – Ja, wenn Ihr Arzt natürlich irgendwelche seltenst gebrauchten Medikamente aufschreibt und Sie auch noch darauf bestehen genau das zu nehmen und nicht etwa das Generikum, das wir an Lager haben. Und „immer“ heisst also alle 2 Jahre einmal?….

„Aber ich gehe heute Mittag in die Ferien / fliege morgen früh … und ich brauche es sofort!“ – Sie wissen wie lange, dass Sie in die Ferien gehen und Medikamente brauchen und das Rezept ist über eine Woche alt? Hmmpf. Viel Glück bei der Suche nach einer Apotheke, die die Medikamente an Lager hat! (Wobei ich dann noch nett – oder blöd- genug bin, anzubieten ein paar Apotheken anzurufen und anzufragen).

„Oh, Sie haben dieses … (irgendeinobskureswundermittelchen)…… also nicht hier und können es auch nicht bestellen….“

Doch, ich kann ihnen dieses Wundermittel, das Sie in einer Illustrierte gefunden haben schon bestellen, aber so wie ich den Hersteller kenne wird er neben dem Porto noch einen Einzelstückzuschlag daraufhauen. Ausserdem ist es kein Medikament, sie könnten auch selbst anfragen, dass sie es zu ihnen schicken. Die Adresse steht auch im Heft, samt der (gebührenpflichtigen) Telefonnummer.

„Sie haben das nicht im Computer? Aber ich habe es im Fernsehen gesehen!“ Ja, mag gut sein – Es war nicht zufällig auf dem ZDF, ARD, Pro7 oder Sat1? Das sind Deutsche Sender, also ist es wahrscheinlich ein deutsches Produkt. Im Computer habe ich nur die Schweizer Produkte. Doch, ich kann es ihnen aus Deutschland besorgen, aber das wird teurer. Es gibt in der Schweiz wahrscheinlich auch Produkte wo dasselbe drin ist (jetzt muss ich nur noch herausfinden was darin ist …)

*kleiner Disklaimer: Samstags gibt es keine Nachmittagslieferung (auch der Grossist macht Wochenende) und gewisse obskure oder seltene Dinge können nur direkt vom Hersteller bestellt werden, was ein paar Tage dauern kann.

Das Problem mit Kapseln

Grundsätzlich gibt es 2 Arten von Kapseln. Die Weichgelatine Kapseln, welche meist flüssige Stoffe enthalten (wie Nachtkerzenöl, Fischöl etc) und die Hartgelatine Kapseln, welche Pulver oder Pellets (das sind kleine Kügelchen) enthalten.

Wie der Name schon sagt sind beide aus Gelatine.

Gelatine wird aus Rinder- und Schweins-Bestandteilen hergestellt, genauer gesagt aus Knochen, Knorpel und Haut.

Und genau das ist das Problem: es sind Bestandteile vom Schwein darin.

Das Schwein ist ein Tier, das von manchen Kulturkreisen als schmutzig und schlecht angesehen wird und deshalb zu meiden ist. Vor allem darf man nichts davon essen.

Was machen Angehörige dieser Kulturen also wenn sie krank sind und Medikamente brauchen? Denken sie immer daran, dass man ihnen nur Tabletten, Brausetabletten und flüssige Formen aufschreibt (Achtung: Alkohol ist ja teilweise auch verboten)? Nehmen sie die Kapseln einfach nicht ein? Machen sie sie einzeln auf? (Das darf man nicht immer, sonst verändert man die Aufnahme in den Körper und die Wirkung).

Ist die Gelatine überhaupt noch als Bestandteil vom Schwein anzusehen? Immerhin wird der Rohstoff ziemlich bearbeitet und gereinigt und sterilisiert.

Ich weiss es nicht. Offenbar scheint es auch unter den Religionsgelehrten nicht gerade Einstimmigkeit über dieses Thema zu geben.

So gibt es also einige wenige, die Gelatine Kapseln strikt ablehnen. Bei den Firmen anfragen, ob die Gelatine der Kapseln auch Schwein darin haben mache ich inzwischen nicht mehr. Die Antwort der Firmen lautet dazu: „höchstwahrscheinlich.“

Gelatine als Rinderprodukt könnte theoretisch auch ein BSE Problem sein. Es hat sich allerdings gezeigt, dass jeder Herstellungsschritt allein zwischen 90-99% einer eventuellen Infektiosität beseitigt. Und es sind einige Schritte. Dazu kommt, dass die Herkunft der Rinder kontrolliert wird – immerhin gibt das am Ende ein Medizinalprodukt. Kein Problem also.

Gaanz gaaanz früher gab es mal Stärke Kapseln. Die sind von der Struktur her wie Oblaten (für Katholiken: wie die Dinger bei der Kommunion in der Kirche). Einmal musste ich während dem Studium welche abfüllen. Horror. Man muss einzeln in jedes zerbrechliche Päckchen ein paar mg abwiegen. Ausserdem sind die Stärkekapseln nicht lange haltbar und mühsam zum Einnehmen und und und. Es ist gut, dass es die nicht mehr gibt.

Gelatinekapseln lassen sich dagegen auch in der Apotheke relative einfach füllen, sie sind einfach einzunehmen, es gibt sie in allen Farben, verschiedenen Grössen und man kann sie überziehen, magensaftresistent oder retardierend machen, insgesamt eine sehr elegante Arzneiform.

Muss die Religion (oder besser gewisse, die die Schriften auslegen) da wirklich Einschränkungen machen?

Klassik für Anfänger

Ich bin sonst nicht soo sehr der klassische Musik Fan, aber den Finale vom „Karneval der Tiere“ finde ich toll, vor allem, wenn das Stück so liebevoll animiert wurde wie in Fantasia 2000.

Nie wieder werde ich Flamingos ansehen können, ohne an Jo-Jo’s zu denken und diese Musik zu hören.

Inzwischen habe ich mir die CD besorgt, in der Fassung die Loriot kommentiert. Darauf ist auch Peter und der Wolf.
Junior hört immer ganz genau zu, wenn ich sie laufen lasse.