Beratung mangelhaft?

Kunde mit einer Packung Zäpfchen in der Hand: „Ich habe die hier gekauft, aber man hat mir nicht gesagt, ob ich sie vor oder nach dem Essen nehmen muss?“

Erstens: nicht nehmen, sondern einführen (nur für den Fall erwähnen wir das wieder einmal), Zweitens: weil das nicht über den Magen geht für die Aufnahme in den Körper ist das egal.

Neues vom Junior

Letztes Wochenende hat Junior uns wieder einmal gezeigt, dass das Tagi immer wieder für eine Überraschung gut ist. Am Samstag war er bei meinen Eltern, weil sowohl ich als auch mein Kuschelbär arbeiten mussten. Mittags bekam ich dann den Telefonanruf, den man fürchtet: Junior ist krank und kotzt seit einer Stunde immer wieder. Mein Verdacht ist gleich: Norovirus. Ich muss meinem Kuschelbär unbedingt sagen, er soll auf das Schildchen am Eingang vom Tagi schauen, wenn er ihn jeweils abholt – da steht nämlich drauf, was im Moment aktuell dort herumgeht.

Unangenehm finde ich, dass es für Kinder keine frei verkäuflichen Medikamente gegen die Übelkeit mehr gibt – das Itinerol haben sie letzhin rezeptpflichtig gemacht. Gut, für mich ist das kein Problem – ich kann das trotzdem mitnehmen in der Apotheke … aber was machen andere Eltern in der Situation? Man kann nicht immer zum Kinderarzt und mit einem akut kotzenden Kind ins Spital zu fahren ist auch keine wirklich gute Lösung. Jedenfalls – nach Zäpfchen-Gabe ging es dann graduell besser und zumindest das Flüssige blieb drin.

Sonntag war dann soweit wieder gut, dass wir auch mit ihm nach draussen konnten.

Kuschelbär hat das dann ausgenutzt und ihn das erste Mal auf ein richtiges Velo (das ist „Fahrrad“ für die Deutschen Leser) gesetzt. Vorher war er nur mit Laufrad und Windschattenvelo unterwegs.

Und man mag es kaum glauben: er fuhr! Einfach so, ohne geübt zu haben: Junior ist jetzt etwas über 4 Jahre alt. Er ist ein unglaubliches Bewegungstalent. Ich bin stolzer als ich es sagen kann. :-D

Apotheken in aller Welt 105: Brünn, Tschechien

Ein Beitrag für uns von Anna:

Ich wohne in Tschechien, 30 km von der zweitgrößten Stadt Brünn entfernt, und habe schon ewig vor, mal einen Fotoapparat mitzunehmen und Dir die wahrscheinlich älteste Apotheke in Brünn zu fotografieren (gegründet wurde sie im Jahr 1365). Übersetzt heißt sie „Zum roten Krebs“, nach dem Wahrzeichen über der Eingangstür.
Innen darf man eigentlich nicht fotografieren, aber ich hab den Damen erklärt, zu welchem Zweck ich die Fotos will, also hab ich eine ausnahmsweise Erlaubnis gekriegt :o)… („wir haben Sie einfach nicht bemerkt“).

Wunderschöne Einrichtung -toll, dass Du Dir die Mühe gemacht hast sie zu fotographieren für uns.

Eigentlich ein lustiger Name für eine Apotheke. Zum roten Krebs? Aussehen tut er ja wie ein Hummer.

Die Ungeduld in Person

Ich bin gerade dabei einer älteren Kundin ihre bestellten Medikamente zu geben, da stürmt eine andere Frau heran. Sie bleibt in etwa einem haben Meter Entfernung von uns stehen – dabei zeigt sie alle Zeichen der Ungeduld. Dass sie nicht noch anfängt von einem Bein aufs andere zu springen ist ein Wunder.

Meine Kundin hat noch die eine oder andere Frage, da stürmt die Frau wieder los, schnappt sich aus dem Regal das Produkt und schmeisst es mir auf die Theke: „Scannen sie das, ich will zahlen!“

Pharmama: „Entschuldigen Sie, aber wie sie sehen können, bin ich gerade an dieser Frau. Sie kommen gleich nachher dran.“

Meine Kundin verdreht in meine Richtung die Augen, lächelt aber fröhlich und sagt: „Ich glaube ich schaue nach, ob sie mir auch alles eingepackt haben.“  …Was sie vorher schon hat  … :-)

Frau: „Hmmmpff.“

Meine Kundin (während sie das in Ruhe tut): „Wissen sie gute Frau, es dreht sich nicht alles nur darum, was sie wollen.“

Und zu mir: Sie dürfen das nicht sagen, aber ich schon.“

Cool.

Ha… Ha… Haaaa… Hatschi!

Etwa 20% der Schweizer sind allergisch … und viele davon, die mit Heuschnupfen haben gar nicht so Freude am Frühling. Warum sind die Leute hauptsächlich allergisch gegen Gräser und Bäume– aber kaum gegen Blumen?

Darum:

Die Birken, Eschen, Gräser etc. das sind Windbestäuber. Die Pollen sind so fein, dass ein kleiner Windhauch genügt, sie weit davonzutragen – selbst in die Städte hinein, wo sie nicht wachsen.

Blumen dagegen – z.B. Sonnenblumen brauchen Bienen und andere Insekten zum Transport der Pollen. Die sind auch einiges grösser, die fallen nach spätestens 2m zu Boden. Natürlich kann man auch auf Sonnenblumenpollen allergisch werden, aber um da einen Allergieschub zu bekommen, müsste man wohl direkt durch ein Sonnenblumenfeld spazieren.

Ein weiteres Problem sind die Kreuzallergien. Man vermutet heute, dass wir auf eine (begrenzte) Anzahl Proteine reagieren – und dieselben Proteine (oder Bruchstücke derselben) kommen in verschiedenen Pflanzen, Pollen und Nahrungsmitteln vor.

Übrigens: Wieviele von Euch spüren beim Essen eines Apfels im Mund ein Jucken? Wusstet ihr, dass das auch von einer Allergie kommt? Das ist meist eine Kreuzallergie auf Birke und Beifuss. Apfel enthält offensichtlich ähnliche Proteine, also reagiert man auch darauf … leicht.

Ummm, fein: Papier

Der Vater kommt in die Apotheke um ein Calcium-Präparat für seinen kleinen Sohn zu holen, der (O-Ton):  „nicht genug bekommt in seiner Diät“.

Die Apothekerin fragt ihn, was er denn so isst. Sie meint eigentlich Milch, Käse, Mineralwasser … alles, was so Calcium enthält.

Antwortet der Vater: „Papier.“

Pica ist eine Krankheit, wo der Patient nicht verwertbares isst, z.B. Papier oder Erde etc. Eine der Theorien der Ursachen ist, dass dann ein Mineral fehlt, wobei ich dachte eigentlich Eisen, nicht unbedingt Calcium?